Gemeiner Efeu
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Gemeiner Efeu (Hedera helix) | ||||||||||||
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Der Gemeine Efeu, auch Gewöhnlicher Efeu oder kurz Efeu (Hedera helix), ist eine immergrüne Pflanzenart aus der Gattung Hedera (Efeu) innerhalb der Familie der Araliengewächse (Araliaceae).
Trivialnamen und Wortherkunft
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„Landschaftliche Namen“ sind unter anderem Epheu (p und h getrennt gesprochen), Baumwinde[1] (lateinisch früher Hedera arborea[2][3]) und, allerdings mehrdeutig, Eppich.
Die Herkunft des Wortes „Efeu“ ist unsicher. Althochdeutsch überliefert sind unter anderem ebihouwi, ebhouwe, ebihewe, ebahewi, ebah, ebahi, ebahboum, ebboum, mittelhochdeutsch ebehöu, ephöu, frühneuhochdeutsch Ebheu, Epheu. Die heutige Schreibung (und die davon ausgehende Aussprache) Efeu beruht auf einer im 17. Jahrhundert aufgekommenen Fehldeutung der Schreibung ph als f. Das Wort war schon früh nicht mehr durchsichtig; bereits in althochdeutsch ebihouwi liegt eine Umdeutung zur Zusammensetzung mit „Heu“ (infolge der Nutzung als Laubheu[4]), in althochdeutsch ebboum eine solche mit „Baum“ vor. Für das Vorderglied eb- wurde schon Verwandtschaft mit lateinisch ibex ‚Steinbock‘ und damit eine Grundbedeutung als „Kletterer“ angenommen, doch bleibt dies hypothetisch.[5]
Althochdeutsch ebah(i) und altniederdeutsch īfig leben in rezenten Mundartwörtern wie Ebich, Ebch, Ebix, Ebx, Ebsch, Ewich, Ewisch, Ewix, Ewek weiter, althochdeutsch ebihouwi im Alemannischen als Abheu, Äbheu. Weitere Umdeutungen finden sich in alemannisch Räbheu (Anlehnung an die ebenfalls rankende „Rebe“) und in mittelniederdeutsch iwlōf, ifflōf (Anlehnung an „Laub“).[5][6]
Der Name „Baumwinde“ ist mittelhochdeutsch bereits als boumwinde belegt. Wegen seines Wuchses an und in Mauern wurde der Efeu früher auch Mauerepheu, Mauerefeu und ähnlich genannt.[7]
Beschreibung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erscheinungsbild und Blatt
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Der Gemeine Efeu ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanze und ein Klettergehölz. Sehr variabel ist der Gemeine Efeu in seinen Lebensformen, es liegt Sprossdimorphismus vor. Die Keimung erfolgt epigäisch. Zuerst entwickelt er sich als ausdauernde, krautige Pflanze. So überwuchert der Efeu gelegentlich flächendeckend den Boden. Seine Sprossachsen sind in diesem Stadium niederliegend bis kriechend (plagiotrop).[8] Die Rinde junger Sprossachsen ist mit stern- bis schildförmigen Haaren (Trichomen) flaumig bedeckt. An den Sprossachsen werden im dichten Abstand Adventivwurzeln gebildet. Sobald Bäume, Zäune oder Mauern erreicht werden, ist der Efeu in der Lage, durch Haftwurzeln daran emporzuklettern; dabei erklimmt er Höhen von 20 oder selten bis zu 30 Metern.[9] Der Gemeine Efeu ist der einzige in Mitteleuropa einheimische Wurzelkletterer.[10] Nach einigen Jahren beginnen die Sprossachsen zu verholzen und der Gemeine Efeu entwickelt sich vom Halbstrauch zum Strauch oder zur Liane,[8] bis er selten auch baumartig wächst.[9] Efeu kann ein Höchstalter von 450 Jahren erreichen[11], Altersformen können etwa 10 Jahre nach der Keimung auftreten. Adulte Exemplare besitzen rundliche und aufrechte, orthotrope Sprossachsen. Diese Sprossachsen sind stets wurzellos.[8] Verholzte Stämme können nicht selten einen Durchmesser von ca. 30 Zentimetern erreichen[9][8], außergewöhnliche Exemplare auch noch deutlich mehr.[12][13]
Beim Gemeinen Efeu liegt Heterophyllie vor. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und ‑spreite gegliedert. Die einfachen, ledrigen Blattspreiten sind oberseits fast kahl und unterseits mit weißen 5- bis 8-strahligen, nur am Grund verwachsenen Schuppenhaaren bedeckt[14]. An den Jugendformen sind die Blattspreiten bei einer Länge von meist 4 bis 10, selten bis zu 25 Zentimetern handförmig gelappt mit drei bis fünf dreieckigen, ganzrandigen Blattlappen. Bei den blühfähigen Altersformen sind die Blattspreiten bei einer Länge von 6 bis 10 Zentimetern eiförmig bis rhombisch und nicht gelappt. Die Blattoberseite ist glänzend dunkelgrün, oft mit helleren Blattadern, und die Blattunterseite ist heller. Manchmal werden die Blattspreiten im Spätsommer hellgrün bis gelblich und die Blattoberseite kann im Winter purpurfarben getönt sein. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.[9][15]
Blütenstand und Blüte
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Endständig zu dritt bis sechst in rispigen Gesamtblütenständen oder einzeln stehen auf Blütenstandsschäften in halbkugeligen bis kugeligen, doldigen Blütenständen etwa 20 gestielte, unscheinbare Blüten zusammen.[8] Die Blütenstandsschäfte und Blütenstiele sind filzig mit Sternhaaren bedeckt.[9]
Die sich im September und Oktober entwickelnden relativ kleinen, gelblich-grünen, etwas unangenehm duftenden[16][17] Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter am Blütenbecher sind nur minimal und dreieckig. Die fünf, selten sechs, freien, gelblich-grünen, leicht fleischigen, außen fein behaarten, spitzen, zurückgelegten Kronblätter sind bei einer Länge von 3 bis 4 Millimetern dreieckig-eiförmig, innen gekielt und am oberen Ende minimal kapuzenförmig. Es ist nur ein Kreis mit fünf Staubblättern vorhanden. Fünf Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, fünfkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Die fünf kurzen Griffel stehen zu einer Säule zusammen. Die Nektarsekretion erfolgt an einem gewölbten Diskus auf dem Fruchtknoten.[9][15]
Frucht und Samen
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In den Fruchtständen stehen die zwischen Januar und April reifenden Früchte dicht zusammen. Die bei Reife bläulich- oder grünlich-schwarzen, selten gelben oder weißen[9] mehrsamigen Steinfrüchte mit Diskus- und Griffelresten an der Spitze, sind bei einer Länge von 5 bis 9 Millimetern und einem Durchmesser von 6 bis 9 Millimetern kugelig und besitzen durchschnittlich eine Masse von knapp 0,3 g.[8] Die Früchte enthalten im purpurfarbenen Fruchtfleisch ein bis fünf Steinkerne.[9] Die einsamigen Steinkerne weisen eine Länge von etwa 6 Millimetern sowie einen Durchmesser von etwa 4 Millimetern auf.[8] Die weißliche, membranöse Schale der Kerne ist runzelig. Der kleine Embryo besitzt zwei Keimblätter (Kotyledonen). Das Endosperm ist ruminat.[9][15]
Chromosomensatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48; ausgehend von der Chromosomengrundzahl der Gattung Hedera von x = 12 liegt Tetraploidie vor.[18]
Toxizität
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Sämtliche Pflanzenteile des Gemeinen Efeus sind giftig. Bekannte giftige Inhaltsstoffe sind α-Hederin (Triterpensaponin), das sich durch Abbaureaktionen aus dem Hederasaponin C bilden kann (zu 80 % enthalten), sowie Falcarinol. Zeichen der Vergiftung können schon nach Einnahme von zwei bis drei Beeren auftreten: Brennen im Rachen, Durchfall und/oder Erbrechen, Kopfschmerzen, erhöhter Puls, Krämpfe. Nach Aufnahme großer Mengen (unwahrscheinlich, da sehr bitter) können Schock und Atemstillstand auftreten. Häufig sind auch Kontaktdermatiden durch Reaktion des Falcarinols mit den Proteinen der Haut.[19][20]
Taxonomie
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Die Erstveröffentlichung von Hedera helix erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 202.[21] Nach dem taxonomischen Konzept von Plants of the World Online (POWO) ist der Gemeine Efeu[22] damit heute (Stand März 2026) eine von 19 Arten der Gattung Efeu.[23] Die Art untergliedert sich in zwei Formen, und zwar die autonyme Form Hedera helix f. helix mit aktuell 131 Synonymen[24] und den in der Türkei und im Kaukasus heimischen gelbfrüchtigen Poeten-Efeu Hedera helix f. poetarum (Nicotra) McAll. & A.Rutherf.[25]
Vorkommen
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Der Gemeine Efeu ist in West-, Mittel- und Südeuropa von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen heimisch, im Norden reicht sein Verbreitungsgebiet bis nach Südschweden, im Osten bis in die Türkei.[22]
Als Standorte werden Wälder und Auengehölze, Steinbrüche und Ruinen bevorzugt. Im Bereich der Auwälder deutet ein Aufklettern des Efeus an den Bäumen auf eine höhere Luftfeuchte hin. Dies geht meist mit Veränderung der Blattformen im oberen Bereich einher. Der Efeu schadet dem bewachsenen Baum nicht, von einer umgreifenden Konkurrenz zu der weiteren Bodenvegetation ist nicht auszugehen. Er ist in Mitteleuropa pflanzensoziologisch eine Charakterart der Klasse Querco-Fagetea.[26] In den Allgäuer Alpen steigt er in Bayern, zwischen Schlipfhalden und der Klösterlealpe bei Balderschwang bis zu einer Höhenlage von 1180 Metern auf.[27] In den Alpen steigt er bei den Churfirsten bis 1800 Meter auf.[11]
Die Zeigerwerte nach Ellenberg weisen ihn als ozeanische Schatten- bis Halbschattenpflanze, als Mäßigwärmezeiger sowie indifferent bezüglich Boden-pH-Wert und Nährstoffangebot aus.[28] Die Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 für die Schweiz sind: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).[29]
Der Gemeine Efeu entstammt den Tropenwäldern des Tertiärs. Daran erinnern die Träufelspitzen seiner Blätter, die das Wasser rasch ableiten.
Im Rahmen der europäischen Kolonisation wurde der Gemeine Efeu über große Teile der Welt verbreitet. In vielen gemäßigten Klimaten (Nordamerika, Australien, Neuseeland) tritt er daher als Neophyt auf und wird zum Teil als invasive Pflanze bekämpft. Heute (Stand März 2026) ist er in den vier US-Bundesstaaten Alabama, Alaska, Delaware und North Carolina als 'invasiv/schädlich' eingestuft[30] und wird auch in weiteren Bundesstaaten kontinuierlich bekämpft. Auch in Australien und Neuseeland gibt es bei seiner Einstufung und Handhabung regionale Unterschiede.[31][32]
Ökologie und Phänologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeine Efeu ist ein Chamaephyt, Phanerophyt oder eine Liane.[33] Im Schatten oder bei reichlich Lichteinfall sehen die Laubblätter (Schatten- und Sonnenblätter) unterschiedlich aus. Laubblätter werden während der ganzen Vegetationszeit von März bis Oktober gebildet, aber zwischen April und Mai entwickeln sich besonders viele. Ein einzelnes, immergrünes Laubblatt überdauert etwa drei bis vier Jahre, die Hauptzeit des Laubfalles liegt im späten Frühling.[8]

Beim Gemeinen Efeu liegt manchmal Protandrie vor.[9] Er ist selbstinkompatibel (Selbstbefruchtung und Samenansatz sind genetisch verhindert);[18] es ist Fremdbestäubung erforderlich, die durch eine Vielzahl von Insektenarten sichergestellt wird.[8] Die Ergiebigkeit der Blüten wird angegeben mit einem Wert von 3 (gut) sowohl für den Pollenwert wie auch den Nektarwert.[34][35]
Besonders wertvoll für die Insektenwelt sind die Blüten des Gemeinen Efeus durch ihren sehr späten Blühzeitraum von September bis teilweise in den November hinein, der innerhalb der mitteleuropäischen Flora eine Besonderheit darstellt und mit seinem Beginn phänologisch die Mitte des Frühherbstes markiert.[36] In dieser Zeit herrscht sowohl im Siedlungsraum wie auch in der freien Natur für Insekten vielfach Nahrungsmangel, sodass der Efeu eine wichtige Nahrungsquelle für Honigbienen, verschiedene Wildbienen- und Hummelarten, Wespen und Schwebfliegen darstellt. Die Efeu-Seidenbiene hat sich sogar ausschließlich auf Efeu-Pollen für die Aufzucht ihrer Brut spezialisiert (Monolektie).[37][38] Von den Schmetterlingen besuchen z. B. der Admiral, der Faulbaum-Bläuling und der C-Falter die Blüten.[34][28] In anderen Gebieten als Mitteleuropa liegt die Blütezeit teilweise in anderen Monaten.[8]
Nicht nur die Blüten, sondern auch das Blattwerk hat einen hohen ökologischen Wert für die Insektenwelt, indem es z. B. der Achat-Eule, dem Faulbaum-Bläuling und dem Nachtschwalbenschwanz als Raupenfutterpflanze dient.[34][28]
Die Früchte werden zwischen Januar und April reif. Sie werden u. a. von verschiedenen heimischen Arten der Echten Drosseln, dem Star, dem Gartenrotschwanz, der Mönchsgrasmücke und dem Rotkehlchen gefressen, die auf diese Weise für eine ornithochore bzw. endochore Ausbreitung der Samen sorgen.[39][40][33]
Efeu und seine Trägerbäume
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Dem Efeu werden zahlreiche schädigende Wirkungen auf Bäume nachgesagt. So soll er Bäume mit seinen Wurzeln „aussaugen“, die Baumkrone überwuchern und dem Baum das Licht nehmen, die Baumrinde vom Zugang zu Luft und Licht abschneiden, den Stamm „erdrosseln“, den Baum durch sein Gewicht schwächen und die Gefahr von Wind- oder Schneebruch steigern, und mit dem Baum um Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Zu der Möglichkeit, dass der Efeu seine Trägerbäume schädigen könnte, liegen in der Fachliteratur unterschiedliche Angaben vor. Mehrheitlich wird die Auffassung vertreten, dass der Efeu für große Baumarten unschädlich ist, aber kleinere Bäume wie z. B. Apfelbäume oder Großsträucher wie z. B. Weißdorn durch Überwachsen zum Absterben bringen kann.[41][42]
Die Haftwurzeln des Efeus können keine Nährstoffe aufnehmen, ein Schmarotzen an Bäumen mit Hilfe der Luftwurzeln findet nicht statt.[43][41] Junge Haftwurzeln können sich aber in einem geeigneten feuchten Milieu zu Nährwurzeln umbilden. In einem Fall ist berichtet worden, dass eine solche Nährwurzel sich mehrere Zentimeter unter die Borke einer Tanne geschoben hat. Der Eindruck, ein Efeu wachse aus einem Baum heraus, kann in sehr seltenen Fällen dadurch entstehen, dass ein heranwachsender Baum mit seinem Stamm einen Efeu umschließt.[44]
Efeu wächst vorrangig am Stamm und an den starken Ästen der Bäume. Die für die Photosynthese wichtigen Blätter der Bäume befinden sich im Wald im oberen Teil der Baumkrone, bei freistehenden Bäumen in den Randbereichen.[43] Eine schädliche Lichtkonkurrenz ist daher nur bei einem sehr starken Bewuchs auch im äußeren Bereich der Krone möglich. Bei Weißdorn und Obstbäumen konnte ein derart starker Bewuchs mit Efeu beobachtet werden. Es wird angenommen, dass Bäume mit einer maximalen Wuchshöhe von deutlich weniger als 20 Metern durch die Lichtkonkurrenz des Efeus gefährdet werden können, insbesondere Birken und andere Bäume mit schmalen Kronen. Für die großen einheimischen Baumarten, an denen Efeu wachsen kann, wie Eiche und Esche wird eine Gefährdung nicht erwartet.[44][42]
Ein „Erdrosseln“ des Stützgehölzes, indem die wachsenden Efeutriebe den umschlungenen Baum am Dickenwachstum hindern, wurde in der Vergangenheit von mehreren Autoren als Tatsache dargestellt. Sie machten jedoch keine Angaben dazu, wie dieser Vorgang nachgewiesen worden ist. Untersuchungen der Jahresringe von Bäumen mit Efeubewuchs haben die Behauptung nicht bestätigt.[45][42]
Die Behauptung, Efeu könne dadurch Schäden verursachen, dass er die Baumrinde von Licht und Luft abschneidet, ist nicht belegt. Es besteht jedoch bei mehreren einheimischen Harthölzern die Gefahr, dass im Schatten gebildete Rinde durch Sonnenbrand geschädigt wird, wenn der Schatten entfällt. Dies kann durch das Fällen von Bäumen in der Umgebung bedingt sein, oder durch das Entfernen von Efeu. Die Frage, inwieweit ein Efeubewuchs Schutz vor Frostrissen bieten kann, ist noch nicht untersucht worden. Auch die Hypothese, eine Stützpflanze könne durch das Gewicht des Efeus Schaden nehmen, ist nicht belegt worden.[45] Die Gefahr des Bruchs durch Wind und Schnee, bedingt durch die vergrößerte Angriffsfläche, konnte nur für Sträucher und junge Bäume in der Strauchschicht bestätigt werden, alte gesunde Bäume sind dadurch nicht gefährdet.[45]
Die Schädigung eines Baums durch Nahrungskonkurrenz im Wurzelbereich ist nicht belegt. Durch seinen Laubabwurf im Frühjahr verbessert der Efeu das Bodenleben so deutlich, dass seine Anwesenheit für die Stützbäume weniger eine Konkurrenz als eine Förderung darstellt.[46]
Dem Efeu im konkreten Einzelfall zugeschriebene Schadwirkungen sind fast immer eine Schädigung des Stützbaums durch andere Ursachen, die im Vergleich zu dem Bewuchs mit Efeu nicht so offensichtlich sind. Der Efeu geht fast immer mit seinem Stützbaum unter, ein erneutes Aufsteigen an einem zweiten Baum findet sehr selten statt. Somit wäre die unterstellte schädigende Wirkung regelmäßig auch eine Selbstschädigung.[46]
Krankheiten und Schädlinge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeine Efeu ist im Freiland bei passenden Standortbedingungen eine robuste und kaum von Krankheiten oder Schädlingen befallene Pflanze. Die Efeu-Schildlaus Aspidiotus hedericola lebt manchmal auf Efeu; sie ist vor allem mediterran verbreitet und scheint sich seit 2014 über Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen auszubreiten.[47][48] Aus Portugal ist der Brandpilz Tuburcinia hederae beschrieben. Der Echte Mehltau Golovinomyces orontii wurde aus Hessen gemeldet. Auch der Flagellatenpilz Synchytrium aureum ist selten.[49]
Beim Einsatz im Innenbereich können insbesondere bei unpassenden Standortbedingungen Blattläuse und Rote Spinnmilben auftreten.[50]
Standortansprüche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeine Efeu ist eine sehr anspruchslose, robuste und pflegeleichte Pflanze: Er kommt mit mehr oder minder nährstoff- und humusreicher Gartenerde und verschiedenen anderen, möglichst durchlässigen Bodentypen gut zurecht; Staunässe sollte vermieden werden. An den Boden-pH-Wert stellt er keine Ansprüche, der Boden darf auch gerne kalkhaltig sein.[51]
Die Pflanze bevorzugt schattige bis halbschattige Standorte. Sie bildet eine Herzwurzel[34] aus und ist nach Etablierung an ihrem Standort auch relativ trockenheitsresistent; an sonnigeren Standorten auf trockenen Böden sind bei längerer Dürre aber Wassergaben vorteilhaft. Als Winterhärte wird meist die USDA-Klimazone 6 (bis −23 °C)[34], teilweise sogar 4 (bis −34 °C) angegeben.[52]
Der Gemeine Efeu zeigt in seiner kriechenden und kletternden Jugendform ein Längenwachstum – auch abhängig von Sorte und Standortbedingungen – von 50 bis 200 cm im Jahr, in seiner blühfähigen Altersform gilt er als eher schwachwüchsig. Schnittmaßnahmen können bei frostfreiem Wetter zu beliebiger Zeit durchgeführt werden. Der Gemeine Efeu verträgt starke Verschattung und den Wurzel-Konkurrenzdruck benachbarter Pflanzen; damit eignet er sich zur vitalen Bepflanzung schattiger Problemzonen im Garten und zur Unterpflanzung höherer Gehölze. Auch als Kübelpflanze für Balkon und Terrasse sowie als Zimmerpflanze kann er eingesetzt werden.[34]
Sorten/Kultivare
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeine Efeu wird heute neben seinen Wildformen in einer Vielzahl von Sorten angeboten, die sich insbesondere unterscheiden durch die Form, Größe und Farben ihrer Blätter, aber auch durch Wuchs- und Verzweigungsverhalten, Lichtverträglichkeit sowie Winterhärte. Viele Sorten sind universell verwendbar, etliche bieten sich aber auch speziell für bestimmte Einsatzfälle an. Im deutschsprachigen Raum sind u. a. die folgenden Sorten im Handel verbreitet[51][53]:
- 'Anita': besonders kleinblättrige, schwachwüchsige Sorte, kletternd bis ca. 1,25 m Höhe.[53]
- 'Arborescens' (Strauch-Efeu): ein zyklophysischer Klon mit strauchförmigem Wuchs, der aus adulten Stecklingen gewonnen wird. Er breitet sich nicht kletternd oder kriechend aus und blüht und fruchtet schon als Jungpflanze. Nach Artikel 2.7. des Internationalen Codes der Nomenklatur der Kulturpflanzen fällt er damit auch unter die Definition eines Kultivars.
- 'Atropurpurea': Sorte mit dunkelgrünen Blättern, die sich im Winter purpurfarben einfärben; kletternd bis ca. 8 m Höhe.
- 'Buttercup': grünlich-gelbes Laub, in voller Sonne auch komplett gelb; vorzugsweise als Kletter-Efeu eingesetzt, kletternd bis ca. 9 m Höhe.[53][54]
- 'Duckfoot': wüchsige Sorte, kletternd bis ca. 20 m Höhe; auch als Ampel- und Balkonkastenpflanze geeignet.[53][54]
- 'Glacier': Sorte mit graugrünen Blättern mit weißem Rand, kletternd bis ca. 3 m Höhe.[53][54]
- 'Goldchild': Sorte mit Bättern mit grünfarbiger Mitte und gelblicher Umrandung, kletternd bis ca. 5 m Höhe.[53][54]
- 'Golden Ingot': grüne Blätter mit leuchtend gelber Marmorierung, kletternd bis ca. 5 m Höhe.[53][54]
- 'Goldheart': dunkelgrüne Blätter mit goldgelber Mitte, kletternd bis ca. 4 m Höhe.[53]
- 'Gold Kolibri': dunkelgrüne Blätter mit goldgelbem Rand, kletternd bis ca. 6 m Höhe; auch als Zimmerpflanze geeignet.[53]
- 'Goldstern': gelblich-grüne Blätter mit dunkelgrüner Mitte, auch als Kübel-, Balkonkasten- oder Zimmerpflanze geeignet.[53]
- 'Harlekijn': Sorte mit grau-grün-weiß panaschierten Blättern, kletternd bis ca. 3,5 m Höhe.[53]
- 'Ivalace': krausblättrige, dichtbuschige Sorte; kriechend bis ca. 20 cm, kletternd bis ca. 2 m Höhe.[53]
- 'Jessica': sehr dichter Wuchs, bis ca. 1 m Höhe.[53]
- 'Marginata elegantissima': weißbunte, großblättrige Sorte, kletternd bis ca. 5 m Höhe.[53]
- 'Plattensee': Sorte mit dunkelgrünen Blättern mit silbrig-weißer Aderung, kletternd bis ca. 25 m Höhe.[53]
- 'Professor Seneta': winterharte Sorte mit marmorierten Blättern.[55]
- 'Ritterkreuz': Sorte mit schmalen, vogelfußähnlichen Blättern; auch als Ampel- und Balkonkastenpflanze geeignet.[53]
- 'Sagittifolia': Pfeilblättrige Sorte mit vogelfußähnlichen Blättern, kletternd bis ca. 2 m Höhe.[53]
- 'Tear Drop': Sorte mit tropfenförmigen Blättern, auch als Ampel- und Balkonkastenpflanze geeignet, bis ca. 30 m Höhe.[53]
- 'White Ripple': panaschierte Blätter mit grüner Mitte und weißem Rand; kletternd bis ca. 25 m Höhe.[53]
- 'White Wonder': Weißbunte Sorte; kletternd bis ca. 30 m Höhe; auch als Ampel- und Balkonkastenpflanze geeignet.[53]
- 'Woerner' (= 'Remscheid'): dunkelgrüne Blätter mit heller Aderung; kletternd bis ca. 15 m Höhe.[53]
- 'Yellow Ripple': dunkelgrüne Blätter mit gelbem Rand; kletternd bis ca. 10 m Höhe.[53]
- Winterfärbung z. B. bei 'Atropurpurea'
- ‘Buttercup’
- ‘Green Ripple’
- 'Professor Seneta'
- 'White Wonder'
- 'Yellow Ripple'
Aktuell (Stand März 2026) sind insgesamt 23 Efeu-Sorten, darunter 14 des Gemeinen Efeus wegen ihres herausragenden dekorativen Wertes und ihrer Robustheit mit dem Award of Garden Merit der britischen Royal Horticultural Society ausgezeichnet.[54]
Sortenvielfalt, Klassifizierung, Registrierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gesamtanzahl der heute bekannten Sorten des Gemeinen Efeus lässt sich nur grob schätzen, dürfte aber deutlich über 500 liegen, nachdem die nationale französische Efeusammlung schon annähernd diese Anzahl erreicht und größtenteils auch zum Kauf anbietet.[56] Ebenfalls sehenswert sind die nationale britische Sammlung mit insgesamt über 230 Sorten (auch anderer Efeu-Arten)[57] und die nationale polnische Sammlung insgesamt 660 Sorten, darunter 156 des Gemeinen Efeus.[58][59]
Diese Vielzahl von Sorten ist nicht nur für Laien schwer überschaubar. In der Fachwelt wird allgemein bedauert, dass heute kein Standardwerk erhältlich ist, das umfassend den Efeu mit all seinen Arten und Sorten behandelt, nachdem „Hedera: The complete guide“ von McAllister/Marshall vergriffen ist. Die Monografie „The Ivy“[60] von Shirley Hibberd aus dem Jahr 1872 ist mit ihren eleganten Beschreibungen und zahlreichen Abbildungen nach wie vor eine wertvolle Informationsquelle zu den älteren Sorten. Andererseits hat Hibberd damit auch vermeidbare Verwirrung gestiftet, indem er nach eigenem Gutdünken zahlreiche, insbesondere panaschierte Sorten umbenannte.[61]
Auch bezüglich ihrer Standortansprüche und Wuchseigenschaften werden Sorten des Gemeinen Efeus insbesondere in kommerziellen Pflanzensteckbriefen nicht selten sehr unterschiedlich beschrieben. So weist beispielsweise die nationale französische Efeusammlung im Gegensatz zu den vorherrschenden Beschreibungen rund 360 Sorten des Gemeinen Efeus als durchaus tolerant bis gut geeignet auch für sonnenexponierte Standorte aus.[62] Weiterhin kommt erschwerend hinzu, dass manche Sorten auch hinsichtlich ihrer botanischen Einordnung uneinheitlich beschrieben werden.
Eine nicht unwesentliche Rolle im internationalen Sortenwesen des Efeus spielt die 1973 gegründete „American Ivy Society“ (AIS): Sie wurde 1977 von der „International Society for Horticultural Science“ (ISHS) zur „International Cultivar Registration Authority“ (ICRA) für die Gattung Hedera ernannt.[63][64] Um den Umgang mit der Vielzahl der Efeusorten u. a. in Sortenwesen, Handel und gärtnerischer Nutzung zu erleichtern, wurde in den frühen 1970er-Jahren von Suzanne Warner Pierot, der Gründerin und ersten Präsidentin der AIS, ein Klassifizierungssystem für Efeu entwickelt, das hauptsächlich auf der Form der Blätter beruht. Das so genannte Pierot-System besteht aus 9 Kategorien:
- Adults (A): Efeus in blühender und fruchtender Altersform
- Bird's Foot Ivies (BF): Sorten mit vogelfußähnlichen Blättern
- Curly Ivies (C): Sorten mit gelockten Blättern
- Fan Ivies (F): Sorten mit fächerförmigen Blättern
- Heart-shaped Ivies (H): Sorten mit herzförmigen Blättern
- Ivy-Ivies (I): Sorten mit 3- bis 5-lappigen Blättern wie bei der Wildform
- Miniature-Ivies (M): Kleinbättrige Sorten
- Oddities (O): Sorten mit ungewöhnlichen Blattformen
- Variegated Ivies (V): Buntlaubige Sorten
Die nationale französische Efeusammlung nutzt in ihrer Sortendatenbank das Pierot-System und ermöglicht damit entsprechende Filterungen. Sie schlägt außerdem die Einführung einer zehnten Kategorie besonders reich verzweigter Efeusorten vor, die weitgehend aus der Sorte 'Pittsburgh' hervorgegangen sind.[64]
Vegetative Vermehrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeine Efeu lässt sich in seiner jugendlichen Form leicht als Steckling oder Absenker vermehren. Stecklinge der Altersform wurzeln dagegen deutlich schlechter, was sich durch eine Behandlung mit Wuchshormonen (Auxine) verbessern lässt. Empfindlichere, buntlaubige Sorten werden manchmal auch auf der Wildform des Gemeinen Efeus veredelt, müssen aber ständig beobachtet werden, damit die Unterlage das Edelreis nicht überwuchert.[61]
Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gärtnerische Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für Deutschland lässt sich eine gärtnerische Nutzung des Gemeinen Efeus erstmals für die Mitte des 16. Jahrhunderts belegen. Der schweizerische Naturforscher und Arzt Conrad Gessner, der ein Verzeichnis der Gartenpflanzen Deutschlands anlegte, zählte den Efeu 1561 zu den Gartenpflanzen. Gartenbücher, die gegen Ende des 17. Jahrhunderts veröffentlicht wurden, nannten auch erstmals seit der Antike wieder Sorten mit panaschierten Blättern. Die Gärten des Barock und der Renaissance boten für den wuchernden Efeu jedoch wenig Raum. Populärer wurde der Efeu als Gartenpflanze erst, als in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die weiträumigen Landschaftsparks in Mode kamen. Mit der zunehmenden Popularität des Efeus nahm auch die Anzahl der Sorten zu. Eine 1872 in Großbritannien von Shirley Hibberd veröffentlichte Efeu-Monografie listete bereits mehr als 200 Sorten auf.
Der Gemeine Efeu gehört heute zu den am häufigsten verwendeten Gartenpflanzen, wobei er überwiegend in seiner kriechenden und kletternden Jugendform als Bodendecker und/oder Rankpflanze zur Begrünung von Flächen, Böschungen, Mauern, Zäunen etc. eingesetzt wird, was ihm zu Unrecht das Image einer „Friedhofspflanze“ eingebracht hat.[51] Nur sehr selten wird dem Efeu gärtnerisch die Chance gegeben, sich zu seiner blühenden und fruchtenden Altersform zu entwickeln. Auch die vegetativ vermehrte und als Solitärstrauch einsetzbare Altersform des Strauch-Efeus ist nur wenig bekannt und wird entsprechend selten eingesetzt; sie zeigt kein kriechendes oder kletterndes Wachstum und blüht und fruchtet schon als Jungpflanze. Unter gartengestalterischen Aspekten werden aber gerade die Altersformen mit ihrer ungewöhnlichen Blütezeit und ihrem auch floristisch begehrten Beerenschmuck besonders geschätzt.
Nutzung in der Gebäude- und Stadtbegrünung
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Der Gemeine Efeu ist eine der gebräuchlichsten Pflanzen in der Gebäude- und Stadtbegrünung. Bei der Gebäudebegrünung werden darunter insbesondere traditionelle bodengebundene Begrünungen (Fassadenbegrünung) und zunehmend auch professionelle wandgebundene Begrünungssysteme („Vertikale Gärten“) verstanden. Bei der Stadtbegrünung sind neben klassischen Begrünungen von Gebäuden und Parks auch die von Bauwerken und Einrichtungen z. B. der Verkehrs-, Müllentsorgungs- und Entwässerungsinfrastuktur umfasst. In all diesen Einsatzfällen ist der Gemeine Efeu nahezu unverzichtbar für den Bewuchs absonniger Flächen.
Ein Efeubewuchs schützt die bewachsenen Flächen vor Regen und vor Spannungsrissen durch starke Temperaturschwankungen, und er wirkt wärmedämmend, luftreinigend und bei Hitze kühlend. Efeu benötigt auf nicht zu glattem Untergrund keine Rankhilfe, da er sich mit seinen Haftwurzeln am Mauerwerk verankert. Aus diesem Grund wird auch berichtet, dass er die Fassaden schädigen könne.[65] Voraussetzung für eine Schädigung sind bereits vorhandene Spalten und Risse im Mauerwerk, die durch das Dickenwachstum der eingedrungenen Haftwurzeln aufgesprengt werden können. Die Fassade muss das Gewicht der nicht verholzten Teile des Efeus tragen können. Fassaden mit beschädigtem Mauerwerk, vorgehängten Elementen und Wärmedämmverbünde gelten daher für die Bepflanzung mit Efeu als ungeeignet.[66][67]
Nutzung als Zimmerpflanze und in der Innenraumbegrünung
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Insbesondere kleinblättrige und schwachwüchsige Sorten des Gemeinen Efeus werden auch als Zimmerpflanzen eingesetzt. Ein Zimmer-Efeu bevorzugt helle oder halbschattige Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung und möglichst abseits von Heizkörpern oder anderen Wärmequellen. Dauerhaft niedrige Luftfeuchtigkeit behagt ihm nicht und erhöht seine Anfälligkeit für Schädlingsbefall.[50][68]
In den 1980er-Jahren hat die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA untersuchen lassen, ob Pflanzen die Luft in Raumstationen von Luftschadstoffen reinigen können. Im Rahmen dieser „NASA Clean Air Study“ wurden unter vielen anderen Pflanzenarten auch entsprechende Fähigkeiten des Gemeinen Efeus untersucht und eine Reinigungswirkung für Benzol, Formaldehyd, Xylolen und Toluol festgestellt.[69] Die Studie gilt heute als umstritten und nicht auf normale Wohnräume übertragbar, wobei oft übersehen wird, dass die tatsächliche Luftreinigung nicht primär durch das Blattwerk der Pflanzen, sondern durch die Wurzeln und Mikroorganismen in den Substraten erfolgt. Inzwischen gibt es einige Folgestudien dazu.[70]
Medizinische Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeine Efeu wurde im Hinblick auf seine historische und neuzeitliche medizinische Nutzung zur Arzneipflanze des Jahres 2010 gekürt.[71]
Historische medizinische Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schon in der Antike und teilweise noch über die mittelalterliche Volksmedizin hinaus wurden Zubereitungen aus Blättern des Gemeinen Efeus innerlich u. a. bei Harn- und Nierensteinen, Leber-, Gallen- und Milzerkrankungen, Gicht, Rheuma und Skrofulose angewandt. Äußerlich kamen Dekokte oder frische Blätter – auch in Verbindung mit Wickeln bzw. Kompressen – bei Hauterkrankungen, Hühneraugen, Spinnenbissen, Cellulitis, Neuralgien, Venenleiden, übelriechender Nase und Ohrenschmerzen zur Anwendung. Diese Indikationen sind jedoch wissenschaftlich nicht belegt und werden heute medizinisch nicht empfohlen.[72][73][19]
Historisch wird auch von der empfängnisverhütenden und sogar abtreibenden Wirkung der Pflanze berichtet,[74] die wohl auf die toxische Wirkung zurückzuführen ist: „Alle frommen Frauen sollen sich hüten, von diesem Safte gekochte oder gebrannte Wasser zu sich zu nehmen.“[75] Auch das Efeuharz[76] (lateinisch gummi hederae) wurde als Arzneimittel verwendet.[77]
Heutige medizinische Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der heutigen Medizin werden vom Gemeinen Efeu ausschließlich Blattextrakte verwendet, die mit den enthaltenen Saponinen vor allem schleimlösend (expektorierend) und bronchienentspannend (spasmolytisch) wirken und daher zur Behandlung von Katarrhen der Atemwege sowie zur symptomatischen Behandlung chronisch-entzündlicher Bronchialerkrankungen eingesetzt werden. Sie kommen insbesondere zur Anwendung bei produktivem Husten, wenn also zäher Schleim in den Bronchien festsitzt und das Abhusten erleichtert werden soll. Bei trockenem Reizhusten ohne Schleimbildung ist Efeu dagegen keine bevorzugte Heilpflanze, sondern es kommen reizlindernde oder hustenstillende Arzneipflanzen wie Eibisch, Isländisch Moos oder Spitzwegerich zur Anwendung.[19]
Efeuextrakte kommen heute ausschließlich als standardisierte Fertigarzneimittel mit definierten Trocken- oder Fluidextrakten aus Efeublättern zum Einsatz, da nur in dieser Form eine reproduzierbare Dosierung der wirksamen Saponine sichergestellt werden kann. Gebräuchliche Darreichungsformen sind Sirupe, Tropfen, Brausetabletten, lösliche Granulate oder Filmtabletten. Nicht selten werden auch Kombinationspräparate angeboten, die neben Extrakten von Efeublättern auch Auszüge anderer Heilpflanzen wie Thymian, Süßholz oder Schlüsselblume enthalten. Von selbst hergestellten Teezubereitungen aus Efeublättern wird heute dringend abgeraten, da die pflanzlichen Rohdrogen schlecht dosierbar sind und außerdem unerwünschte Nebenwirkungen (z. B. Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Hautreaktionen) verursachen können.[19][78]
Die medizinische Anwendung von Extrakten aus Efeublättern (Hederae helicis folium) bei produktiven Hustenformen wird heute in Europa durch eine offizielle Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA gestützt. Auch die Kommission E und die European Scientific Cooperative on Phytotherapy ESCOP beurteilen solche Anwendungen positiv. Zur Wirkung standardisierter Extrakte liegen auch klinische Studien vor. Verschiedene Metastudien kommen insgesamt zu dem Schluss, dass Efeu-Extrakte Hustenbeschwerden mit eher moderatem Effekt reduzieren können, weisen jedoch auch auf heterogene Designs und teilweise eingeschränkte methodische Qualität der Studien hin.[79][80][19]
Historische Nutzung in der Viehhaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der immergrüne Efeu wurde schon in der Jungsteinzeit als Laubheu gesammelt. Die stellenweise extrem hohen Pollenwerte in mehreren Schweizer Pfahlbausiedlungen können nur durch das Einbringen von Efeulaub zur Winterfütterung erklärt werden. Auch in Dänemark und angrenzenden Gebieten lässt sich die Laubwerbung mittels der Efeukurve der Pollendiagramme nachweisen. Die Laubheugewinnung von Efeu war noch in der Neuzeit eine Maßnahme bei Futtermangel und in Südeuropa selbst noch im 20. Jahrhundert anzutreffen.[81]
Zur Verträglichkeit von Efeu-Laubheu für große Nutztiere gibt es unterschiedliche Angaben: Laut der dendrologischen Online-Enzyklopädie „Trees and Shrubs Online“ wird das Laubheu von Pferden, Rindern und Schafen offenbar gerne und ohne negative Folgen gefressen.[61] Andere Quellen stufen es als giftig für Pferde ein[82] oder nennen nur Esel als efeutolerante Laubheu-Konsumenten.[20]
Nutzung als Waschmittel im Haushalt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wegen der enthaltenen Saponine, die eine seifenähnliche Wirkung besitzen, kann Efeu ähnlich wie Seifenkraut als pflanzlicher Waschmittel-Ersatz verwendet werden.[83]
Nutzung des Holzes
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Das Holz des Gemeinen Efeus steht nur äußerst selten in Form dickerer Stämme zur Verfügung, sodass es für die Holzverarbeitung allein schon aus Verfügbarkeitsgründen nie eine nennenswerte Rolle gespielt hat. Es ist von cremig weißer, grünlich-gelber Farbe, mäßig hart, meistens drehwüchsig und bildet keinen Farbkern aus.[40] Es eignet sich u. a. zur Herstellung von Holzschnitten. Aus dem Holz hat man früher auch Klärbecher für die Weinbereitung hergestellt.
Laut Firmenhistorie eines deutschen Pharmaunternehmens soll in den 1940er-Jahren bei Recherchen zu neuen Keuchhusten-Therapien entdeckt worden sein, dass die Kinder in einem südfranzösischen Dorf auffällig selten unter Erkrankungen der Atemwege litten und als Gemeinsamkeit festgestellt worden sei, dass sie ihre Milch üblicherweise aus Trinkgefäßen aus Efeuholz tranken. Dies habe den Anstoß gegeben zu einer wissenschaftlichen Erforschung der medizinischen Wirkungen von Gemeinem Efeu bei katarrhalischen Atemwegserkrankungen.[79]
Kulturelle Bedeutung
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Im klassischen Altertum war der Efeu den Göttern des Weines geweiht. Sowohl der altägyptische Osiris als auch der griechische Dionysos und der römische Bacchus wurden mit Wein- und Efeulaub bekränzt dargestellt.
Die Griechen trugen bei festlichen Gelagen Efeukränze, weil die Blätter teils als bacchische Begeisterung weckend, teils als gehirnkühlend galten. Auch die Trinkbecher auf Festen zu Ehren des Gottes Bacchus wurden mit Efeu berankt.
Dionysosverehrer glaubten, reichliches Efeuvorkommen an einem Ort sei ein sicheres Zeichen für die Anwesenheit des Gottes. Dichter bekränzte man mit Efeu, weil der Efeu auch eine heilige Pflanze des Gottes Apoll und der Musen war. In der Antike ist er deshalb bereits in den Gärten angebaut worden, obwohl Plinius der Ältere in seinen Schriften behauptete, dass diese Pflanze Mauerwerk (als Hedera muraria[84]) und Bäumen (als Hedera arborea) schadete und sich unter ihren Blättern Schlangen heimisch fühlten. Bereits in der Antike kannte man Sorten, deren Blätter weiß oder gelb panaschiert waren.
| Detaillierter Artikel → | Friderike Klauner: Epheu. In: RDK Labor. Zentralinstitut für Kunstgeschichte, 1962. |
Symbolik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Da der Efeu nicht bestehen kann, ohne sich anzuschmiegen, ist er seit alters her Sinnbild für Freundschaft und Treue. Schon im Altertum war diese immergrüne Pflanze Sinnbild der Treue und des ewigen Lebens, im alten Griechenland erhielt ein Brautpaar einen Efeuzweig als Symbol immerwährender Treue.
Da Efeu den Göttern des Weines sowohl im alten Ägypten (Osiris) als auch in Griechenland (Dionysos) und in Rom (Bacchus) zugeordnet war, galt er auch als Symbol der Heiterkeit, der Geselligkeit und der Freundschaft.
Acht Universitäten an der Ostküste der Vereinigten Staaten bilden die sogenannte Ivy League (wörtlich: „Efeu-Liga“), die einige der weltbesten Universitäten umfasst (u. a. Harvard und Yale). Der Name rührt möglicherweise daher, dass viele dieser Hochschulen schon lange bestehen und efeubewachsene alte Gebäude haben. Außerdem war es an einigen dieser Universitäten Sitte, dass im Rahmen von akademischen Zeremonien Efeu gepflanzt wurde.[85][86]
In der Heraldik wird der Efeu als Wappenfigur verwendet (vgl. Efeu (Heraldik)).
Aberglauben und Brauchtum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Westfalen brachten am dritten Fasten-Sonntag Mädchen den Nachbarn Efeukränze, die über dem Herd aufgehängt wurden, um so den Frühling ins Haus zu bringen.
Aus der Schweiz ist die Bauernregel überliefert, wonach aus dem Verhalten der Frucht des Efeus auf das Gedeihen der Weintrauben geschlossen werden kann: Entwickeln sich die „Träubchen“ der Pflanze gut, so gilt das auch für die Weintrauben des kommenden Jahres; fallen dagegen die „Beeren“ über den Winter ab, so deutet dies auf einen geringen Wein.[87]

Als Orakelpflanze soll Efeu am 24. Februar (Namenstag Matthias) verwendet worden sein. Nachts tanzten die Mädchen bei Fackelschein und warfen die Efeu- und Strohkränze ins Wasser. Hinter ihrem Rücken mussten sie versuchen, einen Kranz zu fassen. Der Efeukranz bedeutete Glück in der Liebe, es sollte noch in demselben Jahr Hochzeit sein. Der Strohkranz zeigte dagegen Unglück an. Ebenso wurde mit Efeublättern in der Andreasnacht orakelt. Man warf zwei Efeublätter in eine Schale mit Wasser, so dass sie auf der Oberfläche schwammen. Waren die Blätter am nächsten Morgen zusammengetrieben, dann sollte es noch in diesem Jahr Hochzeit geben. Trieben sie getrennt voneinander, dann musste man noch länger warten.
Kunst
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Hinweis auf treue Verbundenheit und ewiges Leben ist die besonders häufige Darstellung von Efeublättern auf frühchristlichen Sarkophagen und Katakomben-Fresken zu verstehen. Der Efeu bedeutet, dass die Seele lebt, wenn auch der Körper tot ist.
Heraldik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Siehe: Efeu (Heraldik)
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Antike – Spätantike: Theophrast 4. Jh. v. Chr.[88] --- Dioskurides 1. Jh.[89] --- Plinius 1. Jh.[90] --- Galen 2. Jh.[91] --- Pseudo-Apuleius 4. Jh.[92]
- Lateinisches Mittelalter: Hildegard von Bingen 12. Jh.[93] --- Innsbrucker (Prüller) Kräuterbuch 12. Jh.[94] --- Konrad von Megenberg 14. Jh.[95] --- Michael Puff 15. Jh.[96] --- Herbarius Moguntinus 1484[97] --- Gart der Gesundheit 1485[98] --- Hortus sanitatis 1491[99] --- Hieronymus Brunschwig 1500[100]
- Neuzeit: Otto Brunfels 1532[101] --- Hieronymus Bock 1539[102] --- Leonhart Fuchs 1543[103] --- Mattioli / Handsch / Camerarius 1586[104] --- Pierre Pomet 1694[105] --- Nicolas Lémery 1699/1721[106] --- Onomatologia medica completa 1755[107] --- Hecker 1814/15[108] --- Philipp Lorenz Geiger 1830[109] --- v. Hasselt / Henkel 1862[110] --- August Husemann / Theodor Husemann 1871[111] --- Wolfgang Schneider 1974[112]
Historische Abbildungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Wiener Dioskurides 6. Jahrhundert
- Pseudo-Apuleius Kassel 9. Jh.
- Herbarius Moguntinus 1484
- Gart der Gesundheit 1485
- Hortus sanitatis 1491
- Otto Brunfels 1532
- Leonhart Fuchs 1543
- Hieronymus Bock 1546
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Daniel J. Metcalfe: Hedera helix L. (= Biological Flora of the British Isles. No. 240), In: Journal of Ecology. Volume 93, Issue 3, 2005, S. 632–648. doi:10.1111/j.1365-2745.2005.01021.x (Volltext-online)
- Hartmut Dierschke: Zur Lebensweise, Ausbreitung und aktuellen Verbreitung von „Hedera helix“, einer ungewöhnlichen Pflanze unserer Flora und Vegetation. In: Hoppea. Band 66, 2005, ISSN 0340-4196, S. 187–206.
- Ingo Hetzel, Armin Jagel: Hedera helix – Gewöhnlicher Efeu (Araliaceae). Arzneipflanze des Jahres 2010. (PDF; 2,2 MB) Bochumer Botanischer Verein, 2011.
- Marilena Idžojtić: Dendrology. Academic Press, 2019, ISBN 978-0-444-64175-5, S. 310 f.
- Hugh McAllister, Rosalyn Marshall: Hedera: The complete guide. Hrsg.: Royal Horticultural Society. 2017, ISBN 978-1-907057-73-1 (englisch, vergriffen).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hedera helix L., Gewöhnlicher Efeu. auf FloraWeb.de
- Muriel Bendel: Hedera helix Gewöhnlicher Efeu. In: Open Flora. 2. Juni 2025.
- Friderike Klauner: Epheu. In: RDK Labor. Zentralinstitut für Kunstgeschichte, 1962.
- Gemeiner Efeu – Hedera helix. In: Heilpflanzenlexikon. Werner Arnold, 16. Januar 2026.
- Deutsche Efeugesellschaft – gemeinnützige Vereinigung für Efeu-Liebhaber seit 1993. Deutsche Efeugesellschaft e. V. (relevanter Herausgeber, Content teilweise nicht aktuell, keine Sorteninformationen).
- The American Ivy Society. The American Ivy Society, Inc. (englisch, relevanter Herausgeber, Content teilweise nicht aktuell).
- Zoë Dorschel: Der Gemeine Efeu. 8. Juni 2025.
- Hedera helix L. In: Trees and Shrubs Online. The International Dendrology Society (englisch).
- Nationale polnische Sammlung: Selected collection: Ivy (156 obiektów). Wroclaw University Library (englisch).
- Nationale französische Sammlung: 481 Résultats de recherche pour “hedera helix”. Les Amis des Jardins du Gué (französisch, bereinigt von offensichtlichen Fehlfilterungen: 459 Résultats).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882; Neudruck in 2 Bänden, Amsterdam 1967, S. 177.
- ↑ Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 144.
- ↑ Eucharius Rößlin: Der Swangern frawen und hebammen roßgarten. Worms 1513; Neudruck Berlin o. J., O I recto („Edera arborea: ebhaw, das an den baumen wachset“).
- ↑ Zur Nutzung als Viehfutter vgl. K.-E. Behre: Efeu. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Hrsg. von Heinrich Beck u. a. Band 6: Donar-Þórr – Einbaum. De Gruyter, Berlin / New York 1986, ISBN 3-11-010468-7, S. 455; Schweizerisches Idiotikon, Band I: A–F. Huber, Frauenfeld 1881–1885, Spalte 1816, Artikel Abheuw (Digitalisat).
- 1 2 Albert L. Loyd, Rosemarie Lühr, Otto Springer: Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen. Band II: bî – ezzo. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen/Zürich 1998, ISBN 3-525-20768-9, Sp. 927 f. (ebah) und 939 f. (ebihewi), sodann Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 18. Aufl., bearb. von Walther Mitzka, Walter de Gruyter, Berlin 1960, S. 152 sowie 25. Aufl., bearb. von Elmar Seebold, Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, S. 227 f.; Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 2. Aufl., durchgesehen und ergänzt von Wolfgang Pfeifer, Akademie, Berlin 1993, ISBN 3-05-000626-9, S. 260; Jost Trier: Venus. Etymologien um das Futterlaub (= Münstersche Forschungen. Band 15). Köln/Graz 1963, S. 2.
- ↑ Vgl. auch Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 179 („Edera arborea – yfen oder ebich, Cissos“).
- ↑ Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 422–423 (zu mauröffelein als Jugendform, mauerepheu und maurewphew).
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Melissa A. Waggy: Hedera helix, English ivy. In: Fire Effects Information System. US-Department of Agriculture, Forest Service, September 2010, abgerufen am 21. Februar 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Daniel J. Metcalfe: Hedera helix L. In: Journal of Ecology. Volume 93, Issue 3, 2005, S. 632–648.
- ↑ Wurzelkletterer bei der Uni Ulm.
- 1 2 Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 2. Verlag Carl Hanser, München 1965. S. 915–925.
- ↑ Rekordbäume. In: Rekordbäume. Deutsche Dendrologische Gesellschaft, abgerufen am 22. Februar 2026 (im 2. Auswahlfeld 'Abies' durch 'Hedera' ersetzen.).
- ↑ Die dicksten, höchsten und ältesten Gemeiner Efeu (Hedera helix). In: Monumentale Bäume. Abgerufen am 22. Februar 2026.
- ↑ Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. 5., aktualisierte Auflage. Ulmer, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-8186-0016-7, S. 348.
- 1 2 3 Muriel Bendel: Hedera helix Gewöhnlicher Efeu. In: Open Flora. 2. Juni 2025, abgerufen am 15. März 2026.
- ↑ Botanisches Centralblatt. 13. Jahrg., XLIX Band, Gotthelft, 1892, S. 267, eingescannt auf biodiversitylibrary.org.
- ↑ Focko Weberling: Morphology of Flowers and Inflorescences. Cambridge Univ. Press, 1989, ISBN 0-521-25134-6, S. 331.
- 1 2 Datenblatt bei BiolFlor – Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland. ( vom 9. April 2014 im Internet Archive)
- 1 2 3 4 5 Gemeiner Efeu – Hedera helix. In: Heilpflanzenlexikon. Werner Arnold, 16. Januar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.
- 1 2 Katja Egermeier: Efeu – Immergrün und ganz schön giftig. Pharmazeutische Zeitung, 8. Januar 2020, abgerufen am 24. Februar 2026.
- ↑ Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
- 1 2 Hedera helix L. In: Plants of the World Online. Royal Botanic Gardens (Kew), abgerufen am 20. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Hedera L. In: Plants of the World Online. Royal Botanic Gardens (Kew), abgerufen am 20. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Hedera helix f. helix. In: Plants of the World Online. Royal Botanic Gardens (Kew), abgerufen am 20. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Hedera helix f. poetarum (Nicotra) McAll. & A.Rutherf. In: Plants of the World Online. Royal Botanic Gardens (Kew), abgerufen am 20. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 692.
- ↑ Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 260.
- 1 2 3 René Rausch: Hedera helix. In: Ökologie-Seite. Abgerufen am 16. Februar 2026.
- ↑ Hedera helix L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 18. Mai 2026.
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- ↑ English Ivy. Centre for Invasive Species Solutions, Februar 2024, abgerufen am 22. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Hedera helix. New Zealand Plant Conservation Network, abgerufen am 22. Februar 2026 (englisch).
- 1 2 Hedera helix L., Gewöhnlicher Efeu. auf FloraWeb.de
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- ↑ Wolfgang Ritter: Phänologie – ein Kalender, den die Natur bestimmt. Abgerufen am 18. Februar 2026.
- ↑ Paul Westrich: Colletes hederae Schmidt & Westrich 1993. In: Faszination Wildbienen. Abgerufen am 17. Februar 2026.
- ↑ Hans-Jürgen Martin: Seidenbienen: Colletes hederae. Abgerufen am 17. Februar 2026.
- ↑ Der Efeu, Insekten- und Vogelnahrung. Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern, abgerufen am 14. März 2026.
- 1 2 Efeu Hedera helix. Nationalpark Donau-Auen, abgerufen am 23. Januar 2026.
- 1 2 Georg Wilhelm: Efeu an Bäumen – ein Problem? Was wir über die Wirkungen einer außergewöhnlichen Pflanze wissen. (PDF; 1,78 MB) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Kreisgruppe Region Hannover, 20. Mai 2010, S. 3, abgerufen am 21. Februar 2026.
- 1 2 3 Zoë Dorschel: Der Gemeine Efeu. 8. Juni 2025, abgerufen am 20. Februar 2026.
- 1 2 Ingo Hetzel, Armin Jagel: Hedera helix – Gewöhnlicher Efeu (Araliaceae). Arzneipflanze des Jahres 2010. (PDF; 2,2 MB) Bochumer Botanischer Verein, 2011, S. 208-209, abgerufen am 21. Februar 2026.
- 1 2 Georg Wilhelm: Efeu an Bäumen – ein Problem? Was wir über die Wirkungen einer außergewöhnlichen Pflanze wissen. (PDF; 1,78 MB) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Kreisgruppe Region Hannover, 20. Mai 2010, S. 4, abgerufen am 21. Februar 2026.
- 1 2 3 Georg Wilhelm: Efeu an Bäumen – ein Problem? Was wir über die Wirkungen einer außergewöhnlichen Pflanze wissen. (PDF; 1,78 MB) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Kreisgruppe Region Hannover, 20. Mai 2010, S. 6, abgerufen am 21. Februar 2026.
- 1 2 Georg Wilhelm: Efeu an Bäumen – ein Problem? Was wir über die Wirkungen einer außergewöhnlichen Pflanze wissen. (PDF; 1,78 MB) Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Kreisgruppe Region Hannover, 20. Mai 2010, S. 7, abgerufen am 21. Februar 2026.
- ↑ Valid Names Results: Aspidiotus hedericola Leonardi, 1920 online, eingesehen am 19. Oktober 2023.
- ↑ Gritta Schrader, Petra Müller: Express-PRA zu Aspidiotus hedericola. Julius Kühn-Institut für nationale und internationale Angelegenheiten der Pflanzengesundheit, 17. August 2022 (PDF), eingesehen am 19. Oktober 2023.
- ↑ Friedemann Klenke, Markus Scholler: Pflanzenparasitische Kleinpilze: Bestimmungsbuch für Brand-, Rost-, Mehltau-, Flagellatenpilze und Wucherlingsverwandte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Springer-Verlag, 2015, ISBN 978-3-662-46162-4, S. 432 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- 1 2 How to grow ivy indoors. Royal Horticultural Society, abgerufen am 26. Februar 2026 (englisch).
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- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 heimische Efeuarten | Winterharte Hedera Helix Sorten. In: Hortica. eat.de GmbH, abgerufen am 23. Januar 2026.
- 1 2 3 4 5 6 AGM Plants December 2024. (PDF; 974 kB) Royal Horticultural Society, Dezember 2024, abgerufen am 23. Januar 2026 (englisch, URL sporadisch nicht erreichbar).
- ↑ Efeu 'Professor Seneta'. Fassadengrün e. K., abgerufen am 7. März 2026.
- ↑ 481 Résultats de recherche pour “hedera helix”. Les Amis des Jardins du Gué, abgerufen am 11. März 2026 (französisch, bereinigt von offensichtlichen Fehlfilterungen: 459 Résultats).
- ↑ Hedera Reference collection – RHS Garden Wisley. Plant Heritage, abgerufen am 12. März 2026.
- ↑ Selected collection: Ivy (156 obiektów). Wroclaw University Library, abgerufen am 11. März 2026 (englisch).
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- ↑ Shirley Hibberd: The Ivy. Groombridge & Sons, 1872, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
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- ↑ 360 Résultats de recherche pour “hedera helix” pour le soleil. Les Amis des Jardins du Gué, abgerufen am 15. März 2026 (französisch).
- ↑ Goals and Services. The American Ivy Society, Inc., abgerufen am 13. März 2026 (englisch).
- 1 2 La classification des lierres – le système Pierot. Les Amis des Jardins du Gué, abgerufen am 11. März 2026 (französisch).
- ↑ Ingo Hetzel, Armin Jagel: Hedera helix – Gewöhnlicher Efeu (Araliaceae). Arzneipflanze des Jahres 2010. (PDF; 2,2 MB) Bochumer Botanischer Verein, 2011, S. 212, abgerufen am 21. Februar 2026.
- ↑ Grüne Innovation Fassadenbegrünung: Positive Wirkungen – Grundlagenwissen –Praxisbeispiele. (PDF; 5,78 MB) Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG), Januar 2023, abgerufen am 24. Februar 2026.
- ↑ Jörg Dettmar, Nicole Pfoser, Sandra Sieber: Gutachten über quartiersorientierte Unterstützungsansätze von Fassadenbegrünungen für das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKUNLV) NRW. (PDF; 7,4 MB) Technische Universität Darmstadt, Juni 2016, abgerufen am 24. Februar 2026.
- ↑ Nadine Anders: Zimmerefeu pflegen, gießen und düngen. Pflanzen-Kölle Gartencenter GmbH & Co. KG, abgerufen am 9. März 2026.
- ↑ Wolverton, B. C. and J. D. Wolverton. (1993). Plants and soil microorganisms: removal of formaldehyde, xylene, and ammonia from the indoor environment. Journal of the Mississippi Academy of Sciences 38(2), 11-15.
- ↑ Ahu Aydogan, Lupita D. Montoya: Formaldehyde removal by common indoor plant species and various growing media. In: Atmospheric Environment. Band 45, Nr. 16. Elsevier, Mai 2011, S. 2675–2682, doi:10.1016/j.atmosenv.2011.02.062 (englisch).
- ↑ Robert Emmerich: Efeu ist Arzneipflanze des Jahres 2010. Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 19. November 2009.
- ↑ Brigitte Hoppe: Das Kräuterbuch des Hieronymus Bock. Wissenschaftshistorische Untersuchung. Mit einem Verzeichnis sämtlicher Pflanzen des Werkes, der literarischen Quellen der Heilanzeigen und der Anwendungen der Pflanzen. Hiersemann, Stuttgart 1969, S. 306 (Von Ephew oder Eppich).
- ↑ Hans Zotter: Antike Medizin. Die medizinische Sammelhandschrift Cod. Vindobonensis 93 in lateinischer und deutscher Sprache. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1980 (= Interpretationes ad codices. Band 2); 2., verbesserte Auflage ebenda 1986, ISBN 3-201-01310-2, S. 169–171.
- ↑ Robert Jütte: Lust ohne Last: Geschichte der Empfängnisverhütung (= Beck’sche Reihe. 1511). Beck, München 2003, ISBN 3-406-49430-7, S. 61, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
- ↑ Otto Brunfels: Contrafayt Kreuterbuch. 1532.
- ↑ Claudia Winteler: Efeu – Muss er weg oder kann er bleiben? Universität Zürich, 1. Oktober 2021, abgerufen am 1. März 2026.
- ↑ Werner Dressendörfer: Spätmittelalterliche Arzneitaxen des Münchner Stadtarztes Sigmund Gotzkircher aus dem Grazer Codex 311. Ein Beitrag zur Frühgeschichte des süddeutschen Apothekenwesens. Königshausen und Neumann, Würzburg 1978 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 15), S. 228.
- ↑ Annette Immel-Sehr: Efeu. Pharmazeutische Zeitung, 19. Mai 2020, abgerufen am 24. Februar 2026.
- 1 2 Gode Chlond: Mit Efeu-Holzschüsseln fing alles an. In: Die PTA in der Apotheke. Umschau Zeitschriftenverlag GmbH, 1. Februar 2025, abgerufen am 26. Februar 2026.
- ↑ Elizabeth Sierocinski, Felix Holzinger, Jean-François Chenot: Ivy leaf (Hedera helix) for acute upper respiratory tract infections: an updated systematic review. In: European Journal of Clinical Pharmacology. Band 77, Nr. 8. Springer-Verlag, 1. Februar 2021, S. 1113–1122, doi:10.1007/s00228-021-03090-4 (englisch).
- ↑ K.-E. Behre: Efeu. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Hrsg. von Heinrich Beck u. a. Band 6: Donar-Þórr – Einbaum. De Gruyter, Berlin/New York 1986, S. 455.
- ↑ English Ivy. American College of Veterinary Pharmacists, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
- ↑ Efeu als biologisches Waschmittel und Spülmittel verwenden. 8. Oktober 2014, abgerufen am 13. März 2026.
- ↑ Vgl. Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 144 (Hedera muraria: Mauerefeu?).
- ↑ The Harvard Crimson. 3. Juni 1893, abgerufen am 9. Dezember 2012 (englisch).
- ↑ Ivy Stones, a Penn tradition. University of Pennsylvania, 16. Mai 2024, abgerufen am 22. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Schweizerisches Idiotikon, Band I, Spalte 1816, Artikel Abheuw (Digitalisat).
- ↑ Theophrastos von Eresos: Naturgeschichte der Gewächse. 4. Jh. v. Chr. Kurt Sprengel. Friedrich Hammerich, Altona 1822, Übersetzung, Band I, S. 125–128, Buch III, Kapitel 18, Abschnitt 6–10 (Digitalisat); Band II, S. 123–124 Erläuterungen (Digitalisat)
- ↑ Pedanios Dioskurides. 1. Jh.: De Medicinali Materia libri quinque. Übersetzung. Julius Berendes. Des Pedanius Dioskurides Arzneimittellehre in 5 Büchern. Enke, Stuttgart 1902, S. 254 (Buch II, Kapitel 210): Kissos (Digitalisat)
- ↑ Plinius der Ältere, 1. Jh.: Naturalis historia Buch XVI, Kapitel lxii (§ 144–152): Hedera (Digitalisat); Übersetzung Külb 1855 (Digitalisat) --- Buch XXIV, Kapitel xlvii (§ 75–80): Hedera (Digitalisat); Übersetzung Külb 1855 (Digitalisat)
- ↑ Galen, 2. Jh. De simplicium medicamentorum temperamentis ac facultatibus, Buch VII, Kapitel X/29 (nach der Ausgabe Kühn 1826, Band XII, S. 29) (Digitalisat)
- ↑ Pseudo-Apuleius. Erstdruck: Rom 1481, Kapitel 101: Hedera nigra (Digitalisat)
- ↑ Charles Victor Daremberg und Friedrich Anton Reuß (1810–1868). S. Hildegardis Abbatissae Subtilitatum Diversarum Naturarum Creaturarum Libri Novem. Physica, Buch I, Kapitel 140: Ebich. Migne, Paris 1855. Sp. 1186 (Digitalisat) – Übersetzung: Marie-Louise Portmann, Stuttgart 1991: Vom Efeu. Der Efeu ist mehr kalt als warm, und er ist für den Menschen unnütz zu essen, wie Unkraut. Aber ein Mensch, der Gelbsucht hat, der dünste Efeu in einer Schüssel mit Hirschtalg oder altem Fett, und er lege das warm auf seinen Magen, und die Gelbsucht geht in jenes Kraut über, das heißt uszflecht, dass sogar die Haut jenes Menschen äußerlich gelblich erscheinen wird; und wenn er diese Kräuter auf seinen Magen gelegt hat, wie vorhin gesagt wurde, dann zerstoße alsbald Brunnenkresse in kaltem Wasser und seihe das durch ein Tuch, und gib es ihm so kalt zu trinken, und die Gelbsucht wird ausgetrieben und geheilt werden.
- ↑ Innsbrucker (Prüller) Kräuterbuch, 12. Jh.: . Friedrich Wilhelm (Hrsg.): Denkmäler deutscher Prosa des 11. und 12. Jahrhunderts. München 1914/16. Abteilung A: Text, S. 44/45; Abteilung B: Kommentar, S. 111. Text: Ebom iſt gŏt wr den tropfen ob er das ſoch trinket. Übersetzung: Efeu ist gut gegen den Schlaganfall wenn man den Saft trinkt.
- ↑ Konrad von Megenberg, 14. Jh.: Buch der Natur. Ausgabe. Franz Pfeiffer. Aue, Stuttgart 1861, S. 321 (IVa/15): Epaum (Digitalisat)
- ↑ Michael Puff: Büchlein von den ausgebrannten Wässern. 15. Jh. Druck Augsburg (Johannes Bämler) 1478 (Digitalisat) --- Cpg 558, Nordbayern, um 1470–1485, Blatt 26r: (Digitalisat) Epich wasser ist gut den die den stain haben den treibt es auß vnd raÿnnigz dÿ dermer vnd die blasen vnd ist den frauen nit gutt wen es vertreibt dÿe gepurt gern vnd verfurt den samen vnd thut schaden den frauen :- --- Cpg 545 Nürnberg (?) 1474, Blatt 116v: (Digitalisat) Eppich wasser fur den stein Item eppich wasser ist den mannen gut fur den stein vnd reinigt die derm vnd die plossen vnd es ist den frawen schad wan es schadt yn vnnd verfuret den samenn
- ↑ Herbarius Moguntinus, Mainz 1484, Teil I, Kapitel 60: Edera arborea (Digitalisat)
- ↑ Gart der Gesundheit. Mainz 1485, Kapitel 163: Edera arborea. Yfen oder ebich (Digitalisat)
- ↑ Hortus sanitatis 1491, Mainz 1491, Teil I, Kapitel 162: Edera arborea (Digitalisat)
- ↑ Hieronymus Brunschwig: Kleines Destillierbuch, Straßburg 1500, Blatt 45v: Ebbey (Digitalisat)
- ↑ Otto Brunfels: Contrafayt Kreüterbůch. Johann Schott, Straßburg 1532, S. 152 (Digitalisat)
- ↑ Hieronymus Bock: New Kreütter Bůch. Wendel Rihel, Straßburg 1539, Teil II, Kapitel 86 (Digitalisat)
- ↑ Leonhart Fuchs: New Kreütterbuch … Michael Isingrin, Basel 1543, Kapitel 160 (Digitalisat)
- ↑ Pietro Andrea Mattioli: Commentarii, in libros sex Pedacii Dioscoridis Anazarbei, de medica materia. Übersetzung durch Georg Handsch, bearbeitet durch Joachim Camerarius den Jüngeren, Johan Feyerabend, Franckfurt am Mayn 1586, Blatt 204r – 205v: Ephew (Digitalisat)
- ↑ Pierre Pomet: Histoire générale des drogues, traitant des plantes, des animaux, & des mineraux ; ouvrage enrichy de plus de quatre cent figures en taille-douce tirées d'aprés nature ; avec un discours qui explique leurs differens noms, les pays d'où elles viennent, la maniere de connoître les veritables d'avec les falsifiées, & leurs proprietez, où l'on découvre l'erreur des anciens & des modernes...par le sieur Pierre Pomet… Jean-Baptiste Loyson & Augustin Pillon Paris 1694, S. 264: Gomme Ederae (Digitalisat)
- ↑ Nicolas Lémery: Dictionnaire universel des drogues simples. Paris 1699, S. 343–344: Hedera (Digitalisat); Übersetzung. Vollständiges Materialien-Lexicon. Zu erst in Frantzösischer Sprache entworffen, nunmehro aber nach der dritten, um ein grosses vermehreten Edition […] ins Hochteutsche übersetzt / Von Christoph Friedrich Richtern, […]. Leipzig: Johann Friedrich Braun, 1721, Sp. 518: Hedera (Digitalisat)
- ↑ Albrecht von Haller (Herausgeber): Onomatologia medica completa oder Medicinisches Lexicon das alle Benennungen und Kunstwörter welche der Arzneywissenschaft und Apoteckerkunst eigen sind deutlich und vollständig erkläret […]. Gaumische Handlung, Ulm / Frankfurt am Main / Leipzig 1755, Sp. 749: Hedera arborea (Digitalisat)
- ↑ August Friedrich Hecker’s practische Arzneimittellehre. Revidiert und mit neuesten Entdeckungen bereichert von einem practischen Arzte. Camesius, Wien, Band II 1815, 164: Gummi resina Hederae. Epheuschleimharz (Digitalisat)
- ↑ Philipp Lorenz Geiger: Handbuch der Pharmacie zum Gebrauche bei Vorlesungen & zum Selbstunterrichte für Ärzte, Apotheker & Droguisten. Wolters, Stuttgart, 2. Band, 1. Hälfte 1830, S. 548–550: Hedera helix (Digitalisat)
- ↑ Alexander Willem Michiel van Hasselt. J. B. Henkel (Übersetzer): Handbuch der Giftlehre für Chemiker, Ärzte, Apotheker und Gerichtspersonen. Vieweg, Braunschweig 1862, Teil I Allgemeine Giftlehre und die Gifte des Pflanzenreichs, S. 483 (Digitalisat)
- ↑ August Husemann / Theodor Husemann: Die Pflanzenstoffe in chemischer, physiologischer, pharmakologischer und toxikologischer Hinsicht. Für Aerzte, Apotheker, Chemiker und Pharmakologen. Springer, Berlin 1871, S. 255: Hederin (Digitalisat); S. 810: Hederinsäure, Hederagerbsäure (Digitalisat); S. 1127: Epheuharz (Digitalisat)
- ↑ Wolfgang Schneider: Lexikon zur Arzneimittelgeschichte. Sachwörterbuch zur Geschichte der pharmazeutischen Botanik, Chemie, Mineralogie, Pharmakologie, Zoologie. Govi-Verlag, Frankfurt a. M. Band 5/2 (1974), S. 155–156: Hedera (Digitalisat)