Die Ca.4 war eine italienische Militärbezeichnung für eine ganze Anzahl von Varianten, die an vielen unterschiedlichen Orten ab Ende 1917 gefertigt wurden.
Der dreimotorige Bomber war eine stoffbespannte Holzkonstruktion. Die Zugpropeller saßen in Motorgondeln unter der mittleren Tragfläche. Die Piloten saßen nebeneinander und vor ihnen der Bordschütze. Die Positionen des Schützen konnte in den verschiedenen Ca.4-Varianten unterschiedlich sein.
Der erste Prototyp Ca.40 war mit drei 200 PS leistenden Isotta-Fraschini-V6-Motoren ausgestattet, deren Leistung aber zu schwach für das große Flugzeug war. Spätere Varianten erhielten 250-PS-Isotta-Fraschini-Motoren; die Ca.42 bekam schließlich 400-PS-Liberty-Motoren.
Die Ca.4 wurde Ende 1917 getestet und 1918 erstmals eingesetzt. Hauptsächlich wurde sie für Angriffe gegen Österreich-Ungarn verwendet. Im April 1918 erhielt der britische Royal Naval Air Service (RNAS) sechs Ca.42 für das No. 227 Squadron. Drei Ca.42 gingen zu Testzwecken an die USA.
Trotz ihres instabilen und fragilen Aussehens war die Ca.4 eine gut durchdachte Konstruktion. Sie war nicht größer als viele Bomber der damaligen Zeit, aber mit den modernen Liberty-Motoren relativ schnell. Die Bombenkapazität gehörte zur höchsten im Ersten Weltkrieg. Die meisten Ca.4 wurden für Nachteinsätze verwendet, da sie langsamer als die gegnerischen Jagdflugzeuge flogen.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Ca.4. durch Caproni Ca.36 ersetzt.
Im Krieg wurden alle Varianten unter Ca.4 zusammengefasst. Erst später gab Caproni seinen Maschinen ein neues Nummernsystem.
Ca.40 – erster Prototyp
Ca.41 – Serienversion mit drei 281 PS (210 kW) leistenden Fiat-A.12-Reihenmotoren, einige Maschinen besaßen stattdessen Isotta-Fraschini-Motoren mit je 250 PS (186 kW), 41 Maschinen gebaut
Ca.42 – 400 PS (298 kW) Liberty-V12-Motoren, 12 Maschinen gebaut