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Die Freien

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Die Freien in der Walburgschen Weinstube in der Poststraße in Alt-Berlin, hier von links nach rechts Arnold Ruge, Ludwig Buhl, Carl Nauwerck, Bruno Bauer, Otto Wigand, Edgar Bauer, Max Stirner, Eduard Meyen, zwei Unbekannte und Karl Friedrich Köppen während einer lebhaften Auseinandersetzung, oben links ein Eichhörnchen als satirische Anspielung auf den preußischen Kultusminister Friedrich Eichhorn, Mitte November 1842 aus der Erinnerung gezeichnet von Friedrich Engels in Barmen, Original im Russischen Staatsarchiv für sozio-politische Geschichte, Moskau

Die Freien waren ein Debattierclub der 1840er Jahre in Berlin, der vor allem aus Junghegelianern bestand.

Gegründet um 1841, entstand der Kreis der Freien im Kaffeehaus- und Gaststättenmilieu des vormärzlichen Berlins, wo bereits in den 1830er Jahren ein Zirkel von Anhängern des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel in einem Café an der Französischen Straße existiert hatte: Neben Bruno Bauer und Karl Marx (ab 1837) als führenden Mitgliedern dieser Gruppe waren Edgar Bauer, Ludwig Buhl, Karl Friedrich Köppen, Eduard Meyen und Adolf Friedrich Rutenberg an den in lockerer Regelmäßigkeit stattfindenden Treffen beteiligt. Marx bezeichnete diese Vereinigung 1837 in einem Brief an seinen Vater als „Doctorklubb“.[1]

Unter der Bezeichnung Die Freien trafen sich ab 1841 junge Intellektuelle, vor allem Junghegelianer aus dem Umfeld der Universität zu Berlin, mal im Bernsteinschen Lesekabinett in der Behrenstraße, mal im roten Zimmer der Konditorei Stehely am Gendarmenmarkt, abends in der Hippelschen Weinstube in der Friedrichstraße oder in der Tabagie Clausing in der Zimmerstraße, ferner im Lesekabinett von Dr. Häring sowie in der Walburgschen Weinstube in der Poststraße. Nach Max Stirner, einem Mitglied der Gruppe, zielte das Programm der Freien darauf, „die Autonomie des Geistes als Fahne zu erheben und die Grundüberzeugung der modernen Philosophie aus der begrenzten Sphäre der Wissenschaft auch in die weitern Kreise des Lebens einzuführen und daselbst geltend zu machen“.[2] Sich als „Erben der Enzyklopädisten“ bezeichnend, inszenierten sie ihre Zusammenkünfte als Wiederbelebung der politischen Klubs der Französischen Revolution und begriffen sich als Organ radikaler, vor allem antikirchlicher Aufklärung. Ihr mediales Engagement für einen laizistischen Staat, die Freiheit von Wissenschaft und Presse sowie eine radikal antiautoritär verfasste Gesellschaft ließ 1841 die Gruppe überregional bekannt werden. 1841 entstand unter den Freien das Zeitschriftenprojekt Athenäum, das allerdings noch im selben Jahr von den preußischen Behörden verboten wurde. Ab etwa Mitte der 1840er Jahre löste sich der Kreis auf, spätestens Ende der 1840er Jahre bestand er nicht mehr.[3]

Umfeld (Auswahl)

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  • Ernst Schulte-Holtey: Die Freien [Berlin]. In: Wulf Wülfing, Karin Bruns, Rolf Parr (Hrsg.): Handbuch literarisch-kultureller Vereine, Gruppen und Bünde 1825–1933 (= Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte, Band 18). J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 1998, ISBN 978-3-476-01336-1, S. 102–111 (Google Books).
Commons: Die Freien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Brief vom 10./11. November 1837. In: MEGA, 3. Abt., Band 1, S. 9–18, hier S. 17
  2. ↑ John Henry Mackay: Max Stirner. Sein Leben und sein Werk. 3. Auflage, Berlin 1914, S. 134
  3. ↑ John Henry Mackay: Max Stirner. Sein Leben und sein Werk. 3. Auflage, Berlin 1914, S. 76, 196 f.