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Eberhard Freudenberg

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Eberhard Freudenberg (* 7. Mai 1920 in Bremen;[1]27. Februar 1977 in Hamburg[2][3]) war ein deutscher Rundfunkredakteur und -regisseur mit Schwerpunkt im Bereich niederdeutscher Hörspiele. Er leitete bei Radio Bremen acht Jahre die Abteilung Heimatfunk, war später Redakteur beim NDR und schließlich beim ZDF Leiter des Landesstudios Hamburg.

Leben und Wirken

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Eberhard Freudenberg wurde 1920 als Sohn des Kaufmanns Winfried Freudenberg und dessen Frau Clementine geb. Hennings in Bremen geboren.[1][4]

Von 1949 bis 1957 leitete Freudenberg bei Radio Bremen die Heimatfunk-Abteilung.[5][6] In dieser Zeit schuf er zahlreiche Funkfassungen niederdeutscher Werke und/oder führte Regie. Dabei bevorzugte er vor allem hochwertige literarische Stoffe. Freudenberg legte in seiner Arbeit für den Heimatfunk Wert darauf, zu verdeutlichen, dass dieser nichts mit Kitsch oder rückwärtsgewandter Heimattümelei zu tun habe. Dies schaffte er unter anderem durch die Inszenierung kontroverser zeitkritischer Hörspiele wie Tein Jahr un dree Daag (1954). Konzeptionell entwickelte Freudenberg den „Niederdeutschen Haukalender“ und die „Niederdeutsche Chronik“ von Radio Bremen maßgeblich mit.

Nach seiner Zeit beim Radio wechselte er zum Fernsehen. Zunächst war er unter Redaktionsleiter Rüdiger Proske für den NDR als Redakteur am Aufbau der Magazin-Sendung Nordschau beteiligt.[7][8] 1962 wechselte Freudenberg zum damals noch im Aufbau begriffenen ZDF,[4] wo er dann von der Aufnahme des Sendebetriebs 1963 bis zu seinem Tod das Landesstudio Hamburg leitete.[9] Auch in dieser Zeit war Plattdeutsch für ihn weiter ein wichtiges Thema. Im Rahmen der Bevensen-Tagung, einer jährlichen Fachtagung für Niederdeutsch in Bevensen, hielt er 1966 den Hauptvortrag zum niederdeutschen Drama nach 1945.[6] Er war auch als Bühnenregisseur tätig, so bei der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg „Stormarner Speeldeel“.[10]

Seit 1947 war er mit Isot Cornelia geb. Ehrhardt (1923–2011)[11] verheiratet.[1][4] Im Februar 1977 starb Freudenberg im Alter von 56 Jahren in Hamburg nach längerer Krankheit[8] an den Folgen einer Gallenstein-Operation.[6] Freudenbergs künstlerischer Nachlass wird vom Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen verwaltet.

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Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Biographische Daten von Eberhard Freudenberg in: Who’s Who in Germany – The German Who’s Who. 5. Auflage. Band 1: A – L. Who’s Who Book & Publishing, Ottobrunn 1974, S. 431 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Eintrag zu Eberhard Freudenberg in Kalliope
  3. Eintrag zu Freudenberg, Eberhard. In: portal.dnb.de. Deutsche Nationalbibliothek, abgerufen am 12. Januar 2026.
  4. 1 2 3 Freudenberg, Eberhard. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. XIX. Ausgabe von Degeners Wer ist’s? Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-7973-0296-7, S. 238.
  5. Eberhard Freudenberg in: Gerhard Cordes, Dieter Möhn (Hrsg.): Handbuch zur niederdeutschen Sprach- und Literaturwissenschaft. Erich Schmidt, Berlin 1983, ISBN 3-503-01645-7, S. 474 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. 1 2 3 Friedrich W. Michelsen: Rundschau - Todesfälle. In: Quickborn, Zeitschrift für plattdeutsche Sprache und Dichtung. Band 67, Nr. 2. Hamburg 1977, S. 115.
  7. Hans-Ulrich Wagner: „Die Nordschau“ – das Fenster zum Norden. In: ndr.de. 13. Juni 2013, abgerufen am 22. Januar 2026.
  8. 1 2 Nino Erné: Erinnerung an Eberhard Freudenberg. In: ZDF Kontakt. Zeitschrift der Mitarbeiter des ZDF. 2 (April), 1977, S. 13.
  9. Das ZDF in den Bundesländern – Vom Elbufer in die Welt. (PDF; 447 KB) In: zdf.de. S. 2, abgerufen am 12. Januar 2026.
  10. Niederdeutsche Bühne Ahrensburg "Stormarner Speeldeel": 40-jähriges Jubiläum: Festsaal der Alfred-Rust-Schule: Probe zur Festaufführung: "Danz um de Kark" von Autor Heinrich Schmidt-Barrien: Regisseur Eberhard Freudenberg. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  11. Traueranzeige Isot Cornelia Freudenberg. In: PNP Trauerportal. Passauer Neue Presse, 25. Januar 2011, abgerufen am 23. Januar 2026.
  12. Peter Hansen: Hörspiele. In: niederdeutsche-literatur.de. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  13. Umschau – Ivo Braak – 75 Lebensjahre. In: Grenzfriedenshefte. Nr. 4, 1981, S. 197.
  14. Stefanie Nölle, Charis Goer (Hrsg.): Nino-Erné-Bibliographie 1944–1995: Verzeichnis der Primär- und Sekundärliteratur. Igel-Verlag, Paderborn 1996, ISBN 3-89621-010-6, S. 120 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).