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Doesburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gemeinde Doesburg
Flagge der Gemeinde Doesburg
Flagge
Wappen der Gemeinde Doesburg
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Gelderland
Bürgermeister Rob Bats (VVD; kommissarisch)[1]
Sitz der Gemeinde Doesburg
Fläche
 – Land
 – Wasser
12,96 km²
11,56 km²
1,4 km²
CBS-Code 0221
Einwohner 11.172 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 862 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 1′ N,  8′ OKoordinaten: 52° 1′ N,  8′ O
Bedeutender Verkehrsweg N317 N338
Vorwahl 0313
Postleitzahlen 6981–6984
Website doesburg.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
De Waag
De Waag
De WaagVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1
Martinikirche

Doesburg (Standardaussprache [dusbɵrx] (anhören/?), Dialektaussprache [du:sbœrx]) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Gelderland.

Lage und Wirtschaft

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Die Gemeinde Doesburg, die nur die Stadt gleichen Namens umfasst, hatte am 1. Januar 2026 11.172 Einwohner und liegt an der Mündung der Oude IJssel in die IJssel, 10 km westlich von Doetinchem, 4 km östlich von Dieren und etwa 14 km nordöstlich von Arnheim. Der nächste Autobahnanschluss ist die N 317 (3,5 km), die zur A 348 ArnheimDieren (Gem. Rheden) führt.

Doesburg ist ein wichtiger Produktionsstandort für Solarmodule; weiter gibt es eine Betonfabrik und viel Kleingewerbe. Der Tourismus ist aber der bedeutendste Pfeiler der örtlichen Wirtschaft. Doesburg ist landesweit bekannt für seinen Senf (mosterd).

Doesburg ist wegen der Lage an einer Flussmündung von strategischer Bedeutung. Der Ort lag, wie die Mehrzahl der niederländischen Historiker ohne historischen Beweis dafür glaubt, in der Nähe der im Auftrag des Nero Claudius Drusus gegrabenen Wasserstraße Drususgraben (niederländisch Drususgracht).

Im 11. Jahrhundert wurde Doesburg erstmals urkundlich erwähnt. Das in einem Moor gelegene Dorf erhielt 1237 Stadtrecht. Doesburg wurde 1342 von einer Überschwemmung zerstört und ein Jahr später mit einer Stadtmauer versehen. Von 1286 bis zur Übernahme durch die Protestanten 1586 hatte der Deutsche Orden das Patronat der Martinikirche, das heißt, das Recht, den Pfarrer zu ernennen. Die Stadt hatte, bedingt durch den Handel und die Schifffahrt auf der IJssel, im 15. Jahrhundert ihre Blütezeit und trat 1447 der Hanse bei.

Als der Doesburger Flusshafen zu versanden begann und die IJssel von zu niedrigen Wasserpegeln heimgesucht wurde, begann der Niedergang. Dennoch wurde es 1697 vom Festungsbauer Menno van Coehoorn noch mit einer modernen, starken Befestigung versehen. Im Zuge der Befreiungskriege schlossen alliierte Truppen der Nordarmee am 23. November 1813 die Festung Doesburg ein, in der sich französische Truppen verschanzt hatten; die Franzosen kapitulierten noch am selben Tag.[3]

Bis zum frühen 20. Jahrhundert war Doesburg ein Provinzstädtchen, dessen mittelalterliches Stadtzentrum größtenteils erhalten blieb. 1923 wurde der militärische Status als Festung aufgelöst, und es war eine Stadterweiterung möglich. Am Ende des Zweiten Weltkriegs war es heftig umkämpft; im Rückzug befindliche deutsche Truppen zerstörten im April 1945 unter anderem den Turm der Martinikirche, der später originalgetreu wieder aufgebaut wurde (danach wieder der höchste Turm Gelderlands). 1974 wurde Doesburg zum Beschermd Stadsgezicht (Stadtbild unter Denkmalschutz) erklärt.

Sehenswürdigkeiten

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Die Festungswerke blieben zum Teil gut erhalten; außerhalb davon bilden die Gräben mit den umliegenden Feldern heute ein vor allem für Ornithologen bedeutendes Naturgebiet.

Herausragende Gebäude sind:

  • die Martinikirche
  • das Mosterdmuseum (Senfmuseum)
  • Heimatmuseum „Rode Toren“
  • das im Stil der 1950er Jahre eingerichtete Elvis-Presley-Café in der Innenstadt
  • das kleine Fotografica-Museum mit alten Kameras usw.
  • der Jachthafen
  • Restaurant/Cafe ‚De Waag‘, das älteste Café der Niederlande
  • ein großer Campingplatz am Fluss

Sitzverteilung im Gemeinderat

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Kommunalwahl am 18. März 2026[4]
Wahlbeteiligung: 57,37 %
 %
40
30
20
10
0
37,85
16,84
15,38
10,97
10,15
8,80
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+2,46
−0,08
+3,31
−1,65
−4,40
+0,34
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Stadspartij Doesburg

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

ParteiSitze[4]
198219861990199419982002200620102014201820222026
Stadspartij Doesburg233456
GroenLinks11333
PvdA775333322
VVD333333222222
D66221112222
SP012445643221
CDA545333122211
Lijst Van Elk0
PAD0
PSP0
PPR
Democraten Doesburg0
RPF0
Buurtbelangen0
Gesamt151515151515151515151515

Seit dem 14. April 2026 ist Rob Bats (VVD) kommissarischer Bürgermeister der Gemeinde.[1] Zu seinem College van B&W zählen die Beigeordneten Birgit van Veldhuizen-van Oort (parteilos), Bart Elbers (VVD), Stan Hillenaar (CDA) sowie der Gemeindesekretär Peter Werkman.[5]

Bekannte Bürger der Stadt Doesburg

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Commons: Doesburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Rob Bats wordt waarnemend burgemeester in Doesburg. In: doesburg.nl. Gemeente Doesburg, 15. April 2026, abgerufen am 17. April 2026 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. Johann Sporschil: Geschichte des Krieges des verbündeten Europas gegen Napoleon Bonaparte in den Jahren 1813, 1814 und 1815, Bd. 1: Der Feldzug von 1813, Teilband 3. Westermann, Braunschweig 1841, S. 1119–1121.
  4. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 15. Mai 2026 (niederländisch).
  5. Burgemeester en wethouders. In: doesburg.nl. Gemeente Doesburg, abgerufen am 17. April 2026 (niederländisch).