Deda
| Deda Dade Déda | ||||
|---|---|---|---|---|
|
| ||||
| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Historische Region: | Siebenbürgen | |||
| Kreis: | Mureș | |||
| Koordinaten: | 46° 57′ N, 24° 53′ O | |||
| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
| Höhe: | 466 m | |||
| Fläche: | 97,70 km² | |||
| Einwohner: | 3.933 (1. Dezember 2021[1]) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 40 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 547205 | |||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 65 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | MS | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2]) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Gliederung: | Deda, Bistra Mureșului, Filea, Pietriș | |||
| Bürgermeisterin : | Lucreția Cadar (PSD) | |||
| Postanschrift: | Str. Principală, nr. 175 loc. Deda, jud. Mureș, RO–547205 | |||
| Website: | ||||
| Sonstiges | ||||
| Stadtfest: | jährlich im Juli, Festivalul Văii Mureșului | |||
Deda (deutsch Dade, ungarisch Déda) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort Deda ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Deda, Dedals und Deden bekannt.[3]
Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Deda liegt im Miereschtal im nördlichen Teil des Siebenbürgischen Beckens in den nördlichen Ausläufern des Gurghiu-Gebirges (Munții Gurghiu) und den südlichen des Călimani-Gebirge (Munții Călimani). Am Oberlauf des Mureș (Mieresch) und des Drum național 15 liegt der Ort Deda 24 Kilometer nordöstlich von der Stadt Reghin (Sächsisch-Regen) und etwa 57 Kilometer nordöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt. Am rechten Ufer des Mureș liegt Deda am Eisenbahnknoten der Bahnstrecke von Târgu Mureș nach Gheorgheni mit der Bahnstrecke nach Sărățel.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Archäologische Funde auf dem Areal des Gemeindezentrums wurden bis in die Jungsteinzeit zurückdatiert. Auf einer Anhöhe östlich des Ortes befinden sich Reste einer Festung, die der Latènezeit zugeordnet wurde. Im eingemeindeten Dorf Pietriș (ungarisch Maroskövesd) wird auf einer Anhöhe eine ehemalige Festung vermutet, die aber nicht näher untersucht wurde.[4]
Der Ort Deda wurde erstmals 1393 urkundlich erwähnt.[5]
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Régen felső (Ober-Regen) im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bevölkerung der Gemeinde Deda entwickelte sich wie folgt:
| Volkszählung | Ethnie | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Bevölkerung | Rumänen | Ungarn | Deutsche | andere | |||
| 1850 | 2.178 | 1.898 | 70 | - | 210 | |||
| 1930 | 5.388 | 4.211 | 698 | 21 | 458 | |||
| 2002 | 4.332 | 4.001 | 68 | - | 263 | |||
| 2011 | 4.113 | 3.625 | 43 | 2 | 443 | |||
| 2021 | 3.933 | 3.119 | 21 | 2 | 791 | |||
Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl 1930 registriert. Die höchste Anzahl der Rumänen (4.396) wurde 1920, die der Magyaren (766) 1941, die der Roma (583) 2021 und die der Rumäniendeutschen (100) 1910.[6]
Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist die Landwirtschaft, die Viehzucht und die Holzverarbeitung.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Außer dem Holztor der Schule im Gemeindezentrum, welches unter Denkmal steht, sind keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde Deda zu erwähnen.[7]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Vasile Netea (* 1912 in Deda; † 1989 in Bukarest), rumånischer Historiker[8]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
- ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 17. Dezember 2024 (rumänisch).
- ↑ Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. arcanum.hu, abgerufen am 12. September 2018 (ungarisch).
- ↑ Heinz Heltmann, Gustav Servatius: Registrul Arheologic Național (RAN). Institutul Național al Patrimoniului, 1993, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Oktober 2022 (rumänisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven) Da ist nur die Anfangsseite des "Registrul Arheologic Național (RAN)" (rum.), wo nichts zu Deda od. Pietriș zu finden ist.
- ↑ Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
- ↑ Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
- ↑ Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
- ↑ Florin Bengean: Angaben zu Vasile Netea bei astra.iasi.roedu.net ( vom 19. August 2008 im Internet Archive) abgerufen am 12. September 2018 (rumänisch)
