Dermocystida
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| Systematik | ||||||
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Die Dermocystida sind eine Ordnung von Eukaryoten, die Fische befallen. Zusammen mit der Ordnung der Ichthyophonida, die auch wasserbewohnende Wirbellose parasitieren, bilden sie das Taxon der Mesomycetozoea. Als Mitglied der Mesomycetozoea (lateinisch für in der "Mitte zwischen Pilzen und Tieren") bilden sie evolutionsbiologisch gesehen ein Bindeglied zwischen den großen und bekannten Gruppen der Pilze und der Tiere.[1]
Nach der Infektion bilden die Dermocystida Zysten und bilden große, kugelförmige Zellen mit mehreren Zellkernen, die sich in Sporangien verwandeln. Das Zytoplasma des Sporangiums spaltet sich dann in kleine, ebenfalls kugelförmige Endosporen, die sich im Wirtsgewebe verteilen. Nach und nach bilden sich tausende von Endosporen, die sich in der Umwelt verbreiten und wiederum Fische befallen.[1]
Das Taxon wurde 1998 durch Thomas Cavalier-Smith definiert.[2]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Sally L. Glockling, Wyth L. Marshall, Rodolphe E. Gozlan, Agostina V. Marano, Osu Lilje und Frank H. Gleason: The ecological and economic importance of zoosporic Mesomycetozoean (Dermocystida) parasites of freshwater fish. In: Freshwater Fungi. doi:10.1515/9783110333480.203 (englisch).
- ↑ Thomas Cavalier-Smith: A revised six-kingdom system of life. In: Biological Reviews. 73. Jahrgang, S. 203–266, doi:10.1017/s0006323198005167 (englisch).