Blaubrustpipra
Blaubrustpipra | ||||||||||||
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![]() Blaubrustpipra ♂ (Chiroxiphia caudata) | ||||||||||||
Systematik | ||||||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
Chiroxiphia caudata | ||||||||||||
(Shaw, 1793) |
Der Blaubrustpipra (Chiroxiphia caudata) ist ein südamerikanischer Sperlingsvogel aus der Familie der Schnurrvögel.
Merkmale
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Das Gefieder des Männchens ist vorwiegend blau gefärbt, mit fast ganz schwarzen Flügeln, schwarzem Kopf, rotem Scheitel und langen blauen Schwanzfedern. Das Weibchen ist mattgrün gefärbt, mit dunklerem Flügelsaum, hellerem Bauch sowie olivgrüner Kehle und Brust. Der Vogel ernährt sich von Insekten, Beeren und anderen kleinen Früchten.
Vorkommen
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Der Blaubrustpipra lebt in Sekundär- und Regenwäldern in Südost-Brasilien, Ost-Paraguay und in Nordost-Argentinien.
Fortpflanzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis zu fünfzig Männchen versammeln sich in einer Lichtung und vollführen Tänze, um Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Zunächst wählt jeder Vogel seinen Platz in den niedrigen Zweigen der umliegenden Bäume und wartet dort, bis er an der Reihe ist. Beim Balztanz gibt jeder Vogel verschiedene Rufe von sich und verursacht mit den Flügeln schwirrende Geräusche. Das Weibchen wählt einen Partner aus und betreibt nach der Paarung den Nestbau, das Bebrüten und die Aufzucht der Jungen alleine. In einem napfförmigen Nest in Zweigen über einem Gewässer werden in der Regel zwei Eier bebrütet.
Etymologie und Forschungsgeschichte
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Die Erstbeschreibung der Blaubrustpipra erfolgte 1793 durch George Shaw unter dem wissenschaftlichen Namen Pipra caudata. Als Verbreitungsgebiet gab er die wärmeren Gegenden Südamerikas an.[1] 1847 führte Jean Louis Cabanis die Gattung Chiroxiphia ein.[2] Der Begriff leitet sich vom griechischen χειρ, χειρος kheir, kheiros für Hand und ξιφος xiphos für Schwert ab.[3] Der Artname »caudata« hat seinen Ursprung in lateinisch caudatus, cauda ‚-schwänzig, Schwanz‘.[4] Alfred Laubmann lagen für seine Analyse Bälge von der „1. Gran-Chaco-Expedition“ und „3. Gran-Chaco-Expedition“ gesammelt durch Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) vor. So nannte er als Verbreitungsgebiete das Departamento Alto Paraná, Villarrica, Sapucai und Ajos. Unterschiede zu Exemplaren aus dem Südosten Brasiliens konnte er nicht erkennen. Neben Shaw sah er Richard Polydore Nodder als Co-Autor.[5]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jean Louis Cabanis: Ornithologische Notizen. In: Archiv für Naturgeschichte. Band 13, Nr. 1, 1847, S. 186–256 (biodiversitylibrary.org).
- Colin Harrison, Alan Greensmith: Vögel. Dorling Kindersley Limited, London 2000, ISBN 978-3-8310-0785-1.
- Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 2. Strecker und Schröder, Stuttgart 1940, S. 72 (google.de).
- Bryan Richard: Vögel. Parragon, Bath 2006, ISBN 978-1-4054-5506-0.
- George Russell Shaw in George Russell Shaw, Frederick Polydore Nodder: The naturalist's miscellany, or Coloured figures of natural objects. Band 5. Printed for Nodder & Co., London 1793 (biodiversitylibrary.org).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Chiroxiphia caudata in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 21. Februar 2025.
- Blaubrustpipra (Chiroxiphia caudata) bei Avibase
- Blaubrustpipra (Chiroxiphia caudata) auf eBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Blaubrustpipra (Chiroxiphia caudata)
- Blue Manakin (Chiroxiphia caudata) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ George Shaw (1817), Tafel 153 & Teext.
- ↑ Jean Louis Cabanis (1847), S. 235
- ↑ Chiroxiphia The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
- ↑ caudata The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
- ↑ Alfred Laubmann (1940), S. 72.