Dactylonida
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dactylonida | ||||||||||||
| Macpherson & Baba in Machordom, Ahyong, Andreakis, Baba, Buckley, Garcia-Jimenez, McCallum, Rodríguez-Flores & Macpherson, 2022 |
Dactylonida ist eine Gattung der Mittelkrebse mit zwei rezenten Arten.[1] Eine Art kommt in Europa und Nordwestafrika vor, die andere im zentralen Ostpazifik. Namensgebend waren die ausgesprochen langen Scherenfinger (von altgriechisch δάκτυλος dáktylos, deutsch ‚Finger‘).[2]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der mäßig konvexe Carapax weist deutliche, beborstete Querstreifen auf. Das Paar epigastrischer Dornen liegt unmittelbar hinter den Augenstielen und wird gewöhnlich von Dornen flankiert. Der erste vordere Seitendorn ist deutlich, der Hinterrand ist unbewehrt. Die Pterygostom-Falte ist unbewehrt und von oben nicht sichtbar. Der mittige Stirnfortsatz (Rostrum) ist dornartig und wird von den Überaugendornen flankiert. Von der Basis des Rostrums verlaufen seichte Längsrinnen zu den Überaugendornen. Das Epistom weist einen Kamm auf, der vom Mundrand ausgeht und seitlich bis zur Öffnung der Antennendrüse reicht. Die Somiten des Pleons sind unbewehrt. Die hinteren Platten des Telsons sind breit, ihr Längen-Breiten-Verhältnis beträgt 0,6 bis 0,7.[2]
Das thorakale Sternum ist etwas breiter als lang und im Bereich des siebten Sterniten am breitesten. Dessen Seitenteile sind glatt. Der dritte Sternit ist etwa doppelt so breit wie lang und so breit wie der Vorderrand des vierten Sterniten. Die Augenstiele sind frei beweglich, die Cornea (Abschnitt mit den Facettenaugen) ist groß. Das erste Antennulenglied ist lang und schlank und mit zwei Dornen am Ende und zwei Dornen an der Seite bewehrt. Das körperferne Ende ab dem zweiten Seitendorn ist so lang wie breit. Das erste Antennenglied ist nicht mit dem Epistom verschmolzen und trägt innenseitig einen kleinen Dorn. Das zweite Antennenglied ist innen- und außenseitig am Ende mit einem Dorn bewehrt, die Antennengeißel ist relativ lang. Der dritte Maxilliped ist schlank, sein Ischium verlängert und der Merus mit drei Dornen am Beugerand und drei oder vier Dornen am Streckrand bewehrt. Die Finger der Scherenbeine sind zwei- dreimal länger als die Hand und schlank. Die Schreitbeine (Pereiopoden 2 bis 4) sind relativ schlank und stachlig. Der Beugerand der Endglieder ist mit einer Reihe borstenartiger Dornen besetzt, die jeweils von einem sehr niedrigen Fortsatz entspringen. Das letzte Schreitbein (P4) ist lang und schlank und die Verbindung zwischen Merus und Carpus reicht etwas über den Vorderrand des Carapax hinaus. Erstes und zweites Gonopodium sind ausgebildet.[2]
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung umfasst folgende rezente Arten, die vormals alle der Gattung Munida zugeordnet waren:[1]
- Dactylonida curvimana (A. Milne Edwards & Bouvier, 1894)
- Dactylonida mexicana (Benedict, 1902)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Dactylonida Macpherson & Baba in Machordom, Ahyong, Andreakis, Baba, Buckley, Garcia-Jimenez, McCallum, Rodríguez-Flores & Macpherson, 2022. In: World Register of Marine Species. Abgerufen am 17. September 2026 (englisch).
- 1 2 3 Annie Machordom et al.: Deconstructing the crustacean squat lobster genus Munida to reconstruct the evolutionary history and systematics of the family Munididae (Decapoda, Anomura, Galatheoidea). In: Invertebrate Systematics. Band 36, 10, S. 929–970, hier S. 955, doi:10.1071/is22013 (englisch).