Definitely Maybe
| Definitely Maybe | ||||
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| Studioalbum von Oasis | ||||
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Veröffent- |
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Format(e) |
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Titel (Anzahl) |
11 | |||
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52:04 | ||||
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Besetzung |
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Oasis, Mark Coyle, Owen Morris und Dave Batchelor | ||||
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Studio(s) |
Sawmills Studios, The Pink Museum, Out Of The Blue, Monnow Valley und Loco Studios | |||
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Definitely Maybe (engl. für auf jeden Fall vielleicht) ist das erste Studioalbum der Band Oasis. Es wurde am 29. August 1994 beim Plattenlabel Creation Records veröffentlicht und erreichte Platz eins der britischen Charts.[1] Definitely Maybe ging als das am schnellsten verkaufte Debütalbum Großbritanniens in die Geschichte ein und spielte insgesamt zwölfmal Platin in acht verschiedenen Ländern ein. Damit etablierte sich Oasis als eine der führenden Bands der aufkommenden Britpop-Bewegung.
Entstehung und Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Oasis entstand Anfang der 1990er Jahre in Manchester. Mit dem Eintritt von Noel Gallagher, dem älteren Bruder des Sängers Liam, entwickelte sich die Band musikalisch weiter. Noel übernahm die Rolle des wichtigsten Songwriters und schrieb die meisten Stücke, die später auf Definitely Maybe erschienen. Die Gallagher-Brüder stammten aus dem Arbeiterviertel Burnage, und ihre Jugend war von den sozialen Problemen der britischen Arbeiterklasse geprägt. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die hohe Arbeitslosigkeit der 1980er und frühen 1990er Jahre bildeten den gesellschaftlichen Hintergrund, vor dem Oasis entstand. Die Band verband diese Erfahrungen mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein und dem Ziel, professionelle Rockstars zu werden.[2]
Nach einem Auftritt in Glasgow im Mai 1993 wurde Oasis durch Alan McGee, den Mitbegründer des Plattenlabels Creation Records, entdeckt und unter Vertrag genommen. Doch anstatt unmittelbar ein Album aufzunehmen, spielte die Band zunächst zahlreiche Konzerte und veröffentlichte mehrere Singles. Mit Supersonic erschien im April 1994 die erste Single, gefolgt von Shakermaker und Live Forever, das sich zum Erfolg entwickelte und Platz zehn der britischen Singlecharts erreichte. Damit wuchs die Aufmerksamkeit für Oasis bereits vor dem Erscheinen ihres Debütalbums erheblich.
Die ersten Studio-Aufnahmen für Definitely Maybe fanden Ende 1993 in den Monnow Valley Studios in Rockfield, Monmouthshire, Wales statt. Produzent war David Batchelor. Die Band war mit dem Ergebnis und der Produktionsweise jedoch unzufrieden, da die einzelnen Musiker weitgehend getrennt voneinander aufgenommen wurden. Dadurch fehlte dem Material die Energie, die Oasis bei ihren Liveauftritten auszeichnete. Der vergleichsweise kontrollierte und getrennte Sound der ersten Sessions entsprach dieser Vorstellung nicht.[3] Die Aufnahmen wurden deshalb verworfen, und anschließend nahmen sie das Album ab Februar 1994 in den Sawmills Studios im ländlichen Cornwall erneut auf.[4] Als Produzent und Tontechniker war unter anderem Mark Coyle beteiligt; die Produktionskosten betrugen insgesamt 85.000 Pfund.[5] Ziel war kein stark getrennter Studioklang, sondern die Band strebte einen dichten, lauten und von mehreren Gitarren geprägten Gitarrensound an, der die kraftvolle Atmosphäre der Liveauftritte wiedergeben sollte. Noel Gallagher beschrieb seine Vorstellung vom Klang später sinngemäß als das Geräusch eines „abhebenden Düsenjets.“ Das endgültige Mastering entstand anschließend unter Beteiligung von Owen Morris. Er trug wesentlich zum charakteristischen, lauten und gitarrenreichen Klang des Albums bei.[6]
Definitely Maybe wurde am 29. August 1994 veröffentlicht. Es stieg unmittelbar auf Platz eins der britischen Albumcharts ein und wurde zum damals am schnellsten verkauften Debütalbum Großbritanniens. Oasis etablierte sich innerhalb kurzer Zeit von einer aufstrebenden Manchester-Band zu einer der bekanntesten Gruppen der britischen Musikszene. Der Erfolg beruhte dabei nicht allein auf den Singles. Das Album verband die selbstbewusste Haltung der Gallagher-Brüder mit einem stark von der britischen Rockgeschichte beeinflussten Sound. Besonders die Mischung aus lauten Gitarren, eingängigen Melodien und der bewusst groß angelegten Produktion wurde zu einem charakteristischen Merkmal der Band.[7][8][9]
Albumcover
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Albumcover wurde vom Fotografen Michael Spencer Jones im Haus des Oasis-Gitarristen Paul „Bonehead“ Arthurs aufgenommen. Er bat er die Bandmitglieder, persönliche Gegenstände mitzubringen, die im Motiv zu sehen sind. So platzierte Noel Gallagher unter anderem ein Foto des Sängers und Komponisten Burt Bacharach. Im Hintergrund läuft der Italowestern „Zwei glorreiche Halunken“ auf einem Fernseher. Die zentrale Position von Liam Gallagher soll durch eine Ausstellung über das Alte Ägypten inspiriert worden sein, durch die Spencer Jones auf die Idee kam, ihn wie eine Mumie in der Mitte des Raumes zu platzieren.[11][12]
Musik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sämtliche Songs des Albums wurden von Noel Gallagher geschrieben und behandeln unterschiedliche Themen und Stimmungen. Besonders prägend ist dabei Live Forever dessen Text als bewusste Antwort auf die negative und pessimistische Haltung vieler Grunge-Werke der damaligen Zeit verstanden werden kann. Gallagher stellte sich damit insbesondere gegen die von ihm wahrgenommene Selbstablehnung in den Texten des Nirvana-Sängers Kurt Cobain. Stattdessen vermittelt Live Forever eine selbstbewusste und lebensbejahende Haltung.[13] Auch die übrigen Stücke greifen verschiedene Aspekte des Lebens und der jugendlichen Alltagskultur auf. So thematisiert Cigarettes & Alcohol beispielsweise das Bedürfnis nach Vergnügen und Eskapismus, während Rock ’n’ Roll Star den Wunsch nach einem außergewöhnlichen, selbstbestimmten Leben ausdrückt. Der Name des Songs Shakermaker, der als zweite Singleauskopplung des Albums veröffentlicht wurde, geht auf ein Spielzeug (Shaker Maker) zurück, das Noel Gallagher in seiner Kindheit besaß.[14]
Musikalisch ist das Album dem Britpop zuzuordnen und zeichnet sich durch einen kraftvollen, dichten Wall of Sound aus. Verzerrte Gitarren, eingängige Melodien und Liam Gallaghers markant-nasaler Gesang prägen den charakteristischen Klang. Definitely Maybe verbindet die rohe, ungeschliffene Energie des Punk mit gängigen Pop-Akkorden. Dabei knüpft Oasis bewusst an die britische Rocktradition der 1960er- und 1970er-Jahre an, die sich als bewusster Gegenpol zum US-amerikanischen Grunge versteht. Zu den wichtigsten musikalischen Vorbildern gehören insbesondere die Beatles, die Rolling Stones sowie die Glam-Rock-Band T. Rex. Der Einfluss von T. Rex wird besonders deutlich bei Cigarettes & Alcohol, dessen Gitarrenriff auf Get It On basiert.
Titel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rock ’n’ Roll Star – 5:22
- Shakermaker – 5:08
- Live Forever – 4:36
- Up in the Sky – 4:28
- Columbia – 6:17
- Supersonic – 4:43
- Bring It on Down – 4:17
- Cigarettes & Alcohol – 4:49
- Digsy’s Dinner – 2:32
- Slide Away – 6:32
- Married with Children – 3:11
Auf der Vinylversion des Albums erschien zusätzlich als sechstes Lied Sad Song.
Im Video zu Live Forever wird gezeigt, wie der Schlagzeuger Tony McCarroll von den anderen Bandmitgliedern lebendig begraben wird – weniger als ein Jahr später trennten sich Band und Schlagzeuger. Ein Teil der britischen Versionen des Promotionvideos wurde im Strawberry Fields Memorial, das John Lennon gewidmet ist, gedreht. Auf dem Cover der Single ist das Haus, in dem Lennon seine Kindheit verbrachte, zu sehen (251 Menlove Avenue).[15]
Videoalbum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im September 2004 erschien anlässlich des 10. Jahrestags der Erstveröffentlichung eine Doppel-DVD. Sie enthält eine einstündige Dokumentation zu den Aufnahmen von Definitely Maybe, inklusive seltener und aktueller Interviews mit der Band und unmittelbar beteiligten Mitarbeitern, sowie einige Live- und TV-Auftritte und die Promotionvideos zu Supersonic (UK & US Versionen), Shakermaker, Live Forever (UK & US Versionen), Cigarettes & Alcohol u0nd Rock 'n’ Roll Star.
Außerdem beinhaltet die DVD eine Version der CD, die das Stück Sad Song enthält, welches ursprünglich nur auf der Vinyl- und der japanischen Version des Albums zu finden war. Neue und alte Version des Songs unterscheiden sich leicht. Die Stimme Noel Gallaghers in der Passage
“Throwing it all away
don’t throw it all away”
ist bei der DVD zweispurig aufgenommen. Die Ursachen dafür sind ungeklärt.
Umfangreiches Bonusmaterial rundet die DVD ab, u. a. Wibbling Rivalry, ein Ausschnitt aus dem berüchtigten Wibbling Rivalry Interview.
Die DVD erhielt den NME Award in der Kategorie Best DVD und setzte sich damit gegen Nirvanas With The Lights Out, Pixies’ Pixies, Scissor Sisters’ We Are Scissor Sisters And So Are You und The White Stripes’ Live Under Blackpool Lights durch.
Singleauskopplungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Chartplatzierungen Erklärung der Daten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Singles[16] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Supersonic
- Veröffentlicht: 11. April 1994
- Verfasser: Noel Gallagher
- Produzenten: Oasis & Mark Coyle
Shakermaker
- Veröffentlicht: 13. Juni 1994
- Verfasser: Noel Gallagher
- Produzenten: Oasis, Mark Coyle & Owen Morris
Live Forever
- Veröffentlicht: 8. August 1994
- Verfasser: Noel Gallagher
- Produzenten: Oasis, Mark Coyle & Owen Morris
Cigarettes & Alcohol
- Veröffentlicht: 10. Oktober 1994
- Verfasser: Noel Gallagher
- Produzenten: Oasis, Mark Coyle & Owen Morris
Preise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Kategorie „bestes Album aller Zeiten“ der Abstimmung Music of the Millennium von HMV, Channel 4, The Guardian und Classic FM belegte Definitely Maybe den 14. Platz.[17] Zudem erlangte das Album im Jahr 2005 Platz 6 bei den 100 Greatest Albums von Channel 4.
Kommerzieller Erfolg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chartplatzierungen
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Auszeichnungen für Musikverkäufe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Album wurde im Vereinigten Königreich bereits zwei Tage nach der Veröffentlichung mit der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.[21] Noch im selben Jahr folgte die Zertifikation des Albums mit der Platin-Schallplatte.[21] Oasis wurden im Vereinigten Königreich inzwischen die neunfache Platin-Auszeichnung für Definitely Maybe übergeben, nachdem dort über drei Millionen Exemplare verkauft wurden.[21] 2001 wurde das Album auch in den Vereinigten Staaten von Amerika mit Platin ausgezeichnet.[22] Im deutschsprachigen Raum wurde Definitely Maybe 1997 mit Gold in der Schweiz zertifiziert.[23]
| Land/Region | Auszeichnungen für Musikverkäufe (Land/Region, Auszeichnung, Verkäufe) |
Verkäufe |
|---|---|---|
| 140.000 | ||
| 100.000 | ||
| (2.000.000) | ||
| 200.000 | ||
| 30.000 | ||
| 250.000 | ||
| 100.000 | ||
| 15.000 | ||
| 50.000 | ||
| 25.000 | ||
| 1.000.000 | ||
| 3.000.000 | ||
| Insgesamt | 4.930.000 |
Hauptartikel: Oasis/Auszeichnungen für Musikverkäufe
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ryan Leas: Definitely Maybe Turns 20. 29. August 2014, abgerufen am 5. November 2018.
- ↑ SWR1 Meilensteine – Definitely Maybe von Oasis auf swr.de
- ↑ A Definite Maybe: The Monnow Valley Recordings. oasis-recordinginfo.co.uk, abgerufen am 5. November 2018.
- ↑ A Definite Maybe: The Monnow Valley Recordings. oasis-recordinginfo.co.uk, abgerufen am 5. November 2018.
- ↑ Hugh Davies: Beatles beaten by Oasis in vote for greatest album. In: telegraph.co.uk. 2. Juni 2006, abgerufen am 5. November 2018.
- ↑ Oasis: Die Geschichte hinter ihrem Debüt Definitely Maybe auf rockantenne.de
- ↑ Definitely Maybe auf laut.de
- ↑ „Definitely Maybe“: Oasis-Debüt erschien vor 25 Jahren auf zeit.de
- ↑ 29.08.1994: Debütalbum macht Britpop-Band Oasis über Nacht zu Stars auf wdr.de
- ↑ SWR1-Meilensteine
- ↑ Rockfakten über Definitely Maybe
- ↑ „Oasis fühlten sich von Anfang an berühmt“ – Michael Spencer Jones fotografierte die „Best Band in the World“
- ↑ What's The Story Behind Live Forever By Oasis? radiox.co.uk, 1. Juni 2018, abgerufen am 5. November 2018.
- ↑ bbc.co.uk: Oasis – ’Definitely Maybe' 21. Juli 2006. Abgerufen am 11. Februar 2010.
- ↑ Alex Niven: Definitely Maybe. Bloomsbury: London 2014, S. 10.
- 1 2 Chartquellen: DE AT CH UK US
- ↑ news.bbc.co.uk: The music of the millennium 24. Januar 1998. Abgerufen am 11. Februar 2010.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Oasis – Definitely Maybe. In: officialcharts.com. Official Charts Company, abgerufen am 14. Januar 2024 (englisch).
- ↑ Jahrescharts 2024 in Großbritannien. In: officialcharts.com. Abgerufen am 30. April 2025 (englisch).
- ↑ Jahrescharts 2025 in Großbritannien. In: officialcharts.com. Abgerufen am 22. Januar 2026 (englisch).
- 1 2 3 Brit certified. In: bpi.co.uk. Abgerufen am 28. August 2024 (englisch).
- ↑ Gold & Platinum. In: riaa.com. Abgerufen am 28. August 2024 (englisch).
- ↑ Edelmetall. In: hitparade.ch. Abgerufen am 28. August 2024.