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Charles Jencks

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Charles Jencks
Cells of Life, Jupiter Artland, Edinburgh

Charles Alexander Jencks (* 21. Juni 1939 in Baltimore, Maryland; † 13. Oktober 2019 in London) war ein US-amerikanischer Architekt und Architekturtheoretiker der postmodernen Architektur.

Leben und Wirken

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Jencks studierte Englische Literatur an der Harvard University, anschließend machte er 1965 seinen Master in Architektur an der Harvard Graduate School of Design. Er graduierte mit einem PhD am University College London. Er nahm den in den Geisteswissenschaften und der Literaturwissenschaft kursierenden Begriff Postmoderne auf und übertrug ihn auf die Architektur.

Seine Theorien zur Kosmogenese und zur Chaostheorie verarbeitete Jencks in seinem Garden of Cosmic Speculation bei Dumfries in Südschottland. Zusammen mit seiner Frau Maggie Keswick, einer renommierten Expertin der Geschichte Chinesischer Gartenkunst, entwickelte Charles Jencks eine etwa 12 Hektar große Gartenlandschaft mit Erdformationen, die an Werke der amerikanischen Land Art erinnern.

Maggie Keswick starb 1995 an Krebs; der Garden of Cosmic Speculation entwickelt sich unter Jencks’ Regie weiter. Nach dem Tod seiner Frau gründete Jencks, einer ihrer Ideen folgend, eine Kette von Beratungs- und Unterstützungszentren für Krebspatienten (Maggie’s Centre), mit jeweils unterschiedlicher Architektur.[1]

Als sein einflussreichstes Buch gilt The Language of Post-Modern Architecture, das 1977 von Andreas Papadakis verlegt wurde. Der deutsche Titel lautet: Die Sprache der postmodernen Architektur. Die Entstehung einer alternativen Tradition, Stuttgart 1978 (auch DVA 1992, ISBN 978-3-421-02940-9).

  • The Garden of Cosmic Speculation. London 2003, ISBN 0-7112-2216-9 (englisch).
  • The Architecture of the Jumping Universe. Wiley-Academy 2001, ISBN 0-471-97748-9 (englisch).
  • The Language of Post-Modern Architecture. Rizzoli, New York 1977.
    • Die Sprache der postmodernen Architektur Entstehung und Entwicklung einer alternativen Tradition. Übersetzung Nora von Mühlendahl-Krehl. Stuttgart 1978, ISBN 3-421-02940-7.
  • Bizarre Architektur: die Ikonographie des alternativen Bauens. (Übertr. aus dem Engl. Nora von Mühlendahl-Krehl. DVA, Stuttgart 1980).
  • Udo Weilacher: Eine kosmogene Parklandschaft. Garden of Cosmic Speculation bei Dumfries. In: Udo Weilacher: In Gärten. Profile aktueller europäischer Landschaftsarchitektur. Basel Berlin Boston 2005, ISBN 3-7643-7084-X, S. 22–27.
  • Steffen Krämer: Charles Jencks und das Prinzip der doppel-, mehr- und Überkodierung. Kommunikation und Interpretation der postmodernen Architektur. In: Kunstgeschichte. 16. Juni 2010.
Commons: Charles Jencks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Hugh Pearman schrieb: Each is different and some are extraordinary (Memento vom 15. Juli 2009 im Internet Archive)