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Dov Zakin

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Dov Zakin

Dov Zakin (hebräisch דב זכין; * 29. September 1922 in Baranawitschy, Woiwodschaft Nowogródek, Polen, heute: Belarus; † 4. September 1986) war ein israelischer Politiker der HaMaʿarach und der Mapam, der von 1969 bis 1977 und erneut von 1981 bis 1984 Mitglied der Knesset war.

Die Auswanderung (Alija) in das Mandatsgebiet Palästina von Dov Zakin erfolgte 1936 und er lebte dort im Kinder- und Jugenddorf Ben Shemen. 1940 gehörte er zu den Gründern des Kibbuz Lehavot HaBashan und 1946 zu den Gründern der Zweigstelle der Arbeitergewerkschaft des Landes Israel im Wadi Ara. Er war 1947 in Internierungslagern in Zypern aktiv, absolvierte ein Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tel Aviv und vertrat 1950, 1952, 1963 HaSchomer haZaʿir („Der junge Wächter“), eine internationale sozialistisch-zionistische Jugendorganisation, welche die Pfadfindermethode nutzt, als Gesandter in den Vereinigten Staaten und war zwischen 1959 und 1961 Sekretär der Friedensbewegung sowie zeitweise Mitglied des Sekretariats der Vereinigten Arbeiterpartei (Mapam).[1][2]

Bei der Parlamentswahl am 28. Oktober 1969 wurde Zakin erstmals zum Mitglied der Knesset gewählt und gehörte dieser nach seiner Wiederwahl am 31. Dezember 1973 bis zu seiner Niederlage bei der Parlamentswahl am 17. Mai 1977. In der siebten Legislaturperiode (1969 bis 1973) gehörte er zwischen dem 18. November 1969 und dem 21. Januar 1974 dem Wirtschaftsausschuss und dem Arbeitsausschuss als Mitglied an. Im März 1970 befand er sich als Gast der „Freunde von Givat Haviva“ in den USA. Er berichtete, er habe drei Stunden lang mit Beamten des US-Außenministeriums über den Nahen Osten beraten, darunter mit dem Assistierenden Außenminister für Angelegenheiten des Nahen Ostens (Assistant Secretary of State for Near Eastern Affairs), Joseph J. Sisco, der ihm versicherte, dass die USA „die Sicherheit Israels weder im Stich lassen noch gefährden“ würden und betonte, die US-amerikanische Nahostpolitik bestehe weiterhin auf einem „verbindlichen Friedensvertrag und der formellen Friedensstiftung“.[3]

In der darauf folgenden achten Legislaturperiode war er vom 11. Februar 1974 bis zum 13. Juni 1977 Mitglied des Hauptausschusses und des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung sowie zwischen dem 9. Juli 1974 und dem 13. Juni 1977 auch noch Mitglied des Ausschusses für Innere Angelegenheiten und Umwelt. Nachdem er vom 10. bis zum 12. April 1977 der Mapam-Fraktion angehörte, kehrte er zur HaMaʿarach zurück. Bei der Parlamentswahl am 30. Juni 1981 wurde er abermals Mitglied der Knesset, der er nunmehr bis zu seiner neuerlichen Niederlage bei der Parlamentswahl am 23. Juli 1984 angehörte. In der zehnten Legislaturperiode war er daraufhin vom 20. Juli 1981 bis zum 13. August 1984 Mitglied des Hauptausschusses und Mitglied des Ausschusses für Einwanderung und Integration. Nach seinem Ausscheiden aus der Knesset war er 1986 Mitglied des Vorstands der Zionistischen Weltorganisation WZO (World Zionist Organization).[1][2]

Veröffentlichung

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  • The Israeli Arab Conflict – Stages and Political Maneuvers, Papers, Documents and Declarations, („Der israelisch-arabische Konflikt – Phasen und politische Manöver, Papiere, Dokumente und Erklärungen“), Herausgeber, 1985
Commons: Dov Zakin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b Dov Zakin. Knesset, abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
  2. a b Dov Zakin. Prabook, abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
  3. Sisco Gives Assurances the U.S. Will Not Abandon or Jeopardize Security of Israel. Jewish Telegraphic Agency (JTA), 26. März 1970, abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).