Carnikava
| Carnikava (dt. Koivemund) | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Verwaltungsbezirk: | Bezirk Ādaži | |
| Koordinaten: | 57° 8′ N, 24° 16′ O | |
| Einwohner: | 5.183 (2025) | |
| Fläche: | 8,2 km² | |
| Bevölkerungsdichte: | 632 Einwohner je km² | |
| Webseite: | www.carnikava.lv | |
Carnikava (deutsch: Zarnikau, Koivemund) ist ein Ort in Lettland mit 5183 Einwohnern (Stand 16. Januar 2025).[1] Der Ort ist 25 km nördlich von Riga nahe der Via Baltica (Europastraße 67) am Rigaer Meerbusen gelegen. Nördlich des Hauptortes mündet der Fluss Gauja (deutsch: Livländische Aa, estnisch: Koiva) in die Ostsee. Auf dem Gemeindegebiet befinden sich zahlreiche Seen, unter anderem der für den Tourismus gut erschlossene Dzirnezers.
Die Station Carnikava liegt an der Bahnstrecke Zemitāni–Skulte.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Carnikava wird erstmals für das Jahr 1211 in der Livländischen Chronik des Heinrich von Lettland als Sammelplatz livischer Heerscharen (Livisch: Sarnikau) erwähnt. In der Folgezeit erlangte Carnikava Bedeutung als Station auf dem alten Handelsweg zwischen Pernau (Estnisch: Pärnu) und Riga. Im 19. Jahrhundert wurde Carnikava zu einem noch heute bedeutenden Zentrum der Lachs- und Neunaugenfischerei.
1992 wurde Carnikava, vorher zur Region Ādaži gehörig, selbstständig. Am 21. März 2006 erfolgte die Gründung des Bezirks Carnikava (lettisch: Carnikavas novads), dessen Zentrum der gleichnamige Hauptort war und der 2021 im neuen Bezirk Ādaži aufging.
Die Gemeinde umfasst seit dem 21. März 2006 sieben Ortschaften: Carnikava, Kalngale, Garciems, Garupe, Gauja und Lilaste. Das Gebiet besteht abseits der Orte aus 60 % Wald, 24 % landwirtschaftlicher Nutzfläche und 6 % Wasserflächen. Sehenswert ist der Naturpark Piejūra, der das waldreiche Küstengebiet umfasst. Im Sommer spielt das Gebiet eine wichtige Rolle als Naherholungszentrum und Ferienregion für die Stadtbevölkerung Rigas.
Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Carnikava verleiht in Zusammenarbeit mit dem Ojārs-Vācietis-Museum in jedem Herbst den Ojārs-Vācietis-Literaturpreis.
Berühmte Söhne und Töchter des Ortes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Friedrich Mein, Pfarrer und erster Verfasser eines Volkslieds in lettischer Sprache
- Christian Heinrich Pander (1794–1865), Embryologe, Zoologe und Paläontologe
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fußnoten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Latvijas Ģeotelpiskās informācijas aģentūra: Vietvārdu datubāze: Informācija par Carnikavu, abgerufen am 7. Oktober 2025.

