co op AG
| co op AG | |||
|---|---|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft | ||
| Gründung | 1972 | ||
| Auflösung | 1989 | ||
| Auflösungsgrund | Zerschlagung | ||
| Sitz | Frankfurt am Main | ||
| Leitung | Bernd Otto | ||
| Mitarbeiterzahl | 50.000 (1988)[1] | ||
| Umsatz | 12 Mrd. DM (1988)[1] | ||
| Branche | Lebensmitteleinzelhandel | ||
| Name | Vertriebslinientyp | Bemerkungen | Fortbestand nach Zerschlagung |
|---|---|---|---|
| Bolle | Supermarktkette | Gründung als Meierei im Jahr 1879, Übernahme durch Familie Werhahn im Jahr 1917, Verkauf an co op AG im Jahr 1987[13] | Berlin: Verkauf an Konsum Berlin im Juli 1990, Weiterverkauf Asko Deutsche Kaufhaus AG, Teilveräußerung von 66 Filialen an die Spar im November 1995, Weiterbestand von 34 Filialen bei der Metro AG; entsprechende Umflaggung (auf Spar bzw. Superspar bei Spar, auf Extra und Tip bei Metro AG) im Jahr 1996, Reaktivierung der Marke im Jahr 2001 für von selbstständigen Kaufleuten geführte Standorte in Berlin, im Rahmen der Abgabe des gesamten Supermarktgeschäfts der Metro AG: Übernahme durch Rewe Group im Jahr 2008 und Umflaggung auf Rewe im Jahr 2011[14][15] |
| Hamburg und Umgebung: Übernahme des Vertriebsgebietes in Hamburg und Umgebung im Jahr 1990, Umflaggung auf Pro und Safeway bis Ende 1996[16] | |||
| Comet | Supermarktkette | Bayerische Warenhandelsgesellschaft der Verbraucher[A 1]: Fortbestand der Marke, auch nach dem Verkauf der Gesellschaft an die Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen; 2002 Abgabe von acht Märkten an die im Absatzgebiet tätige Edeka Südbayern, die restlichen Märkte im Gebiet der Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen wurden später auf Edeka-Vertriebslinien umgeflaggt. | |
| Deutsche SB-Kauf[A 2]: Fortbestand auch unter der Metro AG, Nutzung der Marke für von selbstständigen Kaufleuten geführte Standorte (außer Berlin), im Rahmen der Abgabe des gesamten Supermarktgeschäfts der Metro AG: Übernahme durch Rewe Group im Jahr 2008 und Umflaggung auf Rewe im Jahr 2011[14][15] | |||
| Co op | Baumarktkette | co op AG: Verkauf an Stinnes BauMarkt AG im Jahr 1990[9] | |
| Supermarktkette | Bundesweite Nutzung des „co-op“-Zeichens für Verkaufsstätten ab 1969[17] | co op AG: Verkauf der Kurpfälzer Standorte an Nanz samt Umflaggung im Jahr 1990[18] | |
| co op Minden-Stadthagen eG[A 1]: Fortbestand der Marke bis Verkauf an Edeka Minden-Hannover des kompletten operativen Geschäfts im Jahr 2001 samt Umflaggung auf Edeka-Vertriebslinien[19][20] | |||
| co op Nordschwarzwald Konsumgenossenschaft eG[A 1]: Fortbestand der Marke bis zur Kooperation mit der Edeka Handelsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (heute Teil der Edeka Südwest) im Jahr 1996, Märkte gehören weiterhin der Genossenschaft (heutige Verbrauchergenossenschaft Calw eG), flaggen als Edeka[21] | |||
| coop eG[A 1]: Aufgabe der Marke und Umflaggung auf SK bzw. Sky zwischen 1997 und 2000, Übernahme der co op Ulm samt Umflaggung der Standorte in Baden-Württemberg und Bayern auf Sky im Jahr 1999[22][23][24][25] | |||
| KG Dortmund[A 1]: Verkauf von zwei Dritteln des Geschäftes inklusive co op-Standorte an Edeka Duisburg (heute Teil der Edeka Rhein-Ruhr) im Jahr 1998 samt Umflaggung der 148 co op-Standorte auf Edeka aktiv markt[26][27] | |||
| Konsumgenossenschaft Göppingen: Fortbestand der Marke bis zur Kooperation mit Edeka im Jahr 1997[28] | |||
| Depot | Supermarktkette | Von der co op Handels- und Produktions AG entwickeltes Konzept zu Beginn der 1970er-Jahre[19] | co op Minden-Stadthagen eG: Fortbestand der Marke bis Verkauf an Edeka Minden-Hannover des kompletten operativen Geschäfts im Jahr 2001 samt Umflaggung auf Edeka-Vertriebslinien[19] |
| Fabi | Discountkette | unklar | |
| Für Sie | Supermarktkette | unklar | |
| Plaza | SB-Warenhauskette | Gründung im Jahr 1968 als Tochter der GEG, Eröffnung des ersten SB-Warenhauses im November 1968 in Köln-Porz[17] | co op AG: Verkauf der co op Warenhaus- und Fachmarkt AG, inkl. 47 plaza-Märkte im Jahr 1990 an die Promodès-Gruppe und Umflaggung auf Continent[9] |
| coop eG[A 1]: Fortbestand der Marke bis 2013, Umflaggung auf sky center oder sky xxl (heutige coop eG, nie Teil der co op AG)[29] | |||
| KG Dortmund[A 1]: Verkauf der ostdeutschen Standorte an Lidl & Schwarz zum 3. September 1995 samt Umflaggung auf Kaufland[30]; Verkauf der restlichen Märkte an allkauf (ab 1997 50 % Beteiligung durch allkauf) samt Umflaggung auf allkauf zwischen 1997 und 1998[31][32] | |||
| Pro | Supermarktkette | Erster Markt eröffnete 1949 in Hamburg, auch als Bäckereien vertreten[33] | coop eG/KG Dortmund[A 1]: Übernahme des Vertriebsgebietes in Hamburg im Jahr 1990, Verkauf an Spar samt Umflaggung auf Spar-Vertriebslinien im Jahr 1997[25][34] |
| KG Dortmund[A 1]: Verkauf von zwei Dritteln des Geschäftes inklusive PRO-Standorte (im Rhein-Ruhr-Gebiet) an Edeka Duisburg (heute Teil der Edeka Rhein-Ruhr) im Jahr 1998 samt Umflaggung der 29 Pro-Standorte auf Edeka neukauf[26][27] | |||
| Safeway | Supermarktkette | Gründung durch Safeway Inc. in den Jahren 1963/1964, Übernahme durch Familie Werhahn (Bolle) zum 1. August 1985, Verkauf an co op AG im Jahr 1987[35][36][37][38] | coop eG/KG Dortmund[A 1]: Übernahme des Vertriebsgebietes samt Safeway-Standorten in Hamburg im Jahr 1990, Verkauf an Spar samt Umflaggung auf Spar-Vertriebslinien ab 1998[25][34][39] |
| Schade und Füllgrabe | Supermarktkette | Gründung am 18. September 1878 als Offene Handelsgesellschaft, Übernahme durch Familie Werhahn im Jahr 1936, Verkauf an co op AG im Jahr 1987[13] | Deutsche SB-Kauf[A 2]: Verkauf an und Umflaggung auf Kaiser’s Tengelmann im Jahr 1992[40] |
| Schätzlein | Supermarktkette | Gründung als Seifen- und Bürstenladenkette im Jahr 1922, Übernahme durch Familie Werhahn im Jahr 1929, Verkauf an co op AG im Jahr 1987[13] | Deutsche SB-Kauf[A 2]: Verkauf von 108 Standorten an und Umflaggung auf Kaiser’s Tengelmann im Jahr 1995[41] |
Fachhandel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Garvey Bodega (Sherry-Bodega)
- Drowa (Drogeriemärkte)
- Heinzelmann (Haushaltswaren)
- Schlemmermeyer (Käse/Delikatessen)
Großhandel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- HPL (Handelspartnerlogistik)
Anmerkungen:
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Diese co op-Genossenschaften sind selbstständig, waren nie Teil der co op AG und bestehen auch nach Zerschlagung der co op AG fort
- 1 2 3 Die Deutsche SB-Kauf entstand aus der Insolvenzmasse der zerschlagenen co op AG und wurde als Tochter der Asko Deutsche Kaufhaus AG bis zu dessen Verschmelzung auf die Metro AG im Jahr 1996 weitergeführt
Eigenmarken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Lebensmittelbereich bot die co op AG in ihren Vertriebslinien verschiedene Eigenmarken an, z. B. Babette für Schokolade. Prägend für die Eigenmarken war dabei, dass sie gemeinsam als „co-op-Marke“ werbewirksam beworben wurden und durch den Zusatz der blauen co op-Quader erkennbar waren.[42]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur und Film
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bernd Otto: Der Coop-Skandal. Ein Lehrstück aus der deutschen Wirtschaft. Campus, Frankfurt am Main/New York 1996, ISBN 3-593-35584-1.
- Kollege Otto. Semi-dokumentarischer Film von Heinrich Breloer über den Skandal, 1991.
- Armin Peter: Gemeinwirtschaft. Der Roman vom Soll und Ist. 2014, ISBN 978-3-7357-1992-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Missmanagement bei Coop: Das fast perfekte Verbrechen. In: Manager Magazin. 28. August 2001, abgerufen am 15. August 2018.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Burchard Bösche, Jan-Frederik Korf: Chronik der deutschen Konsumgenossenschaften: 150 Jahre Konsumgenossenschaften in Deutschland, 100 Jahre Zentralverband Deutscher Konsumgenossenschaften e. V. (PDF; 1,8 MB) Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften, 2003, S. 39–41, abgerufen am 26. Januar 2019.
- ↑ Kai D. Eichstädt: Aktien für die Genossen. In: Die Zeit 50/1972. 15. Dezember 1972, abgerufen am 26. Januar 2019.
- 1 2 3 Gunhild Freese: Abschied von der Zentrale. In: Die Zeit 12/1975. 14. März 1975, abgerufen am 26. Januar 2019.
- ↑ Miriam Westenberger: Trauer um Horst van Heukelum. (PDF, 5 MB) In: Kronberger Bote. 24. Januar 2019, S. 8, abgerufen am 26. Januar 2019.
- ↑ Urteil BVerwG 8 C 7.06 des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. April 2007, Abs. 16
- 1 2 Co op – umgebaut und ausgehöhlt. (PDF; 1447) In: Der Spiegel 42/1988. 17. Oktober 1988, S. 142–155, abgerufen am 26. Januar 2019.
- ↑ Große Sauerei ; Der Spiegel vom 15.01.1989, abgerufen am 30.10.2025
- 1 2 3 Die Stinnes AG übernimmt co-op-Baumärkte. In: Hamburger Abendblatt. 6. August 1990, abgerufen am 4. Mai 2023.
- ↑ Felix Herzog: Solidarität unter Verdacht. Über den Versuch der Kriminalisierung der Gewerkschaften im Fall co op. Mit einem Vorw. von Hans Matthöfer. Hrsg.: Bund-Verlag. Köln 1995, DNB 944144306, S. 18.
- 1 2 3 Die co op in Hamburg. In: Hamburger Abendblatt. 25. Februar 1989, abgerufen am 29. November 2022.
- ↑ Einer von sechs. In: die tageszeitung. 13. September 1989, S. 9, abgerufen am 29. November 2022.
- 1 2 3 Redakteur: Die Werhahn KG, mittelständisch geprägt, international erfolgreich. In: Werhahn KG. Abgerufen am 3. Februar 2022.
- 1 2 Tiefgreifende Restrukturierung: Metro baut Verlustbringer Extra um. Abgerufen am 3. Februar 2022.
- 1 2 Bolle bleibt Bolle. In: Der Tagesspiegel. 19. Januar 2008, abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ In Berlin und Hamburg stirbt der Traditionsname Bolle. In: Hamburger Abendblatt. 7. März 1996, abgerufen am 29. November 2022.
- 1 2 100 Jahre Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaft e. V. In: klaus.lhorn.de. Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaft e. V., 2003, abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ Geschichte des Konsum-Vereins Mannheim (eingetragene Genossenschaft) 1900-1990. In: rhein-neckar-industriekultur.de. Rhein-Neckar-Industriekultur, 10. Dezember 2009, abgerufen am 3. Februar 2022.
- 1 2 3 100 Jahre co op Minden-Stadthagen eG. In: coop-forum.de. co op Minden-Stadthagen eG, 2002, abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ Nº1|2002. In: coop-forum.de. co op Minden-Stadthagen eG, 2002, abgerufen am 20. Februar 2022.
- ↑ Unternehmen • Verbrauchergenossenschaft Calw eG. In: Verbrauchergenossenschaft Calw eG. Abgerufen am 14. Dezember 2022.
- ↑ Wir ueber uns - Unternehmen - co op Schleswig-Holstein eG. 18. Oktober 1999, archiviert vom am 18. Oktober 1999; abgerufen am 14. Dezember 2022.
- ↑ Wir ueber uns - Vertriebslinien - co op Schleswig-Holstein eG. 3. November 1999, archiviert vom am 3. November 1999; abgerufen am 14. Dezember 2022.
- ↑ Wir ueber uns - Vertriebslinien - co op Schleswig-Holstein eG. 12. März 2000, archiviert vom am 12. März 2000; abgerufen am 14. Dezember 2022.
- 1 2 3 Unsere Historie - coop.de. Abgerufen am 3. Februar 2022.
- 1 2 27. Juni 1998 - Auflösung der Coop-Dortmund-Kassel beschlossen. 27. Juni 2013, abgerufen am 3. Februar 2022.
- 1 2 EDEKA Handelsgesellschaft Duisburg mbH: Übernahmen als dynamischer Wachstumsmotor. Verstärkte Präsenz von EDEKA-Geschäften im Ruhrgebiet. EDEKA Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr mbH, 29. Juli 1999, archiviert vom am 6. Januar 2002; abgerufen am 7. Januar 2023.
- ↑ Konsumgenossenschaft Göppingen eG. Abgerufen am 14. Dezember 2022.
- ↑ Presse | Nachrichten und Fakten - coop eG. 8. Mai 2015, archiviert vom am 8. Mai 2015; abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ KG Dortmund verkauft Märkte an Lidl & Schwarz. In: genios.de. Lebensmittel Zeitung, 11. August 1995, abgerufen am 9. Mai 2023.
- ↑ Aus plaza wird allkauf – Größerer Einkaufskomfort, mehr Auswahl und Service. 14. April 1997, archiviert vom am 14. April 1997; abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ Aus plaza wird allkauf – Umwandlung der plaza-Märkte in allkauf SB-Warenhäuser – Größerer Einkaufskomfort und mehr Serviceleistungen. 14. April 1997, archiviert vom am 14. April 1997; abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ Hamburg. Der erste Selbstbedienungsladen der "Pro"-Handelkette öffnete bereits 1949. Hier Frauen beim Einkauf vor gefüllten Regalen. - Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 8. Februar 2022.
- 1 2 Spar: Pro- bernahme perfekt. Abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ Safeway: A Look Back. In: Supermarket News. 10. Dezember 2001, abgerufen am 6. Februar 2022 (englisch).
- ↑ Safeway zu Bolle. In: Hamburger Abendblatt. 17. August 1985, abgerufen am 29. November 2022.
- ↑ Herzlichen Dank. In: Der Spiegel. 11. Oktober 1987, abgerufen am 6. Februar 2022.
- ↑ Co op: Die Ära Otto geht zu Ende Nervosität bei den Lieferanten. In: Der Spiegel. 20. November 1988, abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ Spar trimmt Pro auf Kurs. In: Hamburger Abendblatt. 21. August 1998, abgerufen am 29. November 2022.
- ↑ Schade, Conrad. In: Frankfurter Personenlexikon. Abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ Kaiser's sieht Wettbewerb mit "Hauen und Stechen". In: Die Welt. 17. Dezember 1996, abgerufen am 3. Februar 2022.
- ↑ Babette. In: schokosammlung.de. Abgerufen am 3. Februar 2022.


