Dieser Artikel handelt vom ehemaligen Deutsche Bank Building in New York. Für den Sitz der Konzernzentrale in Frankfurt siehe Deutsche-Bank-Hochhaus. Für das geplante neue Gebäude mit der Adresse 130 Liberty Street siehe 5 World Trade Center. Für den Wolkenkratzer aus dem Jahr 1912 siehe Bankers Trust Building.
Deutsche Bank Building
1 Bankers Trust Plaza 130 Liberty Street
Deutsche Bank Building
1 Bankers Trust Plaza in New York City, Ansicht im Jahr 1997 aus Südosten
Das Gebäude ging durch die 1999 vollzogene Übernahme der Bankers Trust ins Eigentum der Deutschen Bank über. Das Deutsche Bank Building wurde bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 so schwer beschädigt, dass nach anfangs durchgeführten Stabilisierungs- und Aufräumarbeiten der Abriss beschlossen wurde. Der Abriss war 2011 abgeschlossen.
Beschädigungen durch den Zusammensturz von WTC 2 auf einer Höhe von 24 Stockwerken
Der Zusammenbruch des südlichen Turms des gegenüberliegenden World Trade Centers während der Terroranschläge am 11. September 2001 zerstörte Teile der Fassade über 24 Stockwerke und das gesamte Innere des Gebäudes. Ein Mitarbeiter der Bank starb vermutlich in dem Gebäude, ein anderer im World Trade Center.[1][3] Mehrere kleinere Brände konnten gelöscht werden.
In den Folgemonaten wurde die Fassade mit einem Netz überspannt und mit Reparaturarbeiten begonnen,[1] die aber auf Grund des Umfangs der Zerstörungen aufgegeben wurden.
Ein 2003 für die Deutsche Bank erstelltes Gutachten wies auf vorgefundenes Asbest, Blei, Quecksilber, Dioxine, Polychlorierte Biphenyle (PCB), Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und den schadstoffbelasteten Staub des eingestürzten World Trade Centers hin.[1] Im September 2005 wurden menschliche Überreste auf dem Dach gefunden, im März 2006 fanden Bauarbeiter, die das Gebäude von Giftmüll befreiten, zudem mehrere Knochenstücke. Dies veranlasste Angehörige der Opfer zur weiteren Suche nach menschlichen Überresten in Zusammenarbeit mit Forensikern. Zwischen dem 7.und dem 14.April desselben Jahres entdeckte man mehr als 300 menschliche Knochenfragmente im Kies des Dachs.
Blick schräg über das leere World-Trade-Center-Gelände auf das brennende Deutsche Bank Building. Links im Bild One Liberty Plaza, rechts 90 West Street.
In der Abrissphase kam es am 18.August 2007 zu einem Großbrand, bei dessen Bekämpfung zwei Feuerwehrleute ums Leben kamen und 115 weitere bei einer Reihe von gleichzeitigen Atemschutzunfällen Verletzungen erlitten. Das Feuer brach in der 17.Etage an einer Luftschleuse aus. Als Ursache wurde eine weggeworfene Zigarette ermittelt. Der Brand weitete sich über mehrere Geschosse aus. Die Brandbekämpfung war aufgrund von als labyrinthartig beschriebenen Gegebenheiten auf der Baustelle und von widerrechtlich unterbrochenen Steigleitungen sehr schwierig.
Von ursprünglich 41 waren zu dem Zeitpunkt noch 26 Geschosse vorhanden. Sie waren entkernt und mit Holz- und Kunststoffkonstruktionen staubdicht abgeteilt, durch Luftfilteranlagen wurde im Inneren ein Unterdruck aufrechterhalten.[1] Die Asbestentfernung und der Abriss erfolgten in direkt aufeinander folgenden Arbeitsschritten, was als unsichere Vorgehensweise kritisiert wurde. Die Baustellenerschließung erfolgte über außen installierte Aufzüge und Treppen, weil die ursprünglichen Aufzugschächte und Treppenhäuser auf jedem Geschoss überdeckelt waren.[5][6][7][8]
Mittlerweile wurde das Projekt wiederum mit Kohn Pedersen Fox als 5 World Trade Center überarbeitet. Der Turm soll nun Stand 2021 274m hoch werden, wobei man von einem Baubeginn im Jahre 2023[veraltet] ausgeht.[9][10]
1234567David W. Dunlap:A Survivor Faces A Slow Death, Piece by Piece; Building Endured 9/11, Badly Contaminated. In: The New York Times. 16.April 2004 (archive.org[abgerufen am 20.April 2023]).
↑Ray Rivera, Fernanda Santos:2 Firefighters Are Killed in Blaze at Ground Zero. In: The New York Times. 19.August 2007 (nytimes.com[abgerufen am 11.März 2022]).
↑Al Baker, William K. Rashbaum:Inspectors Say Many Flaws Cut Off Water in Fatal Ground Zero Blaze. In: The New York Times. 21.August 2007 (nytimes.com[abgerufen am 11.März 2022]).