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Continuous Rod

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Symbolische Funktionsdarstellung eines CR-Gefechtskopfes: der expandierende Ring „zerschneidet“ das Zielobjekt

Ein Continuous-Rod-Gefechtskopf (CR-Gefechtskopf) ist eine spezielle Form eines Splittergefechtskopfes mit gerichteter Wirkung, der in den 1950er Jahren entwickelt wurde. Er wird ausschließlich bei Flugabwehr- und Luft-Luft-Raketen eingesetzt. Teilweise wird in der Literatur auch die Bezeichnung „Expanding Rod“ verwendet.

Der Gefechtskopf besteht aus einer geraden Anzahl von Stahlstäben, die zylinderförmig um einen Kern gelegt und wechselseitig so miteinander verschweißt werden, dass sich eine durchgängige Kette ergibt. Das Innere des Zylinders wird nach Entfernen des Kernes mit Sprengstoff gefüllt.

Testzündung eines CR-Gefechtskopfes am Boden: Der expandierende Stabring breitet sich in horizontaler Richtung aus und zerreißt die Plane am Zaun rundum.

Bei der Detonation des Sprengstoffes werden die Stäbe rundum nach außen beschleunigt. Da diese miteinander verbunden und duktil sind, bilden sie insgesamt einen sich schnell ausdehnenden Zickzack-Ring. In dem Moment, in dem der Ring sein Zickzack gestreckt hat, zerreißt der Ring in mehrere Teile. Die Stäbe, der Ring und zuletzt seine Bruchstücke bewegen sich mit der Explosionsrichtung und ab Ringstreckung auch mit der Projektilflugrichtung quer zum Stabdurchmesser, wodurch eine Verzögerung durch die Luftwiderstandskraft eintritt. Das Zielflugzeug kann durch unterschiedlich geartete Kollision mit dem Ring oder seiner Bruckstücke beschädigt werden.[1]

Ein Continuous-Rod-Gefechtskopf ist beim Einsatz gegen Flugzeuge bedeutend wirksamer als herkömmliche Splittergefechtsköpfe, da das relativ empfindliche Zielobjekt nicht nur beschädigt, sondern zerschnitten wird. Dem stehen höhere Anforderungen an Zünder und Lenksysteme des Trägersystems gegenüber, da die Wirksamkeit auf einen scheibenförmigen Bereich senkrecht zur Längsachse des Gefechtskopfes mit einem maximalen Wirkdurchmesser begrenzt ist. Um dies zu minimieren, besitzen moderne Gefechtsköpfe oft mehrere Stablagen, die in unterschiedliche Richtung wirken oder verschiedene Expansionsradien aufweisen.

Der CR-Gefechtskopf wurde 1952 in den USA an der Johns Hopkins University im Rahmen eines Entwicklungsvertrages mit der United States Navy konzipiert.

Der Gefechtskopf kam bzw. kommt unter anderem in folgenden Raketen zum Einsatz:

Einzelnachweise

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  1. Craig M. Payne: Principles of Naval Weapon Systems. Naval Institute Press, 2006, ISBN 978-1-59114-658-2, S. 352 (englisch).