Cape Parry
| Cape Parry | ||
Blick auf Cape Parry im Juli 1916 | ||
| Geographische Lage | ||
| Koordinaten | 70° 12′ N, 124° 32′ W | |
| Lage | Parry-Halbinsel | |
| Gewässer | Amundsen-Golf | |
| Gewässer 2 | Darnley Bay | |
| Länge | 600 m | |
| Breite | 750 m | |
| Höhe | 30 m | |
Cape Parry ist eine Landspitze an der arktischen Nordküste Kanadas in den Nordwest-Territorien. Sie wurde nach dem Arktisforscher William Edward Parry benannt.
Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Cape Parry bildet die Nordostspitze einer kleinen Halbinsel im äußersten Norden der Parry-Halbinsel, die in den Amundsen-Golf hineinragt. Die kleine Halbinsel ist durch einen schmalen kurzen Landenge mit dem restlichen Teil der Parry-Halbinsel verbunden und weist insgesamt drei kurze nach Norden gerichtete Landspitzen auf. Die nächstgelegene Siedlung ist Paulatuk, knapp 100 km südsüdöstlich.
Radarstation Cape Perry
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Etwa 8 km westsüdwestlich der Landspitze befindet sich eine unbemannte Radarstation (
), die seit 1989 im Rahmen des North Warning Systems mit der Kennung PIN-M in Betrieb ist. 1957–1989 befand sich an der Stelle eine Radarstation der Distant Early Warning Line, die später abgerissen wurde. Von der Radaranlage führt ein Fahrtweg zu einer 1,3 km ostsüdöstlich gelegenen 1600 m langen Landepiste. Diese gehört zum mittlerweile stillgelegten Flugplatz Cape Parry.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwischen den 1950er und 1980er Jahren befand sich südlich von Police Point, der Westspitze des Kaps, eine Station der Distant Early Warning Line. Zwischen 1969 und 1982 wurden am Cape Parry 18 Höhenforschungsraketen gestartet.[1]
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Tiefsttemperatur beträgt −47,2 °C, die absolute Höchsttemperatur 23,9 °C. Die jährliche Schneefallmenge beträgt 116,0 cm. Obwohl die bemannte Wetterstation nicht mehr in Betrieb ist, gibt es am Standort eine automatische Wetterstation (CZCP).[2]
Schutzgebiete
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Cape Parry liegt im Zugvogelschutzgebiet Cape Parry.[3] Die Küstengewässer vor Cape Parry gehören zum Meeresschutzgebiet Anguniaqvia Niqiqyuam.[4]
Flora und Fauna
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Außer in den tiefer gelegenen Feuchtgebieten gibt es sehr wenig Vegetation. Belugawale, Grönlandwale, Bartrobben, Ringelrobben sowie Rentiere, Grizzlybären und Eisbären kommen häufig in diesem Gebiet vor.
Auf dem Kap gibt es national bedeutende Populationen von Eiderenten, Eismöwen, Prachteiderenten, Eisenten und Gelbschnabeltauchern. Es ist zudem einer von nur zwei Orten in der westlichen Arktis, an denen Gryllteisten brüten.[5]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Cape Parry. Archiviert vom am 11. Oktober 2008; abgerufen am 1. August 2025.
- ↑ Wayback Machine. Archiviert vom am 13. März 2020; abgerufen am 1. August 2025.
- ↑ Cape Parry Migratory Bird Sanctuary. Government of Canada, abgerufen am 21. März 2026 (englisch).
- ↑ Anguniaqvia Niqiqyuam Marine Protected Area (MPA). Government of Canada, abgerufen am 21. März 2026 (englisch).
- ↑ Direction générale des services intégrés Travaux publics et Services gouvernementaux Canada, Public Works and Government Services Canada Government of Canada: Publications du gouvernement du Canada. 1. Juli 2002, abgerufen am 1. August 2025.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Cape Parry In: Canadian Geographical Names Data Base (CGNDB, englisch)

