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Diskussion:Modalverb

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Letzter Kommentar: vor 2 Monaten von Alazon in Abschnitt Für den Duden ist brauchen ein Modalverb
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Allgemein verständliche Alternativbezeichnung?

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Gegen altphilologische Ausdrücke habe ich grundsätzlich ebensowenig einzuwenden, wie gegen Anglismen und andere Lehn- oder Fremdwortbezeichnungen, vorausgesetzt, sie nehmen nicht grundlos überhand, verdrängen nicht verständliche Wörter der eigenen Sprache, und es gibt eine allgemein bekannte bzw. leicht auffindbare sowie allgemein leicht verständliche Erläuterung. Das scheint mir hier nicht so ganz erfüllt, obwohl ich das zudem für ein enzyklopädisches Erfordernis halte, widrigenfalls ja lapidare Verweise auf irgendwelche wissenschaftlichen Einrichtungen oder Bücher ausreichen und Artikel überflüssig würden. Also: was heißt Modalverben? Wird eine Übersetzung des Ausdrucks für überflüssig gehalten, kann das ja nur heißen, dass sie den meisten extrem leicht fallen sollte. Mir aber will sie in der Gewissheit, die Bedeutung ganz genau erfasst zu haben, leider nicht gelingen. Was mir infolge meiner unverdienten geistigen Kapazität den Schluss aufdrängt, dass es der Mehrheit interessierter LeserInnen des Artikels ähnlich geht.

Ich erinnere mich, können, mögen, dürfen, müssen, sollen, wollen, lassen in genau dieser Reihenfolge in der Schule (Ende der 1960er) auswendig gelernt zu haben (bei meiner eher auf Zusammenhänge orientierten und schematisches Abspeichern tendenziell verweigernden Art von Gedächtnis ein kleines Wunder, das ich vermutlich meinen auditiv-musikalischen Fähigkeiten verdanke). Jedenfalls weiß ich dadurch, dass es exakt diese sieben sind, die damals ... ja, eben: wie bezeichnet worden sind? Hilfszeitwörter des/der ...?

Leider macht mich da auch der Wiktionary-Eintrag für Modalverb sowie für Modal nicht deinitiv schlauer, ich kann nur, vielleicht etwas gezielter als vor dem Nachlesen, raten: demnach könnte die Kategorie für haben, sein, werden als Hilfszeitwörter der Aussage bezeichnet worden sein, und die für können, ... als Hilfszeitwörter der Art und Weise, vielleicht aber auch als Hilfszeitwörter der Möglichkeit (was eventuell um ... und Notwendigkeit zu ergänzen wäre).

Kann das stimmen? Und falls ja: ist es irreführend / treffend / akzeptabel aber unpräzise / ...?

--80.109.76.103 15:32, 1. Feb. 2019 (CET)Beantworten

Meines Wissens gibt es keine andere Bezeichnung als eben "Modalverb". Ich glaube, jede deutsche Bezeichnung, die man dann doch irgendwo ausgräbt, wäre dann überwiegend unbekannt und damit weniger verständlich. "Art und Weise" ist nicht gemeint. "Möglichkeit oder Notwendigkeit" steht ja auch in der Zusammenfassung des Artikels -- dies ist die Bedeutung von "modal" in diesem Zusammenhang, aber es ergibt sich natürlich keine handliche Bezeichnung daraus. Ob es sich überhaupt um Hilfsverben handelt, oder um eine eigenständige Gruppe, ist nicht einhellig klar, und so wird es ja auch im Text vermerkt. --Alazon (Diskussion) 17:56, 1. Feb. 2019 (CET)Beantworten
Es heisst ja in der Einleitung des Artikels: „Verben, die zum Ausdruck einer Modalität … dienen“. Durch die erste Verlinkung wird erklärt, dass Verben die Wortart bezeichnet, die früher in den Volksschulen „Tätigkeitswort“ oder „Zeitwort“ genannt wurde. Modalität ist ebenfalls zur Erklärung verlinkt und wird auch direkt erklärt: „Begriffe von Notwendigkeit oder Möglichkeit“. Im zweiten Absatz wird es dann explizit erklärt: „Müssen, sollen, wollen bezeichnen Notwendigkeiten verschiedener Art und dürfen, können, mögen Möglichkeiten verschiedener Art.“ Ja, man kann Modalverben als „Hilfszeitwörter“ bezeichnen. Hilfszeitwörter können ganz unterschiedliche Funktionen haben. Werden, sein und haben können zum Beispiel die Zeitform bezeichnen: „Er arbeitet“ ist Gegenwart; „er wird arbeiten“ ist Zukunft; „er hat gearbeitet“ ist eine Form der Vergangenheit. Werden kann aber auch die „Leideform“ (Passiv) ausdrücken: „Er lobt – er wird gelobt“.
Was nun die Modalverben ausdrücken, kannst du erkennen, indem du die Bedeutung der Aussage „er arbeitet“ mit den Bedeutungen von „er muss arbeiten“, „er will arbeiten“, „er kann arbeiten“ vergleichst: Es geht dann nicht mehr um das Arbeiten selbst, sondern um die Notwendigkeit, den Wunsch oder die Möglichkeit zu arbeiten. Das ist es, was diese Modalverben ausdrücken.
Du schreibst selbst, dass du in deiner Schulzeit diese Hilfszeitwörter kennengelernt hast. Wie dein Deutschlehrer sie damals genannt hat, weiss ich natürlich nicht. Die wissenschaftliche Bezeichnung, die, soweit mir bekannt ist, auch in allgemeinbildenden Schulen verwendet wird, ist jedenfalls Modalverben. Immerhin zeigt deine Erinnerung, dass dir der Begriff der Modalverben aus der Schule durchaus bekannt ist, und sicher bist du auch in der Lage, sie korrekt zu gebrauchen und zu verstehen. Dann ist dir ihre Bedeutung zumindest intuitiv durchaus vertraut. --BurghardRichter (Diskussion) 22:26, 1. Feb. 2019 (CET)Beantworten
Was ist denn so schlimm am kurzen Fachbegriff? Was ich für eine größere Frage halte: Wie definiert man eigentlich ein Modalverb? Über den Sinn? Über grammatische Besonderheiten? Über die Zugehörigkeit zu einer etymologischen Gruppe? In den germanischen Sprachen scheint oft eine Kombination üblich zu sein, die auf die Kombination aus Modalität, kohärenter Konstruktion mit einfachem Infinitiv und grammatischen Besonderheiten (Präteritopräsentia und das einzigartig irreguläre "wollen" mit dem Zusammenfall von erster und dritter Person Singular auch im Indikativ Präsens, beispielsweise im Deutschen der Ersatzinfinitiv, im Englischen der Verlust der infiniten Formen) abhebt. Aber Modalität kann auch mit anderen, grammatisch normaleren Verben und Umschreibungen oder durch Adverbien ausgedrückt werden, und kohärente Konstruktionen mit einfachem Infinitiv gibt es auch bei Verben und in Kombinationen, die eher keine Modalität ausdrücken, beispielsweise die Kombination aus "sein" und Infinitiv, die im Perfekt normal mit Partizip gebildet wird, die eher aspektuell ist und für die der Begriff Absentiv vorgeschlagen wurde. Die Konstruktion gehen + Infinitiv könnte meines Erachtens modal und/oder aspektuell sein und impliziert eine Bewegung von einem Ort weg. Es gibt auch die "umgekehrte Form" mit "kommen", die eine Bewegung zu einem Ort hin andeutet. Deutsche Verben mit Accusativus cum infinitivo können auch einen einfachen Infinitiv regieren und manche können auch einen Ersatzinfinitiv haben, aber ihre Bedeutung kann man wohl kaum modal nennen. Die Verben "tun" und "werden" erscheinen nur in finiten Formen zusammen mit dem einfachen Infinitiv, "werden" kann neben dem Futur auch epistemisches Modalverb sein. Ist der Begriff "Modalverb" eigentlich für nicht-germanische Sprachen sinnvoll? Im Französischen gibt es beispielsweise die Verben vouloir, pouvoir, devoir und savoir, deren Bedeutung und Funktion oft mit den deutschen Modalverben verglichen wird, bei denen ich jedoch überlege, ob sich ihre Rektion wesentlich von normalen transitiven Verben unterscheidet. --109.42.176.63 14:15, 5. Dez. 2023 (CET)Beantworten
Ohne modale Bedeutung kein "Modalverb". Wobei gemeint ist, dass nicht nur eine modale Bedeutungskomponente da ist, sondern rein modale Bedeutung. Dass sie kohärente Konstruktion im Deutschen zeigen, Restrukturierungsphänomene im Romanischen etc. ist m.E. eine empirische Beobachtung, die dazukommt, ich glaub nicht, dass das definierend ist. Man wird die Bezeichnung "Modalverb" zB auch in den Balkansprachen verwenden, wo es keinen Infinitiv gibt. --Alazon (Diskussion) 14:40, 5. Dez. 2023 (CET)Beantworten
Betrachten wir nochmal die französischen Modalverben: "vouloir", "savoir" und "devoir" werden ohne Einschränkung auch transitiv verwendet ("devoir" bedeutet im Deutschen dann "schulden", und letztlich ist "eine Handlung schulden" mehr oder weniger dasselbe wie "müssen" oder vielleicht auch "sollen", das ursprünglich auch vom Schulden stammt, im Laufe der Zeit aber meines Erachtens abgeschwächt wurde. Der Begriff "Handlung" stehe hier im Übrigen für alles, was durch Verben bzw. das Prädikat eines deutschen Satzes ausgedrückt wird.), "pouvoir" immerhin unpersönlich mit Objektsatz ("il se peut que ..." (Nebensatz mit Konjunktiv, weil bloß potential und nicht sicher real), was so viel bedeuten müsste wie "es kann sein, dass ..."/"es ist möglich, dass ...") und daneben gibt es viele andere Konstruktionen, die Modalität vermitteln können ("avoir le droit", "être necéssité"), was aber auch in germanischen Sprachen Parallelen findet. Überhaupt können normale Infinitivphrasen dort ja problemlos in der Objektposition auftauchen, während ich das in germanischen Sprachen und vor allem im Deutschen als schwieriger ansehen würde. Vor allem kennen die romanischen Sprachen nur einen Infinitiv, der nach Diathese und Zeit variieren kann, während es in heutigen Germanischen Sprachen immer den einfachen Infinitiv (der nach der Anzahl seiner Verwendungsmöglichkeiten eigentlich der seltenere ist, aber natürlich dennoch sehr häufig verwendet wird) und den zu-Infinitiv (in den Westgermanischen Sprachen ist das immer auch die jeweilige Variante von "zu", im Schwedischen gibt es beispielsweise "att"), der ursprünglich auf substantivische Konstruktionen zurückgehen dürfte und heute in den meisten Fällen die einzige zulässige Form des Infinitivs ist. Dadurch zeigen die Modalverben schon deutlich andere Formen als andere Verben, die keinen einfachen Infinitiv regieren. Die deutsche (und vermutlich auch niederländische) Unterscheidung zwischen kohärenter und inkohärenter Konstruktion schafft weitere Unterschiede. Die Einschränkung der Modalverben auf die Verwendung mit anderen Verben (die durch Ellipsen ja ohnehin nicht vollständig gilt) ist auch in den germanischen Sprachen wohl erst im Laufe der Zeit entstanden, denn in frühmittelalterlichen Sprachen sind noch andere und auch transitive Bedeutungen dieser Verben belegt. Dass Modalität auch anders ausgedrückt werden kann, ist doch wohl unbestritten.
"Du darfst das Haus verlassen." und "Dir ist erlaubt, das Haus zu verlassen." drücken meines Erachtens dieselbe Modalität aus, doch der erste Fall enthält unbestreitbar ein Modalverb, den zweiten Fall würde man eher weniger als solches ansehen. Oder liege ich da falsch? --2A0A:A541:15BC:0:7D0B:1BF3:ADB4:6BB2 19:18, 5. Dez. 2023 (CET)Beantworten
"Du darfst / darfst nicht" kann eine buletische Modalität (aufgelistet am Ende von Modalität_(Sprachwissenschaft)#Zirkumstanzielle_Modalität) ausdrücken: "Wenn du das erreichen willst, dann darfst du nicht...". Jedoch "erlaubt" kann das m.E. eher nicht. Formal enthält die Konstruktion "es ist erlaubt" die Handlung des Erlaubnis-Erteilens, was über eine Modalverbbedeutung hinausginge, das kann aber auch verblasst sein. Dennoch: "es ist von der Polizei erlaubt" / ?? "du darfst es von der Polizei".
Ich glaub wir sind aber grad nicht bei einer Artikelverbesserungsdiskussion, oder? --Alazon (Diskussion) 19:49, 5. Dez. 2023 (CET)Beantworten
Die buletische Modalität (deren Abgrenzung von anderen Formen der Notwendigkeit mir nicht ganz klar ist) hat aber nur in negativen Formen das Modalverb "dürfen", in grammatisch positiven Sätzen erscheint "müssen". (Sofern es richtig ist, dass als buletische Modalität Notwendigkeiten bezeichnet werden, deren Erfüllung dem Willen einer Person dient.) Ja, "dürfen" stellt nicht klar, wer etwas erlaubt und wann die Erlaubnis erteilt wird oder erteilt worden ist. Das Zustandspassiv ohne Agens aber auch nicht. Eigentlich müsste es implizieren, dass die Erlaubnis schon besteht/gilt, aber oft werden neue Vorschläge, Absichten etc. auch als schon bestehende Fakten formuliert. Aktiv oder Vorgangspassiv im Indikativ Präsens würden eine neu erteilte Erlaubnis aussprechen. (Aktiv vielleicht auch eine dauernd bestehende oder erteilte Erlaubnis.) Der Konjunktiv I im Zustandspassiv auch, oder? Aber diese Ausdrucksweise ist doch kein Modalverb, obwohl sie Modalität ausdrückt, oder doch? (Im Englischen entspricht vergleichbar aufgebautes "be allowed/be permitted" oft einem deutschen "dürfen". Dies trägt eindeutig den modalen Sinn, ist aber wie alle Ersatzformen der "eigentlichen Modalverben" in grammatischer Hinsicht ein normales englisches Verb, das einen Infinitiv als Ergänzung regiert. Eigentlich müsste dieser konkrete Fall die Passivform eines englischen Accusativus cum infinitivo sein.) --2A0A:A541:15BC:0:7D0B:1BF3:ADB4:6BB2 21:32, 5. Dez. 2023 (CET)Beantworten
Und der Bezug zu diesem Artikel: Allgemeinverständlich über Modalverben zu schreiben, müsste doch eigentlich auch eine Definition von Modalverben erfordern. --109.42.114.82 13:54, 6. Dez. 2023 (CET)Beantworten

Modalverben bei Friedrich Rückert

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Sechs Wörtchen nehmen mich in Anspruch jeden Tag: Ich soll, ich muss, ich kann, ich will, ich darf, ich mag. --~2026-23646-82 (Diskussion) 21:58, 16. Apr. 2026 (CEST)Beantworten

Für den Duden ist brauchen ein Modalverb

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Unser Artikel sagt:

In der Dudengrammatik (2022) werden solche Verben nur als „Halbmodalverben“ bezeichnet. Bei brauchen hat sich allerdings eine Tendenz entwickelt, es wie ein reguläres Modalverb zu konstruieren und das zu entfallen zu lassen.

Auf https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/modalverben wird brauchen aber als Modalverb aufgelistet, von "Halbmodalverben" ist da nicht die Rede. Weiter unten heißt es:

Das Wort brauchen im Sinne von „nicht müssen“ bildet eine Ausnahme. Es zählt in funktionaler Sicht zwar zu den Modalverben, fordert jedoch in der Standardsprache einen Infinitiv mit zu.

Ich denke, wir sollten ergänzen, dass der Duden brauchen auch als Modalverb bezeichnet. — Chrisahn (Diskussion) 14:25, 4. Aug. 2026 (CEST)Beantworten

Das Duden-Wörterbuch (mit duden.de) und die Duden-Grammatik sind zwei verschiedene Quellen (mit verschiedenen Autorenteams). Sie weichen in Grammatikfragen oft voneinander ab, und ich halte die Duden-Grammatik in Grammatikfragen für zuverlässiger. Aber man kann natürlich die verschiedenen Meinungen nebeneinander erwähnen. Nur nicht als "DER Duden"... --Alazon (Diskussion) 19:48, 4. Aug. 2026 (CEST)Beantworten