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Edeka Nord

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH
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Rechtsform GmbH
Sitz Neumünster, Deutschland
Leitung Geschäftsführung:

Frank Breuer[1] Aufsichtsratsvorsitzender: Eric Süllau[2]

Mitarbeiterzahl 6.000 (2025)[3]
Umsatz 4,2 Mrd. EUR (2025)[4]
Branche Großhandel, Lebensmitteleinzelhandel
Website verbund.edeka/nord/
Edeka HessenringEdeka SüdbayernEdeka SüdwestEdeka Nordbayern-Sachsen-ThüringenEdeka Rhein-RuhrEdeka Minden-HannoverEdeka Nord
Übersicht der Regionalgesellschaften des Edeka-Verbunds, die Regionalgesellschaft Nord ist farblich hervorgehoben
(Mit Mauszeiger darübergehen, um Regionen anzuzeigen)

Die Edeka Nord (Eigenschreibweise: EDEKA Nord) war eine Handelsgesellschaft, die im Norden Deutschlands Güter des täglichen Bedarfs verkaufte. Sie war eine von sieben genossenschaftlich organisierten Regionalgesellschaften innerhalb des Edeka-Verbundes und verschmolz zum 1. Juli 2026 auf die Edeka Nordwest.

Edeka Nord war eine von sieben genossenschaftlich organisierten Großhandlungen des Edeka-Verbundes. Sie nahm mit rund 610 Märkten, einer Gesamtverkaufsfläche von über 834.000 Quadratmetern und einem Konzernumsatz von 4,2 Mrd. Euro eine Spitzenstellung im norddeutschen Lebensmitteleinzelhandel ein. Das Absatzgebiet umfasste Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Teile Niedersachsens und Brandenburgs. Edeka Nord war mit knapp 6.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Norddeutschland.[5]

Am 7. Dezember 1903 wurde der Einkaufsverein der Kolonialwarenhändler zu Kiel eGmbH durch 17 Mitglieder gegründet.[6]

1907 fand die Gründung des Verbandes deutscher kaufmännischer Genossenschaften, des heutigen Edeka-Verbandes, im Hôtel de Pologne in Leipzig statt. Ebenfalls wurde die Zentraleinkaufsgenossenschaft des Verbandes deutscher kaufmännischer Genossenschaften eGmbH, die heutige Edeka Zentrale AG & Co. KG gegründet.

Die Gründung der Edeka Neumünster fand im Jahr 1916 statt. 1988 folgte die Fusion der Großhandelsbetriebe Neumünster-Hamburg-Lüneburg zur Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH.[7]

Am 23. April 2026 stimmten die Edeka-Kaufleute der Regionen Rhein-Ruhr und Nord einem Zusammenschluss der beiden Regionen zu. Die vereinte Region trägt seit dem 1. Juli 2026 den Namen Edeka Nordwest.[8]

Organisationsform, Konzernstruktur und Kennzahlen

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Gegenstand des Unternehmens war, wirtschaftlich gesunde, existenzfähige Betriebe selbstständiger Unternehmer des mittelständischen Lebensmitteleinzelhandels und verwandter Berufsgruppen zu schaffen, sie zu fördern und zu erhalten.[6] Die Anteile an der Gesellschaft wurden zu je 50 % von der Genossenschaft Edeka Nord eG und der Edeka-Zentrale in Hamburg gehandelt. Der Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH waren mehrere Tochtergesellschaft untergeordnet.

Im Jahr 2025 hatte der Nahversorger einen Konzernumsatz von 4,2 Mrd. Euro.[5] Die Belieferung des Einzelhandels erfolgte aus den drei Logistikzentren Neumünster, Malchow und Zarrentin.

Edeka Nord war Muttergesellschaft diverser kleinerer Gesellschaften des Einzelhandels sowie des Produktionsbetriebes Nordfrische Center (Fleisch- und Wurstwaren)[9] mit Sitz in Valluhn und der SB-Warenhaus GmbH.[10] Die Regionalgesellschaft vertrieb mit der regional orientierten Eigenmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ eine eigene Produktlinie.[11]

Seit 2019 bestand eine Beteiligung von 45 % an der HvA Holding GmbH, der Muttergesellschaft der von Allwörden-Gruppe, die 2022 auf 100 % erhöht wurde.[12] Zur Heinrich von Allwörden GmbH gehören weiterhin auch die Bäckereien Nur Hier GmbH (Hamburg), die Grönauer Bäckerei Knaack GmbH & Co. KG (Groß Grönau), die Dallmeyers Backhus GmbH (Neumünster) und die Backhus Brot und Backwaren GmbH & Co. KG (Güstrow).

Kleinere Märkte bis 600 m² sowie Super- und Verbrauchermärkte mit einer Verkaufsfläche von 600 m² bis 2500 m² werden in der Absatzregion unter der Flagge der Edeka-Vertriebslinie betrieben, wobei kleinere Märkte bis 600 m² als Frischemarkt flaggen. Märkte von ca. 600 m² bis 2500 m² werden in die Kategorie E aktiv markt (bis 1000 m², bis zu 10.000 Artikel) und E neukauf (bis 2500 m², bis zu 15.000 Artikel) unterteilt, flaggen beide aber nur mit dem Edeka-Logo.[13]

Größere Verbrauchermärkte mit einer Verkaufsfläche bis 6000 m² betreibt die Edeka Nord als Edeka center. Es werden bis zu 25.000 Artikel angeboten.[13]

Bis zu einer Verkaufsfläche von rund 9000 m² werden Märkte und SB-Warenhäuser bei der Edeka Nord als Marktkauf bezeichnet. Die Häuser umfassen ein Sortiment von ca. 80.000 Artikel, das auch große Non-Food-Segmente einschließt.[13] Im Geschäftsbericht 2018 wird die langfristige Aufgabe der Marktkauf-Vertriebslinie und Umflaggung der Standorte auf Edeka center angesprochen.[7] Mit der Zerschlagung von Real fanden vier ehemalige Real-Häuser Einzug in die Edeka Nord, zwei davon (Henstedt-Ulzburg und Schleswig) wurden ab ihrer Neueröffnung 2022 als Marktkauf-Häuser betrieben.[14][15] Der Standort in Henstedt-Ulzburg wurde inzwischen aufgegeben, in Schleswig zu einem Edeka center umgeflaggt.[16][17]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Edeka Nord Geschäftsführung
  2. ↑ Edeka Nord Genossenschaft
  3. ↑ Edeka Nord Geschäftsbericht
  4. ↑ Edeka Nord Geschäftsbericht
  5. 1 2 Edeka Nord Geschäftsbericht 2024. Edeka Nord, abgerufen am 29. September 2025.
  6. 1 2 Edeka Nord Genossenschaft. In: verbund.edeka. Edeka Nord, abgerufen am 15. Januar 2023.
  7. 1 2 Geschäftsbericht 2018. Bestes Konzept für jeden Markt. In: verbund.edeka. Edeka Nord, 22. Mai 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2023; abgerufen am 15. Januar 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. ↑ Janine Hofmann: Neue Region Nordwest: Edeka-Genossen stimmen für Fusion. Lebensmittel Zeitung, 23. April 2026, abgerufen am 23. April 2026.
  9. ↑ Nordfrische Center (Memento vom 26. Juli 2016 im Internet Archive)
  10. ↑ Marktkauf
  11. ↑ Edeka Nord Regionalmarke Unsere Heimat – echt & gut
  12. ↑ Edeka Nord übernimmt von Allwörden. 24. März 2022, abgerufen am 5. November 2024.
  13. 1 2 3 Edeka Nord Markttypen. In: verbund.edeka. Edeka Nord, abgerufen am 15. Januar 2023.
  14. ↑ Christopher Herbst: Bei Marktkauf laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. 8. April 2022, abgerufen am 15. Januar 2023 (deutsch).
  15. ↑ Sven Windmann: Edeka ändert Pläne: Aus Real in Schleswig wird Marktkauf | SHZ. 16. März 2022, abgerufen am 15. Januar 2023.
  16. ↑ Armin T. Linder: Riesen-Supermarkt nahe Hamburg schließt nach nur einem Jahr – und startet „Alles muss raus“-Aktion. In: kreiszeitung.de. 19. Januar 2024, abgerufen am 6. Mai 2026.
  17. ↑ Sven Windmann: Lidl eröffnet größte Filiale in SH im neuen E-Center in Schleswig. In: shz.de. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 1. Juli 2025, abgerufen am 6. Mai 2026.