Zum Inhalt springen

Claude Chauveau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Schwarz-Weiß-Bild, Chauveau an seinem Schreibtisch im Landwirtschaftsministerium sitzend. Der Schreibtisch ist mit Papieren übersäht, Chauveau hält einen Stift in der Hand.
Claude Chauveau, 1932

Claude Chauveau (geboren am 22. August 1861 in Pouilly-en-Auxois; gestorben am 28. Februar 1940 ebenda) war ein französischer Arzt und Politiker der Dritten Republik.

Claude Chauveau stammte aus einfachen Verhältnissen, konnte aber dank seiner Begabung ein Medizinstudium erfolgreich absolvieren. 1889 eröffnete er eine Praxis für Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen. Er bildete sich (auch in Österreich und in Deutschland) weiter und wurde auf seinem Fachgebiet, der Laryngologie (Kehlkopferkrankungen), eine Kapazität. Chauveau verfasste eine Vielzahl von Beiträgen in Fachzeitschriften und Bücher zu diesem Thema.[1]

1900 wurde er zum Stadtrat von Pouilly-en-Auxois gewählt und übte dieses Amt bis 1925 aus, wo er mit einer Stimme Unterschied geschlagen wurde. Von 1913 bis zu seinem Tod war er Generalrat des Côte-d’Or, ab 1919 als dessen Präsident. 1910 wurde er in den Senat gewählt; auch dieses Amt übte er bis zu seinem Tod aus. Im Senat war er Teil der Union républicaine, einer zu diesem Zeitpunkt eher konservativen Fraktion. 1932 amtierte er als Landwirtschaftsminister im Kabinett Tardieu III.[1]

Claude Chauveau wurde als Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet.[2]

Die Biographie von Jean Jolly und die Bibliothèque nationale de France (siehe Einzelnachweise und Weblink) nennen eine Vielzahl von Werken vornehmlich medizinischen Inhalts, aber auch zu landwirtschaftlichen und sozialen Fragen oder zur Region Côte-d’Or. Online sind zugänglich:

  • Recherches sur l’histoire de l’anatomie et de la physiologie des fosses nasales depuis Hippocrate jusqu’à la période spécialistique, Baillière, 1912[3]
  • Contribution à l’histoire de la pathologie pharyngée pendant la période gréco-romaine, Masson, 1913[4]
  • Notes de culture mécanique, Baillière, 1917[5]
  • La France agricole et la guerre, Baillière, 1918[6]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Jean Jolly: Dictionnaire des parlementaires français (1889–1940). PUF, 1960 (senat.fr).
  2. ↑ Chauveau. In: Base Léonore. Abgerufen am 1. November 2026 (französisch).
  3. ↑ Recherches sur l’histoire de l’anatomie auf Gallica
  4. ↑ Contribution à l’histoire de la pathologie pharyngée auf Gallica
  5. ↑ Notes de culture mécanique auf Gallica
  6. ↑ La France agricole et la guerre auf Gallica
VorgängerAmtNachfolger

Armand Achille-Fould
Landwirtschaftsminister
20.02. 1932 – 03.06. 1932

Abel Gardey