Das Unternehmen wurde 2017 in New Jersey von Michael Intrator, Brian Venturo und Brannin McBee (drei Rohstoffhändlern) sowie Peter Salanki gegründet. Ursprünglich unter dem Namen Atlantic Crypto bekannt, war das Unternehmen zunächst als Kryptowährungsunternehmen tätig, das Kryptowährungen wie Ethereum oder Bitcoin mithilfe von Grafikprozessoren erzeugte (Krypto-Mining). Nach Einbruch bei den Preisen von Kryptowährungen 2018 wurde das Unternehmen 2019 in CoreWeave umbenannt und nutzte seinen großen Bestand an GPUs, um Unternehmen Cloud-Computing-Infrastruktur mit seinen Rechenzentren zur Verfügung zu stellen.[1][2]
Im Sommer 2022 investierte das Unternehmen massiv in die neuesten und schnellsten H100-Grafikprozessoren von Nvidia und gab dafür rund 100 Millionen Dollar aus.[3] Als nach der Veröffentlichung von ChatGPT im selben Jahr ein globaler KI-Boom begann, wurden diese GPUs zu den "Kronjuwelen" des Unternehmens.[2] CoreWeave, das über einen einzigartigen Zugang zu Nvidia-GPUs verfügte, verzeichnete einen erheblichen Anstieg seines Geschäftsvolumens. Mit der Unterzeichnung von Kunden wie Stability AI durch CoreWeave kaufte CoreWeave weiterhin Chips und baute neue Rechenzentren auf, wobei seine Rechenzentrumstechniker im Jahr 2023 6.000 Meilen Glasfaserkabel verlegten.[1]
Im April 2023 investierte Nvidia 100 Millionen US-Dollar in CoreWeave, welches damals mit ca. zwei Milliarden Dollar bewertet wurde.[2] Im August 2023 sicherte sich CoreWeave eine Fremdfinanzierung von 2,3 Milliarden US-Dollar unter Führung von Magnetar Capital und Blackstone. Hierbei dienten Nvidias H100-GPUs erstmals als Sicherheit, was in der Wirtschaftspresse Aufmerksamkeit erregte.[4]
Im Mai 2024 erhielt CoreWeave in einer von Coatue Management angeführten Finanzierungsrunde 1,1 Milliarden US-Dollar. Damit steit die Bewertung auf 19 Milliarden US-Dollar.[5]
Im März 2025 schloss OpenAI einen Fünfjahresvertrag im Wert von rund 12 Milliarden US-Dollar mit CoreWeave für den Betrieb von KI-Rechenzentren ab. Damit erwarb OpenAI im Rahmen des Börsengangs mit der Privatplatzierung von Aktien über 350 Millionen US-Dollar eine Beteiligung an CoreWeave.[6]
Mit dem Börsengang vom 28. März 2025 sammelte 1,5 Milliarden Dollar ein und wurde mit knapp 23 Milliarden US-Dollar bewertet.[7][8]
Im Februar 2026 strebte CoreWeave eine neue Finanzierung bei Banken über 8,5 Milliarden US-Dollar an. Als Sicherheit dienten KI-Infrastrukturverträge mit Meta Platforms.[9] Im April 2026 wurde ein neuer Deal mit Meta Platforms verkündet, bei dem CoreWeave bis 2032 KI-Cloud-Ressourcen für rund 21 Milliarden US-Dollar bereitstellt.[10]
Mit angehäuften Schulden und Leasingverpflichtungen um 52 Milliarden US-Dollar bei wachsenden Zinskosten steht CoreWeave unter immensem Druck.[11]
CoreWeave verfügt über eigene Rechenzentren in den USA und Europa. Im Jahr 2025 betrieb CoreWeave 32 Rechenzentren mit 250.000 GPUs.[7] Dies war ein deutliches Wachstum gegenüber 2024, als CoreWeave 13 Rechenzentren in den USA und zwei im Vereinigten Königreich hatte.[12][13] Die cloudbasierte Infrastruktur von CoreWeave wurde speziell für KI-Anwendungsfälle entwickelt[2], beispielsweise für Entwickler, die KI-Anwendungen erstellen. Mit der Mission Control-Software steuern Kunden die Leistung der verwendeten Hardwarekomponenten.[14] CoreWeave ist stark von einzelnen Großkunden abhängig, so war Microsoft 2024 allein für mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzes verantwortlich.
Das 1,6 Milliarden Dollar teure Supercomputer-Rechenzentrum von CoreWeave in Plano, Texas, nannte Nvidia 2023 den schnellsten KI-Supercomputer der Welt.[15]