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Clonmany

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Clonmany
Cluain Maine
The Cross
Clonmany
Clonmany (Irland)
Clonmany (Irland)
Koordinaten 55° 15′ 45″ N, 7° 24′ 45″ WKoordinaten: 55° 15′ 45″ N, 7° 24′ 45″ W
Basisdaten
Staat Irland
Provinz Ulster
Grafschaft Donegal
Höhe 71 m
Fläche 1,3 km²
Einwohner 569 (2022[1])
Dichte 424,3 Ew./km²
Postleitzahl F93
Telefonvorwahl +353 (0)74
Main Street in Clonmany
Main Street in Clonmany
Main Street in Clonmany

Clonmany (irisch Cluain Maine, deutsch: Die Weide des Maine) ist eine Kleinstadt (Town) im County Donegal auf der Halbinsel Inishowen im Nordwesten der Republik Irland. Die Einwohnerzahl von Clonmany wurde bei der Volkszählung 2022 mit 569 Personen ermittelt.[1]

Clonmany liegt etwa zwei Kilometer südlich der Atlantikküste und etwa 18 Kilometer nordnordöstlich von Buncrana im Norden der Grafschaft Donegal. Durch die Gemeinde führt die R238 aus Richtung Carndonagh kommend Richtung Buncrana. Knapp zwei Kilometer westlich vom Ortszentrum von Clonmany befindet sich der Wasserfall von Glenevin.[2]

Columban von Iona gründete hier ein Kloster, das später unter dem Schutz der Familie Morrisson stand. In dem Kloster befand sich ursprünglich der Miosach-Schrein, der zum Ende des 11. Jahrhunderts entstand. Der Schrein ist heute im Irischen Nationalmuseum in Dublin. Dennoch wurde der Ort mit seiner Siedlung erstmals 1795 in der Topographia Hibernica erwähnt. Anfang 1800er wurde in der Gegend weithin in gesetzloser Manier Poitín produziert und auf dem Markt in Derry veräußert. Die Gegend wurde daher Poitín Republic of Urris genannt. Erst 1815 konnte die staatliche Kontrolle wiederhergestellt werden. Der Zehntstreit in der Region kulminierte 1836 in der Inhaftierung des katholischen Priesters O’Donnell, der sich weigerte einen Zehnten an die anglikanische Kirche abzugeben. Nach seiner Freilassung bemühte sich O’Donnell die Bevölkerung von Clonmany vor der Großen Hungersnot zu bewahren. 1845 brachte die Kartoffelernte nur geringe Erträge ein. Nahezu die Hälfte war durch die Kartoffelfäule nicht verwertbar. Die Bevölkerung litt trotz weniger Hilfeleistungen Hunger. In die gleiche Zeit der Großen Hungersnot fiel der Land War. Um die Ordnung wiederherzustellen, wurde 1834 ein Teil des 1. Regiments der britischen Garnison aus Derry in Clonmany stationiert. Dennoch wurden in der laufenden Zeit gewaltsame Übergriffe auf die Großgrundbesitzer verübt, nachdem ihre Pächter von den Ländereien vertrieben worden waren.[3] 1861 wurde schließlich die protestantische Kapelle erheblich beschädigt. Während des irischen Unabhängigkeitskrieges ermordete die IRA hier am 10. Mai 1921 zwei Beamte der Royal Irish Constabulary.

Am 11. Juli 2010 kam es bei Clonmany zu einem Verkehrsunfall mit insgesamt acht Toten.

Im Januar 1840 wurde ein Erdbeben in Clonmany registriert. Ein weiteres Erdbeben fand am 21. November 1994 statt.

Sehenswürdigkeiten

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  • anglikanische Kirche, 1772 errichtet und 1830 erweitert, nur noch als Ruine überliefert
  • katholische Marienkirche, 1814 errichtet, 1833 und 1843 erweitert
  • Brücke über den Clonmany River, um 1800 errichtet
Commons: Clonmany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Clonmany auf citypopulation.de, abgerufen am 11. August 2026
  2. ↑ The Irish Roadtrip: Glenevin Waterfall
  3. ↑ Hansard: Debatte vom 13. März 1882 im britischen Unterhaus