Die Zeitung unterstützt generell die pan-blaue Koalition und hat eine Festlands-chinafreundliche Editoriallinie. Dem Besitzerkonglomerat wird eine enge Verstrickung mit der Volksrepublik China vorgeworfen.[2] Vor der Übernahme durch Want Want galt die China Times dem liberalen Flügel der Kuomintang als nahestehend.
Die China Times wurde von Yu Chi-chung als Credit News (chinesisch徵信新聞, PinyinZhēngxìn xīnwén) gegründet und konzentrierte sich vor allem auf Preisindexe. Die Zeitung wurde zum 1. Januar 1960 in Credit Newspaper (chinesisch徵信新聞報, PinyinZhēngxìn xīnwénbào) umbenannt und um eine umfassende Nachrichtenberichterstattung erweitert. Am 29. März 1968 wurde die Zeitung zum ersten Mal in Farbe gedruckt und war somit die erste farbgedruckte Zeitung in Asien. Zum 1. September 1968 erhielt sie den aktuellen Titel China Times.[3]
Die China Times unterhielt eine Baseballmannschaft, die China Times Eagles, welche jedoch nach einem Wettskandal sieben Jahre nach ihrer Gründung aufgelöst wurde.[4]
Nachdem der Gründer der Zeitung 2002 verstarb und sein Sohn Yu Chien-hsin die Redaktionsleitung übernommen hatte, wurde 2008 die Zeitung an das Lebensmittelkonglomerat Want Want verkauft.[5]
2020 veröffentlichte Stand News ein Interview mit einem anonymen Journalisten der China Times, welcher den Vorwurf gegen die Zeitung erhob, sie zensiere Journalisten, die zu aus chinesischer Sicht sensiblen Themen wie dem Tiananmen-Massaker schreiben wollten.[10]