Zum Inhalt springen

Discoplax

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Discoplax

Discoplax gracilipes

Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Gecarcinoidea
Familie: Cardisomatidae
Gattung: Discoplax
Wissenschaftlicher Name
Discoplax
A. Milne-Edwards, 1867

Discoplax ist eine Gattung der Landkrabben mit drei rezenten Arten.[1] Die vorwiegend terrestrisch lebenden Arten kommen im westlichen und zentralen Pazifik vor, von den Philippinen über die Ryūkyū-Inseln bis nach Französisch-Polynesien. Wie alle Landkrabben kehren die Weibchen nur zur Abgabe der Zoea in das Meer zurück, wo auch die weitere Larvenentwicklung stattfindet.[2]

Der Carapax ist bis zu 61,7 mm lang und 71,9 mm breit. Die Rückenregionen sind deutlich abgegrenzt und granuliert. Die hintere Seitenregion weist eine deutliche Streifung auf. Der vordere Seitenrand ist gut abgesetzt und weist eine deutliche Spalte auf. Das Proepistom ist klein, schmal und etwa rechteckig. Die subhepatischen und subbranchialen Gebiete sind stark gestreift. Die Augenhöhle ist an der Seite offen und die Unteraugenregion ist auffällig gekörnt. Der Unteraugenhöhlenkamm ist lang und mit sehr kleinen, dicht gepackten Körnern bepackt, was als Stridulationsteil angesehen werden kann, welcher mit einem verdickten Kamm (Plektrum) am Innenrand des Merus des Scherenbeins zur Lauterzeugung dient und bei beiden Geschlechtern vorhanden ist.[3]

Die Geschlechtsöffnung liegt bei Männchen dicht am Ursprung der Coxa des letzten Schreitbeins und öffnet sich in der Mitte des achten Sterniten. Das thorakale Sternum ist nicht abgebogen. Die ersten drei Sterniten bilden eine niedrige Platte. Der erste Sternit ist dreieckig und vom zweiten durch eine breite Naht getrennt, die vorn gekörnt ist. Der zweite Sternit ist kurz und abgeflacht und vom dritten durch eine schmale Rinne getrennt. die Naht zwischen drittem und vierten Sterniten ist nicht erkennbar. Der vierte Sternit ist kurz und breit und hat leicht konkave Seitenränder. Der Rand der breiten Sternopleonalhöhle wird nur durch einen schwachen Saum gebildet. Die Episterniten 4 bis 6 sind schmal und längs orientiert. Das Pleon ist lang und reicht bis zum dritten Sterniten. Der vierte Somite ist außergewöhnlich breit. Das Telson ist kurz und abgerundet.[3]

Die Scheren sind kaum unterschiedlich. Das erste und zweite Schreitbein sind verlängert, schlank und mit Körnern oder Streifen versehen, so dass sie sehr rau erscheinen. Der rückenseitige Rand des Merus ist körnig. Die Seitenränder des Propodus und Dactylus tragen kurze steife Borsten. Das erste Gonopodium ist kurz.[3]

Zur Gattung gehören folgende rezente Arten:[1]

Commons: Discoplax – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Discoplax A. Milne-Edwards, 1867. In: World Register of Marine Species. DecaNet, abgerufen am 22. Juni 2026 (englisch).
  2. ↑ Hirozumi Kobayashi, Tohru Naruse: A Distant Record of the Cavernicolous Land Crab,Discoplax gracilipes (Crustacea: Decapoda: Gecarcinidae)from Japan. In: Species Diversity. Band 28, 2023, S. 177–187, doi:10.12782/specdiv.28.177 (englisch).
  3. 1 2 3 Danièle Guinot, Ngan Kee Ng, Paula A. Rodríguez Moreno: Review of grapsoid families for the establishment of a new family for Leptograpsodes Montgomery, 1931, and a new genus of Gecarcinidae H. Milne Edwards, 1837 (Crustacea, Decapoda, Brachyura, Grapsoidea MacLeay, 1838). In: Zoosystema. Band 40, 21. Dezember 2018, S. 547–604, doi:10.5252/zoosystema2018v40a26 (englisch).