Zum Inhalt springen

Dirk Dier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dirk Dier (* 16. Februar 1972 in St. Ingbert) ist ein ehemaliger deutscher Tennisspieler.

In seiner Jugendzeit spielte der Sohn eines Lehrerehepaares[1] ab 1980 beim TC Blieskastel sowie dem TuS Neunkirchen und war mehrfach deutscher Meister. Entdeckt und als Trainer betreut wurde Dier von Günther Bosch, dem vorherigen Förderer Boris Beckers. Dier verließ nach der Erlangung der Mittleren Reife die Schule, um sich ganz dem Tennissport zu widmen.[1] Er bevorzugte das Serve-and-Volley-Spiel sowie schnelle Bodenbeläge.[2]

Er gewann als erster Deutscher in der Open Era einen Grand-Slam-Titel bei den Junioren, als er die Australian Open 1990 mit dem Titelgewinn abschloss. Förderung vom Deutschen Tennis-Bund erhielt Dier zu diesem Zeitpunkt nicht. Er trainierte in einer von Bosch geleiteten Talentgruppe, die von einem japanischen Elektronikunternehmen finanziell unterstützt wurde.[2] Seine höchste Weltranglistenplatzierung in seiner von 1990 bis 2002 währenden Profi-Karriere erreichte Dier im Frühjahr 1996, als der den 118. Platz belegte.

Dier spielte für den Bundesligisten Grün-Weiß Mannheim sowie den Zweitligisten Rothenbühl Saarbrücken.

Trainerkarriere

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist er Leiter einer Tennisschule und war ab 2007 der persönliche Trainer der deutschen Tennisspielerin Anna-Lena Grönefeld sowie Assistenz-Coach des deutschen Fed-Cup-Teams.

Dirk Dier Tennisspieler
Nation: Deutschland Deutschland
Geburtstag: 16. Februar 1972
(54 Jahre)
Größe: 185 cm
Gewicht: 77 kg
1. Profisaison: 1990
Rücktritt: 2000
Spielhand: Rechts
Trainer: Günther Bosch
Preisgeld: 388.546 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 6:18
Höchste Platzierung: 118 (22. April 1996)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:000000
Australian Open
French Open 1R (1996)
Wimbledon 1R (1990)
US Open 2R (1996)
Doppel
Karrierebilanz: 3:12
Höchste Platzierung: 158 (17. April 2000)
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)
Legende
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series
ATP Championship Series
ATP International Series Gold
ATP World Series
ATP International Series
ATP Challenger Series (11)
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 3. Juli 1993  Sevilla (1) Sand  Oliver Fernández 6:3, 6:3
2. 8. Juli 1995 Spanien Sevilla (2) Sand  Tati Rascón 7:5, 6:2
3. 15. Juni 1997  Weiden Sand  Tamer El Sawy 7:6, 6:3
4. 8. Februar 1998  Lippstadt Teppich  Marzio Martelli 7:6, 4:3 aufgg.
5. 17. Mai 1998  Dresden Sand  Markus Hantschk 0:6, 6:1, 6:4
Nr. Datum Turnier Belag Doppelpartner Finalgegner Ergebnis
1. 14. Mai 1995  Jerusalem Hartplatz  Christian Saceanu  Lionel Barthez
 Patrick Baur
7:6, 7:6
2. 18. Juni 1995  Weiden Sand  Lars Koslowski  Emilio Benfele Álvarez
 Brent Larkham
6:3, 6:3
3. 25. Juni 1995  Eisenach Sand Deutschland Lars Koslowski  Sébastien Leblanc
 Chris Woodruff
3:6, 6:3, 7:6
4. 11. Februar 1996  Wolfsburg Teppich  Arne Thoms  Jim Pugh
 Joost Winnink
6:4, 6:4
5. 5. Dezember 1999  Nümbrecht Teppich  Jens Knippschild  Andreas Tattermusch
 Andreas Weber
6:3, 7:5
6. 19. März 2000  Magdeburg Teppich  Karsten Braasch  Tomas Behrend
 Michael Kohlmann
7:5, 7:66

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Menschlich gesehen. In: Hamburger Abendblatt. 29. Januar 1990, abgerufen am 17. Oktober 2022.
  2. 1 2 Die neue Hoffnung. In: Hamburger Abendblatt. 29. Januar 1990, abgerufen am 17. Oktober 2022.