Diskussion:Fail-Safe
Abschnitt hinzufügenDas beim Flugzeugbau beschriebene Einreißen der Struktur, wobei das Bauteil dennoch bis zum Auffinden des Risses bei einer Inspektion mehr oder weniger funktionsfähig bleibt ist nicht "fail safe", da das Teil schon beschädigt ist. Im Flugzeugbau wird das als "damage tolerant" bezeichnet. -- 85.179.61.11 10:19, 25. Jun. 2007 (CEST)
Urheberrecht ungeklärt
[Quelltext bearbeiten]Diese Textergänzung wurde ohne Angabe von Quellen vorgenommen; es besteht der Verdacht, dass mit dem Anlegen dieses Abschnitts das Urheberrecht verletzt wurde. --DasBee 18:52, 5. Dez. 2007 (CET)
- Das ahnden wir aber nicht vorauseilend. Man muß davon ausgehen, daß der Ersteller weiß, was er tut. Wenn es aber so ist, so muß der urheberrechtsverletze dies erst einmal so empfinden und dann wird er sich ggf. dazu zu Wort melden. Sollten er das tun, so sollten wir dem dann natürlich umgehend gerecht werden. 212.177.139.153 15:50, 25. Mär. 2022 (CET)
Urheberrecht geklärt
[Quelltext bearbeiten]Die Texterweiterung wurde von mir verfasst und eingefügt, nachdem Recherchen keine für die Steuerungstechnik im Maschinenbau verwertbare Definition ergaben. --PeFriebolin 20:04, 27. Dez. 2007 (CET)
Methode?
[Quelltext bearbeiten]Es entsteht der Eindruck, dass man durch eine "Methode" mehr Sicherheit "erzeugen" könnte. Das ist eine leider weit verbreitete falsche Darstellung (mit gefährlichen Folgen).
Es geht darum, dass man überhaupt eine "Fehlerbetrachtung" durchführt wird. Weil das häufig "vergessen" wird, versuchen Vorschriften dies zu erzwingen.
Die Standardfragen lauten, was ist wenn:
- die Haupt- oder Hilfsenergie ausfällt,
- ein Bauteil versagt (zerstört) ist,
- ein Bedienfehler vorliegt,
- ein Feuer oder eine Explosion stattfindet,
- eine Undichtigkeit vorliegt.
Diese Themen dürfen nicht als "unwahrscheinlich" und deswegen als vernachlässigbar eingestuft werden. Unerheblich ist die Art der Steuerung oder Bedienung. Erheblich sind die Auswirkungen in der Maschine oder Anlage.
Als Ergebniss erhält man einfache (manchmal überraschende) Anworten und Lösungen. Beispiel: Füllen einer frisch gebauten Pipeline mit Erdgas. Es entsteht in der Leitung zwangsläufig ein explosives Gemisch. Weil aber der maximale Explosionsdruck circa 8 bar beträgt, sind keine Maßnahmen erforderlich, wenn die Leitung sowieso für einen höheren Betriebsdruck ausgelegt ist. Hier ist das Wissen über den maximal möglichen Explosionsdruck entscheidend. Das ist keine Methode, sondern gehört zu den "anerkannten Regeln der Technik".-- Kölscher Pitter 12:55, 16. Apr. 2008 (CEST)
Die Zugsicherung die angesprochen wird, muss wohl als Redundanz zum Lokführer gesehen werden, so wie zwei Piloten ein Flugzeug führen (hier kann man von einer vollständigen Redundanz sprechen). Allerdings ist diese Redundanz nicht besonders Leistungsstark und kann nur auf sehr begrenztem Gebiet wirken. Auch falsch ist die Ansicht das es ausreicht nach dem haltzeigendem Signal zum stehen zu kommen. Noch fataler, aber bei den Büroeisenbahnern leider weit verbreitet, ist die Ansicht das man wegen der Zugsicherung nun beim Lokführer sparen kann (Qualifikationen, Arbeitsbedinungen, Ausbildung) den somit wäre die Redundanz praktisch abgeschaft. Kommt dazu das die Zugsicherung nur ein kleiner Teil der vorhandenen Sicherheitsprobleme abdeckt.
- Redundanz gleich mehr Sicherheit? So wird das ja nicht behauptet! Sondern: mit Redundanz ist mehr Sicherheit möglich. Und das bezieht sich auf spezielle Vorrichtungen und nicht auf Menschen. Menschen sind immer das haarigste Glied bei einer solchen Betrachtung. Man muss ihnen Fehlverhalten unterstellen. Daher kann man sie nicht gleichzeitig als Sicherheitsgaranten ansehen. Die Zwangsbremsung ersetzt keinen Menschen. Aber irgendwann muss man ja weiterfahren. Das ist dann die Entscheidung eines (oder mehrerer) Menschen. Beim Flugzeug fällt ein Triebwerk aus. Dann darf es nicht Starten. Aber es ist gut, wenn es noch (eingeschränkt) weiterfliegt und landen kann. Kurz: Die Zugsicherung ist keine Redundanz zum Lokführer sondern eine Maßnahme, die die Folgen dessen möglichen Fehlverhalten in der Gefährlichkeit mindert. (Nur mindert!)-- Kölscher Pitter 16:45, 9. Jan. 2009 (CET)
Maschinenbau
[Quelltext bearbeiten]Da steht viel falsches. Die Drahtbruchgeschichte ist nicht maschinenbauspezifisch. Das Setzen einer Brücke hat nichts mit Fail-Safe zu tun. Fail-Safe behandelt nicht das Erkennen von Fehlern. Weder statisch noch dynamisch. Die Folgen der Fehler sollen so ungefährlich wie möglich sein. Warum und wie oft Fehler auftreten ist nebensächlich.-- Kölscher Pitter 12:40, 28. Jan. 2009 (CET)
Übersetzung
[Quelltext bearbeiten]Wo kommt bei Fail-Safe Der Begriff System her? Ich finde die alte (kurze) Version anschaulicher.-- Kölscher Pitter 12:48, 17. Mai 2009 (CEST)
- Das Problem war, dass mir der erste Satz gerade nicht anschaulich genug war und ich mich gefragt habe, wie man Fail-Safe beschreiben und nicht umschreiben kann. Mit dem System war ich zugegebenermaßen auch nicht ganz glücklich, aber da jede Organisationsstruktur, auch eine rein menschliche ein Fail-Safe aufweisen kann, habe ich das recht neutrale "System" den technischen Begriffen vorgezogen. Wäre froh, wenn jemand das noch exakter Schreiben kann. Über eine Rückkehr zum alten Satz wäre ich eher unglücklich (sonst hätte ich es ja nicht geändert)--Lightningbug 81-direkt 15:43, 17. Mai 2009 (CEST)
- Fail-safe or fail-secure describes a device or feature which, in the event of failure, responds in a way that will cause no harm or at least a minimum of harm to other devices or danger to personnel. ...sagt der englische Schwesterartikel. Auch viel zu lang. Wie wäre es mit: Vermeidung großer Gefahr selbst bei Fehlern.-- Kölscher Pitter 18:12, 17. Mai 2009 (CEST)
- Warum Gefahr und nicht Schaden? Vorschlag: Fail-Safe ist eine Konstruktionsmethodik, deren Grundsatz es ist, selbst bei Fehlern den Schaden zu minimieren. --Lightningbug 81-direkt 19:38, 17. Mai 2009 (CEST)
- Fail-safe or fail-secure describes a device or feature which, in the event of failure, responds in a way that will cause no harm or at least a minimum of harm to other devices or danger to personnel. ...sagt der englische Schwesterartikel. Auch viel zu lang. Wie wäre es mit: Vermeidung großer Gefahr selbst bei Fehlern.-- Kölscher Pitter 18:12, 17. Mai 2009 (CEST)
Nee. Wir sind bei der Übersetzung eines "Modewortes" aus dem Amerikanischen. Ginge es um eine Definition, gäbe ich dir recht. Verfluchte Anglizismen. Und Gefahr steckt ja nun auch nicht drin. Trotz Fehler sicher.-- Kölscher Pitter 12:13, 18. Mai 2009 (CEST)
"Trotz Fehler sicher"???
[Quelltext bearbeiten]ICh halte diese "Übersetzung" für Euphenismus. "Ausfallsicher" heißt doch "gesichert vor dem Ausfall"?? --Rattapp1 21:01, 16. Sep. 2011 (CEST)
- Es ist einfach eine wörtliche Übersetzung, ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Bedeutung im Englischen, die sich bis jetzt 15 Jahre widerspruchslos gehalten hat. Etwa so wie wenn man handkerchief (dt.: Taschentuch) mit Handtuch übersetzen würde. --Robert Loos (Diskussion) 20:13, 22. Jun. 2025 (CEST)
Wo gehört das hin?
[Quelltext bearbeiten]Gehört folgendes Beispiel zum Fail-Safe-Prinzip oder woanders hin?
Triebwerksaufhängungen sind so kontruiert, dass immer zuerst der vordere Bolzen versagt, soass im Falle des Versagens das Triebwerk ohne größeren Schaden anzurichten unter dem Flügel wegfällt. --Bastihitzi (Diskussion) 06:26, 21. Dez. 2013 (CET)
- Der beschriebene Fall ist aus meiner Sicht eine klassische Anwendung des Fail-Safe-Prinzips, fällt ein Bauteil aus, dann geht das System - entsprechend seiner konstruktiven Gestaltung - in einen sicheren Zustand über bzw. ein Totalschaden wird abgewendet. Es ist ein Anwendungsfall im Flugzeugbau. Der derzeitige Text zum Flugzeugbau ist aus meiner Sicht dagegen wenig geeignet. Gruß --Hapebalf (Diskussion) 17:08, 21. Dez. 2013 (CET)
Rechtschreibung
[Quelltext bearbeiten]Im Rahmen der nächsten Überarbeitung bitte die Rechtschreibung prüfen und die Schreibweise für "Fail-Safe" vereinheitlichen. Im vorliegenden Artikel kommen mehrere Schreibweisen vor, z. B. Groß- und Kleinschreibung ("Fail-Safe" und "Fail-safe"), mit Divis ("Fail-safe-Methode"), ohne Divis ("Fail-Safe Modul"). Im Deutschen auf jeden Fall "durchkoppeln". Bezüglich der Groß- oder Kleinschreibung ist die Anlehnung an DIN EN 61508 denkbar: "Fail-Safe-Modus". (nicht signierter Beitrag von 141.130.50.94 (Diskussion) 11:59, 4. Apr. 2014 (CEST))
Ausfallsischerheit
[Quelltext bearbeiten]Offenbar gibt es da zwei konkurrierende Definitionen. Entweder
- das System fällt sicher nicht aus oder
- im Falle eines Ausfalls bleibt das System sicher
Der erste Fall sollte bei Flugzeugen realisiert werden, der zweite bei Fahrstühlen. --Siehe-auch-Löscher (Diskussion) 08:58, 14. Nov. 2017 (CET)
- Genau. 1) ist ausfallsicher, 2) ist fail-safe. --Robert Loos (Diskussion) 19:49, 22. Jun. 2025 (CEST)
Nochmal Übersetzung
[Quelltext bearbeiten]Wie wär's mit der Übersetzung als Sicherung bzw. Sicherheitsschaltung? Die ganze verschwurbelte Definition klingt mir nämlich stark danach, als wenn z. B. die Sicherung beim Hausstromanschluß das klassische Beispiel dafür wäre. Es scheint ganz einfach allgemein um von Vornherein ins System (wie z. B. einen Stromkreis) eingebaute Sicherungsmaßnahmen zu gehen, die automatisch greifen, wenn ein Fehler auftritt (inkl. menschlichem Bedienungs- oder Interpretationsfehler) und/oder ein technisches Bauteil bzw. Teil/Abschnitt der Anlage versagt. --2003:EF:13DB:3B40:90B7:85DD:D896:7FFD 19:10, 17. Jan. 2020 (CET)
- Nein, das geht genau in die falsche Richtung. Fällt eine Sicherung in einem wWohnhaus, sind alle Anlagenteile dahinter Spannungs- und funktionslos. Trifft es die Küche, taut der Kühlschrank ab. Kommst Du zwei Wochen später nach Hause, sagt Dir deine Nase, dass die Ausfallsicherheit nicht funktioniert hat. Deine Flüche sagen es den Nachbarn und die Kollegen von der Müllabfuhr, die das große Los gezogen haben, die braunen Kübel leeren zu dürfen, wissen auch bald Bescheid. –Falk2 (Diskussion) 21:28, 17. Jan. 2020 (CET)
- Bei der Antwort scheinen mir doch einige Mißverständnisse vorzuliegen. Mir wäre jedenfalls völlig neu, daß, wenn bei mir die Sicherung rausfliegt, es dann auch beim Nachbarn dunkel wäre; im Gegenteil! Du verwechselst offenbar die Sicherung mit einem generellen Stromausfall, der vom E-Werk und nicht von der Einzelwohnung ausgeht (was besonders in einigen Comedyfilmen immer wieder gerne miteinander vermengt wird, was aber daran liegt, daß da dann irgendeine Supermaschine angeschlossen wurde, die 1,21 Gigawatt oder sowas zieht, was das E-Werk überlastet und dann zum Stromausfall im ganzen Viertel führt).
- Auch scheinst du mir den Sinn der Sicherung im Stromkreis nicht verstanden zu haben: Der Sinn besteht gerade *NICHT* darin, den Stromkreis aufrechtzuerhalten, sondern darin, Unfälle in Form von tödlichen Stromschlägen zu verhindern. Wenn das Essen im Kühlschrank dann verdirbt (was auch eher danach klingt, als wenn du an Kraftwerksicherheit statt an die Sicherheit im Haushaltsstromkreis denkst), ist das nicht der Sinn der Sicherung im Haushalt, um den es hier bei der Funktionsdefinierung und Übersetzung des Begriffs gerade geht, sondern ein vernachlässigbarer Nebeneffekt. --2003:EF:13DB:3B40:90B7:85DD:D896:7FFD 10:49, 18. Jan. 2020 (CET)
- Ich versuche das Kühlschrank-Beispiel mal auf die Eisenbahn zu übertragen: Ein Bahnhof einer Strecke soll für Einzugbetrieb über einen längeren Zeitraum durchgeschaltet werden, es gibt keine weitere Regelung, die dem Zug erlauben würde, an einem haltzeigenden Hauptsignal innerhalb der Einzugbetriebstrecke vorbeizufahren. Das Formeinfahrsignal des Bahnhofs fällt durch einen Drahtriss auf Halt. Irgendwann nach ein paar Monaten schaut mal jemand nach und findet einen Zug mit vergammelten Fahrgästen … --nenntmichruhigip (Diskussion) 15:49, 20. Jan. 2020 (CET)
- Du hast es eigentlich selbst gesagt, die Ausfallsicherheit hat nicht funktioniert, dafür bräuchtest du einen Kühlschrank mit redundanter Stromversorgung. Der Fail-Safe-Mechanismus hat jedoch schon funktioniert. Die Sicherung hat den Kurzschluss abgeschaltet und damit einen Kabelbrand/Hausbrand verhindert. Der Schaden wurde dadurch minimiert. --Robert Loos (Diskussion) 16:58, 11. Jun. 2025 (CEST)
- Die Sicherung ist das klassische Beispiel dafür! Sie ist auch im englischen Artikel das erste Beispiel und die Muttersprachler sollten es ja wissen. --Robert Loos (Diskussion) 13:23, 22. Jun. 2025 (CEST)
Fail-Safe ≠ Ausfallsicher!
[Quelltext bearbeiten]Die Übersetzung des Begriffs ist falsch. Fail-safe bedeutet genau nicht, dass etwas nicht ausfallen kann (wie im Link "ausfallsicher" beschrieben), sondern es bedeutet "Fail in a safe way", also dass im Fehlerfall nichts schlimmes passiert.
Das Eisenbahn-Signal im Artikel ist kaputt wenn ein einziges Seil reißt, es ist also nicht ausfallsicher, aber es ist sichergestellt, dass es dann "Halt" zeigt, also zur sicheren Seite hin ausfällt. Wollte man es ausfallsicher machen, müsste man zwei Seile verwenden, so dass es auch noch funktioniert wenn ein Seil reißt.
Der Lichtvorhang einer Presse kann durchaus kaputt gehen, aber er muss so kaputt gehen, dass dann die Presse nicht fahren kann. Das kann man beispielsweise dadurch realisieren, dass das Signal "Presse frei" durch einen Takt mit einer bestimmten Frequenz repräsentiert wird, den die Presse dann auswertet. Praktisch jeder Fehler würde zu einem statischen Signal (0 oder 1) führen, aber Fehler die diesen Takt erzeugen können bei geeigneter Schaltungsauslegung praktisch ausgeschlossen werden.
Man sollte es also besser als "gefahrlos ausfallend" oder "im Fehlerfall sicher" übersetzen und auf jeden Fall den Link zu "ausfallsicher" entfernen denn das ist etwas anderes!
Insofern ist auch der Absatz "Einsatz im Flugzeugbau" hier falsch, denn der beschreibt ein ausfallsicheres System. Man sollte diesen Absatz besser in den Artikel "Ausfallsicherheit" verschieben.
Die Unterscheidung zu "Ausfallsicherheit" ist ja im Artikel bereits hervorgehoben.
Ich werde diese Änderung in den nächsten Tagen durchführen wenn es hier keinen Widerspruch gibt. --Robert Loos (Diskussion) 16:44, 11. Jun. 2025 (CEST)
- Das Eisenbahn-Signal im Artikel ist kaputt wenn ein einziges Seil reißt, es ist also nicht ausfallsicher, aber es ist sichergestellt, dass es dann "Halt" zeigt, also zur sicheren Seite hin ausfällt. Wollte man es ausfallsicher machen, müsste man zwei Seile verwenden, so dass es auch noch funktioniert wenn ein Seil reißt.
- Hast Du damit nichts zu tun oder nie drüber nachgedacht? Bei Stellwerken in deutscher Tradition werden zwar Doppeldrahtzugleitungen verwendet. doch das macht sie nicht ausfallsicher. Damit wird nur sichergestellt, dass sich Drahtbrüche zur sicheren Seite auswirken, das betreffende Signal also in Haltstellung fällt, dort festgehalten wird und der Bediener die Störung auch mitbekommt. Zusätzlich lässt sich bei Doppeldrahtzugleitungen die thermische Dehnung vergleichsweise einfach mit Spannwerken kompensieren. Eine sinnvolle Ausfallsicherheit lässt sich so nicht herstellen und das ist auch nicht erforderlich. Das Verschleißverhalten von Drahtseilen ist weitgehend bekannt und neben der Korrosion, die bei Drahtseilen durch Oberflächenbeschichtung und Konservierung beherrschbar ist wirkt die innere Reibung zerstörend, weil sich die Einzeldrähte der Kardeelen im Verseilverband kreuzen und, wenn das Seil auf Rollen auf- und abläuft, auch gegeneinander verschieben. Wenn Einzeldrähte reißen und in der Folge aus dem Seilverband herausstehen (»Igel« sagen wir dazu), dann ist es an der Zeit, das betroffene Seil zu wechseln. Nur macht das längst nicht jeder. Unterirdisch geführte Abschnitte von Drahtzugleitungen sollen alle vier Jahre gewechselt werden. Das ist meist nicht erforderlich und man sollte sich immer nach dem Zustand richten.
- Einfachdrahtzugleitungen gibt es vor allem bei Stellwerken in britischer Tradition. Dort erzeugt ein Gewicht am Ende der Leitung die Rückstellkraft. Nur gibt es eben keine Möglichkeit, eine solche Leitung auf ihren Zustand zu überwachen. Mechanische Stellwerke sind aber der Stand von vor hundertdreißig Jahren. Das erste mir bekannte elektromechanische Stellwerk wurde 1894 in Prerau in Betrieb genommen.
- Ausfallsicherheit gibt es in der Eisenbahnsicherungstechnik durchaus. Das betrifft beispielsweise die Stromversorgung, die im einfachsten Fall von ständig gepufferten Batterien auch bei Netzausfall aufrechterhalten wird. In Rechnerstellwerken gibt es bei der Rechnerebene eben, weil das Ausfallverhalten und die Ausfallrichtung von aktiver Elektronik nicht vorhersehbar ist, zwei-von-drei und zwei-von-vier-Anordnungen. Bei der Steuerung der Außenanlagen bleibt es aber eben wegen des sonst unbezahlbaren Aufwandes dabei, dass die Einrichtungen im Störungsfall zur sicheren Seite reagieren. Ein Fehler erster Ordnung (das sind beispielsweise Ader- oder Erdschlüsse und einer zweiter Ordnung (z. B. Aderunterbrechnungen oder Lampenausfälle) zusammen dürfen keinen betriebsgefährdenden Zustand auslösen. Zwei Fehler erster Ordnung gleichzeitig werden wegen der Seltenheit und weil bereits der erste derartige Fehler eine Störungsmeldung auslöst, nicht angenommen.
- Noch was, einfach so alles, was aus dem englischen Sprachraum kommt, unkritisch übernehmen, geht nicht. Es gibt dort zwar immer Mal Exemplare von homo sapiens, die sich im Besitz der einen und allgemeingültigen Wahrheit wähnen, doch ist die Welt deutlich größer. –Falk2 (Diskussion) 20:45, 22. Jun. 2025 (CEST)
- doch das macht sie nicht ausfallsicher. Damit wird nur sichergestellt, dass sich Drahtbrüche zur sicheren Seite auswirken, das betreffende Signal also in Haltstellung fällt
- Und wieder hast du es selbst gesagt: es ist nicht ausfallsicher sondern fail-safe, denn wenn, dann fällt es zur sicheren Seite hin aus. Das "safe" in fail-safe bedeutet eben nicht funktionsicher, sondern sicher für Mensch und Umwelt.
- Du nimmst hier ein austauschbares Beispiel und trittst es breit, statt auf die Kernfrage einzugehen: wie übersetzt man fail-safe korrekt ins Deutsche bzw. warum sollte die Definition im Deutschen anders lauten als im Englischen?
- einfach so alles, was aus dem englischen Sprachraum kommt, unkritisch übernehmen, geht nicht
- Na ja, wenn man einen englischen Begriff ins Deutsche übernimmt muss man schon irgendwie auch die Definition übernehmen. Die Cambridge-Universität würde ich da durchaus als belastbare Quelle sehen. Es kann nicht sein, dass wir sagen "fail-safe", aber bei uns bedeutet das etwas ganz anderes.
- Wenn fail-safe im Deutschen ein Synonym für ausfallsicher (=absolut zuverlässig) wäre, dann wären die meisten genannten Beispiele einschließlich des Signals hier falsch (du hast selbst gesagt, es ist nicht ausfallsicher).
- Im Artikel gibt es einen Link "(Miss-) Konzeptionen von Sicherheitsprinzipien", ein Workshop vom TÜV Rheinland, da wird fail-safe im gleichen Sinne verwendet wie bei Cambridge. Ausfallsicher (z.B. mehrere Triebwerke im Flugzeug) wird dort als Safe Life bezeichnet. Danach bringt auch z.B. die EN 50129 fail-safe nicht mit Ausfallsicherheit oder erhöhter Zuverlässigkeit in Verbindung.
- Und wie passt die Übersetzung ("engl. für ausfallsicher") zum dritten Absatz ("Auch der Begriff Ausfallsicherheit bezieht sich nicht auf eine damit verbundene Gefährdung, sondern auf die Zuverlässigkeit einer Anlage.")? Der Widerspruch ist doch offensichtlich!
- Falk2, ich will mich nicht mit dir streiten oder dir deinen Artikel wegnehmen. Bis 2009 war die Übersetzung ja auch noch korrekt, am 2.10.2009 hat's dann ein anonymer Benutzer falsch "korrigiert" und seitdem ist es so. Wenn du es falsch lassen willst, dann lass es, ich häng' mich da nicht weiter hin. --Robert Loos (Diskussion) 12:54, 28. Jun. 2025 (CEST)
- Ich habe aber nie behauptet, dass es hier um Ausfallsicherheit geht. Die Reaktion zur sicheren Seite ist eine der Grundlagen gerade in der Eisenbahnsicherungstechnik. Wir haben nur vergleichsweise wenige Einrichtungen, bei denen wirklich auf Ausfallsicherheit gesetzt wird. Ein Beispiel ist das Ersatzrot bei Lichthauptsignalen.
- Zusätzlich: Das ist nicht »mein« Artikel. Ich bin nur drüber gestolpert, weil wieder ein Beispiel aus meinem Handwerk fachlich dünn bis ganz dünn eingebaut wurde. Mit der Einleitung hast Du recht, die ist so falsch. Manchmal überlese auch ich was. –Falk2 (Diskussion) 14:24, 28. Jun. 2025 (CEST)
- O.k., jetzt kommen wir glaube ich zusammen. Ich hatte da nämlich was vorbereitet, incl. einem Abschnitt um den Unterschied zwischen fail-safe und Ausfallsicherheit zu erklären. Ich würde das also dann demnächst einarbeiten.
- Ich habe selbst als Entwickler an Geräten mit Funktionaler Sicherheit, was eng mit dem Begriff "fail-safe" verknüpft ist, mitgearbeitet und habe schon eine gewisse Ahnung von was ich da rede.
- Man merkt schon, du bist Eisenbahner mit Leib und Seele, ich komme eher aus dem Bereich Elektrik/Elektronik, deshalb sind meine Beispiele auch eher solcher Natur.
- Bitte lass' es dann erstmal einwirken, ansonsten freue ich mich auf eine konstruktive Diskussion.
- P.S. Du bist der einzige erreichbare Haupt-Autor (mit mehr als 10%) und ich könnte schon verstehen, wenn man da auf den Artikel stolz ist. --Robert Loos (Diskussion) 17:11, 28. Jun. 2025 (CEST)
- Nein, Stolz auf den Artikel, das passt nicht. Ich habe seinerzeit nur sicherungstechnischen Unfug ausgebügelt. Ich habe nicht danach gesucht, wer was verzapfte. Das mache ich nur ganz selten. Wenn ich mal danebenliege und das wird verbessert, reagiere ich auch nicht wie ein Kampfstier auf das Wedeln mit einem rot-gelben Tuch.
- Deshalb, tu es! –Falk2 (Diskussion) 14:55, 2. Jul. 2025 (CEST)
Nochmal Fail-Safe und Ausfallsicher
[Quelltext bearbeiten]Die Definition aus dem Cambridge Dictionary: If something is fail-safe, it has been designed so that if one part of it does not work, the whole thing does not become dangerous: a fail-safe device
oder auf Deutsch: Wenn etwas fail-safe ist, wurde es so konstruiert, dass wenn eines seiner Bauteile versagt, das ganze Ding nicht gefährlich wird.
Daraus lässt sich keine erhöhte Zuverlässigkeit oder Ausfallsicherheit ableiten.
Die weiter oben erwähnte (und humorvoll, aber doch fälschlich abgewiesene) Sicherung ist übrigens im englischen Artikel das erste Beispiel im Abschnitt "Electrical and Electronics", genau diese macht einen Stromkreis nämlich "fail-safe" d.h. dass auch bei einem Fehler (Überlast, Kurzschluss) nichts schlimmes passiert. Sie macht ihn nicht ausfallsicher, im Gegenteil, die Zuverlässigkeit nimmt sogar etwas ab, da die Sicherung ein weiteres Bauteil ist, das eigenständig versagen kann (Fertigungsfehler, Montagefehler, Kontaktprobleme).
Fail-safe wird im Artikel anfangs als "ausfallsicher" verkauft, zwei Absätze später widerspricht er sich selbst: "Ausfallsicherheit bezieht sich nicht auf eine damit verbundene Gefährdung sondern auf die Zuverlässigkeit".
Die Übersetzung im derzeitigen Zustand ist sachlich und fachlich falsch und darf so nicht bleiben! (nbb.: 2009 war sie noch richtig!)
Ausfallsicher heißt "gesichert gegen Ausfall" (das wäre im Englischen fail-proof), fail-safe heißt "Wenn es ausfällt bleibt es trotzdem sicher". Das gilt unabhängig voneinander und bedingt sich nicht gegenseitig. Es sind einfach zwei verschiedene Paar Stiefel. --Robert Loos (Diskussion) 13:04, 22. Jun. 2025 (CEST)