Chronik des russischen Überfalls auf die Ukraine ab 2025

Diese Chronik stellt eine Übersicht zur Chronologie des russischen Überfalls auf die Ukraine ab Anfang Januar 2025 dar.
Januar 2025
1. bis 3. Januar
Bei einem neuen russischen Drohnenangriff auf die Hauptstadt Kiew brachen mehrere Brände aus, mindestens zwei Menschen seien ums Leben gekommen und sieben weitere Menschen verletzt worden.[1] Bei einem Raketeneinschlag in Tschernihiw am 3. Januar sind angeblich 40 Wohnhäuser zerstört oder beschädigt worden.[2]
In den ersten drei Tagen des Jahres 2025 wurde die Ukraine nach Angaben von Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj mit mehr als 20 Raketen und etwa 300 Kampfdrohnen angegriffen.[3]
4. Januar
Der Flughafen Sankt Petersburg musste den Betrieb wegen ukrainischer Drohnenangriffe während mehrerer Stunden einstellen.[4]
Wegen ukrainischer Angriffe auf die Oblast Belgorod mit laut russischen Angaben acht ATACMS-Raketen sowie 72 Drohnen drohte Staatspräsident Wladimir Putin „mit Vergeltung“.[5]
5. Januar
Medien berichteten von neuen Angriffsoperationen ukrainischer Streitkräfte in der russischen Oblast Kursk, nachdem sie dort zuvor in der Defensive gewesen waren.[6][7]
Der ukrainische Auslandsnachrichtendienst SSRU schätzte, dass bisher etwa 140.000 bis 180.000 Menschen aus russischen Gefängnissen zum Kriegseinsatz in der Ukraine rekrutiert wurden.[8] Um die sinkenden Rekrutierungen von Freiwilligen zu kompensieren, wirbt das russische Militär Häftlinge für einen Kriegseinsatz an. Im Jahr 2024 begann Russland außerdem damit, auch Personen einen Armeevertrag anzubieten, die lediglich einer Straftat verdächtigt werden. Im Gegenzug würden Anklagen fallen gelassen.[9]
Russland hat im vergangenen Jahr fast 3600 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet erobert. Die höchsten Verluste habe es im November 2024 mit 610 Quadratkilometern gegeben. Auffällig ist, dass die Gebietsverluste nach der ukrainischen Sommeroffensive sowie der Kursk-Offensive deutlich zugenommen haben.[10]
6. Januar
Das russische Verteidigungsministerium erklärte die Stadt Kurachowe in der Oblast Donezk für erobert.[11]
Am 6. Januar sagte der Präsident von Aserbaidschan İlham Əliyev, dass die Embraer 190 auf Flug 8243 der Azerbaijan Airlines am 25. Dezember 2024 abgeschossen worden sei, und gab „den Vertretern Russlands“ die Schuld. Die Auswertung der Flugschreiber dauerte noch an.[12]
Eine russische Drohne griff in der ukrainischen Stadt Cherson einen zivilen Linienbus an. Dabei wurde mindestens eine Person getötet und neun weitere verletzt.[13]
8. Januar

Wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow mitteilte, wurden bei einem russischen Gleitbombenangriff auf die ukrainische Stadt Saporischschja mindestens 13 Menschen getötet. 30 Verletzte seien in Krankenhäuser der Stadt gebracht worden.[14] Die Beobachtermission für Menschenrechte der Vereinten Nationen erklärte, dass bei dem Angriff ausschließlich Zivilisten getötet wurden.[15]
Nach Angaben der dortigen Regionalregierung wurden die russischen Nachbarstädte Engels und Saratow mit ukrainischen Drohnen angegriffen. Die Ukraine bestätigte einen Treffer auf ein russisches Erdöllager in Engels, das der Versorgung der russischen Luftwaffe dient, die dort mit dem Militärflugplatz Engels-2 einen der landesweit größten Militärflugplätze hat. Zwei Feuerwehrleute kamen bei der Bekämpfung des Brandes ums Leben. In Engels sei nach dem Angriff der Notstand ausgerufen worden, wie der Gouverneur der Oblast Saratow, Roman Busargin, bekanntgab.[16][17] Es brannte fünf Tage.[18]
9. Januar
Beim Ramstein-Format sagte die bis zum 20. Januar amtierende, von Präsident Biden geführte US-Regierung dem ukrainischen Staat Rüstungsgüter im Wert von 500 Millionen US-Dollar zu.[19]
11. Januar
Die russische Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über die Siedlung Schewtschenko in der ukrainischen Oblast Donezk übernommen.[20]
Dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj zufolge wurden in der russischen Oblast Kursk zwei nordkoreanische Soldaten von der ukrainischen Armee als Kriegsgefangene genommen. Sie hätten trotz Verletzungen überlebt und seien nach Kiew gebracht worden, wo der ukrainische Geheimdienst sie in Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Geheimdienst und koreanischen Dolmetschern verhöre. Auch die Presse werde Zugang erhalten. Er fügte seinen Posts Fotos der Gefangenen bei. Zudem zeigte ein Foto einen russischen Armeeausweis. Einer der Gefangenen sagte laut dem ukrainischen SBU, er sei Grenadier in der nordkoreanischen Armee und habe geglaubt, zum Training nach Russland geschickt zu werden, und nicht um im Krieg zu kämpfen. Erneut warf Selenskyj den russischen und nordkoreanischen Truppen vor, verwundete Nordkoreaner zu „erledigen“, damit man deren Beteiligung am Krieg gegen die Ukraine nicht nachweisen könne.[20][21]
12. Januar
Wie der ukrainische Generalstab in Kiew mitteilte, wurde ein Luftangriff auf den Stab der russischen 2. Gardearmee in Nowohrodiwka südöstlich von Pokrowsk im Donbas durchgeführt.[22]
Laut Novaya Gazeta traf in der Nacht auf den 12. Januar eine russische Lenkbombe im ukrainisch besetzten Sudscha ein für die Unterbringung von hilflosen, alten Menschen verwendetes Internat.[23]
14. Januar
Aufgrund des Vorrückens der russischen Truppen im Osten der Ukraine stellte die dortige wichtige ukrainische Kohlemine Pokrowsk ihren Betrieb ein. Sie ist von Bedeutung für die Produktion von Stahl für das Militär. Außerdem ist Stahl das zweitwichtigste ukrainische Exportgut.[24]
Nach eigenen Angaben traf die Ukraine bei einem Drohnenangriff einen Industriebetrieb in Saratow sowie einen in der Stadt Engels. Nach Medienberichten wurde erneut das Treibstofflager getroffen, das in der Vorwoche nach einem Einschlag fünf Tage gebrannt hatte. Auf dem Luftwaffenstützpunkt Engels seien Lenkbomben und Raketen gelagert worden. Zudem sei eine Chemiefabrik (nach anderen Angaben ein Werk für Mikroelektronik) in Brjansk getroffen worden, und durch den Angriff seien Feuer im Chemiewerk in Alexin in der Oblast Tula sowie in der Ölraffinerie Saratowski ausgebrochen. Der ukrainische Generalstab erklärte, es habe sich um die „massivste“ nächtliche Angriffswelle gegen militärische Ziele in Russland seit Beginn des Krieges gehandelt. Russland sprach auch vom Einsatz weitreichender westlicher Waffen wie ATACMS-Raketen und Storm-Shadow-Marschflugkörpern und kündigte eine Antwort an.[24]
Nikolai Patruschew, ein enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, sagte, dass die Ukraine wie auch die Republik Moldau durch ihre „antirussische Politik“ in die Krise geraten seien. Es sei „nicht ausgeschlossen, dass die Ukraine in diesem Jahr aufhört zu existieren“, und bei der Republik Moldau sei es wahrscheinlich, „dass sie zu einem anderen Staat kommt oder überhaupt aufhört zu existieren“.[24]
16. Januar
Die Ukraine bestätigte Angriffe auf ein Öllager im Westen Russlands. Mindestens drei Drohnen hätten das Ziel getroffen. Ebenso sei eine russische Produktionsanlage für Schießpulver in Tambow, einer der Hauptlieferanten für Sprengstoffe für die russische Armee, angegriffen worden. Nach russischen Angaben wurde auch ein Treibstofflager in der Oblast Woronesch durch einen ukrainischen Drohnenangriff in Brand gesetzt.[25]
Der britische Premierminister Keir Starmer traf in Kiew ein, um eine 100-jährige Partnerschaft zur Vertiefung der Sicherheitsbeziehungen zwischen Großbritannien und der Ukraine abzuschließen. Auch die Bereiche Wissenschaft, Energie und Handel werden davon abgedeckt.[25]
Nach Angaben des für die Rüstung zuständigen Ministers Herman Smetanin hat die Ukraine im Jahr 2024 ihre Rüstungsproduktion ausgebaut: Es seien etwa 2,5 Millionen Mörser- und Artilleriegeschosse und die gleiche Menge an Munition für Drohnen hergestellt worden.[25]
17. Januar
In der südostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih, der Heimatstadt von Präsident Selenskyj, wurden infolge eines russischen Raketenangriffs nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet, weitere sieben seien verletzt worden.[26]
In der russischen Stadt Ljudinowo in der Oblast Kaluga geriet ein Tanklager durch einen ukrainischen Drohnenangriff in Brand. Zudem meldete die Ukraine, dass das Militär am Vortag in der russischen Grenzregion Belgorod Luftverteidigungssysteme des 568. Flugabwehr-Raketenregiments angegriffen und beschädigt habe.[26]
18. Januar
Laut russischem Verteidigungsministerium wurde in der Ukraine eine Produktionsstätte für Raketen mit hoher Reichweite vom Typ „Neptun“ zerstört. Es habe sich um Vergeltung für die ukrainischen Angriffe mit ATACMS-Raketen gehandelt.[27]
Durch nächtliche russische Angriffe starben in Kiew drei Menschen, drei weitere wurden verletzt; in Saporischschja gab es zehn Verletzte.[27]
20. Januar
Ein Öldepot beim russischen Liski wurde zum zweiten Mal nach dem 15. Januar getroffen.[28]
21. Januar
Der 47. Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump sagte, dass er bald mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin reden wolle. Die ukrainische Regierung sei bereit für ein Friedensabkommen. Trump sah große Schwierigkeiten für Russland voraus mit Wirtschaft und Inflation.[29][30] Wenn sich Putin nicht darauf einließe, dann würde dieser sein Land zerstören.[31][32]
Die ukrainische Armee teilte mit, die Infrastruktur eines Flugzeugwerks in der Oblast Smolensk angegriffen zu haben. In der Fabrik würden Kampfjets vom Typ Su-25 modernisiert. Laut dem von der russischen Regierung unabhängigen Internetportal Astra brach ein Feuer in dem Werk aus. Der Gouverneur der Oblast Smolensk, Wassili Anochin, erwähnte den Angriff in seiner Schadensmeldung nicht.[33]
Aus Moskau wurde gemeldet, dass die russische Armee im Osten der Ukraine die Ortschaft Wowkowe in der Oblast Donezk eingenommen habe.[33]
24. Januar
Der Nachrichtensender AnewZ aus Aserbaidschan meldete laut Euronews vom 24. Januar 2025, dass das die Embraer 190 auf Flug 8243 der Azerbaijan Airlines am 25. Dezember 2024 beschädigende Panzir-S1-System und dessen Offiziere identifiziert worden seien. Diplomatische Quellen in Aserbaidschan erklärten gegenüber AnewZ, dass die aserbaidschanische Regierung nicht zulassen werde, dass der Fall „vertuscht“ werde, und dass es weiterhin entschlossen sei, von Russland Rechenschaft für den Abschuss zu verlangen.[34]
Nach eigener Darstellung erzielten russische Truppen bei Kämpfen um die Stadt Welyka Nowosilka am Rande des Donbass einen entscheidenden Durchbruch; es sei gelungen, die ukrainischen Verteidigungslinien zu durchbrechen und einen Teil der ukrainischen Verbände abzuschneiden.[35]
In der Nacht schoss die Ukraine eine Ölraffinerie in Rjasan etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau in Brand. Auch ein benachbartes Heizkraftwerk wurde laut Medienberichten getroffen, nach ukrainischen Angaben zudem das Kremnij-Werk in Brjansk, das laut ukrainischen Stellen Mikroelektronik für russische Waffen herstellt.[35]
29. Januar
Bei einem russischen Angriff wurde in Saporischschja die von 2000 bis 2002 errichtete Sankt-Andreas-Kathedrale teilweise zerstört. Teile der Decke stürzten ein.[36]
Das ukrainische Militär meldete einen Drohnenangriff auf eine russische Ölraffinerie in Kstowo in der Oblast Nischni Nowgorod. Dabei sei in der Anlage ein großes Feuer ausgebrochen.[36] Zudem wurde in der Nacht vom 29. zum 30. Januar auch eine Pumpstation der Druschba-Pipeline in der Oblast Brjansk getroffen und geriet in Brand.[37][38]
31. Januar
Nach Angaben der New York Times meldete auch ein Sprecher der ukrainischen Spezialeinheiten, dass nordkoreanische Soldaten anscheinend vorläufig von der Front in der südwestrussischen Oblast Kursk – zumindest in den Abschnitten, in denen die ukrainischen Spezialeinheiten operieren – abgezogen worden seien; dies hänge wohl mit den hohen nordkoreanischen Verlusten zusammen.[39]
Februar 2025
1. Februar
Laut der ukrainischen Armee wurde in Sudscha in dem von der Ukraine kontrollierten Teil der russischen Oblast Kursk ein als Vertriebenenunterkunft genutztes Schulgebäude, in dem vor allem ältere Menschen untergebracht waren, von Russland mit einer Gleitbombe angegriffen. Dabei seien vier Menschen getötet und vier schwer verletzt worden.[40][41]
2. Februar
Nach ukrainischen Angaben wurden bei einem Angriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa 15 UNESCO-Weltkulturerbestätten im historischen Zentrum beschädigt, darunter das Hotel Bristol (stark zerstört), die Philharmonie (von der UNESCO im September 2023 angesichts des Kriegs unter verstärkten Schutz gestellt) und das Museum für westliche und orientalische Kunst. Die UNESCO verurteilte den Angriff.[40]
Bei russischen Luftangriffen wurden in der ukrainischen Stadt Poltawa 14 Menschen getötet, darunter zwei Kinder, und 17 verletzt; in Sumy wurden zwei Menschen getötet, in Charkiw bei einem russischen Drohnenangriff einer.[40][42]
Ein vermutlich von einer russischen Drohne durch das offene Dach eines Minibusses abgeworfener Sprengsatz verletzte in der südukrainischen Hafenstadt Cherson fünf Menschen, darunter zwei Kinder. Ein Mann wurde ebenfalls in Cherson schwer verletzt, als eine Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus traf.[42]
3. Februar
Einer Datenauswertung der Nachrichtenagentur AFP, basierend auf Daten des US-amerikanischen Institute for the Study of War, zufolge eroberte Russland im Januar 2025 430 Quadratkilometer Territorium, 80 Prozent davon in der Oblast Donezk. Im Januar 2023 hatte Russland nur 285 Quadratkilometer gewinnen können, im Januar 2024 sogar nur 146. Verglichen mit den beiden Vormonaten November und Dezember 2024 verzeichnete Russland jedoch im Januar 2025 geringere Gebietsgewinne.[43]
Den Vereinten Nationen zufolge gab es in den vergangenen Monaten einen alarmierenden Anstieg von Hinrichtungen ukrainischer Soldaten in russischer Gefangenschaft.[43]
Eine wichtige russische Ölraffinerie in Wolgograd wurde zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage von einem ukrainischen Drohnenangriff getroffen. Russische Telegramkanäle berichteten überdies von einem Brand in einer gasverarbeitenden Fabrik bei Astrachan am Kaspischen Meer. Laut den regionalen Behörden wurden Anlagen der dortigen Energieindustrie von ukrainischen Drohnen angegriffen.[43]
4. Februar
Analytiker des Deepstate-Projekts berichteten, dass es der Ukraine gelungen sei, Stellungen in der Nähe von Nadijiwka in der Oblast Donezk zurückzuerobern. Die Ortschaft liegt 20 Kilometer südwestlich der umkämpften ukrainischen Stadt Pokrowsk.[44]
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Cherson wurden vier Menschen verletzt.[44]
Mit einer Drohne soll die Ukraine eine Ölraffinerie in Nowominskaja in der russischen Region Krasnodar getroffen haben, woraufhin ein Brand ausgebrochen sei.[44]
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge wurden 45.100 ukrainische Soldaten in diesem Krieg getötet, 390.000 Armeeangehörige seien verwundet worden. Für die Gegenseite gab Selenskyj eine Zahl von rund 350.000 russischen Gefallenen und 600.000 bis 700.000 Verletzten an. Dieses Verhältnis von 1:2 erklärte er damit, dass die russische „Feldmedizin schwächer“ sei als die ukrainische. Die Russen brächten ihre Verwundeten nicht zurück; sie ließen sie auf dem Schlachtfeld.[44]
Kyrylo Budanow, Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR, dementierte Berichte, wonach nordkoreanische Soldaten wochenlang nicht mehr an der Front gesehen worden seien. Er bestätigte jedoch, dass die Zahl der nordkoreanischen Truppen zurückgegangen sei.[44]
5. Februar
In Druschkiwka starben bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus zwei Menschen.[45]
7. Februar
Das russische Verteidigungsministerium meldete die Einnahme der strategisch wichtigen Bergbaustadt Torezk in der Ostukraine. Ukrainische Stellen bestätigten das nicht.[46]
8. Februar
In der von Russland annektierten ostukrainischen Stadt Makijiwka wurde nach Angaben der Besatzungsbehörden durch ukrainischen Beschuss eine Frau getötet, zehn Menschen seien verletzt worden.[47]
9. Februar
Russischen Truppen gelang nach eigenen Angaben die Einnahme der ostukrainischen Ortschaft Orichowo-Wassyliwka in der Oblast Donezk.[48] Eine russische 500-kg-Bombe tötete in Kramatorsk einen Menschen und verletzte weitere. Am 8. und 9. Februar hatte Russland insgesamt 290 Shahed Drohnen gegen die Ukraine gestartet.[49]
Nordkoreas Staats- und Parteichef Kim Jong Un äußerte, dass sein Land und die Armee „die gerechte Sache der russischen Armee und des russischen Volkes zur Verteidigung ihrer Souveränität, Sicherheit und territorialen Integrität stets unterstützen und ermutigen“ würden, wie es der Vertrag über die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern vorsehe.[48]
10. Februar
Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow teilte mit, man sei bereit, mit den USA einen Dialog über ein mögliches Kriegsende „auf Augenhöhe“ zu führen. Ultimaten an Russland lehnte er jedoch ab. Für ein Kriegsende müssten alle Bedingungen von Präsident Wladimir Putin erfüllt werden.[50]
Durch russische Angriffe gab es nach ukrainischen Behördenangaben zwei Todesopfer in der Stadt Kramatorsk in der Oblast Donezk bzw. in Beryslaw in der Oblast Cherson. In Kramatorsk wurden neun weitere Personen verletzt, nachdem eine Bombe des Typs FAB-500 ein voll belegtes Wohnhaus getroffen hatte.[50]
11. Februar
Laut einer UN-Beobachtungsmission waren Kurzstreckendrohnen im Januar die häufigste Todesursache unter ukrainischen Zivilisten. In diesem Januar seien mindestens 139 Zivilisten (27 Prozent davon durch Kurzstreckendrohnen) getötet und 738 (30 Prozent davon durch Kurzstreckendrohnen) verletzt worden. Der UN zufolge wurden bisher im Krieg fast 12.500 Zivilisten getötet, darunter 650 Kinder.[51]
Nach neuen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur wurde die Stromversorgung in der Ukraine eingeschränkt. Zudem wurde nach einem Angriff mit mehreren Gleitbomben in der ukrainischen Oblast Saporischschja ein Mann getötet.[51]
Nach eigenen Berichten nahm das russische Militär das Dorf Jassenowe in der Südostukraine ein.[51]
Die Erdölraffinerie im russischen Saratow an der Wolga wurde von der Ukraine angegriffen, wobei ein Brand entstand.[51]
12. Februar
In der russischen Grenzregion Belgorod wurde nach Behördenangaben eine Frau bei einem ukrainischen Angriff in ihrem Auto getötet. Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew kam ein Mensch zu Tode.[52]
Der Sprecher des russischen Präsidenten teilte mit, dass Russland „niemals“, wie vom ukrainischen Präsidenten Selenskyj vorgeschlagen, über einen Tausch der von Russland gehaltenen ukrainischen Gebiete gegen die von der Ukraine gehaltenen Gebiete in der westrussischen Oblast Kursk diskutieren werde. Die ukrainischen Truppen würden aus Kursk vertrieben werden.[52]
14. Februar

An der Schutzhülle über dem 1986 zerstörten Block des Kernkraftwerkes Tschernobyl kam es am 14. Februar 2025 nach Angaben der IAEA zu einer Explosion. Die Ursache dafür war nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj ein russischer Drohnenangriff. Die Drohne habe die Ummantelung des zerstörten Kraftwerksblocks getroffen und ein Feuer ausgelöst, das jedoch gelöscht werden konnte. Auf Fotos der betroffenen Stelle ist ein Loch in der Schutzhülle zu sehen.[53] Die Schutzhülle wurde laut Selenskyj bei dem Einschlag erheblich beschädigt. Die Strahlenbelastung habe Stand Freitagmorgen, 14. Februar, jedoch nicht zugenommen.[54]
16. Februar
Erneut kam es zu schweren Kämpfen in der westrussischen Oblast Kursk. Der Generalstab in Kiew berichtete von starken russischen Angriffen mit Artillerieunterstützung. Wenige Tage zuvor hatten ukrainische Truppen dort bei überraschenden Vorstößen neue Geländegewinne erzielt.[55]
In der südwestukrainischen Stadt Mykolajiw wurde nach Behördenangaben bei einem russischen Angriff ein Heizkraftwerk zerstört. Mindestens hunderttausend Menschen seien bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ohne Heizung.[55]
Die ukrainische Armee eroberte nach eigenen Angaben das Dorf Pischtschane nahe der umkämpften Stadt Pokrowsk zurück. In Pischtschane befindet sich eine strategisch wichtige Kohlemine. Die russische Armee hatte das Dorf mehr als einen Monat zuvor erobert. Laut einem Sprecher der ukrainischen Armee wurden die russischen Truppen auch aus anderen Dörfern in der Umgebung zurückgedrängt.[55]
17. Februar
In einem Interview mit NBC News sprach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von 45.100 getöteten und 390.000 verwundeten ukrainischen Soldaten. Zudem würden noch Zehntausende vermisst, die sich entweder in Kriegsgefangenschaft befänden oder ebenfalls gefallen seien.[56]
Ein Drohnenangriff der ukrainischen Luftwaffe beschädigte eine Pumpstation, Energieanlagen, eine Gasturbineneinheit und ein Umspannwerk des Caspian Pipeline Consortiums (CPC) in Kropotkin. Der Durchfluss durch das CPC wurde um 30–40 % reduziert.[57][58]
18. Februar
In Riad trafen sich mit Marco Rubio und Sergei Lawrow die Außenminister der Vereinigten Staaten und Russlands zu Gesprächen über ein Ende des Russland-Ukraine-Kriegs. Die ukrainische Regierung war zu dem Treffen nicht eingeladen. Es war das ersten ranghohe Treffen der beiden Länder seit Februar 2022, dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine. Bei dem Treffen vereinbarten beide Regierungen sowohl weitere Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs zu führen, als auch die reguläre Wiederbesetzung ihrer jeweiligen Botschaften.[59][60][61]
20. Februar
Der US-Präsident Donald Trump übernahm nach den ersten Gesprächen mit Russland die Haltung von Russland und bezeichnete den gewählten ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als „Diktator ohne Wahlen“, gab der Ukraine die Schuld daran, dass sie von Russland überfallen wurde,[62] schloss bereits vor Beginn der direkten Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj soll außerdem die russische Hoheit über das bis dahin besetzte ukrainische Gebiet anerkennen,[63] was einer ukrainischen Kapitulation gleichkommen würde. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages Michael Roth drückte dazu seine Verwunderung aus, dass russische Propaganda im Weißen Haus angekommen sei. Dennoch sei er der Auffassung, dass Europa einen Deal mit Trump eingehen müsse.[64]
Weder die Ukraine noch die anderen Länder Europas wurden an den Verhandlungen zwischen den USA und Russland beteiligt. Zudem warf Trump Selenskyj vor, keinen Rückhalt in der Bevölkerung zu haben, was aktuellen Umfragen widerspricht.[65][66] Selenskyj war bemüht, die Beziehungen zu der US-amerikanischen Regierung möglichst intakt zu halten, und widersprach den Anschuldigungen des US-Präsidenten, dass die ukrainische Führung den Krieg begonnen habe und verantwortlich sei für das lange Andauern des Krieges. Die Aussagen von Trump wurden sowohl von Politikern der Demokratischen Partei wie Chuck Schumer als auch von solchen der Republikanischen Partei wie Don Bacon kritisiert. Europäische Politiker wie der französische Präsident Emmanuel Macron sagten der angegriffenen Ukraine dagegen weitere Unterstützung zu.[67]
Elon Musk kündigte an, auf seinem sozialen Netzwerk X gegen Kritik an Donald Trumps Ukrainekurs vorzugehen. Musk warf Regierungen und Medien am 20. Februar 2025 vor, eine Funktion auf X, mit dem man Einträge mit Kommentaren zu möglicherweise enthaltenen Falschinformationen versehen kann, zu missbrauchen.[68]
21. Februar
Der ukrainische Militärgeheimdienst erwartet, dass Russland am 24. Februar 2025, dem dritten Jahrestag des Beginns des Krieges von Russland gegen die Ukraine, den „Sieg gegen die Ukraine und die NATO“ verkünden will. Russische Propagandisten sollen diese Erzählung in die Welt tragen. Ziel ist es, in der Ukraine Verzweiflung zu erzeugen und das Narrativ zu verbreiten, dass die Ukraine vom Westen und den USA verraten worden sei.[69]
22. Februar
Die USA wollen in der Generalversammlung der Vereinten Nationen einen eigenen Entwurf für eine UNO-Resolution vorlegen. US-Außenminister Marco Rubio warb vorab bei den Mitgliedsstaaten um Unterstützung des Textes. Dieser nennt Russland nicht ausdrücklich als Aggressor und fordert keinen Rückzug russischer Truppen von dem ukrainischen Staatsgebiet. Anders als bei vorherigen Entwürfen enthält dieser Entwurf keine Kritik an dem russischen Krieg gegen die Ukraine mehr. Der Inhalt wurde von dem russischen UNO-Botschafter Wassili Nebensja als „guter Schritt“ gelobt. Westliche Diplomatinnen und Diplomaten zeigten sich dagegen tief besorgt.[70]
23. Februar
Der Chef des ukrainischen Militärnachrichtendienstes HUR, Kyrylo Budanow, erklärte, dass Nordkorea etwa die Hälfte des russischen Munitionsbedarfs an der Front zur Verfügung stelle und damit begonnen habe, in großem Umfang 170-mm-Panzerhaubitzen und 240-mm-Mehrfachraketenstartsysteme an Russland zu liefern.[71]
24. Februar
Die beiden russischen Internet-Zeitungen Meduza und Mediazona konnten insgesamt ca. 165.000 gefallene russische Soldaten identifizieren.[72]
26. Februar
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Oblast Kiew wurden nach Behördenangaben zwei Personen getötet, darunter laut der ukrainischen Nachrichtenagentur die Journalistin Tetjana Kulyk, mindestens vier weitere seien verletzt worden. Durch russischen Beschuss mit drei präzisionsgelenkten Gleitbomben wurden in der Stadt Kostjantyniwka in der ostukrainischen Oblast Donezk fünf Menschen getötet und acht verletzt.[73]
Nach eigenen Angaben eroberten russische Streitkräfte zwei Orte in der russischen Oblast Kursk zurück. Es handele sich um die Dörfer Pogrebki und Orlowka.[73]
Nach Mitteilung russischer Behörden griff die Ukraine den Schwarzmeerhafen Tuapse mit Drohnen an. Drei Wohnhäuser seien beschädigt worden. Die Raffinerieanlagen in Tuapse waren in der Vergangenheit wiederholt Ziele ukrainischer Angriffe.[73]
Laut der ukrainischen Armee war eine Gegenoffensive nahe der im Fokus der russischen Truppen stehenden Stadt Pokrowsk erfolgreich. Fallschirmjäger hätten die Ortschaft Kotlyne eingenommen, die seit Ende Januar unter russischer Kontrolle gestanden habe. Russland bestätigte die Rückeroberung nicht.[73]
28. Februar

Der Besuch des ukrainischen Staatspräsidenten Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump endete vorzeitig im Streit. Die geplante Rohstoffpartnerschaft zwischen beiden Ländern wurde nicht unterzeichnet.[74]
März 2025
2. März
Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez erteilte im Zusammenhang mit dem Eklat bei dem Treffen von Trump und Selenskyj am 28. Februar 2025 einer möglichen Unterwerfung Europas unter US-Präsident Donald Trump oder den russischen Präsidenten Wladimir Putin eine klare Absage.[75]
3. März
US-Präsident Trump ordnete einen vorläufigen Stopp US-amerikanischer Militärhilfen für die Ukraine an.[76] Eine Reaktion auf den drohenden Ausfall der Vereinigten Staaten als Bündnispartner ist der Vorschlag eines 800-Milliarden-Euro-Plans zur europäischen Aufrüstung durch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.[77]
US-Vizepräsident J. D. Vance beantwortete Forderungen nach US-amerikanischen Sicherheitsgarantien für die Ukraine mit der Aussage: „Wenn man echte Sicherheitsgarantien will, wenn man wirklich sicherstellen will, dass Wladimir Putin nicht wieder in die Ukraine einmarschiert, dann ist die beste Sicherheitsgarantie, den Amerikanern wirtschaftliche Vorteile in der Zukunft der Ukraine zu verschaffen.“[78]
Michail Uljanow (russischer Gesandter beim Büro der Vereinten Nationen in Wien) zufolge lehnt Russland die Idee einer Entsendung europäischer Friedenstruppen in die Ukraine ab; die Europäische Union sei „nicht unparteiisch, und Friedenstruppen müssen unparteiisch sein.“[78]
4. März
Nach Angaben ukrainischer Behörden wurden vier Menschen bei einem russischen Drohnenangriff auf Odessa verletzt. Zudem sei auch Energieinfrastruktur beschädigt worden.[79]
Russischen Angaben zufolge hat die Ukraine Erdölanlagen rund um die Stadt Tschertkowo in der Oblast Rostow mit Drohnen angegriffen. Das ukrainische Militär meldete, nach einem Angriff auf eine russische Ölraffinerie in Nowoschachtinsk stehe die Anlage in Flammen. Russische Quellen gaben an, der Angriff sei abgewehrt worden.[79]
6. März
Vertreter der US-Regierung führten Gespräche mit den abgewählten ukrainischen Politikern Julija Tymoschenko und Petro Poroschenko über die Durchführung von Präsidentschaftswahlen in der Ukraine.[80] Der US-Sondergesandte Keith Kellogg verglich die Einstellung der Belieferung der Ukraine mit Aufklärungsinformationen damit, einem Maultier mit einem Kantholz auf die Nase zu schlagen.[81]
Die US-Regierung unter Donald Trump hat die Zahlungen der Entwicklungshilfebehörde USAID eingefroren. Aus einer internen Analyse des deutschen Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) geht hervor, dass der dauerhafte Rückzug der USA aus der Entwicklungshilfe die Ukraine besonders hart treffen würde. Im Jahr 2023 habe die Ukraine 16,6 Milliarden Dollar von USAID bekommen, mehr als jedes andere Land. Die dauerhafte Beendigung dieser Zahlungen hätte in der Ukraine massive Auswirkungen auf die Stromversorgung, Wärmeversorgung, die Unterstützung von Schulen, Krankenhäusern und auf die Versorgung von Geflüchteten im Land.[82]
7. März
Am 7. März war nicht klar, wie die Vereinigten Staaten weiter vorgehen werden, da Präsident Donald Trump Allianzen in Frage stellt und gegen seine Bündnispartner gerichtete Politik betreibt. Trump konnte keine Erläuterung geben, ob das Rohstoffabkommen mit der Ukraine doch noch unterschrieben wird, ob die Ukraine wieder Geheimdienstinformationen aus den USA erhalten wird oder was aus seiner Sicht Russland zu einem Friedensabkommen bewegen könnte. Der US-Sondergesandte für die Ukraine Keith Kellogg argumentierte, dass es zwingend erforderlich sei, dass die Vereinigten Staaten ihre wirtschaftlichen Interessen in der Ukraine verfolgen könnten. Eine andere Art von Sicherheitsgarantie hielt er nicht für möglich. Der US-amerikanische Politiker der Demokratischen Partei Rahm Emanuel wies darauf hin, dass die Vereinigten Staaten anderen Ländern vorschreiben wollten, wie sie zu handeln haben. Es gebe einen Wechsel von einer prinzipientreuen zu einer räuberischen Außenpolitik.[83]
8. März
Die Vereinigten Staaten sperrten der Ukraine den Zugang zu Bildaufnahmen von Erdbeobachtungssatelliten von Maxar Technologies.[84] Dies ermöglichte Russland, seine Angriffe auf die Ukraine Tag und Nacht im ganzen Land auszuweiten. Damit nutzte Russland den Vorteil, der den Angreifern dadurch und durch die Aussetzung der Militärhilfe durch die US-amerikanische Regierung entstanden ist.[85]
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete die letzten Angriffe auf die Ukraine mit mehr als 14 Toten als Beleg für die mangelnde Verhandlungsbereitschaft des russischen Präsidenten Wladimir Putin.[86] Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk kommentierte das mit den Worten „Das passiert, wenn man Appeasement gegenüber Barbaren betreibt“ und ergänzte: „Mehr Bomben, mehr Angriffe, mehr Opfer.“ Tusks Beitrag wird von Kommentatoren als Kritik an US-Präsident Donald Trump gelesen, der Verständnis für den Angriffskrieg zeigte und auf Russland zugegangen war.[87]
Der Präsident des deutschen Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, rechnete damit, dass Russland die Einheit des Westens auf die Probe stellen will, insbesondere mit Blick auf den NATO-Beistandsartikel 5. Wann Russland den Beistandsartikel austesten könnte, hängt nach seinen Worten auch vom Verlauf des Ukraine-Krieges ab. Wenn dieser früher zum Stillstand komme als 2029 oder 2030, sei Russland auch früher in der Lage, mit seinen technischen, materiellen und personellen Mitteln eine Drohkulisse gegen Europa aufzubauen.[88]
9. März
Elon Musk betonte die Bedeutung des von seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX betriebenen Satellitennetzwerkes Starlink. Er sagte, wenn er es abschalten würde, würde die gesamte Front in der Ukraine zusammenbrechen. Starlink bilde das Rückgrat der ukrainischen Streitkräfte. Er hätte das „Schlachten“ in einem Patt satt. Die Ukraine würde am Ende ohnehin verlieren. Daher sei es nötig, sofort Frieden zu schließen.[89]
10. März
In der russischen Oblast Kursk wurden die ukrainischen Truppen in den vergangenen Tagen immer weiter zurückgedrängt. Die russischen Truppen versuchten, die Versorgungslinien der Ukraine abzuschneiden. Bei den russischen Angriffen hätten russische Truppen auch die Gaspipeline, die noch bis Anfang 2025 Gas nach Europa lieferte, für ihren Vorteil genutzt. Die Rohre haben einen Durchmesser von 1,40 Metern. Laut russischen Angaben konnten so ukrainische Stellungen umgangen werden.[90][91]
11. März
Die Ukraine erklärte ihre Bereitschaft zu einer 30-tägigen Waffenruhe. Die USA würden Russland mitteilen, dass die gleichzeitige russische Bereitschaft der Schlüssel zum Frieden sei.[92]
Ukrainische Behörden meldeten russische Angriffe in der Ostukraine. Sechs Menschen, darunter zwei Kinder, seien dabei getötet worden.[93]
Russland meldete einen massiven ukrainischen Drohnenangriff auf Einrichtungen in der Hauptstadt Moskau, der gleichnamigen Oblast Moskau und acht weiteren russischen Regionen. Das russische Verteidigungsministerium sprach von drei Toten, zudem seien sechs russische Flughäfen zeitweise gesperrt worden.[94]
12. März
Der Sprecher Putins teilte mit, man werde die vorgeschlagene Waffenruhe-Vereinbarung vom 11. März prüfen.[95] Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Föderationsrats Konstantin Kosatschew meinte, dass Russland amerikanischen Bedingungen nicht zustimmen würde, da Russland auf dem Vormarsch sei. „Alle Vereinbarungen müssen zu unseren Bedingungen erfolgen, nicht zu amerikanischen.“[96]
Das Conflict Intelligence Team berichtete von einem systematischen ukrainischen Rückzug aus der russischen Kleinstadt Sudscha.[97][98] Dank dem kampflosen Rückzug blieben die meisten Gebäude unbeschädigt.[99]
13. März
Russlands Präsident Putin zögerte, der von US-Außenminister Marco Rubio geforderten bedingungslosen Waffenruhe zuzustimmen, und stellte Bedingungen.[100] Donald Trump nannte, anders als viele westliche Politiker, Putins Erklärung „vielversprechend“ und erklärte, es seien viele Details bereits besprochen. Sollte Putin nicht zustimmen, wäre dies „ein sehr enttäuschender Moment für die Welt“.[101]
Russische Staatsmedien verbreiteten Filmaufnahmen, bei denen Wladimir Putin zusammen mit dem Generalstabschef Waleri Gerassimow angeblich einen Gefechtsstand in der russischen Oblast Kursk besuchte, dabei trug Putin eine Tarnuniform.[102]
14. März
Die ukrainische Armee erlitt schwerwiegende Verluste in der russischen Oblast Kursk, wo bei einer Offensive im August 2024 Gebiete von der ukrainischen Armee besetzt worden waren.[103] Ein wesentlicher Faktor war die eingestellte Zurverfügungstellung von Aufklärungsdaten sowie von Bildaufnahmen der Erdbeobachtungssatelliten von Maxar Technologies durch die USA.[84] Die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte, ihr Lagebild vom Gefechtsfeld und sogar das Funktionieren ihrer weitreichenden Artillerie waren von der US-Unterstützung abhängig. Die russischen Truppen nutzten diese Gelegenheit aus und verstärkten ihre Angriffe. Deswegen drohten ukrainische Truppen eingekesselt zu werden. Darüber hinaus versuchten russische Einheiten, die ukrainischen Stellungen durch eine große, nicht mer in Betrieb befindliche Gaspipeline zu infiltrieren. Zuerst brach der nördliche Abschnitt der Front zusammen, danach auch die Flanken. Russische Artillerie- und Drohnenangriffe fügten den ukrainischen Streitkräften in Kursk schwere menschliche und materielle Verluste zu.[104]
Nach Meinung des ZDF-Korrespondenten in Moskau, Armin Coerper, war das Verhalten von Putin bezüglich einer Waffenruhe ein Spiel auf Zeit. Fraglich bleibe, wie viel Geduld Trump für diese russische Verzögerungstaktik aufbringe. Putin stimmte zwar formal einer Waffenruhe zu, knüpfte sie jedoch an Bedingungen, die sehr unkonkret waren. Er legte sich dabei nicht eindeutig fest, wie diese Bedingungen zu erfüllen seien. Solange sich in der Oblast Kursk aber noch ukrainische Soldaten (Putin: „Terroristen“) befänden, könne es keinen Waffenstillstand geben. Außerdem würde Putin diesen nur mit Trump verhandeln wollen; Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erwähnte er überhaupt nicht. Unterdessen sei nach Coerpers Einschätzung der Grund für den Krieg gegen ein slawisches Brudervolk in Teilen der russischen Bevölkerung nicht nachvollziehbar; eine Mehrheit der Russen wolle ein Ende dieses Krieges.[105]
Der Gouverneur der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer teilte mit, dass die Ukraine erneut eine Raffinerie in Tuapse, die Rohbenzin, Heiz- und Vakuumgasöl sowie Diesel produziert, angegriffen habe. Der ukrainische Geheimdienst SBU meldete zudem, dass bei ukrainischen Drohnenangriffen zwei Gasverdichtungsanlagen in den westrussischen Regionen Tambow und Saratow sowie ein „Raketenlager für die Systeme S-300 und S-400“ in der russischen Grenzregion Belgorod getroffen worden seien.[106]
15. März
Nach dem ukrainischen Generalstab wies auch der ukrainische Präsident Selenskyj Berichte über eine Einkesselung ukrainischer Truppen in der russischen Oblast Kursk zurück. Die Operation gehe in bestimmten Gebieten weiter.[107]
Selenskyj schrieb zudem auf seinem Telegramkanal, die ukrainische Armee habe die weiterentwickelte Anti-Schiffsrakete Neptun erfolgreich eingesetzt. Es sei eine „neue ukrainische Rakete“, deren Reichweite eintausend Kilometer betrage. Das Nachrichtenportal „Ukrajiinska Prawda“ berichtete, bei dem erwähnten Schlag könnte es sich um den Treffer auf die russische Raffinerie in Tuapse am Schwarzen Meer vom Vortag gehandelt haben.[107]
16. März
Angesichts Hunderter Luftschläge gegen ukrainische Städte warf der ukrainische Präsident Selenskyj Putin vor, kein Interesse an einem Kriegsende zu haben. Binnen einer Woche habe es Angriffe mit mehr als 1000 Drohnen und 1300 Gleitbomben gegeben.[108]
17. März
US-Präsident Trump kündigte an, am 18. März mit dem russischen Präsidenten Putin zu telefonieren. Auf die Frage, welche Zugeständnisse von welcher Kriegspartei erforderlich wären, antwortete Trump, bei dieser Diskussion drehe es sich vorrangig um Gebietsansprüche und Kraftwerke. Putin forderte unterdessen, dass die Ukraine das eigene Militär während einer solchen Waffenruhe nicht wieder aufstocken dürfe. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas war der Ansicht, dass Russland nicht an einem Frieden interessiert sei, da alle Kriegsziele als Bedingungen für einen Frieden formuliert würden.[109] Die nach Putin zu klärenden offenen Fragen stellen das Vorhaben einer Waffenruhe, die Verhandlungen über einen langfristigen Frieden den Weg ebnen soll, erheblich infrage. Er forderte Garantien für Russland, die bedeuten, dass die Ukraine faktisch demilitarisiert wird, ihre Armee drastisch verkleinert wird und dass das Land auf eine Mitgliedschaft in der NATO verzichtet. Während einer Waffenruhe gäbe es jedoch keine Beschränkungen dieser Art für Russland. Russland lehnt nach Aussage der Sprecherin des Außenministeriums Maria Sacharowa ab, dass europäische Soldaten entlang einer Demarkationslinie zur Sicherung der Waffenruhe stationiert werden könnten. Putin verlangte die Kapitulation der ukrainischen Einheiten in der Oblast Kursk. Russland beabsichtigte weiterhin, die Ukraine zu einem russischen Vasallenstaat zu machen, indem ein russlandfreundliches Regime in Kiew installiert werden soll.[110]
Das ukrainische Militär hielt nach eigenen Angaben auch nach dem Rückzug aus der Kleinstadt Sudscha weiterhin Positionen in der westrussischen Oblast Kursk; derzeit seien keine ukrainischen Einheiten dort eingekesselt.[111] In der Nacht griff die Ukraine Energieanlagen und andere Objekte in der Oblast Astrachan am Kaspischen Meer mit Drohnen an.[111] Nach eigenen Angaben hat die Ukraine eine Kampfdrohne mit einer Reichweite von 3000 Kilometern getestet. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte zudem, bei einer Sitzung der Militärführung sei ihm auch Bericht über den Einsatz der Rakete „Langer Neptun“ erstattet worden.[111]
18. März
Der Befehlshaber der Streitkräfte der Ukraine Syrskyj betonte, dass man sich nicht aus der russischen Oblast Kursk zurückziehen würde; man werde dort die Stellung „so lange halten, wie es sinnvoll und notwendig sei“.[103]
Russlands Präsident Putin erklärte sich in einem Telefonat mit US-Präsident Trump bereit, alle Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur für 30 Tage einzustellen, und stimmte weiteren Gefangenenaustauschen zu. Die russische Regierung teilte danach mit, dass unabdingbar sei, dass die westlichen Länder Lieferungen von Waffen und Geheimdienstinformationen einstellten. Laut Trump war nicht über die Hilfe an die Ukraine gesprochen worden.[112][113] Trump wiederholte, dass Russland aktuell im Vorteil sei und Tausende ukrainischer Soldaten eingekreist habe. Diese Aussage bezeichnete der ukrainische Verteidigungsminister Umjerow als falsch.[114] Kritiker warnten, dass Putin die USA nur hinhalte und auf Zeit spiele.[115] Dem amerikanisch-ukrainischen Vorschlag einer 30-tägigen Waffenruhe ohne Vorbedingungen hatte Putin eine klare Absage erteilt.[116] Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hält die Vereinbarung für bedeutungslos, da die Energieinfrastruktur ohnehin am besten geschützt sei, und verwies darauf, dass die russischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine nach dem Telefonat nicht nachgelassen hätten.[117] Er sei sich sicher, dass Trump darauf reagieren müsse.[118] Präsident Selenskyj verlangte mehr Details aus dem Telefonat.[119] Wenige Stunden danach waren der Großraum Lwiw und mehrere weitere Regionen der Ukraine Ziel russischer Drohnenangriffe, so wurde ein Krankenhaus von einer Shahed-Drohne getroffen.[114]
19. März
Die ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrsalisnyzja teilte mit, dass russische Streitkräfte am Morgen das Stromnetz der ukrainischen Staatsbahn in der Oblast Dnipropetrowsk mit Drohnen angegriffen habe. Trotz in manchen Streckenabschnitten ausgefallener Stromversorgung führen die Züge weiterhin planmäßig.[120]
Nachdem die USA bereits mit dem Amtsantritt von Präsident Trump am 25. Januar zahlreiche internationale Hilfsprogramme suspendiert hatten, wurde die Unterstützung eines Dokumentationszentrums für russische Kriegsverbrechen an der Yale University definitiv eingestellt. Die Mitarbeiter hatten keinen Zugang mehr zur Datenbank, in der seit 2022 unter anderem die Schicksale über 30.000 von Russland verschleppter ukrainischer Kindern dokumentiert worden sind. Informationen des Zentrums waren auch Europol und dem Internationalen Strafgerichtshof zur Verfügung gestellt worden.[121][122] Zudem beendeten US-Behörden auch die Zusammenarbeit mit der für die Verfolgung von Kriegsverbrechen gegen die Ukraine zuständigen Stelle in der Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen.[123]
20. März
US-Präsident Trump machte in einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj nach Angaben des US-Außenministers Marco Rubio das Angebot, dass US-amerikanisches Eigentum an den vier ukrainischen Kernkraftwerken der beste Schutz für diese Infrastruktur und die Unterstützung der ukrainischen Energieinfrastruktur sei. Selenskyj widersprach der Darstellung der US-Regierung dabei in einem wichtigen Punkt: Ihm zufolge wurde nur über das russisch besetzte Kernkraftwerk Saporischschja gesprochen, das mehr als zwei Jahre bis zur erneuten Inbetriebnahme benötigen könne. Er betonte die Bedeutung dieser Anlage sowohl für die Ukraine als auch für den Rest von Europa. Selenskyj habe die Bereitschaft seines Staates betont, die Einstellung der Angriffe auf die Energieversorgung und andere zivile Infrastrukturen akzeptieren zu wollen. Auch den US-Vorschlag für einen bedingungslosen Waffenstillstand an der Frontlinie würde die Ukraine akzeptieren.[124]
Der russische Militärflugplatz Engels-2, von dem nach wie vor viele Luftangriffe auf die Ukraine erfolgen, wurde durch ukrainische Drohnen angegriffen. Von der Nachrichtenagentur Reuters überprüfte Videos zeigten eine gewaltige Explosion, die sich vom Flugplatz ausbreitete und nahe gelegene Gebäude zerstörte. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe 132 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten abgeschossen. Der Stützpunkt in Engels – der noch aus sowjetischen Zeiten stammt – beherbergt Russlands Bomber des Typs Tupolew Tu-160 sowie Tu-95, mit denen auch Atomwaffen eingesetzt werden können. Der Gouverneur der Oblast Saratow, Roman Busargin, sagte, die Anwohner seien evakuiert worden.[125] Nach Satellitenbildern wurde der Munitionslagerbereich des Stützpunkts getroffen; etwa 67 Prozent der Lagergebäude wurden zerstört, einige wurden beschädigt, während etwa 25 Prozent der Depots unversehrt blieben. Dieser Angriff soll demnach die Fähigkeit Russlands, weiterhin luftgestützte Marschflugkörper gegen die Ukraine einzusetzen, nachhaltig beeinträchtigt haben.[126]
21. März
Kurz vor den geplanten Verhandlungen über eine begrenzte Waffenruhe überzog Russland die Ukraine in der Nacht zum 21. März erneut mit heftigen Angriffen. Die südliche Hafenstadt Odessa wurde Ziel eines massiven russischen Drohnenangriffs; 15 Explosionen wurden dort gemeldet. Videos in sozialen Netzwerken zeigten mutmaßliche Einschläge und Brände; in Teilen der Stadt fiel der Strom aus.[127] Im Nordosten der Ukraine in der Oblast Sumy wurden bei russischen Luftschlägen zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt.[128]
22. März
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland wurden nach Angaben aus Moskau sechs Menschen verletzt. In derselben Nacht griff auch Russland die Ukraine mit 179 Drohnen an.[129]
Nach Auffassung des US-Sondergesandten Steve Witkoff ist der russische Präsident Putin kein „Bösewicht“, sondern vielmehr ein „großartiger“ Anführer, der den Krieg in der Ukraine beenden wolle. Witkoff geht von einem persönlichen Treffen zwischen Putin und Trump in den kommenden Monaten aus. Putin wisse, dass es für Trump aktuell politisch schwierig sei, nach Russland zu kommen, sagte Witkoff. Das Ziel einer allgemeinen 30-tägigen Waffenruhe ist nach Witkoffs Ansicht nicht weit entfernt.[130]
23. März
Bei erneuten russischen Angriffen mit Kampfdrohnen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wurden mindestens drei Menschen getötet, darunter ein fünfjähriges Kind, und zehn verletzt, darunter ein elf Monate altes Baby.[131] Insbesondere wurden Wohngebäude von den Flugkörpern getroffen. In den oberen Stockwerken der getroffenen Häuser brachen dem Rettungsdienst zufolge schwere Brände aus. Russland greift seit den Gesprächen mit dem US-Präsident Trump statt Zielen der Energieinfrastruktur verstärkt zivile Ziele in den Städten der Ukraine an.[132]
24. März
Nach eigenen Angaben haben ukrainische Spezialeinheiten bei einem Angriff hinter den feindlichen Linien gemeinsam mit dem Militärgeheimdienst, Raketentruppen und Artillerie in der Oblast Belgorod vier russische Hubschrauber zerstört. Dabei soll es sich um zwei Kamow Ka-52 und zwei Mil Mi-8 handeln, die mit M30A2-Munition, also präzisionsgelenkten Raketen, aus den HIMARS-Mehrfachraketenwerfern attackiert wurden. In der letzten Zeit hatte es auch vermehrt Berichte über Vorstöße ukrainischer Bodentruppen in die an die Ukraine angrenzende Region Belgorod gegeben.[133]
Laut dem ukrainischen Rundfunk, der sich auf das Militär berief, gelang den ukrainischen Streitkräften ein Durchbruch an der Frontlinie in der Oblast Charkiw. Ukrainische Truppen sollen Gebiete um den Ort Dworitschna zurückerobert haben. Ein ukrainischer Kommandeur bezeichnete die Vorgänge als „sehr wichtige, aber kleine Operationen“.[134]
Die nordostukrainische Stadt Sumy wurde mit russischen Raketen angegriffen. Unter den über 90 Verletzten waren 17 Kinder.[135]
25. März
Bei den Gesprächen in Riad über eine Waffenruhe haben ukrainische Unterhändler nach Angaben der USA in einen Vorschlag eingewilligt, gegenseitig auf Angriffe im Schwarzen Meer und die Energieinfrastruktur zu verzichten. Es solle eine sichere Schifffahrt gewährleistet und der Einsatz von Handelsschiffen für militärische Zwecke wie Waffentransporte verhindert werden. Außerdem wolle die US-Regierung dazu beitragen, Russlands Zugang zum Weltmarkt für Agrar- und Düngemittelexporte wiederherzustellen. Die russische Regierung will eine Vereinbarung zur sicheren Schifffahrt im Schwarzen Meer allerdings erst dann umsetzen, wenn weiterreichende Sanktionen aufgehoben werden.[136][137]
28. März
Der russische Präsident Wladimir Putin schlug vor, die Ukraine unter Verwaltung der Vereinten Nationen zu stellen. Ziel sei die Durchführung demokratischer Wahlen, bei der eine handlungsfähige Regierung für einen Friedensschluss an die Macht komme. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe nach Ablauf seiner regulären Amtszeit im vergangenen Jahr kein Regierungsmandat mehr. Putin zieht damit die Legitimation von Selenskyj für Verhandlungen in Zweifel.[138]
Doch sowohl Präsidentschafts- als auch Parlamentswahlen sind derzeit in der Ukraine auf unterschiedlicher Grundlage verboten. Die Verfassung der Ukraine verbietet die Parlamentswahlen unter Kriegsrecht, das Kriegsrecht verbietet jedoch alle Wahlen.[139] International wird Selenskyj weiterhin als Präsident anerkannt, unter anderem weil Neuwahlen im Land während des Krieges nicht durchführbar sind.[138] Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses sagte dazu, dass die Regierungsführung in der Ukraine von der Verfassung und der Bevölkerung des Landes bestimmt werde.[140]
Laut dem Institute for the Study of War konnten ukrainische Truppen bei ihren bereits am 18. März begonnenen Vorstößen in die russische Oblast Belgorod mehrere Dörfer entlang der Grenze im Rajon Krasnaja Jaruga, darunter Demidowka und Popowka, einnehmen. Laut der New York Times soll diese Operation russische Kräfte von der umkämpften Front in der Oblast Kursk ablenken und die ukrainische Verhandlungsposition stärken. Tschetschenische Einheiten und russische Marineinfanterie seien bereits verlegt worden. Laut Medienberichten sollen ukrainische Truppen mehrere Brücken in Belgorod zerstört haben, um russische Nachschublinien zu stören.[141]
30. März
US-Präsident Trump äußerte sich verärgert und vulgär über die Äußerungen von Russlands Präsident Putin vom 28. März, worin dieser erneut die Rolle des ukrainischen Präsidenten Selenskyj bestritt. Trump sei von Putins Verhalten „angepisst“.[142] Putin hat mehrfach betont, dass er Selenskyj für keinen rechtmäßigen Präsidenten halte. Laut NBC drohte Trump, wenn kein „Deal“ zustande käme, der das Blutvergießen beende, zusätzliche Strafzölle von 25 bis 50 Prozent auf russisches Öl zu verhängen. Importeure dürften keine Geschäfte mehr in den USA tätigen. Er kündigte an, in der Folgewoche mit Putin telefonieren zu wollen, und betonte sein „sehr gutes Verhältnis“ zu ihm.
Laut Trump versuche Selenskyj „aus dem Abkommen über Seltene Erden auszusteigen“ und bekäme dann „große, große Probleme.“ Hintergrund war, dass laut Selenskyj die USA ein „vollkommen anderes Dokument“ geliefert hätten – verglichen mit dem Papier, das am 28. Februar im Weißen Haus unterzeichnet werden sollte, was im Eklat geendet war. Es enthalte „viele Dinge, die nicht diskutiert“ oder die „von den Parteien bereits abgelehnt worden waren“. Weiter sagte Trump, Selenskyj wolle NATO-Mitglied sein, aber das werde er nie, und das verstehe dieser.[143][144][145]
31. März
Die russische Regierung dämpfte die Erwartungen unter anderem von US-Präsident Trump auf eine schnelle Friedenslösung für die Ukraine. Regierungssprecher Dmitri Peskow sagte, dass Russland die Bemühungen um ein Ende der Kämpfe als „langwierigen Prozess“ ansehe. Auf Donald Trumps letzte Kritik an Wladimir Putin ging Peskow nicht direkt ein.[146]
Russland setzte die Shahed-Drohnen nicht mehr gegen eine Vielzahl von Zielen in der gesamten Ukraine ein, sondern ging dazu über, die Drohnen konzentriert gegen eine oder zwei größere Städte in der Nähe der Frontlinie einzusetzen. Dadurch wurde die ukrainische Flugabwehr lokal überlastet. Auch wenn sie noch in der Lage war, viele Drohnen abzuschießen, kamen noch einige durch. Die wenigen ukrainischen Kampfflugzeuge waren bei Einsätzen gegen die Drohnen in Gefahr, von Russlands weitreichenden Flugabwehrsystemen abgeschossen zu werden. In Kiew wurden am 23. und 28. März drei Menschen getötet und zehn verletzt, in Charkiw waren es neun. In Dnipro wurden beim ersten derartigen Angriff sechs Menschen verletzt, beim zweiten wurden vier Menschen getötet und weitere 21 verwundet.[147]
Das republikanische Mitglied des US-Repräsentantenhauses Don Bacon warf Trump und anderen Republikanern in der New York Times vor, sie hätten „Russland mit Samthandschuhen angefasst“ und seien „davor zurückgeschreckt, Putins eindeutig illegalen Krieg anzuprangern, und haben sogar der Ukraine die Schuld für dessen Beginn gegeben“. Die Geschichte dieses Konflikts mache deutlich, dass die USA die „moralische Verpflichtung“ hätten, der Ukraine bis zu fairen und gerechten Friedensverhandlungen weiterhin Hilfe zu leisten. Er warnte auch vor weiteren Flüchtlingsströmen, Handelsinstabilität und steigenden Energiepreisen, sollte die Ukraine den Krieg verlieren. Die USA würden „verlieren, was Amerika zu einer großen Nation macht“.[148]
Nach einer Mitteilung der ukrainischen Streitkräfte wurde in der russischen Oblast Kursk ein russischer Angriff zurückgeschlagen, wobei mehrere russische Soldaten getötet und zwei gefangen genommen wurden.[148]
Laut offiziellen ukrainischen Quellen kamen an einem Tag 1230 russische Soldaten im Krieg ums Leben oder konnten nicht mehr weiterkämpfen. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums wurden seit Beginn des Krieges im Frühjahr 2022 insgesamt 915.230 russische Soldaten „eliminiert“, zudem habe Russland fast 22.000 gepanzerte Fahrzeuge und rund 31.400 Drohnen verloren.[148]
April 2025
2. April
Die Ukraine warf Russland erneut vor, gegen die vereinbarte Feuerpause bei Angriffen auf Energieanlagen verstoßen zu haben. Das russische Militär habe nach Aussage des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei neuen Angriffen mit einer Drohne eine Umspannstation getroffen.[149] Das russische Verteidigungsministerium meldete zwei Angriffe der Ukraine in den letzten 24 Stunden auf russische Energieanlagen. Das Ministerium erklärte, die Ukraine habe Drohnen- und Artillerieangriffe auf Anlagen in der russischen Oblast Kursk durchgeführt und dadurch Stromausfälle verursacht. Die Angriffe beider Seiten konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden. Beide Seiten warfen sich nach wie vor gegenseitig vor, die vereinbarte Feuerpause auf Energieanlagen verletzt zu haben.[150]
3. April
Die NATO schätzt die russischen Berluste auf bisher etwa 900.000 getötete oder verletzte russischen Soldaten, davon bis zu 250.000 Tote. Allein für Februar 2025 wird von mehr als 35.100 russischen Verlusten an getöteten oder verletzten Soldaten ausgegangen.[151]
Weblinks
- Karte bzw. Übersicht des Kriegsgeschehens mit Zeitleiste diesbezüglicher Nachrichten auf Liveuamap.com (mehrsprachig)
- Auf Open Source bzw. Open Source Intelligence basierende Gefechtsformation mit Zeitleiste auf uawardata.com (englisch)
- Tägliche Zusammenfassung des Kriegsverlaufs durch das ISW
- Chronologie des Konflikts und tägliche Zusammenfassung des Kriegsverlaufs, bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Einzelnachweise
- ↑ Tote und Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf Kiew. swissinfo.ch, 1. Januar 2025.
- ↑ Ukraine: Russland verliert laut Wolodymyr Selenskyj ganzes Bataillon in Kursk. In: Der Spiegel. 5. Januar 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Januar 2025]).
- ↑ Russische Truppen rücken in Ostukraine vor – unter hohen Verlusten. In: Der Spiegel. 4. Januar 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Januar 2025]).
- ↑ Ukraine verliert weitere Ortschaften im Osten. deutschlandfunk.de, 4. Januar 2025.
- ↑ Selenskyj: Russische Verluste in Kursk. www.tagesschau.de, 4. Januar 2025.
- ↑ Ukraine startet überraschend Gegenoffensive in Kursk. In: Der Spiegel. 5. Januar 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Januar 2025]).
- ↑ Ukraine startet neue Offensive in Kursk. www.tagesschau.de, 5. Januar 2025.
- ↑ Russland soll bis zu 180.000 Häftlinge für Ukraine-Krieg rekrutiert haben. In: Der Spiegel. 5. Januar 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Januar 2025]).
- ↑ Putins großes Problem: Russlands Armee rekrutiert immer weniger Soldaten. In: t-online.de. 7. Januar 2025, abgerufen am 9. Januar 2025.
- ↑ Bericht beziffert Gebietsverluste der Ukraine. www.tagesschau.de, 5. Januar 2025.
- ↑ Ukraine-Krieg – Russland will Kontrolle über Kurachowe übernommen haben. In: deutschlandfunk.de. 6. Januar 2025, abgerufen am 6. Januar 2025.
- ↑ Nach Flugzeugabsturz – Präsident Alijew macht Moskau für Tote verantwortlich. In: spiegel.de. 6. Januar 2025, abgerufen am 6. Januar 2025.
- ↑ Russian drone kills one, injures nine in passenger bus in Ukraine’s Kherson. Reuters, abgerufen am 6. Januar 2025 (englisch).
- ↑ 13 Tote bei Gleitbombenangriff auf Saporischschja www.mdr.de, 8. Januar 2025.
- ↑ Ukraine-Krieg: Uno macht russische Gleitbomben für höhere Zahl ziviler Opfer verantwortlich. In: Der Spiegel. 10. Januar 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. Januar 2025]).
- ↑ kommersant.ru
- ↑ Tote bei russischem Angriff auf Saporischschja. www.tagesschau.de, 8. Januar 2025.
- ↑ Ukrainian army hits Russian military, industrial sites in overnight barrage. themoscowtimes.com, 14. Januar 2025.
- ↑ Ukraine-Liveblog: Selenskyj zu Gesprächen nach Rom. In: tagesschau.de. 9. Januar 2025, abgerufen am 9. Januar 2025.
- ↑ a b Russland meldet Einnahme von Siedlung in Donezk www.tagesschau.de, 11. Januar 2025.
- ↑ Ukraine meldet nordkoreanische Kriegsgefangene. www.tagesschau.de, 11. Januar 2025.
- ↑ Third Russian command center hit in days as Ukraine targets Novohrodivka www.euromaidanpress.com, 12. Januar 2025.
- ↑ Irina Garina: В приграничных районах под Курском остаются более 3000 человек, 340 имен установлено волонтерами. Novaya Gazeta Europe, 13. Januar 2025.
- ↑ a b c Selenskyj und Macron sprechen über westliche Truppen www.tagesschau.de, 14. Januar 2025.
- ↑ a b c Starmer schließt Sicherheitsabkommen mit Kiew www.tagesschau.de, 16. Januar 2025.
- ↑ a b Litauen will Rüstungsausgaben erhöhen. www.tagesschau.de, 17. Januar 2025.
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- ↑ Президент США повел на мировую. kommersant.ru, 21. Januar 2025.
- ↑ Трамп посоветовал Путину не «разрушать» Россию и заключить сделку по Украине. bbc.com, 21. Januar 2025.
- ↑ Trump will bald mit Putin sprechen. In: liveblog.zdf.de. 21. Januar 2025, abgerufen am 21. Januar 2025.
- ↑ Christoph Gschoßmann: Putin erhält Warnung von Trump: „Russland wird in große Schwierigkeiten geraten“. In: fr.de. 24. Januar 2025, abgerufen am 26. Januar 2025.
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- ↑ Selenskyj wirft Putin Aufrüstung vor www.tagesschau.de, 8. Februar 2025.
- ↑ a b Russland meldet Einnahme von Ortschaft in Donezk www.tagesschau.de, 9. Februar 2025.
- ↑ ВС РФ атакуют под Суджей, встречные бои на подступах к Покровску, в районе Горловки потерян российский Су-25. Что происходит на фронте. The Insider, 10. Februar 2025.
- ↑ a b Tote durch Angriffe in Ostukraine www.tagesschau.de, 10. Februar 2025.
- ↑ a b c d Polen meldet Luftraumverletzung www.tagesschau.de, 11. Februar 2025.
- ↑ a b USA sehen Verantwortung für Ukraine bei Europäern.
- ↑ Ukraine meldet Schaden an ehemaligem Kernkraftwerk Tschernobyl. Am früheren Atomkraftwerk Tschernobyl hat es laut IAEA eine Explosion gegeben. Der ukrainische Präsident Selenskyj macht einen russischen Drohneneinschlag dafür verantwortlich. Die Strahlenwerte sind bisher stabil. In: spiegel.de. Der Spiegel, 14. Februar 2025, abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ Liveblog – Krieg gegen die Ukraine. Selenskyj: Sarkophag in Tschernobyl durch russische Drohne beschädigt. In: tagesschau.de. 14. Februar 2025, abgerufen am 14. Februar 2025.
- ↑ a b c Russischer Angriff zerstört Heizkraftwerk. www.tagesschau.de, 16. Februar 2025.
- ↑ Zelenskyy: 46,000 Ukrainian troops killed, countless missing in Russia’s brutal invasion. Abgerufen am 18. Februar 2025 (englisch).
- ↑ Pressebericht Reuters
- ↑ Pressebericht dpa
- ↑ USA und Russland wollen Botschaften wieder regulär besetzen. In: Zeit.de. Die Zeit, 18. Februar 2025, abgerufen am 20. Februar 2025.
- ↑ Alena Kammer, dpa, Reuters: Krieg in der Ukraine: Außenminister Rubio und Lawrow sprechen in Riad über Ukraine. In: Die Zeit. Hamburg 18. Februar 2025 (zeit.de [abgerufen am 21. Februar 2025]).
- ↑ Gespräche in Riad: Was fordern USA, die Ukraine und Russland? In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Februar 2025, abgerufen am 21. Februar 2025.
- ↑ Diktator ohne Wahlen – Warum Trumps Aussagen zur Ukraine falsch sind. In: zdf.de. ZDF, 20. Februar 2025, abgerufen am 20. Februar 2025.
- ↑ Thomas Latschan: Trumps Pläne für die Ukraine: Was bislang bekannt ist. In: dw.com. Deutsche Welle, 13. Februar 2025, abgerufen am 21. Februar 2025.
- ↑ Roth über Trumps Europa-Kurs – Die transatlantischen Beziehungen sind over. In: zdf.de. ZDF, 20. Februar 2025, abgerufen am 20. Februar 2025.
- ↑ Torben Börgers: Trump-Äußerung zu Selenskyj – Eine kalkulierte Provokation. In: tagesschau.de. Tagesschau, 20. Februar 2025, abgerufen am 20. Februar 2025.
- ↑ Georg Schwarte: Reaktionen auf Trumps Ukraine-Politik – Das Ende alter Gewissheiten. In: tagesschau.de. Tagesschau, 19. Februar 2025, abgerufen am 20. Februar 2025.
- ↑ Nina Barth: Spannungen mit den USA – Selenskyj bemüht sich um Beschwichtigung. In: tagesschau.de. Tagesschau, 20. Februar 2025, abgerufen am 20. Februar 2025.
- ↑ Liveblog Krieg gegen die Ukraine. Kritik an Trumps Ukraine-Kurs: Musk kündigt neue Regeln auf Plattform X an. In: tagesschau.de. Tagesschau, 21. Februar 2025, abgerufen am 21. Februar 2025.
- ↑ News zum Ukraine-Krieg – Geheimdienst: Russland will am 24. Februar „Sieg gegen Ukraine und Nato“ verkünden. In: Focus Online. Focus, 21. Februar 2025, abgerufen am 21. Februar 2025.
- ↑ Kein Rückzug Russlands gefordert: Ukraine: USA werben für eigene UN-Resolution. In: zdf.de. ZDF, 22. Februar 2025, abgerufen am 22. Februar 2025.
- ↑ USA und Russland – offenbar bald neues Treffen. www.tagesschau.de, 23. Februar 2025.
- ↑ Three years of death A new estimate from Meduza and Mediazona shows Russia is paying for its war against Ukraine with hundreds of lives each day. Abgerufen am 27. Februar 2025 (englisch).
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- ↑ Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat einer möglichen Unterwerfung Europas unter US-Präsident Donald Trump oder den russischen Präsidenten Wladimir Putin eine klare Absage erteilt. ad-hoc-news.de Finanzzeitung für Deutschland, 2. März 2025.
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- ↑ Von der Leyen schlägt 800-Milliarden-Euro-Plan für europäische Aufrüstung vor. Die USA sind raus, Europa will einsteigen. In: spiegel.de. 4. März 2025, abgerufen am 4. März 2025.
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- ↑ Russland greift die Ukraine an: Aktuelles zum Krieg in der Ukraine – EU-Chefdiplomatin: Putin zeigt „keinerlei Interesse an Frieden“ zdf.de, 8. März 2025, 14:34 Uhr.
- ↑ Mindestens 14 Tote durch russische Angriffe – Selenskyj fordert härtere Sanktionen gegen Russland. spiegel.de, 8. März 2025.
- ↑ News zum Ukraine-Krieg – BND-Chef prognostiziert, was Putin vorhat: „Wir hoffen sehr, dass das nicht stimmt.“ focus.de, 8. März 2025.
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- ↑ Russland will Waffenruhe „gründlich prüfen“. mdr.de, 12. März 2025.
- ↑ Nach Waffenruhe-Vereinbarung – Alle Augen auf Russland – 30 Tage Waffenruhe in der Ukraine und doch wieder US-Militärhilfen: Nach den in Dschidda vereinbarten Zielen lautet der Tenor vielerorts gleich: „Der Ball liegt bei Russland.“ Doch erste Reaktionen von dort klingen verhalten. tagesschau.de, 12. März 2025.
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- ↑ a b „Horror“ von Kursk: Ukraine widerspricht Klagen seiner Soldaten. 18. März 2025, abgerufen am 18. März 2025.
- ↑ Ukraine-Rückzug aus Russland: Warum die Operation in Kursk zu Ende geht – Die Ukraine zieht sich aus Kursk zurück, die Verluste sind schwerwiegend. Ein wesentlicher Faktor war die eingestellte Unterstützung mit US-Aufklärungsdaten. zdf.de, 14. März 2025.
- ↑ Waffenruhe-Vorschlag: „Es scheint so, als gehe diese Rechnung auf“ – Putins Zustimmung zu einer Waffenruhe sei ein Spiel auf Zeit, so ZDF-Korrespondent Armin Coerper. Fraglich bleibe, wie viel Geduld Donald Trump für diese Taktik aufbringen werde. zdf.de, 14. März 2025.
- ↑ Selenskyj: Lage in Kursk „sehr schwierig“ www.tagesschau.de, 14. März 2025.
- ↑ a b Kellogg nicht mehr US-Sondergesandter für Russland. www.tagesschau.de, 15. März 2025.
- ↑ Selenskyj besetzt Armeespitze neu. www.tagesschau.de, 16. März 2025.
- ↑ Trump will mit Putin telefonieren. www.tagesschau.de, 17. März 2025.
- ↑ Reaktion auf Waffenruhe-Vorschlag – Was hinter Putins „Nuancen“ steckt – Russland erweckt den Eindruck, es sei grundsätzlich bereit, über eine Waffenruhe zu sprechen. Andererseits formuliert Putin „Nuancen“, die noch zu klären seien – und die haben es in sich. Welche Botschaft vermittelt Putin damit? www.tagesschau.de, 17. März 2025.
- ↑ a b c Ukraine hält offenbar weiter Gebiete bei Kursk. www.tagesschau.de, 17. März 2025.
- ↑ Natalja Gluchowa: Хоккейная дипломатия. Novaya Gazeta Europe, 19. März 2025.
- ↑ Удары по Украине и России после разговора Путина с Трампом: Москва и Киев обвиняют друг друга. bbc.com, 19. März 2025.
- ↑ a b Russland fliegt Luftangriffe – nach Putins Telefonat mit Trump – Von Frieden ist die Ukraine auch nach dem Trump-Putin-Gespräch weit entfernt. Das zeigen neue Attacken der russischen Luftwaffe. Ein Auftritt des US-Präsidenten bei Fox News wirft neue Fragen auf. spiegel.de, 18. März 2025.
- ↑ Trump-Putin-Telefonat: Große Worte und ein mageres Ergebnis – Nach seinem Gespräch mit Russlands Staatschef Putin zeigt US-Präsident Trump sich mit dem Ergebnis zufrieden. Kritiker warnen dagegen, dass Putin die USA nur hinhalte und auf Zeit spiele. tagesschau.de, 18. März 2025.
- ↑ Christoph Schwanitz Interview mit Rafael Loss: Telefonat von Putin und Trump „USA haben die russische Perspektive übernommen“. tagesschau.de, 18. März 2025.
- ↑ Pistorius nennt Trumps Vereinbarung mit Putin „Nullnummer“. tagesschau.de, 18. März 2025.
- ↑ Pistorius zu Ukraine-Gespräch: „Putin spielt hier ein Spiel“ – Eine „Nullnummer“: Verteidigungsminister Pistorius hat sich enttäuscht vom Ergebnis des Gesprächs zwischen Trump und Putin über die Ukraine gezeigt. Der Kremlchef spiele ein Spiel, auf das der US-Präsident reagieren müsse. tagesschau.de, 18. März 2025.
- ↑ Neue Luftangriffe auf Ukraine: „Putin hat vollständige Waffenruhe abgelehnt“ – Nach dem Telefonat zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Putin gehen die Angriffe auf die Ukraine weiter. Kiew ist weiter bereit für eine Waffenruhe und wünscht sich mehr Druck auf Russland. tagesschau.de, 18. März 2025.
- ↑ Ukrainische Bahn: Russischer Angriff auf Stromnetz. zdf.de, 19. März 2025.
- ↑ Ray Furlong: Exclusive: 'A catastrophic blow' as US shuts unit investigating war crimes in Ukraine. RFE/RL, 19. März 2025.
- ↑ Jennifer Hansler: Researchers have lost access to evidence of alleged Russian war crimes following Trump admin funding cut. CNN, 19. März 2025.
- ↑ Ali Abbas Ahmadi: Trump administration withdraws from Russian war crime investigations. BBC, 19. März 2025.
- ↑ Telefonat zu Ukraine-Krieg:Selenskyj: Mit Trump nur über ein AKW gesprochen – Nachdem er bereits mit Putin telefoniert hatte, tauscht sich Trump mit Selenskyj aus. Das Fazit fällt positiv aus, doch in puncto AKW unterscheiden sich die Darstellungen. zdf.de, 20. März 2025.
- ↑ Reuters: Ukraine strikes Russian strategic bomber airfield, triggering huge blast. reuters.com, 20. März 2025.
- ↑ Christian Mölling und András Rácz: Krieg in der Ukraine: Erfolg für Kiew, kaum Bewegung an der Front – Der Angriff auf einen russischen Luftwaffenstützpunkt verschafft der Ukraine Luft. Am Boden gibt es jedoch kaum Bewegung. Der Drohnenkrieg geht weiter. Von Waffenruhe keine Spur. zdf.de, 23. März 2025.
- ↑ „Odessa brennt“: Russland greift Ukraine vor Treffen zu Waffenruhe massiv an. web.de, 21. März 2025.
- ↑ Selenskyj sieht UN-Mission kritisch. www.tagesschau.de, 21. März 2025.
- ↑ Ukraine meldet Tote durch russischen Beschuss. www.tagesschau.de, 22. März 2025.
- ↑ Christian Mölling und András Rácz: Interview zu Besuch im Kreml: US-Gesandter schwärmt von Putin: „Ich mochte ihn“ – Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist nach einem Besuch im Kreml offenbar begeistert vom russischen Präsidenten Putin. Er berichtet von Gebeten – und einem Geschenk für Trump. zdf.de, 23. März 2025.
- ↑ Russische Drohnen treffen Kiew. www.tagesschau.de, 23. März 2025.
- ↑ Angriffe auf Städte in Ukraine: Russische Drohnen treffen auch Ziele in Kiew – Ungeachtet Trumps Telefonaten mit Putin und Selenskyj für eine Waffenruhe geht der Ukraine-Krieg weiter. Vergangene Nacht griffen russische Drohnen auch zivile Ziele in Kiew an. zdf.de, 23. März 2025.
- ↑ Schwerer Angriff soll vier russische Helikopter zerstört haben. n-tv.de, 24. März 2025.
- ↑ Kiew gelingt wohl „wichtiger“ Vorstoß an der Front. www.fr.de, 24. März 2025.
- ↑ Nikolai Linke: Удар РФ по Сумам: около 90 раненых, среди них дети. DW.com, 24. März 2025.
- ↑ Russland und die Ukraine: Waffenruhe im Schwarzen Meer – unter Bedingungen – Erst wurden keine Details aus den Verhandlungen in Riad bekannt. Jetzt teilte die US-Regierung mit: Russland und die Ukraine wollen keine Schiffe mehr im Schwarzen Meer angreifen. Moskau stellt aber Bedingungen. tagesschau.de, 25. März 2025.
- ↑ Кремль: Россия перестанет атаковать украинские корабли в Черном море, когда США снимут санкции с Россельхозбанка и других организаций. The Insider, 25. März 2025.
- ↑ a b Russlands Angriffskrieg: Putin will Ukraine befristet unter Uno-Verwaltung stellen lassen – Wladimir Putin drängt auf Wahlen in der von Russland angegriffenen Ukraine. Am Rande eines Treffens mit Matrosen hat der Kremlchef einen überraschenden Vorschlag gemacht. spiegel.de, 28. März 2025.
- ↑ Igor Burdyga, Iryna Ukhina: Ukraine: Warum Selenskyj ohne Wahlen im Amt bleiben kann – Die Amtszeit des ukrainischen Präsidenten endet formell am 20. Mai (2024). Wahlen hätten turnusgemäß im März (2024) stattfinden sollen. Juristen erklären, warum Wolodymyr Selenskyj weiter regieren wird. dw.com, 19. Mai 2024.
- ↑ Weißes Haus: Ukrainer entscheiden über Regierungsführung. tagesschau.de, 28. März 2025.
- ↑ Max Nebel: Verzweiflungsakt? Ukrainische Streitkräfte starten offenbar großen Angriff auf Russland. www.fr.de, 30. März 2025.
- ↑ Gabriela Pomeroy: Russia still „working with US“ after Trump says he is „angry“ with Putin. bbc.com, 31. März 2025.
- ↑ Interview mit US-Sender NBC Trump „sehr verärgert“ über Putin – „Verärgert und stinksauer“: Laut NBC hat sich US-Präsident Trump in einem Interview ungewöhnlich kritisch über Kremlchef Putin geäußert. Demnach drohte er auch mit Zöllen – betonte aber, bald mit Putin sprechen zu wollen. tagesschau.de, 30. März 2025.
- ↑ Robert Tannenberg: Putin lässt 160.000 Wehrpflichtige einziehen – mehr als in den Vorjahren. www.welt.de, 31. April 2025.
- ↑ Simon Cleven: Trump gerät zwischen die Fronten. www.t-online.de, 31. März 2025.
- ↑ Nach Kritik von Trump: Kreml dämpft Hoffnung auf schnelle Fortschritte - Verhandlungen gerne, aber kein schneller Frieden: Russland erwartet bis zu einer Waffenruhe in der Ukraine einen "langwierigen Prozess". Auf ungewohnt deutliche Kritik von US-Präsident Trump geht Moskau nicht direkt ein. tagesschau.de, 30. März 2025.
- ↑ Christian Mölling und András Rácz: Ukraine-Krieg: Was hinter Moskaus neuer Drohnen-Taktik steckt – Russland fliegt verheerende Drohnenangriffe gegen Städte und verfolgt damit eine neue Taktik. Und: Moskau verlegt wohl erstmals Nordkoreaner an die Südfront. Die Militäranalyse. zdf.de, 31. März 2025.
- ↑ a b c Ukrainische Streitkräfte nehmen russische Soldaten in Kursk gefangen. www.n-tv.de, 31. März 2025.
- ↑ Selenskyj meldet russischen Beschuss von Energieanlagen. tagesschau.de, 2. April 2025.
- ↑ Russland wirft Ukraine Angriffe auf Energieanlagen vor. tagesschau.de, 2. April 2025.
- ↑ Nato-Schätzung: Rund 900.000 russische Soldaten in der Ukraine getötet oder verletzt. Im Angriffskrieg gegen die Ukraine verzeichnet Russland hohe Verluste. Ein Nato-Beamter hat nun eine neue Schätzung zu deren Ausmaß bekannt gegeben.Im Angriffskrieg gegen die Ukraine verzeichnet Russland hohe Verluste. Ein Nato-Beamter hat nun eine neue Schätzung zu deren Ausmaß bekannt gegeben. In: spiegel.de. Der Spiegel, 3. April 2025, abgerufen am 3. April 2025 (deutsch).