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Daniel Zillmann

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Daniel Zillmann (2024)

Daniel Zillmann (* 18. Januar 1981 in West-Berlin) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Sänger.

Daniel Zillmann wuchs als Sohn von Krankenpflegern in Berlin-Neukölln auf.[1] Er absolvierte eine Schauspielausbildung bei Kristiane Kupfer am Special Coaching Actors Studio in Berlin[2] und gab 2005 sein Kinodebüt in Leander Haußmanns Film NVA.[3]

2006 spielte er in der auf wahren Begebenheiten beruhenden Komödie Schwere Jungs unter der Regie von Marcus H. Rosenmüller in der Rolle des Toni ein Mitglied eines Bobteams, das an den Olympischen Winterspielen 1952 teilnimmt. Außerdem war er als Satanist Arnold in dem Episodenfilm Schwarze Schafe zu sehen. 2008 übernahm er die Hauptrolle des chaotischen Musikers Nick in der interaktiven Pro7-Comedy-Serie Check It Out. 2009 war er an der Seite von Teresa Weißbach und Sebastian Ströbel in dem Mysterythriller Gonger – Das Böse vergisst nie zu sehen. In dem ARD-Märchenfilm Die kluge Bauerntochter (2009) spielte er die komische Rolle des Vetters, der nach dem Königsthron giert.

Zillmann hatte von 2007 bis 2008 eine durchgehende Serienhauptrolle in der Krimiserie Deadline – Jede Sekunde zählt, wo er als Schmidt ein Mitglied des vierköpfigen Kriseninterventionsteams spielte, und hatte eine wiederkehrende Serienrolle als Streifenpolizist Stefan Mahler in der ZDF-Serie KDD – Kriminaldauerdienst (2007–2008). Er übernahm weiterhin verschiedene Episodenrollen in weiteren Fernsehserien, unter anderem in Im Namen des Gesetzes (2008), Doctor’s Diary und Der letzte Bulle (2013).

Weitere Rollen in Kinofilmen Bully Herbig, Helmut Dietl, Marc Rothemund, Marcus H. Rosenmüller, Joachim Masannek und Tim Trachte sowie zahlreiche Fernsehproduktionen folgten.[4]

2015 stand Daniel Zillmann als Tobias Preuss für den ZDF-Mehrteiler Der gleiche Himmel von Oliver Hirschbiegel vor der Kamera, der 2017 auf der Berlinale seine Premiere hatte.[5] Im Jahr 2017 übernahm Zillmann die Rolle des David Paschulke in der Serie Löwenzahn und hat dort seitdem wiederkehrende Auftritte. Für seine Rolle als Ork Ogrosch in der Webserie World of Wolfram wurde er beim Los Angeles Web Series Festival 2017 (LAWEBFEST) in der Kategorie „Outstanding Actor“ nominiert.[6]

2021 drehte er unter anderem die erste Staffel der ZDFneo-Serie Ich dich auch![7] und den Märchenfilm Zwerg Nase.[8] 2022 war er im zweiten Teil der Känguru-Chroniken als „Walter Feldmann“ zu sehen. 2023 spielte Daniel Zillmann in der Prime-Video-Serie Luden sowie in der zweiten Staffel von Drift: Partners in Crime.[9][10]

2025 spielte er im Kinofilm Das Kanu des Manitu die Rolle des „Little Rock“.[11] Darauf folgte Die Schule der magischen Tiere 4, in dem Daniel Zillmann dem Koboldmaki „Fitzgeraldo“ seine Stimme lieh.[12]

2026 wurde die vierte Staffel der Comedy-Serie Ich dich auch! mit Daniel Zillmann wieder als Tüffi veröffentlicht. Außerdem übernahm er eine Gastrolle in My Ex[13] bei ZDFneo sowie und eine Episodenhauptrolle in der ARD-Mediathek-Serie Stardust Hotel.[14] Im TV-Film Olivia über das Leben von Olivia Jones, der 2025 auf dem Filmfest Hamburg seine Premiere hatte, spielte er die Rolle des Kiezkneipers „Marius“.[15]

Seit 2019 schreibt Daniel Zillmann für die deutsche Ausgabe des Curvy Magazine die Kolumne „MY FABULOUS LIFE AS A FAT ACTOR“.[16]

Sprecher und Musiker

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Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitet Zillmann auch als Synchronsprecher und Sprecher für Hörspiele, so unter anderem für die Hörspielfassung zu dem Film 13 Semester. In dem Computeranimationsfilm Baymax – Riesiges Robowabohu (2015) spricht er die Rolle Wasabi No-Ginger (Stimme von Damon Wayans Jr.). Als Synchronsprecher ist er unter anderem in Merida – Legende der Highlands, Zoomania als Clawhauser sowie in Hotel Transsilvanien, Hotel Transsilvanien 2 und Hotel Transsilvanien 3 als Murray zu hören.

Er war der Leadsänger der Band Norma Jeane Baker und Mitglied des Berliner Künstlerkollektivs „HüKST“, mit dem er unter anderen die Serie Crème Frech entwickelte und neben Maxim Mehmet eine der Hauptrollen übernahm. Zillmann hatte sich mit der Produzentin und Songautorin Luci van Org für das Musikprojekt KiNG MAMI zusammengeschlossen.[17] Auf der Fotogena-Tour 2018/2019 der Band Laing war KiNG MAMI der Support.[18] In der Zeit zwischen den Dreharbeiten und dem Theater nahm er im Studio Lieder für ein Album auf.[19][20] Am 22. November 2019 wurde mit My Time das erste offizielle Musikvideo von KiNG MAMI veröffentlicht.

Seit 2014 ist Daniel Zillmann regelmäßig im Theater zu sehen. An der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz übernahm Zillmann in der Frank-Castorf-Inszenierung von Henrik Ibsens Schauspiel Baumeister Solness die Doppelrolle Frau Solness/Ragnar Brovik und wurde vom Feuilleton anschließend u. a. als „Entdeckung des Abends“ gefeiert.[21] Ebenfalls unter der Regie von Frank Castorf spielte Daniel Zillmann den Alexej in Dostojewskis Die Brüder Karamasow neben Marc Hosemann (als Dmitrij), Alexander Scheer (Iwan), Sophie Rois (Pawel Smerdjakow) und Hendrik Arnst (der alte Karamasow). Das Stück hatte bei den Wiener Festwochen im Mai 2015 seine Premiere.[22] Am 25. Februar 2017 hatte Daniel Zillmann mit dem Stück Ich kann nicht mehr am Schauspielhaus Hamburg seine Premiere; es war seine zweite Zusammenarbeit mit dem Regisseur René Pollesch.[23] Im März 2017 fand die Premiere von Frank Castorfs Faust mit Zillmann als Monsieur Bordenave an der Volksbühne Berlin statt.[24] Im Juni 2017 sprang Zillmann kurzfristig für einen erkrankten Kollegen in Castorfs letzter Volksbühnen-Inszenierung von Dostojewskis Novelle Das schwache Herz ein.[25] Nach nur einer Probe spielte Daniel Zillmann die Premiere und erhielt durchweg sehr positive Kritiken in der Presse.[26][27][28][29][30]

2022 hatte Zillmann sein Theater-Comeback an der Volksbühne Berlin mit SMAK! SuperMacho AntiKristo. Im Sommer 2022 übernahm er eine Rolle im Stück Auslöschung. Ein Zerfall unter der Regie von Karin Henkel am Deutschen Theater in Berlin.[31]

Im Februar 2021 outete sich Zillmann im Rahmen der Initiative #actout im SZ-Magazin mit 184 anderen lesbischen, schwulen, bisexuellen, queeren, nicht-binären und trans* Schauspielern.[32][33]

Filmografie (Auswahl)

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Synchronarbeiten

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  • 2014: Jörg Buttgereit: Das Märchen vom unglaublichen Super-Kim aus Pjöngjang – Regie: Jörg Buttgereit (Hörspiel – WDR)
  • 2018/2021: Axel Ranisch und Paul Zacher: Anton & Pepe – Eine Hörspielserie in 5 Folgen – Regie: Axel Ranisch (Hörspiel – NDR Kultur)
  • seit 2019: Patrick Holtheuer: Oscar Wilde & Mycroft Holmes (seit Folge 21, Boleskine House). Maritim-Verlag sowie in den weiteren Serien des Maritim-Kosmos als Aleister Crowley
  • 2020: Hermann Bohlen: Der Home-Officer – Eine Hörspielserie in 5 Folgen – Regie: Judith Lorentz (Deutschlandfunk Kultur)
Commons: Daniel Zillmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Patrick Wildermann: Der Pfefferkuchenkönig. In: Der Tagesspiegel Online. 2. August 2016, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 21. Februar 2022]).
  2. Daniel Zillmann bei filmportal.de, abgerufen am 24. November 2021
  3. Leander Haußmann: NVA. 29. September 2005, abgerufen am 10. April 2017.
  4. Daniel Zillmann. Abgerufen am 10. April 2017.
  5. | Berlinale | Programm | Programm – Der gleiche Himmel | The Same Sky. Abgerufen am 10. April 2017.
  6. 2017 LAWEBEST AWARD NOMINEES.4.3.17.13THREV.pdf. Abgerufen am 10. April 2017 (englisch).
  7. Ich dich auch!, TV-Serie, Sitcom, Folgen 1-8, 2021, 2021–2025 | Crew United. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  8. Zwerg Nase – ZDF goes Schule. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  9. Heute neu: Luden – Könige der Reeperbahn bei Amazon Prime Video. 3. März 2023, abgerufen am 27. Mai 2026.
  10. Trailer zu Staffel 2 der Sky Original Actionserie „Drift – Partners in Crime“ – ab 1. September auf Sky und WOW. Abgerufen am 27. Mai 2026 (deutsch).
  11. Unverkennbare Stimme aus „Das Kanu des Manitu“: Darum klingt diese Figur aus der Western-Komödie so vertraut. 7. April 2026, abgerufen am 27. Mai 2026.
  12. Filmtoast: DANIEL ZILLMANN (FITZTGERALDO) / DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4 / Interview / German / Deutsch. 15. Juli 2025, abgerufen am 27. Mai 2026.
  13. DWDL de GmbH: "My Ex" mit Palina Rojinski: RomCom-Klischees von vorvorgestern. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  14. ard.de: Galaktische Romanze: ARD-Serie im Weltall „Stardust Hotel” mit Vanessa Loibl, David Brizzi und der Stimme von Detlev Buck. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  15. Olivia, TV-Film, Biopic, Drama, 2025 | Crew United. Abgerufen am 27. Mai 2026.
  16. https://www.facebook.com/daniel.zillmann.de/photos/a.408210612640562/2444965998965003/?type=3
  17. KiNG MAMI – ZCKRSCHWEIN live @ Dr Billy’s Pflegestation. In: youtube.com. King Mami, abgerufen am 15. April 2019.
  18. Christian Reder: Laing in Essen. In: deutsche-mugge.de. 25. Januar 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019.
  19. Edition Roter Drache feiert Geburtstag! (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) in: Orkus vom 25. Mai 2015. Abgerufen am 14. Oktober 2015
  20. Über Luci. Internetpräsenz Luci van Org. Abgerufen am 14. Oktober 2015
  21. Mein Wiedereintritt in die Castorf-Kirche. Aufführungskritik in: Die Welt vom 24. Mai 2014.
  22. Die tanzenden Derwische Aufführungskritik in: Die Zeit vom 11. Juni 2015. Abgerufen am 14. Oktober 2015.
  23. Ich kann nicht mehr (Memento vom 20. Februar 2017 im Internet Archive)
  24. Archivlink (Memento vom 3. März 2017 im Internet Archive)
  25. Volksbühne Berlin: Volksbühne Berlin. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. Juni 2017 (Seiten nicht mehr abrufbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
  26. Christian Rakow: Sag zum Abschied leise Bobok. Abgerufen am 2. Juni 2017.
  27. Berliner Morgenpost – Berlin: Der allerletzte Castorf an der Volksbühne ist eher durchschnittlich. (morgenpost.de [abgerufen am 2. Juni 2017]).
  28. Castorfs letzte Aufführung – Wirr, chaotisch – und unwiderstehlich. In: Deutschlandfunk Kultur. (deutschlandfunkkultur.de [abgerufen am 2. Juni 2017]).
  29. Schlussapplaus für Frank Castorf. (bz-berlin.de [abgerufen am 2. Juni 2017]).
  30. SWR Kulturinfo (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive ) Abgerufen am 2. Juni 2017
  31. Frauke Adrians: Auslöschung. Ein Zerfall – Deutsches Theater Berlin – Karin Henkel inszeniert den bestürzend gut gealterten Text von Thomas Bernhard. 5. Juni 2022, abgerufen am 27. Mai 2026 (deutsch).
  32. Carolin Emcke, Lara Fritzsche: »Wir sind schon da«. 4. Februar 2021, abgerufen am 5. Februar 2021.
  33. Kampagne #actout: Diese 185 Schauspielstars haben sich geoutet. Abgerufen am 27. August 2021 (deutsch).
  34. Baumeister Solness nach Henrik Ibsen (Memento vom 29. August 2015 im Internet Archive) Internetpräsenz der Volksbühne Berlin. Abgerufen am 14. Oktober 2015
  35. Volksbühne Berlin: Volksbühne Berlin. In: volksbuehne-berlin.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. März 2016; abgerufen am 23. März 2016.
  36. Die Kabale der Scheinheiligen. Das Leben des Herrn de Molière nach Michail Bulgakow. In: volksbuehne-berlin.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juni 2016; abgerufen am 17. Juni 2016.
  37. Archivlink (Memento vom 16. März 2017 im Internet Archive)
  38. Ich kann nicht mehr (Memento vom 20. Februar 2017 im Internet Archive)
  39. Archivlink (Memento vom 3. März 2017 im Internet Archive)
  40. Archivlink (Memento vom 14. April 2017 im Internet Archive)
  41. Volksbühne Berlin: Volksbühne Berlin. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. Juni 2017 (Seiten nicht mehr abrufbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
  42. Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Abgerufen am 23. Juni 2023.