Das seinerzeitige Eydelen wurde vor 1414 gegründet und hieß nach 1414 Eydelack, vor 1782 Eydeln, um 1785 Egdlen und nach 1820 Egdeln.[1] Der Ort bestand im Grunde lediglich aus einem großen Hof und war ein Vorwerk zum Gut Sienken (polnischŻołędnik), seit 1819 im ostpreußischenKreis Preußisch Eylau.
Im Jahre 1832 fand das kleine Gut Egdeln in Alfred Gustav Friedrich von Domhardt einen prominenten Pächter. Am 19. Mai 1886 wurde aus dem Vorwerk Egdeln zusammen mit dem Vorwerk Sienken der neue Gutsbezirk Sienken gebildet, der gleichen Datums in den AmtsbezirkGlandau (polnisch Glądy) eingegliedert wurde.[2]
1910 zählte Egdeln als Ortschaft von Sienken 47 Einwohner.[3] Am 30. September 1928 veränderte sich nochmals die Zugehörigkeit Egdelns, als nämlich der Gutsbezirk Sienken nach Glandau eingemeindet und Egdeln eine Ortschaft nun eben dieser Gemeinde wurde.[2]
1945 kam Egdeln in Kriegsfolge mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Ejdele“. Doch ist seine Existenz nur in der ersten Nachkriegszeit dokumentiert. Er dürfte kaum noch besiedelt worden sein. Vielleicht ist er in einem der Nachbarorte Żołędnik oder Glądy aufgegangen. Heute gilt er offiziell als untergegangen. Seine Ortsstelle gehört zu Gmina Górowo Iławeckie (Landgemeinde Landsberg) im Powiat Bartoszycki (Kreis Bartenstein), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.