Diemitz
Stadtteil von Halle (Saale) | |
|---|---|
| Koordinaten | 51° 29′ 23″ N, 11° 59′ 56″ O |
| Einwohner | 1910 (31. Dez. 2023) |
| Eingemeindung | 1. Juli 1950 |
| Postleitzahl | 06116 |
| Vorwahl | 0345 |
| Verkehrsanbindung | |
| Autobahn | |
| Bus | 27 32 |
| Quelle: [1] | |
Diemitz ist ein Stadtteil der Stadt Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt mit 1909 Einwohnern[2] und war bis ins Jahr 1950 ein eigenständiges Dorf.
Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Diemitz liegt im Stadtbezirk Ost der Stadt Halle (Saale). Im Osten von Diemitz liegt der Stadtteil Dautzsch, im Südosten Büschdorf. Westlich grenzen Freiimfelde/Kanenaer Weg und Am Wasserturm/Thaerviertel an sowie im Norden Frohe Zukunft und Mötzlich. Der Stadtteil liegt östlich einer der markantesten Brücken von Halle (Saale), der Berliner Brücke.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Besiedelung der Diemitzer Gegend kann schon für das Ende des 8. Jahrhunderts nachgewiesen werden. 1370 wird der Ort erstmals in den Urkunden erwähnt, als Henricus und Bertram Peisker aus Halle Dorf und Gut erwerben. Zum Dorf gehörte auch ein Klosterhof mit einer Kirche. Die Gemeinde wurde durch den Vikar des Gerbstedter Nonnenklosters versorgt. Im Dreißigjährigen Krieg ist Diemitz vollständig zerstört worden und blieb bis zu dessen Ende unbewohnt. 1647 kehrte die Gemeinde zurück und baute auch die Dorfkirche wieder auf.[3] Das Dorf wurde dabei nicht an der alten Dorfstätte wiederaufgebaut, sondern ca. 400 m westlich. Dabei wurden neue Straßen planmäßig in rechten Winkeln zueinander angelegt. Das ältere Diemitz hatte dagegen noch die Form eines Rundlings. Lediglich die Kirche und der Friedhof blieben an der alten Stelle und liegen deshalb heute leicht außerhalb des Diemitzer Siedlungsgebiets.[4]
Diemitz gehörte zum Amt Giebichenstein im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg.[5] 1680 kam der Ort mit dem Saalkreis zum Herzogtum Magdeburg unter brandenburg-preußischer Herrschaft.
Mit dem Frieden von Tilsit wurde Diemitz im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Der Ort gehörte zum Kanton Halle-Land.[6] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurde der Ort im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[7]
Am 1. Juli 1950 wurde Diemitz nach Halle (Saale) eingemeindet.[8]
Der 1887 errichtete Wasserturm Halle-Diemitz wurde 2012 abgerissen.
Seit der Wende wurden in Diemitz zahlreiche neue Einfamilienhäuser erbaut. Dies führte zu einem Anstieg der Bevölkerungszahl.
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1910 | 1925 | 1933 | 1939 | 2009 | 2010 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 2.830 | 3.236 | 3.963 | 4.346 | 1.739 | 1.754 | 1.909 |


