Cinema of Transgression
Cinema of Transgression (Kino der Überschreitung) ist ein Ausdruck, den Nick Zedd 1985 prägte, um eine in New York City beheimatete Undergroundfilm-Bewegung zu bezeichnen, die aus einer losen Gruppe ähnlich gesinnter Künstler bestand, die überwiegend die Filmformate Super 8 oder 16-mm nutzten.[1]
Undergroundfilm-Bewegung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Filmschaffenden verwendeten Schockeffekte, die mit Gewalt, Sexualität oder Grenzerfahrungen zu tun hatten und hatten oft das Ziel bei ihren Zuschauern starke Gefühle wie Angst, Ekel oder Lust auszulösen. Der Begriff Transgression geht dabei auf den französischen Autoren Georges Bataille zurück, der diese Momente der Grenzüberschreitung als eine „rauschhafte, gewaltvolle Entfesselung“ und sie als Mittel um eine neuen Selbstwahrnehmung zu erreichen betrachtete.[1]
Zu den Hauptbeteiligten zählten Nick Zedd, Kembra Pfahler, John Waters, Casandra Stark, Beth B, Tommy Turner, Richard Kern und Lydia Lunch, sowie Karen Finley, Tessa Hughes-Freeland und David Wojnarowicz. Sie begannen (überwiegend) in den späten 1970ern bis Mitte der 1980er begannen, Filme mit sehr geringen Budgets auf Schmalfilm zu drehen.[1]
Zedd erläuterte die Philosophie des Cinema of Transgression im Cinema of Transgression Manifesto,[2] das pseudonym im Underground Film Bulletin (1984–1990) erschien.
Richard Kern, der vielleicht berühmteste Künstler der Transgression, begann in New York mit den Schauspielern Nick Zedd und Lung Leg Filme zu machen. Einige waren Videos für Künstler wie Butthole Surfers und Sonic Youth.
“We propose that all film schools be blown up and all boring films never be made again.”
Vorläufer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Cinema of Transgression steht in der Tradition von Filmemachern wie Jack Smith, Andy Warhol, John Waters und Kenneth Anger. Es ging direkt aus dem New Cinema bzw. der No Wave Film, die in direkter Beziehung zum New York Punk und zum No Wave in der Musik standen. Oft, aber keineswegs ausschließlich spielten Musiker aus dieser Zeit wie Arto Lindsay, Pat Place, Klaus Nomi und Lydia Lunch in den Filmen mit.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jack Sargeant: Deathtripping: The Cinema of Transgression. Creation Books, 2000, ISBN 1-84068-054-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Cinema of Transgression. Universität Kiel, abgerufen am 17. März 2026.
- ↑ Archivlink ( vom 28. September 2007 im Internet Archive)