Dai Aiyun
Dài Àiyún (chinesisch 戴爱云, in der wissenschaftlichen Literatur auch Ai-Yun Dai; geb. 6. Februar 1930 in Xuzhou; gest. 2. Mai 2005) war eine chinesische Zoologin und Karzinologin.[1]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dai erwarb 1957 einen Abschluss am Department of Biology der Universität Nanjing und war anschließend an der Schule der Abteilung Public Health der Provinz Jiangsu tätig. 1957 wechselte sie an das Institut für Zoologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking und begann unter Professor Shen Jia-Rui (C. J. Shen) mit der Erforschung der Süßwasserkrabben. Während der Kulturrevolution in den Jahren 1966 bis 1970 wurde alle Forschungstätigkeit in China unterbunden. 1971 wurde das Institut wiederbegründet. 1986 wurde sie auf eine Forschungsprofessur am Zoologischen Institut berufen und wurde Vizedirektorin der Abteilung für Wirbellosenzoologie und zugleich Kuratorin der Krebstier-Sektion.[1]
Dai war mit dem Hochschullehrer Zeng Rongsheng verheiratet. Das Paar hatte einen Sohn und eine Tochter.[1]
Werk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dai war eine Hauptautorin in Shens Buch Fauna Sinica - Freshwater Copepoda. Sie beendete ihre Arbeit daran 1972, das Werk erschien 1978 und wurde 1986 mit dem Natural Science prize zweiter Klasse von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften prämiert. Sie verfasste mehr als 15 wissenschaftliche Arbeiten zu Süßwasserkrabben und etablierte vier neue Gattungen, etliche neue Arten und 60 neue Nachweise bekannter Arten in China. Ab den 1970er Jahren erforschte Dai auch die Parasiten von Süßwasserkrabben, vor allem Paragonimus westermani. 1984 veröffentlichte sie die Monografie Chinese Crustaceans of Medical Importance und 1998 die Monografie Fauna Sinica - Crustacea: Decapoda Parathelphusidae, Potamidae. In ihrer 20-jährigen Forschungstätigkeit beschrieb sie mehr als 200 neue Arten. Ab 1950 untersuchte sie auch Meereskrabben und fasste 1964 ihre Ergebnisse im Band 1 der Illustrated Animals of China – Class Crustacea zusammen. Ihr Werk Crabs of the China Seas von 1986 wurde 1993 ebenfalls mit dem Preis zweiter Klasse der Chinesischen Akademie der Wissenschaften prämiert.[1]
2022 wurde die Krabbengattung Aiyunamon nach ihr benannt.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 Ngan Kee Ng, S. L. Yang: In Memoriam Dai Ai-Yun (A.-Y. Dai) (1930-2005). In: Crustaceana. Band 81, Nr. 1, 2008, S. 109–118, doi:10.1163/156854008783244852, JSTOR:20107949 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dai Aiyun |
| ALTERNATIVNAMEN | 戴爱云 (chinesisch); Dài Àiyún (Pinyin); Dai, Ai-Yun |
| KURZBESCHREIBUNG | chinesische Karzinologin |
| GEBURTSDATUM | 6. Februar 1930 |
| GEBURTSORT | Xuzhou |
| STERBEDATUM | 2. Mai 2005 |