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Der Sandmann (Hoffmann)

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Zeichnung von E. T. A. Hoffmann zu seiner Erzählung Der Sandmann

Der Sandmann ist eine Erzählung von E. T. A. Hoffmann in der Tradition des Kunstmärchens der Schwarzen Romantik, die erstmals 1816 veröffentlicht wurde. Sie erschien ohne explizite Nennung des Autors in der Berliner Realschulbuchhandlung als erste Erzählung in Hoffmanns Sammlung Nachtstücke.

Die Erzählung gilt als die meistgelesene und gedeutete Erzählung der deutschen Romantik. In seinem Aufsatz Das Unheimliche deutete Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, die Erzählung.

Coppelius; Radierung von Hugo Steiner-Prag

Der Protagonist Nathanael berichtet Lothar, dem Bruder seiner Verlobten Clara, in einem Brief von seiner Begegnung mit dem Wetterglashändler Giuseppe Coppola, dessen Anblick Erinnerungen an seine Kindheit hervorruft. Damals hatte seine Mutter den Kindern angekündigt, der „Sandmann“ komme, wenn sie abends nicht zu Bett gehen wollten. Nathanael entwickelte daraufhin die Vorstellung eines unheimlichen Wesens, das Kindern die Augen ausreiße. Später identifiziert er den gefürchteten Sandmann mit dem Advokaten Coppelius, der regelmäßig mit seinem Vater nächtliche alchemistische Versuche durchführte. Als Nathanael heimlich eine solche Zusammenkunft beobachtet, wird er von Coppelius entdeckt und „gemisshandelt“.[1] Ein Jahr später kommt es bei einem erneuten Versuch zu einer Explosion, bei der Nathanaels Vater ums Leben kommt. Coppelius verschwindet daraufhin aus der Stadt. Nathanael ist überzeugt, dass Coppelius für den Tod seines Vaters verantwortlich ist, und erkennt in dem inzwischen unter dem Namen Coppola auftretenden Wetterglashändler denselben Mann. Clara versucht, seine Angst rational zu erklären. Sie führt Nathanaels Erlebnisse auf seine Einbildungskraft zurück. Nathanael lehnt diese Deutung ab und entwickelt zunehmend eine düster geprägte Weltsicht.

Nathanael beschäftigt sich immer stärker mit seinen düsteren Vorstellungen und verfasst ein Gedicht, in dem Coppelius als zerstörerische Macht erscheint, die seine Liebe zu Clara bedroht. Als Clara das Gedicht hört, bittet sie Nathanael das „tolle – unsinnige – wahnsinnige Märchen“ ins Feuer zu werfen, woraufhin Nathanael sie als „lebloses, verdammtes Automat“ beschimpft.[2] Daraufhin stellt ihn Lothar für sein Betragen zur Rede, worauf es zu einem Zweikampf im Fechten kommt. Clara kann den Kampf verhindern, und die drei versöhnen sich. Nathanael kehrt anschließend zu seinem Studienort zurück. Dort bezieht er nach einem Brand seines Hauses ein Zimmer gegenüber dem Haus des Physikprofessors Spalanzani. Durch ein von Coppola erworbenes Perspektiv beobachtet er Spalanzanis Tochter Olimpia, die er zunächst für eine schöne und geheimnisvolle junge Frau hält. Bei einem von Spallanzani veranstalteten Fest verliebt er sich in sie. Während die übrigen Anwesenden Olimpias starres Verhalten, ihre mechanischen Bewegungen und ihre auffällige Wortkargheit bemerken, deutet Nathanael gerade diese Eigenschaften als Zeichen einer besonderen geistigen und seelischen Tiefe. Er vernachlässigt Clara und richtet seine gesamte Aufmerksamkeit auf Olimpia.

Nathanael versucht Clara vom Turm über das Geländer zu stürzen; Illustration von Adolphe Lalauze (1883)

Als Nathanael seine Liebe gegenüber Olimpia erklären und ihr einen Ring schenken will, entdeckt er Spalanzani und Coppola in einem heftigen Streit um die Gestalt Olimpias. Beide versuchen, sie an sich zu reißen. Coppola entreißt Spalanzani schließlich Olimpia und flieht mit ihr. Spalanzani erklärt, dass er ihren Körper konstruiert, während Coppola beziehungsweise Coppelius die Augen gefertigt habe und Olimpia somit lediglich eine leblose Puppe sei. Als Spalanzani die herausgerissenen Augen der Puppe Nathanael entgegenwirft, verfällt dieser dem Wahnsinn und wird in eine Anstalt gebracht.

Nach einiger Zeit scheint Nathanael geheilt. Er kehrt zu Clara zurück und plant mit ihr ein gemeinsames Leben. Die Familie erhält durch eine Erbschaft die Möglichkeit, auf ein Landgut zu ziehen. Nathanael scheint seine frühere Krise überwunden zu haben. Kurz vor dem Umzug besteigen Nathanael und Clara jedoch einen Ratsturm. Nathanael betrachtet Clara durch Coppolas Perspektiv und verfällt erneut in Wahnsinn. Er versucht, Clara vom Turm zu stürzen, doch Lothar kann sie im letzten Augenblick retten. Als Nathanael anschließend den inzwischen wieder aufgetauchten Coppelius auf dem Marktplatz sieht, stürzt er sich mit dem Ruf „Sköne Oke“ vom Turm über das Geländer in den Tod. Coppelius verschwindet in der Menge. Nach mehreren Jahren wird Clara mit einem „freundlichen Manne“ vor einem schönen Landhaus „Hand in Hand“ sitzend gesehen, während vor ihr zwei „muntre goldlockigte Knaben“ spielen.[3] Damit endet die Erzählung für Clara mit der Aussicht auf ein ruhiges bürgerliches Familienleben.

Die Erzählung ist nach dem Literaturwissenschaftler Hartmut Steinecke einfach gebaut. Die durchgehende chronologische Darstellung wird lediglich im ersten Brief, mit dem das Werk beginnt, durch Nathanaels Bericht über seine Kindheit unterbrochen.[4]

In der Druckfassung gliedert sich Der Sandmann nach Claudia Lieb in fünf Teile. Die ersten drei bilden die beiden Briefe des Protagonisten Nathanael und Claras Antwortbrief. Es folgt die Geschichte Nathanaels und Claras bis zum drohenden Zweikampf zwischen Nathanael und Claras Bruder Lothar. Der letzte und zugleich weitaus längste Teil erzählt von Nathanaels leidenschaftlicher Liebe zum Automaten Olimpia und schildert sein weiteres Schicksal bis zu seinem Tod, bevor der Text schließlich mit dem Gerücht über Claras bürgerliches Glück mit einem anderen Mann endet.[5] Die verschiedenen Teile der Erzählung unterscheiden sich sowohl in ihrer narrativen Gestaltung als auch typographisch voneinander und eröffnen unterschiedliche Sichtweisen auf die Geschichte des Protagonisten Nathanael.[6]

Nach der Germanistin Marion Bönnighausen ist hinsichtlich des äußeren Handlungsgerüsts eine Dreiteilung der Erzählung in Exposition, Hauptteil und Schluss erkennbar, wobei Exposition und Schlussszene jeweils durch Abschweifungen des Erzählers als eingeschobene Exkurse vom Mittelteil abgetrennt sind. Die Exposition hat die Funktion, das Thema zu präsentieren und den Leser dabei emotional in die Geschichte einzubeziehen. Sie umfasst die drei Briefe bis einschließlich des Besuchs von Coppola, der Nathanael „sköne Oke“ zum Kauf anbietet. Der Hauptteil besteht aus den Geschehnissen um Nathanael und Clara sowie um Nathanael und Olimpia und endet mit dem Verschwinden Coppolas. Den Schluss der Erzählung bilden Nathanaels Genesung und sein Selbstmord sowie der abschließende Verweis des Erzählers auf das bürgerliche Glück von Clara.[7]

Die Erzählung präsentiert sich zunächst erzählerlos. Sie beginnt ohne jeglichen Kommentar mit zwei Briefen Nathanaels, zwischen die ein Schreiben Claras eingeschoben ist. Erst nach dem dritten Brief meldet sich ein Erzähler zu Wort.[8]

Formal betrachtet wird der Sandmann durch zwei Erzählformen strukturiert, die die Erzählung in zwei ungefähr gleich lange Hälften unterteilen. Die erste Hälfte der Erzählung, die Briefe und die erste Zwischenrede des Erzählers, wird bestimmt durch die Ich-Form. Wenn Nathanael vom erzählenden zum erlebenden Ich wird, wird in der personalen Erzählhaltung berichtet. Die drei Sprecher, die in der Ich-Form auftreten, sind Nathanael, Clara und der Erzähler.[9] Die zweite Hälfte der Erzählung ist vorwiegend in der Er-Form gehalten, in der ein auktorialer Erzähler aus der Distanz berichtet, zugleich aus unmittelbarer Nähe beschreibt und durch personales Erzählen gewissermaßen in die Haut seiner Figuren schlüpft.[10] Insgesamt entfallen 3/8 der Erzählung auf die Briefe und 4/8 auf die Erzählung nach der Leseransprache. Die zwischengeschobene Leseransprache fungiert als Gelenk, da sich der Erzähler hier selbst als dazu autorisiert vorstellt, dem Leser von unerhörten Ereignissen zu berichten.[10]

Die erzählte Zeit des Sandmann umfasst explizit einen Zeitraum von mindestens fünfzehn Jahren. Erzählt wird aus einem zeitlichen Abstand von mehr als vier oder fünf Jahren nach Nathanaels Tod. In einem Nachsatz erwähnt der Erzähler, Clara habe geheiratet und sei Mutter zweier Knaben, die vor ihr spielten. Rechnet man nach der Literaturwissenschaftlerin Ursula Orlowski für Verlobung, Eheschließung, zwei Schwangerschaften, Geburten und die Entwicklung der Kinder bis zu einem Alter, in dem sie frei vor ihrer Mutter spielen können, etwa fünf Jahre, so dürfte die gesamte Zeitspanne der Erzählung zwanzig Jahre eher über- als unterschreiten. Die Darstellung eines derart langen Zeitraums ist in der kurzen Erzählung nur durch sukzessive Raffung der erzählten Zeit, durch die Aussparung größerer Zeiträume und durch knappe, in die Briefe integrierte Rückwendungen möglich.[11]

E.T.A. Hoffmann verarbeitet in Der Sandmann verschiedene Themen:

  • Olimpia und Spalanzani, Radierung von Hugo Steiner-Prag
    Das Augenmotiv: Die Bedeutung der Augen ist ein zentrales Thema: beim Sandmann im Ammenmärchen, bei Nathanaels Angstträumen, in seinem Gedicht, bei Olimpia und in weiteren Textstellen. Augen sind Sinnesorgane, mit welchen die objektive Realität wahrgenommen wird. Jemandem Sand in die Augen zu streuen, bedeutet, ihm die Wahrnehmung der Wirklichkeit zu nehmen. Die Welt wird dann nur noch durch die eigenen Vorstellungen, schlimmstenfalls Angstträume oder Wahnsinn wahrgenommen. Ein ähnliches Mittel, um jemanden von der Wirklichkeit abzukoppeln, sind Brillen, die ideologisch eingefärbt sind, oder Coppolas Perspektiv. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Nathanael beim Hindurchsehen einen Automaten für einen Menschen hält. Augen spiegeln auch die eigene Lebendigkeit wider, vielleicht auch die Seele. Sie sind eine Schwachstelle an der Automatenpuppe Olimpia, die nur durch den Blick durchs Perspektiv vertuscht wird.
    Sigmund Freud beschäftigte sich mit Hoffmanns Erzählung in seinem Aufsatz Das Unheimliche. Für Freud steht das Augenmotiv im Zentrum der Erzählung. Er schreibt: „Im Mittelpunkt der Erzählung steht […] ein […] Moment, nach dem sie auch den Namen trägt, und das an den entscheidenden Stellen immer wieder hervorgekehrt wird: das Motiv des Sandmannes, der den Kindern die Augen ausreißt.“[12] Freuds Deutung beruft sich auf die damalige „psychoanalytische Auffassung“: „Das Studium der Träume, der Phantasien und Mythen hat uns dann gelehrt, daß die Angst um die Augen, die Angst zu erblinden, häufig genug ein Ersatz für die Kastrationsangst ist.“[13]
  • Das Verhältnis Mensch – Maschine: Durch das Perspektiv, ein wissenschaftliches Instrument, wird der Wahnsinn Nathanaels immer wieder ungewollt hervorgerufen. Auch die Gäste auf Spalanzanis Ball scheinen nicht auf den ersten Blick den Unterschied von Mensch und Maschine zu erkennen.
  • Kritik an der aufklärerischen Gesellschaft: Der Wissenschaftler wird in Form des Spalanzani kritisiert, der die Grenzen der Wissenschaft nicht zu kennen scheint und seine Mitmenschen bewusst hintergeht.
  • Das Feuermotiv: Feuer steht in Der Sandmann immer am Anfang einer Veränderung. Durch alchemistische Experimente stirbt Nathanaels Vater bei einer Explosion. Nathanael ist daraufhin wochenlang krank. Auch das Feuer in seinem Studentenzimmer führt dazu, dass er in das Haus gegenüber von Spalanzani einzieht und so auf Olimpia trifft. Feuer und Hitze stehen in Zusammenhang mit Nathanaels zunehmendem Wahnsinn. Zu Beginn empfindet er noch eine „glühende Liebeslust“ für Clara, später bezeichnet er Olimpias Augen als „lebendig flammend“. Der Höhepunkt des Wahnsinns wird erreicht, als Nathanael auf dem Turm mehrmals „Feuerkreis, dreh dich“ ruft und anschließend in den Tod springt.

Handschrift und Veröffentlichung

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Den zweiteiligen Erzählzyklus Nachtstücke, dessen erster Band 1816 mit dem Druckdatum 1817 erschien, leitete Hoffmann mit der Erzählung Der Sandmann ein. Die erste handschriftliche Fassung versah er mit dem Vermerk „d. 16. Novbr. 1815 Nachts 1 Uhr“.[14]

Nach dem Literaturwissenschaftler Thomas Weitin deutet die Zeitangabe darauf hin, dass mit zunehmender Verantwortung Hoffmanns als Richter in Berlin tatsächlich nur noch die Nachtstunden für die literarische Tätigkeit blieben.[15] Dies wollte Hoffmann im Manuskript wohl entsprechend dokumentieren.[16] Plausibler dürfte nach der Germanistin Britta Herrmann jedoch sein, dass die Zeitangabe eine ebenso bewusste, nachträglich überdachte paratextuelle Rahmung vornimmt wie bereits die Genrezuweisung. Durch die angegebene Entstehungszeit wird die Erzählung deutlich als Nachtstück ausgewiesen.[16] Entgegen früheren Ansichten, die aufgrund der vermeintlich exakten Datierung von einer detaillierten Kenntnis der Entstehungszeit und -geschichte der Erzählung ausgingen,[17] zeigt sich nach Britta Herrmann auch aus texteditorischer Perspektive, dass über den tatsächlichen Beginn und Verlauf des Arbeits- wie Entstehungsprozesses nichts Genaues gesagt werden kann, da etwa Tagebucheinträge mit Angaben fehlen.[18]

Die Handschrift des Sandmanns, die bis auf die erste Seite vollständig erhalten ist, gehört zu den wenigen erhaltenen Werkmanuskripten Hoffmanns. Sie befindet sich im Märkischen Museum in Berlin.[19] Nach dem Literaturwissenschaftler Hartmut Steinecke wurde die Handschrift in einem Zuge und in großer Hast niedergeschrieben und ist daher häufig undeutlich. Sie enthält zahlreiche Direktkorrekturen sowie unvollständige oder unleserliche Wörter und Sätze.[20]

Georg Andreas Reimer

Bereits am 24. November 1815, gut eine Woche nach der Niederschrift, schickte Hoffmann die Handschrift an den Berliner Verleger Georg Andreas Reimer. Er bot ihm an, „ein Bändchen Erzählungen unter dem allgemeinen Titel: Nachtstücke“ und den Sandmann als erstes Stück „in Verlag zu nehmen“.[21] In den folgenden Monaten stellte Hoffmann bis zum Beginn des Drucks der Nachtstücke im Sommer 1816 die Druckfassung her.[22] Eine handschriftliche Vorlage für die Druckfassung ist von Hoffmann nicht überliefert. Er autorisierte jedoch die Textgestalt des ersten Bandes der Nachtstücke durch sein Einverständnis mit der Drucklegung. Der Band erschien im September 1816 mit der Jahreszahl 1817 in der Reimer’schen Realschulbuchhandlung.[23]

Von der Erstausgabe existieren insgesamt drei verschiedene Druckvarianten. 1827 erschien eine von Julius Eduard Hitzig und Hoffmanns Witwe, Michalina Hoffmann, herausgegebene Zusammenstellung ausgewählter Schriften, die auch den Sandmann enthielt. 1902 wurde Hoffmanns Niederschrift des Sandmanns wiederentdeckt, die in der historisch-kritischen Ausgabe von Carl Georg von Maassen diplomatisch wiedergegeben ist.[24]

Unterschiede zwischen der Handschrift und Druckfassung

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Die Druckfassung unterscheidet sich vom ersten Manuskript durch eine Reihe geringfügiger Veränderungen, vor allem sprachlicher und stilistischer Art, die meist der Präzisierung dienen. Nur an zwei Stellen sind die Änderungen erheblich. Die erste betrifft die Streichung einer Szene, die nach der ersten Begegnung Nathanaels mit Coppelius und seiner anschließenden Fieberkrankheit stand und eine weitere Begegnung schilderte. Die zweite betrifft den Schluss, den Hoffmann für die Druckfassung teils kürzte und teils erweiterte.[25] So strich Hoffmann am Schluss eine Passage, in der Coppelius den Tod von Nathanaels Schwester verursacht.[26]

Nach Claudia Lieb enthält die Druckfassung im Vergleich zum Manuskript Raffungen, die darauf abzielen, den Effekt des Unheimlichen zu pointieren, indem die Ambivalenzen des Textes, insbesondere die der Figurenführung, stärker in den Vordergrund gerückt werden.[27] Darüber hinaus tritt die in der Handschrift deutlich hervortretende Erzählerfigur, die das Geschehen wortreich erklärt, kommentiert und gelegentlich Einblick in ihr eigenes Innenleben gibt, in der Druckfassung zugunsten einer neutraleren und vermeintlich objektiveren Erzählweise zurück.[28]

Quellen und literarische Einflüsse

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Die Räuber von Friedrich Schiller, Titelblatt des Erstdruckes 1781

Literarische und biographisch belegbare Anregungen für den Sandmann lassen sich nicht mit Sicherheit bestimmen.[29] Eine konkrete Quellenbasis wurde in der Forschungsliteratur negiert und auf eine Vielzahl an potenziellen Einflüssen und Intertexten hingewiesen. Diese reichen von romantischen Erzählungen, etwa Bonaventuras Roman Nachtwachen (1805) und Ludwig Tiecks Erzählung Der Liebeszauber (1811), über Friedrich Schillers Die Räuber (1781) und Der Geisterseher (1787–89) bis zu Edward Youngs Night Thoughts (1742–1745) und zu Anleihen aus der in England verbreiteten Night Pieces und der Gothic Novel.[30]

Die Forschungsliteratur hat verschiedentlich versucht, konkrete Vorbilder für die Darstellung Olimpias zu bestimmen. In Johann Wolfgang von Goethes Drama Der Triumph der Empfindsamkeit (1787) verliebt sich Prinz Oronaro in eine Puppe, während in Jean Pauls satirischer Frühschrift Auswahl aus des Teufels Papieren (1789) eine weibliche Figur aus Holz als Ehefrau fungiert.[31] Eine Besprechung des Sandmanns in der Allgemeinen Literatur-Zeitung verweist überdies auf die Ähnlichkeit mit der Laboratoriumsszene in Carl Wilhelm Salice-Contessas Erzählung der Todesengel (1826).[32] Der Literaturhistoriker Carl Georg von Maassen führt eine Anekdote aus der Sammlung Antihypondriakus (1792) an, die von einer künstlerischen weiblichen Figur handelt, mithilfe derer ihr Hersteller ihre Anbeter täuscht.[33] Inhaltlich geht es um einen Taschenspieler, der eine bewegliche Puppe mittels einer Maschinerie aus Eichenholz mit einem Wachsgesicht hatte anfertigen lassen. Die gegen Geld zur Schau gestellte Puppe gab er für lebend aus. Als einige besonders freigiebige Verehrer sie besuchen durften, hielten sie ihr Idol zunächst für schlafend. Als jedoch bei einer Berührung ihre Wachshand zerbrach, entdeckten sie den Betrug. Feine Damen, so heißt es in der Anekdote weiter, bemühten sich fortan darum, sich von einer geschickt gefertigten Puppe zu unterscheiden.[34]

Angesichts der umfangreichen Automatenliteratur der Zeit und Hoffmanns intensivem Interesse an diesem Themenbereich ist nach dem Literaturwissenschaftler Hartmut Steinecke jedoch eher davon auszugehen, dass nicht eine bestimmte Quelle als Vorbild diente, sondern Hoffmann Anregungen verschiedenen Ursprungs aufnahm und verarbeitete.[35]

Rezeption in Deutschland

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Nach Einschätzung der Germanistin Britta Herrmann war zunächst nicht abzusehen, dass die Erzählung Der Sandmann einmal „die meist gelesene und gedeutete Erzählung der deutschen Romantik“ werden würde.[36] Die deutsche Rezeption der Erzählung fiel im 19. Jahrhundert zunächst enttäuschend aus. Wenn der Text überhaupt wahrgenommen wurde, erhielt er meist vernichtende Urteile.[37] Ein anonymer Rezensent der Allgemeinen Literatur-Zeitung schrieb 1817 über die Erzählung, diese sei „ein schauderhaftes Nachtstück“, in dem die „Schwärmerey und Geistesfurcht“ in „selbstvernichtender Verrückung“ ende. Des Weiteren überschreite nach dem Rezensenten „der gräßliche Ernst die Grenze der Dichtung“. Abschließend fragte er: „darf der Dichter seine Menschen schaffen, um sie zu vernichten?“[38] Fast durchweg negativ fallen auch die Bemerkungen des Literaturkritikers Konrad Schwenck in einem Beitrag für die Zeitschrift Hermes oder Kritisches Jahrbuch der Literatur aus dem Jahr 1823 aus. Die Darstellung der Erzählung erschien ihm „ungeschickt und trotz aller groben Pinselstriche so matt“, dass „kein Interesse, kein Leben sichtbar wird“. Das meiste an der Erzählung empfand Schwenck als „lächerlich und unglaublich“, insbesondere Nathanaels Verhalten, das „nur medicinisches Mitleid erweckt, und eine scheusliche Beleidigung des Gefühls [...] mit sich führt.“[39]

Heinrich Voß (1800)

Die Erzählung Der Sandmann wurde in den wenigen zeitgenössischen Zeugnissen über die Nachtstücke nach dem Literaturwissenschaftler Hartmut Steinecke zwar vor allem abwertend erwähnt, doch gab es auch positive Urteile.[40] Der Philologe Heinrich Voß bezeichnete die Erzählung als „eine der geistreichsten Erzählungen unserer Zeit“, bemängelte zugleich jedoch, dass sich der Sandmann „wiederum in Schauer und Entsetzen“ umtreibe.[41] Der Schriftsteller Willibald Alexis bewunderte in seinem Essay von 1823 „die reine Darstellung“ der Erzählung, wünschte sich jedoch zugleich, „daß einige höchst originelle Ideen, in einer minder gräslichen und widerlichen Dichtung erschienen wären, um das Ganze mit Vergnügen noch einmal lesen zu können.“[41]

Für die weitere deutsche Rezeption war der einflussreiche Aufsatz des schottischen Autors Walter Scott von 1827 mit dem Titel On the Supernatural in Ficticious Composition; and particularly on the Works of Ernest Theodore William Hoffmann von Bedeutung, in dem er die Erzählung als nicht interpretierbar und ihren Autor als Fall für den Psychiater darstellte.[42] Die Vorstellung, die Erzählung sei ein warnendes Beispiel krankhafter Einbildungskraft, fand bei Johann Wolfgang Goethe Zustimmung, was für die Rezeption des Sandmanns im 19. Jahrhundert prägend wurde.[43]

Rezeption in Frankreich

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Hoffmann gelangte in England und vor allem in Frankreich zunächst zu größerer Berühmtheit als in Deutschland.[44] Die erste Übersetzung erschien 1830 in Frankreich und die „hoffmanneske Manier“ beeinflusste zahlreiche französische Schriftsteller. Es ist jedoch keine direkte literarische Bearbeitung des Sandmann bekannt.[45]

In Frankreich wurde Der Sandmann unter anderen Vorzeichen als in Deutschland rezipiert. Das starke Interesse an der Erzählung zeigte sich nicht nur in verschiedenen Übersetzungen, sondern auch in mehreren Bearbeitungen des Stoffes. Zu den frühen Adaptionen zählt das 1851 uraufgeführte Theaterstück von Jules Barbier und Michel Carré. Auf diesem Theaterstück beruhte Jacques Offenbachs Oper Les contes d’Hoffmann, die den Sandmann als eine von drei Erzählungen aufnahm. Die Oper wurde 1881 in der Opéra-Comique in Paris uraufgeführt. Auch Léo Delibes’ Ballett Coppélia ou La fille aux yeux d’émail, das 1870 an der Pariser Oper uraufgeführt wurde, zeugt von der Popularität der Erzählung in Frankreich.[46]

Georges Méliès (1890)

Durch die teilweise weitreichenden Bearbeitungen, insbesondere durch Offenbachs Oper, wurde Der Sandmann einem breiten Publikum bekannt und populär. Dabei wurde die Erzählung jedoch häufig auf die unglückliche Liebesgeschichte zwischen Nathanael und der Puppe Olimpia reduziert. In Offenbachs Oper ist Nathanael zudem mit Hoffmann selbst gleichgesetzt. Dieses einseitige Verständnis prägte auch zahlreiche Verfilmungen des Stoffes. Die ersten Verfilmungen von Der Sandmann entstanden bezeichnenderweise ebenfalls in Frankreich.[46] Es handelt sich um zwei Filme des Pariser Filmregisseurs und -produzenten Georges Méliès, Coppélia ou La poupée animée aus dem Jahr 1900 und La poupée vivante aus dem Jahr 1909.[47]

Auch auf dem Gebiet der Illustration war das Interesse in Frankreich lange Zeit deutlich größer als in Deutschland. Bereits im 19. Jahrhundert illustrierten mehrere französische Künstler die Erzählung, darunter Camille Rogier, Étienne David, Valentin Foulquier, Paul Gavarni und Adolphe Lalauze.[48]

  • Die Erzählung Der Sandmann hat in den zweiten Akt der Oper Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach Eingang gefunden.
  • Die Oper in neun Szenen Der Sandmann von Andrea Lorenzo Scartazzini basiert ebenfalls auf Motiven dieser Erzählung.[49] – Uraufführung Theater Basel, 20. Oktober 2012, nach dem Libretto von Thomas Jonigk, Regie Christof Loy[50]
  • Nach dieser Erzählung entstand das Ballet Coppélia von Léo Delibes.
  • Ein weiteres Ballett, choreografiert und inszeniert von Christian Spuck, basiert ebenfalls auf der Erzählung. Es wurde am 7. April 2006 in Stuttgart mit dem Stuttgarter Ballett aufgeführt. Musik: Robert Schumann, Martin Donner.[51]
  • Die Kopenhagener Band „The Sandmen“ benannte sich nach dem „Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann, zu hören ist sie unter anderem auf dem Soundtrack zu dem Film Nightwatch.
  • Die Berliner Band Coppelius benannte sich nach einer Figur aus der Erzählung, zudem verwenden auch die Mitglieder der Band Namen von Figuren aus der Erzählung und nehmen auch einige ihrer Songs auf den Sandmann Bezug.
  • Das 2005 erschienene Konzeptalbum The Final Fall der Band DuskMachine behandelt in seinen Liedern inhaltlich Der Sandmann sowie Der Bergwerke zu Falun, welches ebenfalls von E. T. A. Hoffmann stammt.
  • Das 2007 erschienene Konzeptalbum The Voice of Midnight der amerikanischen Avantgarde-Band The Residents befasst sich thematisch und musikalisch mit der Erzählung, wobei der Name Nathanael in „Nate“ und Clara zu „Claire“ amerikanisiert wurde.
  • Auf dem 2013 erschienenen Album Das schwarze 1×1 der Mittelalterband Saltatio Mortis handelt das Stück Der Sandmann von dem von Hoffmann beschriebenen Märchen.
  • Der deutsche Rapkünstler Pyrin verwendet Ausschnitte aus E.T.A. Hoffmanns „Sandmann“ im Lied „Ein und Alles“ (Album: Der Rote Teppich im Nichts) und lässt den gesamten Text auf der Geschichte basieren.
  • Mein Herz brennt der deutschen Band Rammstein (2001)
  • Farin Urlaub beschreibt Olimpia in seinem Song Unscharf vom Album Die Wahrheit übers Lügen (2008)
  • Robert Wilson wandelte die Literaturvorlage in das Musiktheater Der Sandmann um. – Premiere am 3. Mai 2017 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen / Düsseldorfer Premiere am 20. Mai 2017.[56]
  • Tobias Wolfgang hat die Literaturvorlage zu einem Kammer-Musical verdichtet. Die Musik stammt von dem Berliner Komponisten Bijan Azadian. Die Uraufführung fand am 1. Dezember 2018 in der Theaterwerkstatt Würzburg statt.[57]
  • Das Theaterstück Nathanael von Jannik Graf erzählt Hoffmanns Der Sandmann in einer zeitgenössischen Adaption neu (mit Musik von Dominik Tippelt alias Margarethe Zucker[58]). Premiere war am 8. Februar 2022 im Staatstheater Stuttgart.[59]

Ausgaben (Auswahl)

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  • Nachtstücke. Herausgegeben von dem Verfasser der Fantasiestücke in Callots Manier. 2 Teile. Berlin: Realschulbuchhandlung, 1817. [Erstausgabe, Teil 1 erschien bereits Ende 1816].
  • E. T. A. Hoffmanns Sämtliche Werke. Historisch-Kritische Ausgabe mit Einleitung, Anmerkung und Lesarten von Carl Georg von Maassen. Band 3: Nachtstücke. Mit 9 Bildbeigaben und einem Faksimilie. Georg Müller, München / Leipzig 1909.
  • E. T. A. Hoffmann: Fantasie- und Nachtstücke. Fantasiestücke in Callots Manier. Nachtstücke. Seltsame Leiden eines Theater-Direktors. Nach dem Text der Erstdrucke, unter Hinzuziehung der Ausgabe von Carl Georg von Maassen und Georg Ellinger. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Walter Müller-Seidel. Mit Anmerkungen von Wolfgang Kron und den Illustrationen von Theodor Hosemann zur ersten Gesamtausgabe von 1844/45. Winkler, München 1960.
  • E. T. A. Hoffmann: Sämtliche Werke in 6 Bänden. Herausgegeben von Wulf Segebrecht und Hartmut Steinecke unter Mitarbeit von Gerhard Allroggen und Ursula Segebrecht. Band 3: Nachtstücke, Klein Zaches, Prinzessin Brambilla, Werke 1816–1820. Herausgegeben von Hartmut Steinecke unter Mitarbeit von Georg Allroggen. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985.
  • E. T. A. Hoffmann: Nachtstücke. Herausgegeben von Gerhard R. Kaiser. Reclam, Stuttgart 1990.
  • E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann. Herausgegeben von Rudolf Drux. Reclam, Stuttgart 1991 [Nachdruck 2025].
  • Friedhelm Auhuber: „Der Sandmann“. Aspekte zu E. T. A. Hoffmanns Erzählkunst. In: E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann. Faksimile-Ausgabe als Gesamtkunstwerk. Herausgegeben und gestaltet von Johannes Häfner. Berliner Bibliophilen-Abend, Berlin 1988, ISBN 3-9805622-4-7, S. 93–107.
  • Marion Bönnighausen: E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann / Das Fräulein von Scuderi. Interpretiert von Marion Bönnighausen. Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-486-88693-2.
  • Sigmund Freud: Das Unheimliche. In: Imago. Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften. Band 5 (1919), S. 297–324 (Digitalisat bei der Universitätsbibliothek Heidelberg).
  • Andrea Fuchs: Kritik der Vernunft in E. T. A. Hoffmanns phantastischen Erzählungen „Klein Zaches genannt Zinnober“ und „Der Sandmann“. Weißensee-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-934479-44-8.
  • Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 48–53.
  • Ulrich Hohoff: E. T. A. Hoffmann, Der Sandmann: Textkritik, Edition, Kommentar. De Gruyter, Berlin 1988.
  • Dieter Kampmeyer: Lebens-Skripte. E. T. A. Hoffmanns „Der Sandmann“ und „Die Elixiere des Teufels“. Königshausen & Neumann, Würzburg 2020, ISBN 978-3-8260-7127-0.
  • Thomas Koebner: E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann (1816). In: Interpretationen. Erzählungen und Novellen des 19. Jahrhunderts. Band 1. Reclam, Stuttgart 1992, ISBN 3-15-008413-X, S. 257–307.
  • Hans-Thies Lehmann: Exkurs über E. T. A . Hoffmanns „Sandmann“. Eine texttheoretische Lektüre. In: Romantische Utopie – utopische Romantik. Herausgegeben von Gisela Dischner und Richard Faber. Gerstenberg, Hildesheim 1979, ISBN 3-8067-0820-7, S. 301–323.
  • Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin und Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 169–185.
  • Dieter Lohr: Stilanalyse als Interpretation: Kausalität, Raum und Zeit in E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“. Der Andere Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-934366-74-0.
  • Franz Loquai: E. T. A. Hoffmanns „Der Sandmann“. Forschungsgeschichte und Interpretation. In: Das Wort. Germanistisches Jahrbuch (1996), S. 11–23.
  • Gerhard Neumann: E. T. A. Hoffmann. „Der Sandmann“. In: Meisterwerke der Literatur: Von Homer bis Musil. Herausgegeben von Reinhard Brandt. Reclam, Leipzig 2001, ISBN 3-379-20014-X, S. 185–226.
  • Barbara Neymeyr: Narzißtische Destruktion. Zum Stellenwert von Realitätsverlust und Selbstentfremdung in E. T. A. Hoffmanns Nachtstück „Der Sandmann“. In: Poetica, Band 29, Heft 3/4 (1997), S. 499–531.
  • Ursula Orlowski: Literarische Subversion bei E. T. A. Hoffmann: Nouvelles vom „Sandmann“. Winter, Heidelberg 1988, ISBN 3-533-03980-3.
  • Günter Saße: Der Sandmann. Kommunikative Isolation und narzisstische Selbstverfallenheit. In: E. T. A. Hoffmann. Romane und Erzählungen. Herausgegeben von Günter Saße. Reclam, Stuttgart 2004, ISBN 3-15-017526-7, S. 96–116.
  • Jochen Schmidt: Die Krise der romantischen Subjektivität. E. T. A. Hoffmanns Künstlernovelle „Der Sandmann“ in historischer Perspektive. In: Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte. Festschrift für Richard Brinkmann. Herausgegeben von Jürgen Brummack [u. a.]. Niemeyer, Tübingen 1981, ISBN 3-484-10421-X, S. 348–370.
  • Ricarda Schmidt: Narrative Strukturen romantischer Subjektivität in E. T. A. Hoffmanns „Die Elixiere des Teufels“ und „Der Sandmann“. In: Germanisch-Romanische Monatsschrift, Band 80 (1999), S. 143–160.
  • Irene Schroeder: Das innere Bild und seine Gestaltung. Die Erzählung „Der Sandmann“ als Theorie und Praxis des Erzählens. In: E. T. A. Hoffmann-Jahrbuch. Mitteilungen der E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft, Band 9, Heft 47 (2001), S. 22–33.
  • Ulrich Stadler: Der Sandmann. In: E. T. A. Hoffmann. Epoche – Werk – Wirkung. Herausgegeben von Brigitte Feldges und Ulrich Stadler. Mit je einem Beitrag von Ernst Lichtenhahn und Wolfgang Nehring. Beck, München 1986, ISBN 3-406-31241-1, S. 135–152.
  • Jürgen Walter: Das Unheimliche als Wirkungsfunktion. Eine rezeptionsästhetische Analyse von E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“. In: E. T. A. Hoffmann-Jahrbuch. Mitteilungen der E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft, Band 30 (1984), S. 15–33.
Wikisource: Der Sandmann – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

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  1. ↑ Rudolf Drux (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann. Reclam, Ditzingen 2021, ISBN 978-3-15-000230-8, S. 10.
  2. ↑ Rudolf Drux (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann. Reclam, Ditzingen 2021, ISBN 978-3-15-000230-8, S. 25.
  3. ↑ Rudolf Drux (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann. Reclam, Ditzingen 2021, ISBN 978-3-15-000230-8, S. 48.
  4. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 966.
  5. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 171.
  6. ↑ Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 49.
  7. ↑ Marion Bönnighausen: E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann / Das Fräulein von Scuderi. Interpretiert von Marion Bönnighausen. Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-486-88693-2, S. 47–48.
  8. ↑ Ulrich Stadler: Der Sandmann. In: Brigitte Feldges, Ulrich Stadler (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Epoche – Werk – Wirkung. Beck, München 1986, ISBN 3-406-31241-1, S. 148.
  9. ↑ Marion Bönnighausen: E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann / Das Fräulein von Scuderi. Interpretiert von Marion Bönnighausen. Oldenbourg, München 1999, ISBN 3-486-88693-2, S. 50.
  10. 1 2 Ursula Orlowski: Literarische Subversion bei E. T. A. Hoffmann: Nouvelles vom „Sandmann“. Winter, Heidelberg 1988, ISBN 3-533-03980-3, S. 90.
  11. ↑ Ursula Orlowski: Literarische Subversion bei E. T. A. Hoffmann: Nouvelles vom „Sandmann“. Winter, Heidelberg 1988, ISBN 3-533-03980-3, S. 93.
  12. ↑ Sigmund Freud: Das Unheimliche. In: Imago. Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften. Band 5, 1919, S. 304 (uni-heidelberg.de).
  13. ↑ Sigmund Freud: Das Unheimliche. In: Imago. Zeitschrift für Anwendung der Psychoanalyse auf die Geisteswissenschaften. Band 5, 1919, S. 306–307 (uni-heidelberg.de).
  14. ↑ Rudolf Drux (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann. Reclam, Ditzingen 2021, ISBN 978-3-15-000230-8, S. 61.
  15. ↑ Thomas Weitin: Nachtstücke (1816/17). In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 162.
  16. 1 2 Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 48.
  17. ↑ Franz Loquai: E. T. A. Hoffmanns Der Sandmann. Forschungsgeschichte und Interpretation. In: Anke Ehlert (Hrsg.): Das Wort. Germanistisches Jahrbuch. Band 96, 1996, S. 11.
  18. ↑ Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 48.
  19. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 169.
  20. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 961.
  21. ↑ Wulf Segebrecht / Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Sämtliche Werke in sechs Bänden. Band VI. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 2004, S. 82.
  22. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 961.
  23. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 169.
  24. ↑ Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 49.
  25. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 961.
  26. ↑ Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 49.
  27. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 169.
  28. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 170.
  29. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 962.
  30. ↑ Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 51.
  31. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 962.
  32. ↑ Peter Braun: E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann. Mit einem Kommentar von Peter Braun. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 59.
  33. ↑ Carl Georg von Maassen: E. T. A. Hoffmanns. Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe mit Einleitungen, Anmerkungen und Lesarten von Carl Georg von Maassen. Band 3. G. Müller, München / Leipzig 1912, S. XII.
  34. ↑ Peter Braun: E. T. A. Hoffmann. Der Sandmann. Mit einem Kommentar von Peter Braun. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, S. 59.
  35. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 962.
  36. ↑ Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 51.
  37. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 172.
  38. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 962–963.
  39. ↑ Konrad Schwenck: Ueber E. T. W. Hoffmann's Schriften. In: Hermes oder kritisches Jahrbuch der Literatur. XIX, 3. Stück, 1823, S. 109 f.
  40. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 962.
  41. 1 2 Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 963.
  42. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 173.
  43. ↑ Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 51.
  44. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 173.
  45. ↑ Britta Herrmann: Der Sandmann (1816). In: Christine Lubkoll, Harald Neumeyer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Metzler, Stuttgart [u. a.] 2015, ISBN 3-476-02523-3, S. 51.
  46. 1 2 Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–1820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 964.
  47. ↑ Claudia Lieb: Der Sandmann. In: Detlef Kremer (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / Boston 2012, ISBN 978-3-11-026831-7, S. 173.
  48. ↑ Hartmut Steinecke (Hrsg.): E. T. A. Hoffmann. Nachtstücke. Klein Zaches. Prinzessin Brambilla. Werke 1816–820. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt am Main 1985, S. 964.
  49. ↑ Über die Oper von Scartazzini im Theater Basel. (Memento des Originals vom 1. Januar 2013 im Webarchiv archive.today)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. theater-basel.ch
  50. ↑ Homepage Theater Basel. (Memento des Originals vom 1. Januar 2013 im Webarchiv archive.today)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 21. Oktober 2012
  51. ↑ Informationen aus dem Jahresprogramm des Staatstheaters Stuttgart, Spielzeit 2005/06.
  52. ↑ Der Sandmann bei IMDb
  53. ↑ Sandmann (2011). In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 10. Juli 2021.
  54. ↑ E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann (2011)
  55. ↑ Der Sandmann. Ein animierter Kurzfilm. (2012)
  56. ↑ Der Sandmann, von E. T. A. Hoffmann. D’haus – Düsseldorfer Schauspielhaus, Junges Schauspiel, Bürgerbühne, abgerufen am 17. Dezember 2017.
  57. ↑ Der Sandmann. TheaterWerkstatt Würzburg e. V., archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. September 2018; abgerufen am 14. September 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  58. ↑ Margarethe Zucker. Schauspiel Stuttgart, abgerufen am 20. Februar 2022.
  59. ↑ Nathanael, nach Motiven aus Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann. Schauspiel Stuttgart, abgerufen am 16. Februar 2022.