Cyclospora
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Cyclospora cayetanensis (gefärbt) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cyclospora | ||||||||||||
| Schneider, 1881 |
Cyclospora ist eine Gattung der Kokzidien. Die Vertreter der Gattung sind dadurch gekennzeichnet, dass jede Oozyste zwei Sporozysten mit je zwei Sporozoiten enthält.[1] Hauptwirte sind der Mensch, Affen und Maulwürfe.
Beim Menschen kommen Cyclospora-cayetanensis-Infektionen (Cyclosporiasis) vor allem in den Tropen und Subtropen vor und verursachen Durchfall.[2] Die Parasiten werden vor allem über verunreinigtes Trinkwasser oder damit gewaschenes Obst und Gemüse übertragen.[3]
Die Oozysten werden meist mit der Ziehl-Neelsen-Färbung angefärbt, die Wand hat in der Fluoreszenzmikroskopie aber auch eine Selbstfluoreszenz, was charakteristisch für die Gattung ist. Die meisten Parasiten der Gattung besiedeln das Cytoplasma der Darmepithelzellen des Dünn- und Dickdarms. Die runden bis eiförmigen Oozysten sind meist zwischen 8 und 20 µm groß (C. glomericula bis 36 µm) und werden mit dem Kot ausgeschieden.[4]
In den USA kommt es 2026 seit Anfang Mai vermehrt zu Fällen von Cyclosporiasis. Der Parasit wurde in nahezu allen Bundesstaaten nachgewiesen, hauptsächlich im Bundesstaat Michigan, wo bis Mitte Juli 3.300 Fälle bestätigt wurden.[5] In Michigan kam es auch zu zwei Todesfällen und bis Anfang August 2026 stieg die Zahl der bestätigten Infektionen in den USA auf über 10.000 Fälle an.[6]
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Gattung gehören bislang 22 Arten, auch einige bei Reptilien und Saftkuglern vorkommende. Cyclospora-ähnliche Organismen sind auch bei Hunden, Ratten, Mäusen und Vögeln beschrieben, allerdings sind diese bislang nicht als Arten bestätigt.[4] Die wichtigsten säugetierspezifischen Vertreter sind:[7]
- Cyclospora angimurinensis (Wirt: Mexikanische Rauhaar-Taschenmaus)
- Cyclospora ashtabulensis (Haarschwanzmaulwurf)
- Cyclospora caryolytica (Japanischer Maulwurf)
- Cyclospora cayetanensis (Mensch)
- Cyclospora cercopitheci (Grüne Meerkatzen)
- Cyclospora colobi (Stummelaffen)
- Cyclospora macacae (Rhesusaffe)
- Cyclospora megacephali (Ostamerikanischer Maulwurf)
- Cyclospora papionis (Anubispavian)
- Cyclospora parascalopi (Haarschwanzmaulwurf)
- Cyclospora talpae (Europäischer Maulwurf, besiedelt nicht das Darm-, sondern das Gallengangsepithel)
Am engsten ist die Gattung mit der Gattung Eimeria verwandt.[3] Die äußere Systematik zeigt das folgende Kladogramm:[8]
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Familie Sarcocystidae | |||||||||||||||||||||||||||||||
| Familie Eimeriidae |
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Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Domenico Otranto, Richard Wall: Veterinary Parasitology. 5. Auflage. Wiley 2024, ISBN 978-1-394-17634-2, S. 161.
- ↑ Cyclosporainfektion. Abgerufen am 15. Oktober 2024.
- 1 2 A. M. Adams, K. C. Jinneman, Y. R. Ortega: Cyclospora. In: Encyclopedia of Food Microbiology. 2. Auflage. 2014, S. 553–561.
- 1 2 Long Zhang, Rong-Jun Wang, Guang-Hui Zhao, Jun-Qiang Li: Cyclospora and Cyclosporiasis: Epidemiology, Diagnosis, Detection, and Control. Academic Press, 2021, ISBN 9780128216224, S. 2.
- ↑ Judith Mischke, Wenn der Durchfall „explosionsartig“ eintritt: Ein ungewöhnlicher Parasiten-Ausbruch beschäftigt viele Amerikaner, in: Die Welt vom 16. Juli 2026, S. 6.
- ↑ Mehr als 10.000 Menschen in USA erkranken an Durchfall. In: n-tv Nachrichten. Abgerufen am 5. August 2026.
- ↑ Long Zhang, Rong-Jun Wang, Guang-Hui Zhao, Jun-Qiang Li: Cyclospora and Cyclosporiasis: Epidemiology, Diagnosis, Detection, and Control. Academic Press, 2021, ISBN 9780128216224, S. 4–6.
- ↑ Morrison DA, Bornstein S, Thebo P, Wernery U, Kinne J, Mattsson JG: The current status of the small subunit rRNA phylogeny of the coccidia (Sporozoa). In: International Journal for Parasitology. Band 34, Nr. 4, 2004, S. 501–514, doi:10.1016/j.ijpara.2003.11.006, PMID 15013740.