Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Diamantina (Begriffsklärung) aufgeführt.
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Diamantina, amtlich portugiesischMunicípio de Diamantina, ist eine Stadt im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien mit rund 47.000 Einwohnern, Diamantinenser genannt, und liegt 292km von der Hauptstadt Belo Horizonte entfernt. Sie besitzt insgesamt 14 Kirchen. Während der Kolonialzeit war Diamantina ein bedeutendes Kunst- und Handelszentrum.
Im 17. Jahrhundert wurden in Diamantina die ersten Diamanten außerhalb Asiens gefunden. Unter dem Namen Arraial do Tijuco entstand es als Lager von Diamantensuchern. 1734 ließ sich die königliche portugiesische Diamantenverwaltung im Ort nieder, das auch Sitz der Steuerorganisation Demarcação Diamantina wurde.[2] Zwischen 1739 und 1771 war die Edelsteinsuche an private Schürfer vergeben, bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte sie seitdem unter staatlichem Monopol. Die Entdeckung reicherer Diamantenvorkommen in Südafrika führte ab etwa 1870 zu einem jähen Rückgang der Suchaktivitäten. Dadurch blieb die barocke Architektur der Stadt bis heute erhalten.
1999 ernannte die UNESCO das historische Zentrum der Stadt zum Weltkulturerbe. 1917 wurde das Bistum Diamantina zum Erzbistum Diamantina erhoben.