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Edeka Nord

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Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH
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Rechtsform GmbH
Sitz Neumünster, Deutschland
Leitung Geschäftsführung:

Frank Breuer[1] Aufsichtsratsvorsitzender: Eric Süllau[2]

Mitarbeiterzahl 6.000 (2025)[3]
Umsatz 4,2 Mrd. EUR (2025)[4]
Branche Großhandel, Lebensmitteleinzelhandel
Website verbund.edeka/nord/
Übersicht der Regionalgesellschaften des Edeka-Verbunds, die Regionalgesellschaft Nord ist farblich hervorgehoben
(Mit Mauszeiger darübergehen, um Regionen anzuzeigen)

Die Edeka Nord (Eigenschreibweise: EDEKA Nord) ist eine Handelsgesellschaft, die im Norden Deutschlands Güter des täglichen Bedarfs verkauft. Sie ist eine von sieben genossenschaftlich organisierten Regionalgesellschaften innerhalb des Edeka-Verbundes.

Edeka Nord ist eine von sieben genossenschaftlich organisierten Großhandlungen des Edeka-Verbundes. Sie nimmt mit rund 610 Märkten, einer Gesamtverkaufsfläche von über 834.000 Quadratmetern und einem Konzernumsatz von 4,2 Mrd. Euro eine Spitzenstellung im norddeutschen Lebensmitteleinzelhandel ein. Das Absatzgebiet umfasst Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Teile Niedersachsens und Brandenburgs. Edeka Nord ist mit knapp 6.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Norddeutschland.[5]

Am 7. Dezember 1903 wurde der Einkaufsverein der Kolonialwarenhändler zu Kiel eGmbH durch 17 Mitglieder gegründet.[6]

1907 fand die Gründung des Verbandes deutscher kaufmännischer Genossenschaften, des heutigen Edeka-Verbandes, im Hôtel de Pologne in Leipzig statt. Ebenfalls wurde die Zentraleinkaufsgenossenschaft des Verbandes deutscher kaufmännischer Genossenschaften eGmbH, die heutige Edeka Zentrale AG & Co. KG gegründet.

Die Gründung der Edeka Neumünster fand im Jahr 1916 statt. 1988 folgte die Fusion der Großhandelsbetriebe Neumünster-Hamburg-Lüneburg zur Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH.[7]

Am 23. April 2026 stimmten die Edeka-Kaufleute der Regionen Rhein-Ruhr und Nord einem Zusammenschluss der beiden Regionen zu. Die vereinte Region soll den Namen Edeka Nordwest tragen.[8]

Organisationsform, Konzernstruktur und Kennzahlen

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Gegenstand des Unternehmens ist, wirtschaftlich gesunde, existenzfähige Betriebe selbstständiger Unternehmer des mittelständischen Lebensmitteleinzelhandels und verwandter Berufsgruppen zu schaffen, sie zu fördern und zu erhalten.[6] Die Anteile an der Gesellschaft werden zu je 50 % von der Genossenschaft Edeka Nord eG und der Edeka-Zentrale in Hamburg gehandelt. Der Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH sind mehrere Tochtergesellschaft untergeordnet.

Im Jahr 2025 hatte der Nahversorger einen Konzernumsatz von 4,2 Mrd. Euro.[5] Die Belieferung des Einzelhandels erfolgt aus den drei Logistikzentren Neumünster, Malchow und Zarrentin.

Edeka Nord ist Muttergesellschaft diverser kleinerer Gesellschaften des Einzelhandels sowie des Produktionsbetriebes Nordfrische Center (Fleisch- und Wurstwaren)[9] mit Sitz in Valluhn und der SB-Warenhaus GmbH.[10] Die Regionalgesellschaft vertreibt mit der regional orientierten Eigenmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ eine eigene Produktlinie.[11]

Seit 2019 bestand eine Beteiligung von 45 % an der HvA Holding GmbH, der Muttergesellschaft der von Allwörden-Gruppe, die 2022 auf 100 % erhöht wurde.[12] Zur Heinrich von Allwörden GmbH gehören weiterhin auch die Bäckereien Nur Hier GmbH (Hamburg), die Grönauer Bäckerei Knaack GmbH & Co. KG (Groß Grönau), die Dallmeyers Backhus GmbH (Neumünster) und die Backhus Brot und Backwaren GmbH & Co. KG (Güstrow).

Kleinere Märkte bis 600 m² sowie Super- und Verbrauchermärkte mit einer Verkaufsfläche von 600 m² bis 2500 m² werden in der Absatzregion unter der Flagge der Edeka-Vertriebslinie betrieben, wobei kleinere Märkte bis 600 m² als Frischemarkt flaggen. Märkte von ca. 600 m² bis 2500 m² werden in die Kategorie E aktiv markt (bis 1000 m², bis zu 10.000 Artikel) und E neukauf (bis 2500 m², bis zu 15.000 Artikel) unterteilt, flaggen beide aber nur mit dem Edeka-Logo.[13]

Größere Verbrauchermärkte mit einer Verkaufsfläche bis 6000 m² betreibt die Edeka Nord als Edeka center. Es werden bis zu 25.000 Artikel angeboten.[13]

Bis zu einer Verkaufsfläche von rund 9000 m² werden Märkte und SB-Warenhäuser bei der Edeka Nord als Marktkauf bezeichnet. Die Häuser umfassen ein Sortiment von ca. 80.000 Artikel, das auch große Non-Food-Segmente einschließt.[13] Im Geschäftsbericht 2018 wird die langfristige Aufgabe der Marktkauf-Vertriebslinie und Umflaggung der Standorte auf Edeka center angesprochen.[7] Mit der Zerschlagung von Real fanden vier ehemalige Real-Häuser Einzug in die Edeka Nord, zwei davon (Henstedt-Ulzburg und Schleswig) wurden ab ihrer Neueröffnung 2022 als Marktkauf-Häuser betrieben.[14][15] Der Standort in Henstedt-Ulzburg wurde inzwischen aufgegeben, in Schleswig zu einem Edeka center umgeflaggt.[16][17]

Einzelnachweise

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  1. Edeka Nord Geschäftsführung
  2. Edeka Nord Genossenschaft
  3. Edeka Nord Geschäftsbericht
  4. Edeka Nord Geschäftsbericht
  5. 1 2 Edeka Nord Geschäftsbericht 2024. Edeka Nord, abgerufen am 29. September 2025.
  6. 1 2 Edeka Nord Genossenschaft. In: verbund.edeka. Edeka Nord, abgerufen am 15. Januar 2023.
  7. 1 2 Geschäftsbericht 2018. Bestes Konzept für jeden Markt. In: verbund.edeka. Edeka Nord, 22. Mai 2019, abgerufen am 15. Januar 2023.
  8. Janine Hofmann: Neue Region Nordwest: Edeka-Genossen stimmen für Fusion. Lebensmittel Zeitung, 23. April 2026, abgerufen am 23. April 2026.
  9. Nordfrische Center (Memento vom 26. Juli 2016 im Internet Archive)
  10. Marktkauf
  11. Edeka Nord Regionalmarke Unsere Heimat – echt & gut
  12. Edeka Nord übernimmt von Allwörden. 24. März 2022, abgerufen am 5. November 2024.
  13. 1 2 3 Edeka Nord Markttypen. In: verbund.edeka. Edeka Nord, abgerufen am 15. Januar 2023.
  14. Christopher Herbst: Bei Marktkauf laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. 8. April 2022, abgerufen am 15. Januar 2023 (deutsch).
  15. Sven Windmann: Edeka ändert Pläne: Aus Real in Schleswig wird Marktkauf | SHZ. 16. März 2022, abgerufen am 15. Januar 2023.
  16. Armin T. Linder: Riesen-Supermarkt nahe Hamburg schließt nach nur einem Jahr – und startet „Alles muss raus“-Aktion. In: kreiszeitung.de. 19. Januar 2024, abgerufen am 6. Mai 2026.
  17. Sven Windmann: Lidl eröffnet größte Filiale in SH im neuen E-Center in Schleswig. In: shz.de. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 1. Juli 2025, abgerufen am 6. Mai 2026.