Der Dachbach entsteht im Hartwald etwa 0,9 km ostnordöstlich der Kapelle auf dem Eppinger Ottilienberg in einer schon merklich eingetieften, südostwärts ziehenden Waldtalkerbe auf etwa 278 m ü. NHN aus der Vereinigung des Abflusses einiger schwacher Hangquellen. Er ist anfangs nur etwa einen halben Meter breit und führt zuweilen kaum Wasser. Wie auch seine frühen kurzen Zuflüsse ist er oft steil und klingenartig eingeschnitten.
Ab etwa 240 m ü. NHN verlässt er seinen Klingenriss, er fließt nun mit weniger Gefälle und bis zu zwei Meter breit über steinigem bis sandigem Grund mehr östlich, an seinen Ufern stehen Erlen und Eschen. Das Wäldchen breitet sich seitwärts aus und wird sumpfig, kleine Quellrinnsale fließen zu und in der feuchten Zone um den Bach gibt es fast nurmehr aus Stockausschlägen entstandene Erlen. Das Bett erreicht nun teils einen Meter Breite, auf dem Grund liegt Schlamm.
Auf etwa 227 m ü. NHN liegen rechtsseits zwei kleine Waldteiche, der naturnahe Bach pendelt nun etwas und tritt erst an den Waldrand, dann in eher geradem Lauf in die offene Aue aus, wo ihn aber Erlen, Eschen und Weiden weiterhin begleiten.
Einen Viertelkilometer nördlich der auf einem Hügelsporn stehenden Ottilienhöfe mündet an einer Feldwegbrücke von rechts der Bach aus der Hasenklinge zu, einer der beiden langen rechten Zuflüsse, der nächste folgt nach nunmehr fast geradem Lauf etwa 0,6 km weiter bachabwärts an einer weiteren Wegquerung. An beiden Talhängen endet nun der Waldbewuchs und linksseits am niedrigen Hang des Kreuzbergs wachsen nun Reben.
Nach einem weiteren, etwa 0,8 km langen und fast geraden Abschnitt mit meist Baum- oder Heckengalerie am Lauf stehen die ersten Häuser von Niederhofen an den Ufern. Das Dorf liegt überwiegend rechtsseits. Etwa einen halben Kilometer weiter mündet der Dachbach nach 3,7 km langem Lauf mit mittlerem Sohlgefälle von rund 21 ‰ auf 200,5 m ü. NHN und damit etwa 78 Höhenmeter unterhalb seines Klingenursprungs am Nordrand des Dorfes von links in die obere Lein.[LUBW 5]
Eine topographische Karte vom Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt einen etwas früheren Waldaustritt sowie einen in der heutigen offenen Talaue etwas unregelmäßigeren, wenn auch nicht mäandrierenden Lauf; der Bach wurde seitdem also anscheinend begradigt.[2]
Das Einzugsgebiet des Dachbachs ist 3,7 km² groß und ist naturräumlich zusammengesetzt aus einem sehr waldreichen westlichen Teil im Unterraum Heuchelberg des Strom- und Heuchelbergs und einem mehr offenen östlichen im Leinbachgäu genannten Teil des Unterraumes Lein-Elsenz-Hügelland des Kraichgaus. Die Naturraumgrenze verläuft je nach konsultierter Quelle mehr im Westen[3] oder mehr im Osten.[LUBW 6]
Im Bergwald im Westen erhebt es sich an der auf einem Höhenrücken verlaufenden Wasserscheide mit bis etwa 315 m ü. NHN[LUBW 1] am höchsten. Insgesamt sind etwa zwei Drittel der Fläche bestockt. Im offenen Teil, in dem die Äcker dominieren, steht rechtsseits über dem Mittellauf die Aussiedlerhofgruppe Ottilienhöfe umgeben von einigen Obst- und anderen Wiesen. An der Mündung liegt fast nur rechtsseits das Dorf Niederhofen, beide sind Ortsteile der Stadt Schwaigern in deren etwas über die Hälfte umfassendem Gebietsanteil. Die knappe andere Hälfte im Westen gehört dagegen zur Stadt Eppingen, ist unbesiedelt und umfasst fast nur Wald.
Reihum grenzen die Einzugsgebiete folgender Nachbargewässer an:
- Im Norden führt der etwa parallele Horkgraben seinen Abfluss weiter abwärts zur Lein;
- jenseits der südlichen Wasserscheide entwässern einige kurze Bäche und zuletzt der Rosbach oberhalb des Dachbachs zur Lein;
- der Abfluss jenseits der westlichen Wasserscheide gelangt über den Heillbach und dann die Elsenz erst weit abwärts des Wassers der Lein in den Neckar.