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Vielleicht, vielleicht auch nicht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Definitely, Maybe)
Film
Titel Vielleicht, vielleicht auch nicht
Originaltitel Definitely, Maybe
Produktionsland Vereinigtes Königreich,
USA,
Frankreich,
Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2008
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Adam Brooks
Drehbuch Adam Brooks
Produktion
Musik Clint Mansell
Kamera Florian Ballhaus
Schnitt Peter Teschner
Besetzung

Vielleicht, vielleicht auch nicht (Originaltitel: Definitely, Maybe) ist eine romantische Komödie aus dem Jahr 2008 von Regisseur Adam Brooks, in der Ryan Reynolds, Rachel Weisz, Elizabeth Banks, Isla Fisher, Kevin Kline und Abigail Breslin die Hauptrollen spielen.

William Hayes arbeitet erfolgreich in einer Werbeagentur in New York. Jeden Dienstag und Freitag holt er seine Tochter Maya von der Schule ab, da seine Frau sich von ihm scheiden lassen will und es für ihn die einzige Möglichkeit ist, seine Tochter zu sehen. Als er am Tag der Zustellung seiner Scheidungspapiere Maya abholen will, herrscht an der Schule seiner Tochter Aufruhr, da an diesem Tag Sexualkunde unterrichtet wurde. Nachdem Maya auch ihn darüber ausfragt, will sie die Geschichte von Will und ihrer Mutter erzählt bekommen. Als Maya beginnt, Will damit zu nerven, erzählt er ihr schließlich die Geschichte, jedoch verändert er die Namen und bestimmte Details, so dass Maya raten muss, wer von den drei Frauen im Leben ihres Vaters ihre Mutter ist. Wills Geschichte wird in langen Rückblenden erzählt, die immer wieder von Mayas Fragen und Anmerkungen unterbrochen werden.

Wills Geschichte beginnt am Neujahrstag 1992 in Madison, Wisconsin. Will ist total verliebt in seine Collegeliebe Emily Jones, bevor er aus Idealismus nach New York geht, um bei Clintons Wahlkampfkampagne mitzuarbeiten. Emily gibt Will ein verschlossenes Paket mit, das er ihrer Freundin Summer Hartley, einer Journalismus-Studentin, geben soll. Im New Yorker Wahlkampfbüro trifft er April Hoffman, die an der Clinton-Kampagne nur mitarbeitet, da sie dort mehr Geld verdient als beim Babysitten. Auf Drängen seines Mitbewohners öffnet Will das Paket und findet Summers Tagebuch. Er liest es und erfährt von einer Affäre zwischen Emily und Summer. Als er Summer das Tagebuch bringen will, trifft er nur ihren Liebhaber Hampton Roth, ein renommierter Fachautor und ihr Professor, an. Die beiden trinken etwas und Will schläft ein. Als Summer ihn weckt, übergibt er ihr das Tagebuch, beim Gehen küsst sie ihn vor ihrer Wohnungstür.

Als Will in einem Laden April trifft und er eine Wette verliert, begleitet er sie auf eine Party. Nachdem sie Will auf seine Beziehung zu Emily angesprochen hat, zeigt er ihr den Verlobungsring, den er für Emily hat. Sie fordert ihn auf, mit ihm die Prozedur des Antrags zu üben. Daraufhin antwortet April auf Wills Frage „Vielleicht, vielleicht auch nicht“. Die beiden gehen zu Aprils Wohnung zurück, wo sie mehrere Ausgaben von Jane Eyre gesammelt hat. Sie erklärt Will, dass ihr Vater, kurz bevor er gestorben ist, ihr das Buch mit einer Widmung zu ihrem 13. Geburtstag geschenkt hat. Nachdem jedoch Aprils Mutter das Haus der beiden verkauft hat, ist ihre Ausgabe verloren gegangen. Seit dieser Zeit sucht sie in Antiquariaten nach dem Buch mit der Widmung ihres Vaters. Als Will und April sich küssen, will er nur noch schnell los und ärgert sich über sich selbst.

Auf dem Weg zu seinem Hotelzimmer sieht er Emily in den Fahrstuhl seines Hotels steigen, so dass Will gezwungen ist, statt des Fahrstuhls die Treppe zu nehmen. Trotzdem kommt er nach Emily in seinem Zimmer an. Als die beiden im Central Park spazieren gehen, fragt Will Emily, ob sie ihn heiraten wolle. Emily unterbricht ihn jedoch abrupt, um ihm zu sagen, dass sie mit Wills Mitbewohner von seinem College geschlafen hat. Als Clinton die Kandidatenwahl in New York gewonnen hat, kann Will sich nicht richtig freuen – April versucht ihn zu trösten.

Nachdem Clinton dann auch die Präsidentschaftswahlen gewinnt, wird Will 1994 Redenschreiber für den Chef seines Wahlkampfteams, der Gouverneurs von New York werden will. April macht nach Kurt Cobains Tod mit ihrem Freund Schluss und fängt an zu reisen. Will und sie werden zu Brieffreunden, da sie sich immer häufiger erst Postkarten und später auch Briefe schicken. Bei einer Signierstunde von Hampton Roth trifft Will Summer wieder. Roth regt an, dass Summer zum beiderseitigen Nutzen einen Artikel über Wills Kandidaten schreibt. Daraufhin beginnen die beiden eine Beziehung miteinander. Nach einer Aortenruptur von Roth ist auch April wieder in New York. Diese ist jedoch verärgert, als Will einen Verlobungsring für Summer vom Juwelier abholt, da sie davon nichts gewusst hat. Als jedoch Summer einen Enthüllungsartikel über Wills Kandidaten schreibt, ist für Will auch diese Beziehung beendet.

Nach Clintons Wiederwahl und der Lewinsky-Affäre fängt der desillusionierte Will zu trinken an. Anlässlich seiner Geburtstagsparty, die April für ihn organisiert hat, gesteht er ihr seine Liebe und vergrault sie im gleichen Augenblick, da er ihr unterstellt, keine Lebenserfahrung zu haben. Jahre später findet Will Aprils Ausgabe von Jane Eyre mit der Widmung ihres Vaters in einem Antiquariat und will es April vorbeibringen. Er trifft dort aber nur Olivia, Aprils WG-Kollegin, an, die ihm mitteilt, April sei noch in der Universität, wo sie ein Aufbaustudium begonnen habe. Da sie jedoch bald zurück sein soll, entschließt er sich, auf sie zu warten. In der WG macht er dann jedoch mit Kevin, Aprils neuem Freund, Bekanntschaft, worauf ihm die Lust aufs Warten vergeht und er die WG verlässt. Auf dem Heimweg trifft er Summer, die ihn zu einer Party einlädt, auf der sie sich mit jedem versöhnen will, den sie je verletzt hat. Auf der Party trifft Will Emily wieder, die nach New York gezogen ist, da sie dort einen Job angenommen hat.

Daraufhin findet Maya aufgrund einer Geste heraus, dass Emily ihre Mutter ist. Später verrät Will Maya sein „Happy End“: Maya. Nachdem Maya, Emily und Will im Zoo waren, unterschreibt Will die Scheidungspapiere. Als er in einem Karton kramt, findet er das Buch Jane Eyre mit der Widmung und beschließt es April vorbeizubringen. April erzählt Will von der Trennung von ihrem letzten Freund, woraufhin ihr Will das Buch übergibt. Er will ehrlich sein und so erzählt er ihr, dass er das Buch schon jahrelang hat. Da sie enttäuscht ist, dass er es schon über Jahre hinweg besitzt, schickt sie ihn weg, und er kommt ihrer Aufforderung wortlos nach.

Maya stellt dann ihren Vater zur Rede, warum er die Namen aller Personen geändert und nur den Namen von April beibehalten hat. Als Antwort auf die Frage fährt er mit Maya zu Aprils Wohnung. Maya will, dass ihr Vater April seine Geschichte erzählt, jedoch meldet sich April nur über die Sprechanlage, ohne die Tür zu öffnen. Nachdem Maya und Will im Begriff sind, zu gehen, läuft April ihnen hinterher und fragt Will nach der Geschichte. Er sagt zu ihr, dass er das Buch über die Jahre behalten hat, da es das Einzige ist, was ihm von ihr geblieben ist. Der Film endet damit, dass sich April in Wills Arme wirft und ihn küsst.

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 71 %[3]
Metacritic (Metascore) 59/100[4]

„Eine auf uneingeschränkte Harmonie abzielende romantische Komödie. Sie setzt zwar auf eher weniger originelle, anspruchslose Wendungen, unterhält aber dank der soliden Darsteller dennoch sympathisch.“

Lexikon des internationalen Films[5]


An seinem Premierenwochenende Ende Januar 2008 spielte der Film in 2.204 Kinos in den USA und Kanada 9,7 Mio. US-Dollar ein.[6] Bis 2. April 2008 hatte er bereits rund 44,5 Mio. US-Dollar weltweit eingespielt.[7]

Einzelnachweise

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  1. Freigabebescheinigung für Vielleicht, vielleicht auch nicht. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Februar 2008 (PDF; Prüf­nummer: 113 201 K).
  2. Alterskennzeichnung für Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jugendmedien­kommission.
  3. Vielleicht, vielleicht auch nicht. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 147 Kritiken).
  4. Vielleicht, vielleicht auch nicht. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 33 Kritiken).
  5. Vielleicht, vielleicht auch nicht. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  6. Definitely, Maybe (2008) – Weekend Box Office Results. Box Office Mojo, abgerufen am 2. April 2008.
  7. Definitely, Maybe (2008). Box Office Mojo, abgerufen am 2. April 2008.