Denno
| Denno | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Trentino-Südtirol | |
| Provinz | Trient (TN) | |
| Koordinaten | 46° 16′ N, 11° 3′ O | |
| Höhe | 429 m s.l.m. | |
| Fläche | 10,42 km² | |
| Einwohner | 1.234 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Postleitzahl | 38010 | |
| Vorwahl | 0461 | |
| ISTAT-Nummer | 022074 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Dennesi | |
| Schutzpatron | Santi Gervasio e Protasio | |
| Website | comune.denno.tn.it | |
Denno (historisch auch Enno, im Nones-Dialekt: Den; deutsch veraltet: Thenn) ist eine nordostitalienische Gemeinde (comune) mit 1234 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Provinz Trient in der Region Trentino-Südtirol.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt etwa 23 Kilometer von Trient nordnordwestlich im Nonstal und gehört zur Talgemeinschaft Comunità della Val di Non.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Burgberg von Denno befindet sich im nördlichen Teil des Dorfes auf einem Hügel. Die Herren von Denno, Anfang des 13. Jahrhunderts eines der bedeutendsten Geschlechter des Nonstales, gehörte neben Denno, auch Nano, Portolo, Corona di Denno usw. Von 1185 bis 1217 erscheint in den Urkunden Oluradinus von Denno als Vasall des Bischofs von Trient. Wegen einer Fehde seiner Söhne mit den Grafen von Eppan wurde das Allod vom Bischof eingezogen, die Brüder söhnten sich aber 1217 wieder mit dem Bischof aus. Die Lehensurkunden aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erwähnen laut dem Historiker Karl Ausserer nur noch einen Burgberg wo früher das Schloss Enno stand.[2]
Um 1350 heiratete Margaretha, Erbentochter von Wilhelm von Denno-Nano, Sohn von Jorden von Denno-Nano, Ulrich von Thun, worauf ein Anteil vom Burgberg von Denno an die Grafen von Thun fiel. Daneben standen bis zum 16. Jahrhundert dort Häuser der Gentili und Recordin.[3] 1529 stehen im Verzeichnis der "Nobili ruali" in Denno die Nachkommen von Recordin, Gervasi, Albertus de Josiis, Anton Bertus Gentil und die Tabarelli von Terlago.[4] Die Güter des Zweiges der Josii de Albertis wurden 1664 an Christian Zech von Deybach, Rat des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Sigismund Franz verkauft.[5] Später nutzen die Herren von Ricci auf dem alten Burgberg von Denno einen Vogelherd. Ende des 19. Jahrhunderts zählte das Pfarrdorf Denno 1.000 Einwohner.[6]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Simone Weber (1859–1945), Priester und Lokalhistoriker
- Johann Ossanna (1870–1952), Elektrotechniker
- Giancarlo Maria Bregantini (* 1948), Erzbischof von Campobasso-Boiano
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am östlichen Rand der Gemeinde führt die Strada Statale 43 della Val di Non vom Ponte di Mostizzolo nach San Michele all’Adige.
Denno ist ein Haltepunkt der Nonstalbahn.
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Denno
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Pfarrkirche Santi Gervasio e Protasio
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl Ausserer: Denno In: Der Adel des Nonsberges: Sein Verhältnis zu den Bischöfen und zu den Landesfürsten, seine Schlösser, Burgen und Edelsitze, seine Organisation, Freiheiten und Rechte. Die „Nobili rurali“. In: Jahrbuch der k.k. heraldischen Gesellschaft „Adler“. Neue Folge – Neunter Band, Selbstverlag, Wien 1899, S. 142–146.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
- ↑ Ausserer (1899), S. 142
- ↑ Ausserer (1899), S. 145
- ↑ Ausserer (1899), S. 146
- ↑ Ausserer (1899), S. 144
- ↑ Ausserer (1899), S. 142
