Fuso eCanter
| Fuso | |
|---|---|
eCanter 7C18e mit Kofferaufbau | |
| eCanter | |
| Hersteller | Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation |
| Produktionszeitraum | seit 2017 |
| Vorgängermodell | keines |
| Nachfolgemodell | keines |
| Technische Daten | |
| Motoren | Permanent-Synchron-Elektromotoren |
| Leistung | 115 kW |
| zul. Gesamtgewicht | 4,25–8,55 t t |
Der Fuso eCanter (Herstellerschreibweise FUSO eCanter)[1] ist ein Elektrolastkraftwagen in der Klasse leichter Nutzfahrzeuge der Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation. Der Fuso eCanter, eine Variante des Fuso Canter.
Der Kleinlaster wurde 2016 erstmals vorgestellt und die ersten Exemplare wurden 2017 ausgeliefert. Daimler möchte 2017 und 2018 zunächst 500 Fahrzeuge produzieren und plant für 2019 mit dem Beginn einer Großserienproduktion.[2]
Erste Generation
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Vorstellung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Kleinlaster wurde auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 in Hannover vorgestellt[3] und repräsentiert die dritte Entwicklungsgeneration des Projektes Mitsubishi Fuso Canter 3S13 E-Cell. Es wurde damals eine Permanent-Synchronmaschine mit einer Leistung von 185 kW / 251 PS sowie einem Drehmoment von 380 Newtonmetern verwendet. Die Kraft wurde über ein Einganggetriebe auf die Hinterachse übertragen.[4]
Daimler und Fuso feierten am 14. September 2017 in New York den Start der Auslieferung von 3 Exemplaren des fertig entwickelten eCanter aus der Kleinserienproduktion an den großen Paketlieferdienst United Parcel Service, in dem sie unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Büro des Attorney General des Bundesstaates New York, Eric Schneiderman, den emissionsfreien Laster an 8 staatliche und sonstige Non-Profit-Organisationen, wie etwa den Botanischen Garten von New York, übergaben.[1]
Technik und Produktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fahrgestell
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrgestell des Fuso eCanter beruht zum Start der Kleinserienproduktion 2017 auf der 8. Generation des Mitsubishi Fuso Canter in der 7,5-Tonnen-Ausführung mit einer möglichen Zuladung auf dem Chassis von 4,5 Tonnen.
Antrieb und Batterie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der zentral installierte Elektromotor leistet 115 kW mit einem Drehmoment von 390 Newtonmeter und überträgt die Leistung über die vorhandene Kardanwelle an die Antriebsachse. Die Fahrbatterie besteht aus jeweils 112 kg schweren Batteriepaketen, die wiederum aus 100 Lithium-Ionen-Zellen mit einer Kapazität von 13,8 kWh pro Paket aufgebaut sind. Je nach Konfiguration können bis zu 6 einzelne wassergekühlte[5] Batteriepakete zu einer Gesamtkapazität von 82,8 kWh und maximal 420 Volt Spannung verschaltet werden. Damit soll eine Reichweite von 100 km möglich sein. Die Batterie kann mit Wechselspannung, etwa über Nacht, in 9 Stunden zu 80 Prozent geladen werden. Mit Gleichspannung kann über einen EU-konformen CCS-Typ-2-Lader in einer Stunde 80 Prozent der Kapazität geladen werden.[6]
Produktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kleinserienproduktion des eCanter startete im japanischen Hauptwerk von Mitsubishi Fuso in Kawasaki am 7. Juli 2017.[7]
Die Kleinserienproduktion in Europa startete am 27. Juli 2017 im Fuso-Werk Tramagal in Portugal in Anwesenheit von Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa und von Marc Llistosella (Präsident und CEO der Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation) sowie Werkleiter Jorge Rosa.[8] Der Ecanter wird in Linie mit dem konventionellen Canter Leicht-Lkw gefertigt. Die speziellen Komponenten für den elektrischen Antriebsstrang werden in Stationen parallel der Produktionslinie eingebaut.[7]
Zweite Generation
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Mit der Einführung der 9. Generation des Canter 2020 wurde auch die 2. Generation des eCanter vorgestellt. Der eCanter ist nun statt mit Zentralmotor mit einer E-Achse in zwei Leistungsstufen (110 und 129 kW) ausgestattet und mit zwei Führerhausoptionen (schmal und breit), drei Batteriegrößen (41,3 bis 129 kWh) sowie mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,25 bis 8,55 t erhältlich. Durch den Entfall des Zentralmotors und der Kardanwelle konnten die Batteriepacks im Rahmen, statt seitlich darunter verbaut werden, so dass die Bodenfreiheit nun den Diesel-Varianten des Canter entspricht. Allradantrieb und Doppelkabine sind allerdings derzeit für den eCanter nicht verfügbar. Die Reichweite beträgt nach WLTP bis zu 200 km. Anders als viele andere E-Lkw verfügt der eCanter standardmäßig über ein eingebautes Wechselstromladegerät.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 ecanter.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
- ↑ Thomas Jahn: Daimler präsentiert ersten E-Lastwagen, Meldung vom 14. September auf handelsblatt.com
- ↑ daimler-iaa.s3-website.eu-central-1.amazonaws.com ( des vom 15. September 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ ampnet: IAA Nutzfahrzeuge 2016: Fuso E-Canter kommt 2017 in Kleinserie, Meldung vom 21. September 2016 auf auto-medienportal.net
- ↑ auto-medienportal.net
- ↑ ecanter.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
- 1 2 tb: Daimler startet Produktion des Fuso E-Canter in Portugal, Meldung vom 28. Juli 2017 auf verkehrsrundschau.de ( vom 7. Mai 2019 im Internet Archive)
- ↑ auto-medienportal.net
