Chlorfluorid
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Chlorfluorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
Chlormonofluorid | |||||||||||||||
| Summenformel | ClF | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloses Gas[1] | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 54,451 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
gasförmig | |||||||||||||||
| Dichte | ||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||
| Siedepunkt |
−101,1 °C[2] | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
heftige Reaktion mit Wasser[4] | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Thermodynamische Eigenschaften | ||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−50 kJ/mol (Gas)[5] | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Chlorfluorid ist eine Interhalogenverbindung, die aus den Elementen Chlor und Fluor besteht. Wie die meisten Interhalogene und alle Chlorfluoride ist sie extrem reaktiv.[6] Entdeckt wurde sie 1928 von Otto Ruff.[1]
Gewinnung und Darstellung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chlorfluorid kann hergestellt werden, indem man ein Gemisch von elementaren Chlor und Fluor in Anwesenheit von Kupferspänen auf 250 °C erhitzt.[1]
Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Reaktion von Chlortrifluorid mit Chlor.[7]
Eigenschaften und Verwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Feststoff und Gas ist Chlorfluorid farblos, als Flüssigkeit besitzt es eine fahlgelbe Farbe. Mit Wasser, Metallen und vielen organischen Verbindungen reagiert es stürmisch unter Feuererscheinung; Glas greift es unter Bildung explosiver Chloroxide an.[8] Chlorfluorid kann als mittelstarkes Fluorierungsreagens eingesetzt werden.[3]
Sicherheitshinweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund seiner enormen brandfördernden Wirkung muss Chlorfluorid mit äußerster Vorsicht gehandhabt werden. Bei Einatmen reagiert es mit Feuchtigkeit zu hypochloriger Säure und Fluorwasserstoffsäure. Diese wirken stark reizend auf die Schleimhäute und können zu einem lebensbedrohlichen Lungenödem führen. Des Weiteren bindet Fluorwasserstoffsäure Magnesium und Calcium im Körper als schwer lösliche Fluoride und wirkt so als starkes systemisches Gift, was u. a. zu Krämpfen, Herzrhythmusstörungen, und Organversagen führen kann.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 466.
- 1 2 3 Mary Lide, David R. Lide: CRC Handbook of Chemistry and Physics. 87. Ausgabe, CRC Press, 1998, ISBN 978-0-84930594-8, S. 4–58.
- 1 2 J. E. Macintyre, F. M. Daniel, V. M. Stirling: Dictionary of inorganic compounds. CRC Press, 1992, ISBN 978-0-41230120-9, S. 2829.
- 1 2 Datenblatt von Synquest Laboratories, abgerufen am 27. April 2026.
- ↑ Erwin Riedel, Christoph Janiak: Anorganische Chemie. 9. Auflage. Walter de Gruyter GmbH, Berlin 2015, ISBN 978-3-11-035526-0, S. 431.
- ↑ Eintrag zu Chlorfluoride. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 26. Mai 2014.
- ↑ Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 166.
- ↑ Wissenschaft-Online-Lexika: Eintrag zu Chlorfluoride im Lexikon der Chemie; abgerufen am 4. Juni 2009.