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Crateús

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Município de Crateús
Crateús

Kathedrale von Crateús
Crateús (Brasilien)
Crateús (Brasilien)
Crateús
Koordinaten  10′ S, 40° 40′ WKoordinaten:  10′ S, 40° 40′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Ceará
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 6. Oktober 1832 (Vila), 1889 (Stadtrecht)[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Ceará
Região intermediária Crateús (seit 2017)
Região imediata Crateús (seit 2017)
Höhe 248 m
Gewässer Rio Poti
Klima semiarides Klima
Fläche 2.981,5 km²
Einwohner 80.130 (2025[2])
Dichte 26,9 Ew./km²
Zeitzone UTC−3
Website www.crateus.ce.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 1.258.624 Tsd. R$
16.476 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,663 (2010)
Karte

Crateús ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Ceará im Nordosten des Landes. Sie liegt im Westen des Bundesstaates nahe der Grenze zu Piauí und ist ein wichtiges regionales Zentrum im semiariden Hinterland. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 80.000 geschätzt.[3]

Geografie und Klima

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Crateús liegt im Westen von Ceará auf einer Höhe von etwa 248 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Rio Poti, eines Nebenflusses des Rio Parnaíba.

Das Klima ist semiarid mit hohen Temperaturen und unregelmäßigen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 21 und 38 °C.[4] Die Vegetation ist durch die Caatinga geprägt.

Das Gebiet wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts von dem Bandeiranten Domingos Jorge Velho erschlossen. Die Siedlung entwickelte sich zunächst auf Grundlage von Viehzucht und kleinbäuerlicher Landwirtschaft.[5]

1832 wurde die Siedlung unter dem Namen Príncipe Imperial zur Vila erhoben und entwickelte sich in der Folge zu einem regionalen Zentrum. Bis 1880 gehörte Crateús zum Staat Piauí, wurde danach allerdings an Ceará transferiert, während Ceará zwei Gemeinden an Piauí abgab.[6] 1889 erhielt Crateús das Stadtrecht.[6]

Mit der Erweiterung der Sobral-Camocim-Eisenbahn nach Piauí im Jahr 1911 wurden die Gebiete von Crateús von der Eisenbahn durchquert, und 1912 wurden in der Gemeinde zwei Bahnhöfe gebaut: Crateús und Sucesso. Später wurden weitere Stationen gebaut, was den Ort zu einem kommerziellen und urbanen Zentrum machte.[6]

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 80.000 Personen geschätzt.[3] Die Urbanisierung liegt bei ca. 73 Prozent (55.929 Stadtbewohner), während der Rest im ländlichen Umland in Dörfern lebt. Ethnisch gehörten knapp zwei Drittel der Einwohner der Gruppe der Pardos (Farbige) an.[7]

Jahr Einwohner
1991 66.652
2000 70.898
2010 72.817
2022 76.390
Volkszählungen

Die Wirtschaft von Crateús basiert auf Landwirtschaft, Viehzucht sowie Handel und Dienstleistungen. 2006 wurde eine große Produktionsanlage für Biokraftstoffe von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva eingeweiht, welche jedoch nach drei Jahren wieder schloss.[8]

Darüber hinaus fungiert die Stadt als regionales Handelszentrum für den Handel zwischen Ceará und Piauí.

Crateús bildet den Sitz des römisch-katholischen Bistum Crateús. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.

Commons: Crateús (Ceará) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Crateús – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 21. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. Crateús – Panorama. IBGE, abgerufen am 21. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. 1 2 Crateús – Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 21. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. Crateús Climate, Weather By Month. In: WeatherSpark. Abgerufen am 21. April 2026 (englisch).
  5. Crateús – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 21. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  6. 1 2 3 Prefeitura de Crateús: Prefeitura de Crateús. Archiviert vom Original am 18. April 2025; abgerufen am 21. April 2026 (portugiesisch).
  7. City Population: Crateús. Abgerufen am 21. April 2026.
  8. https://www.biodieselbr.com/noticias/em-foco/ecodiesel-ce-usina-biodiesel-desativada-110510