Die Doncaster Works entstanden 1853 als Ersatz für frühere Werkstätten in Boston und Peterborough. Zunächst wurden ausschließlich Reparaturen durchgeführt; erst ab 1867 begann der Neubau von Lokomotiven. Mit der Ernennung von Patrick Stirling zum Locomotive Superintendenten 1866 setzte eine Phase intensiver Entwicklung ein.
In den folgenden Jahrzehnten entstanden in Doncaster zahlreiche technische Innovationen: 1873 wurden die ersten britischen Schlafwagen gebaut, 1879 die ersten Speisewagen und 1882 die ersten Durchgangswagen des Landes. 1891 verließen 99 Lokomotiven, 181 Wagen und 1493 Güterwagen die Werkhallen.[3]
Bis 1913 wuchs das Werk auf rund 81 Hektar Fläche und beschäftigte etwa 4600 Mitarbeiter. Doncaster wurde zu einem zentralen Standort der LNER‑Fahrzeugproduktion.
Während des Zweiten Weltkriegs beteiligte sich das Werk an der Rüstungsproduktion und fertigte unter anderem Teile für die Horsa‑Lastensegler. 1940 zerstörte ein Großbrand die Wagenbauhalle.
Nach 1945 wurde das Werk modernisiert. 1949 entstanden neue Hallen für die Produktion der Ganzstahlwagen British Rail Mark 1. 1957 wurde mit der BR-Standardklasse 4 2-6-4T Nr. 76114 die letzte von insgesamt 2228 in Doncaster gebauten Dampflokomotiven fertiggestellt.
1963 wurde mit der Überholung der Pacific-Lokomotive Nr. 60009 Union of South Africa der LNER-Klasse A4 die letzte von schätzungsweise 10.000 Dampflokomotiven im Werk aufgearbeitet.
Mit dem Ende des Dampfbetriebs wurde Doncaster zu einem Zentrum für Diesel‑ und Elektrolokomotiven. Unter British Rail Engineering Limited (BREL) entstanden Großdiesellokomotiven wie beispielsweise die BR-Klasse 56 und 58 sowie Elektrolokomotiven.
1987 wurde der Wagenbereich im Rahmen eines Management‑Buyouts an RFS Industries verkauft, die 1998 von der Westinghouse Air Brake Company übernommen und 2000 in Wabtec umbenannt wurde. 2007 schloss Bombardier seinen Teil der Anlage. Heute konzentriert sich der Standort auf Instandhaltung und Modernisierung.
die Gresley Pacifics der Klassen LNER-Klasse A1 und A3 einschließlich der weltbekannten Flying Scotsman und der LNER-Klasse A4 einschließlich der Mallard – bis heute die schnellste Dampflokomotive der Welt.
Die folgende Übersicht listet alle bekannten Lokomotivbaureihen auf, die in den Doncaster Works („The Plant“) neu gebaut oder in größerem Umfang rekonstruiert wurden.