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Carasso

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Carasso
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bellinzonaw
Kreis: Kreis Bellinzona
Gemeinde: Bellinzonai2
Postleitzahl: 6503
Koordinaten: 721681 / 118344Koordinaten: 46° 12′ 20″ N,  0′ 55″ O; CH1903: 721681 / 118344
Höhe: 238 m ü. M.
Fläche: 7,45 km²
Einwohner: 845 ((1900))[1]
Einwohnerdichte: 113 Einw. pro km²
Website: www.bellinzona.ch
Karte
Carasso (Schweiz)
Carasso (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 1907

Carasso bildet zusammen mit Galbisio eine Fraktion der politischen Gemeinde Bellinzona im Schweizer Kanton Tessin.

Das Dorf liegt hauptsächlich am rechten Ufer des Flusses Tessin, drei Kilometer nördlich des Zentrums von Bellinzona. Am linken Tessinufer liegt das Viertel Prato-Carasso[2].

Das Dorf wurde erstmals 1207 als Calaxio erwähnt. 1882 entdeckte man einen Jupiter und Merkur geweihten römischen Altarstein, 1968/1969 Überreste jungsteinzeitlicher Wohnhäuser. Auch eine Grabstätte aus der Eisenzeit sowie spätrömische Gräber sind bekannt.

1291 bildete Carasso eine Nachbarschaft (vicinia) und hatte einen Podestà in der Person von Pietro Rusca. Im 13. und 14. Jahrhundert gehörte Carasso der Familie Rusconi.

1907 schloss sich die bis dahin selbständige Gemeinde Carasso dem benachbarten Bellinzona an. Carasso bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.[3]

Carasso: Einwohnerzahlen von 1591 bis 1900
Jahr  Einwohner
1591
 
270
1600
 
200
1683
 
169
1719
 
190
1769
 
234
1799
 
236
1808
 
275
1824
 
288
1836
 
336
1850
 
408
1860
 
411
1870
 
500
1880
 
?
1900
 
845
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[4][5]

Zahlen für 1591 und 1900: Historisches Lexikon der Schweiz[6]

Sehenswürdigkeiten

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  • Pfarrkirche Sant’Andrea, erbaut in der ersten Mitte des 17. Jahrhunderts, barockisierter Bau (restauriert 1983 und 2004) mit verschiedenen künstlerischen Arbeiten des Bildhauers Ivo Soldini (Altar, Taufbecken)[7]; Kuhn-Orgel von 1984 (aufgenommen u. a. durch Guy Bovet und Gaston Litaize[8])[9]
  • Bürgergemeindehaus in der Via Galbisio Nr. 23, erbaut 1968/1970 nach Plänen von Luigi Snozzi und Livio Vacchini[7]
  • Giovani Calciatori Carassesi[10]

Einzelnachweise

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  1. Historisches Lexikon der Schweiz https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/003314/2003-09-03/
  2. Die Schreibung dieses Toponyms in diversen Publikationen ist uneinheitlich: nicht nur mit Bindestrich, sondern auch getrennt (Prato Carasso) oder zusammen (Pratocarasso).
  3. Patriziato di Carasso (mit Fotos) (italienisch) auf patriziatodicarasso.ch
  4. Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 27. Mai 2026.
  5. Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 27. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  6. Daniela Pauli Falconi: Carasso. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 3. September 2003.
  7. 1 2 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 39–40.
  8. Orgelporträt (Foto) auf der Website der Erbauerin, abgerufen am 17. April 2014.
  9. Pfarrkirche Sant’Andrea (Foto)
  10. Giovani Calciatori Carassesi (italienisch) auf matchcenter-ftc.football.ch