1624 wurde hier eine Eisenhütte gegründet, wodurch der Ort entstand. Die Verfassunggebende Nationalversammlung tagte hier vom 11. April bis 20. Mai 1814. Seitdem ist Eidsvoll ein nationales Symbol Norwegens.
Die Nationalversammlung tagte im Haus des Eisenhüttenbesitzers Carsten Anker, das seit 1837 ein Museum ist. Sie wurde nach dem Frieden von Kiel einberufen, durch den die dänisch-norwegische Personalunion aufgelöst wurde. 112 Delegierte nahmen an ihr teil, sieben Bauern, 13 Kaufleute, fünf Gutsbesitzer und 57Beamte. Diese 112 Männer gingen als die Gründer Norwegens in die Geschichte ein.
Die Verfassung von Eidsvoll galt zu ihrer Zeit als die liberalste der Welt, duldete jedoch keine Jesuiten und andere katholische Orden im Land. In Paragraf 2, der die evangelisch-lutherische Norwegische Kirche als Staatskirche festschrieb, wurde Juden der Zutritt zum Reich ausdrücklich untersagt.[2] Der Paragraf wurde mit Bezug auf die Juden nach langen und heftigen Debatten im Jahr 1851, mit Bezug auf die Jesuiten und anderen Orden erst im Jahr 1956 aufgehoben. Im Jahr 1964 wurde der Paragraf um ein Bekenntnis zur allgemeinen Religionsfreiheit erweitert. Im Jahr 2012 wurde die Bestimmung zur Staatsreligion schließlich abgeschafft und der Paragraf völlig neu formuliert.