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Egringen

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Egringen
Wappen von Egringen
Koordinaten: 47° 40′ N,  36′ OKoordinaten: 47° 39′ 49″ N,  35′ 47″ O
Höhe: 283 m ü. NHN
Fläche: 6,27 km²
Einwohner: 920 (15. Mai 2022)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1974
Postleitzahl: 79588
Vorwahl: 07628
Karte
Lage von Egringen im Gemeindegebiet
Luftbild von Egringen (1985)
Luftbild von Egringen (1985)

Egringen ist seit 1974 ein Ortsteil der Gemeinde Efringen-Kirchen im Landkreis Lörrach.

Geografie und Lage

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Das Besiedlungsgebiet Egringens hat einen leiterförmigen Grundriss und liegt auf der linken Seite des Feuerbachtals. Südlich von Egringen erheben sich der Läufelberg (393 m ü. NHN) und der Reckholder (354 m ü. NHN), die noch zur Fläche Egringens gehören. Nordwestlich erhebt sich der Katzenberg (387 m ü. NHN), der zum Nachbarteilort Wintersweiler gehört. Der Dorfkern liegt auf einer Höhe von 283 m ü. NHN, die Talsohle am Flusslauf der Feuerbach auf etwa 268 m ü. NHN.

Egringen wird von zwei sich kreuzenden Kreisstraßen durchzogen. Von Westen gelangt man über die K 6351 aus Efringen-Kirchen und aus Süden über die K 6325 aus Fischingen. Die K 6351 verläuft nordwärts in Richtung des Feuerbachtals in Richtung Holzen. Die K 6325 wechselt zur K 6324 ebenfalls nordwärts in Richtung Mappach. Um den Kreuzungspunkt dieser Kreisstraßen hat sich der Dorfkern gebildet.

In einer Urkunde tauchte Egringen erstmals im Jahr 758 als villa Aguringas auf, 763 wurde es als Agringas bezeichnet und leitet sich von einem Personennamen ab. Zwischen 758 bis etwa 870 sind mehrere Schenkungen des Ortes an das Kloster St. Gallen bekannt. Um 1260 kam der sanktgallische Dinghof an die Ritter von Lene, 1284 dann an das Armenspital Basel, das den Dinhof 1392 vom Kloster kaufte. Die Vogtei über die dinghöfischen Güter gab St. Gallen 1299 an die Herren von Ramstein[2]. Durch Heirat kam die Vogtei bis Mitte des 15. Jahrhunderts an die Herren von Grünenberg.

1390 belehnten die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg die Grünenberg ebenfalls mit den dinghoffreien Leuten und dem Ortsgericht zu Egringen, 1458 kam das markgräfliche Lehen an Thüring III. von Hallwyl, bevor es 1469 wieder an die Markgrafen zurückkam. Fortan wurde Egringen durch das Oberamt Rötteln verwaltet. 1503 kam der Ort in die Herrschaft Rötteln an die Markgrafen von Baden, 1809 zum Bezirksamt Lörrach, von 1813 bis 1819 beim Bezirksamt Kandern und gehört seit 1939 dem Landkreis Lörrach an.

Ehemaliges Rathaus von Egringen – heute Sitz der Ortsverwaltung.

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurde Egringen per 1. Oktober 1974 in die neue Großgemeinde Efringen-Kirchen eingegliedert.

Efringen-Kirchen hat seit der Gemeindereform 1974 die unechte Teilortswahl und will diese auch beibehalten.[3] Egringen stehen gemäß Hauptsatzung zwei Sitze im Gemeinderat zu.[4]

Der Ort hat einen Ortschaftsrat mit sechs Mitgliedern. Ortsvorsteher ist Bernd Meyer.[5]

In gespaltenem Schild vorn in Gold das badische Wappen, hinten in Silber an einem liegenden grünen Rebzweig eine blaue Traube mit zwei Blättern. „Das Wappen war 1905 angenommen worden. Es symbolisiert vorn die badische Landeshoheit, hinten den Weinbau.“[6]

Die Zahl der Einwohner in Egringen entwickelte sich wie folgt:[7][8]

Nachbarorte und -gemeinden:
Wintersweiler
(Ortsteil der Gemeinde Efringen-Kirchen)
Mappach
(Ortsteil der Gemeinde Efringen-Kirchen)
Mappach
(Ortsteil der Gemeinde Efringen-Kirchen)
Efringen
(zum Kernort der Gemeinde Efringen-Kirchen gehörig)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Wollbach
(Stadtteil von Kandern)
Kirchen
(zum Kernort der Gemeinde Efringen-Kirchen gehörig)
Fischingen Schallbach
Jahr Einwohner
1852746
1871799
1880747
1890679
1900603
1910569
1925542
1933558
Jahr Einwohner
1939558
1950587
1956607
1961637
1970641
2011950
2022935
Evangelische Kirche Egringen

Aufgrund der historischen Zugehörigkeit zur Markgrafschaft Baden-Durlach in der 1556 die Reformation im Markgräflerland erfolgte, ist noch immer der weitaus überwiegende Anteil der Bevölkerung evangelisch und wird von der Evangelischen Kirchengemeinde im Rebland betreut.[9] Die katholischen Christen werden seit 1. Januar 2026 durch die neu gegründete Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck[10] betreut in der die bisherige Kirchengemeinde Kandern-Istein aufgegangen ist. Die Zugehörigkeit zu den Religionsgemeinschaften verteilte sich in der Vergangenheit wie folgt:[11][12]

Religionszugehörigkeit in Egringen
JahrReligion
evangelischkatholischsonstige
185899,6 %0,4 %0 %
192597,4 %2,2 %0,4 %
195094,7 %4,4 %0,9 %
196196,5 %3,0 %0,5 %
197094,9 %4,2 %0,9 %

Kultur und Bauwerke

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Im Ortskern befindet sich die Evangelische Kirche Egringen, die auf das 8. Jahrhundert zurückgeht. Das Langhaus wurde 1587 erbaut und seither mehrfach renoviert. Es weist eine flach eingezogene Decke auf, unterhalb des Turmgeschosses ist ein profiliertes Kreuzrippengewölbe. Zur Ausstattung gehört ein spätgotisches Chorgestühl mit kunstvoll geschnitzten Evangelistensymbolen.

Weitere markante Bauten im Ortskern sind das sogenannte Stapflehus (Staffelgiebelhaus) aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und der Gasthof Rebstock mit der großen Scheune sowie das ehemalige Rathaus, das der Architekt Jakob Friedrich Alois Hemberger 1874 plante.

Es gibt einen Musikverein[13] mit Förderkreis, sowie einen Gesangverein.[14]

Außerdem gibt es einen Schützenverein[15] mit dem bewirteten Schützenhaus auf dem Läufelberg, sowie die Trachten- und Volkstanzgruppe Egringen, die sich der Pflege des Brauchtums widmet und die Markgräfler Tracht trägt.[16] Die Landfrauen[17] und die Landjugend haben je einen Verein in Egringen.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Freiwillige Feuerwehr Egringen wurde am 24. März 1926 gegründet.[18] In Egringen befindet sich ein Löschgruppenfahrzeug und ein Tragkraftspritzenanhänger.[19] Das Feuerwehrhaus befindet sich neben dem Rathaus.

In Egringen befindet sich am westlichen Besiedlungsrand eine Grundschule. In evangelischer Trägerschaft gibt es einen Kindergarten.[20]

Egringen ist im Rahmen des Regio Verkehrsverbundes Lörrach (RVL) durch die von der SWEG betriebene Buslinie 1 mit Kandern und dem Busbahnhof Lörrach verbunden. Zudem ist Egringen eingebunden in den ehrenamtlich betriebenen und kostenlosen Service von BürgerBus Efringen-Kirchen.[21]

Über die von Kandern-Riedlingen durch Egringen führende Kreisstraße K 6351 ist Egringen mit der westlich des Ortes vorbeiführenden Bundesstraße B3 verbunden. Von der Auffahrt zur B3 führt die Landesstraße L 137 über Efringen und Istein zur Autobahnanschlussstelle 67 (Efringen-Kirchen) der Bundesautobahn A5. Über die B3 kann Richtung Süden nach etwa 3 Kilometern die Autobahnanschlussstelle 2 (Eimeldingen) der Bundesautobahn A98 erreicht werden. Die Kreisstraße K 6325 verbindet Egringen mit dem benachbarten Fischingen und die K 6324 mit dem Ortsteil Mappach der Gemeinde Efringen-Kirchen.

Über den Bahnhof Efringen-Kirchen hat Egringen Zugang zur Rheintalbahn.

  • Philipp Löwe (Hrsg.): 1250 Jahre Egringen: 758–2008., Efringen-Kirchen 2008
  • Egringen. In: Abteilung Landesbeschreibung des Staatsarchivs Freiburg im Breisgau (Bearbeiter): Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg. Der Landkreis Lörrach. Band I. A. Allgemeiner Teil. B. Gemeindebeschreibungen Aitern bis Inzlingen. C. Quellen und Literatur. Herausgegeben von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Landkreis Lörrach. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1993, ISBN 3-7995-1353-1., Band I, S. 703–708.
  • Karl Seith (Hrsg.): Ortsgeschichte von Egringen 758-1958. Zur 1200-Jahrfeier der Gemeinde Egringen der Dorfgemeinschaft dargeboten von der „Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde des Märkgräflerlandes“., Rombach, Freiburg im Breisgau 1958 (Digitalisat der UB Freiburg)
Commons: Egringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Egringen – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

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  1. Citypopulation. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
  2. zum Geschlecht siehe: Werner Meyer: von Ramstein. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 20. März 2026.
  3. Victoria Langelott: Die unechte Teilortswahl bleibt in Efringen-Kirchen unangetastet. In: Badische Zeitung vom 9. März 2023.
  4. § 13 Hauptsatzung der Gemeinde Efringen-Kirchen vom 12. Dezember 2016
  5. Ortschaftsrat Egringen auf der Website der Gemeinde Efringen-Kirchen
  6. Harald Huber: Wappenbuch Landkreis Lörrach. Im Verlag des Südkurier, Konstanz 1984, S. 46
  7. Bevölkerungsentwicklung: Egringen, zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2023
  8. Efringen-Kirchen: Infos, Zahlen & Fakten, aufgerufen am 1. Dezember 2023
  9. Website der Evangelische Kirchengemeinde im Rebland; abgerufen am 19. März 2026
  10. Website der Kirchengemeinde Wiesental-Dreiländereck
  11. Religionszugehörigkeit 1858 und 1925: Egringen, zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2023
  12. Religionszugehörigkeit: Egringen, zuletzt aufgerufen am 1. Dezember 2023
  13. Homepage des Musikvereins
  14. Homepage des Gesangvereins
  15. Homepage des Schützenvereins
  16. Homepage der Trachten- und Volkstanzgruppe Egringen
  17. Homepage der Landfrauen Egringen
  18. Freiwillige Feuerwehr Efringen Kirchen. Abteilung Egringen, aufgerufen am 8. Dezember 2023.
  19. Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Efringen-Kirchen, aufgerufen am 8. Dezember 2023.
  20. Evangelischer Kindergarten Egringen auf der Website 4Familii
  21. Website des BürgerBus Efringen-Kirchen