Corvette C6
| Corvette | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Corvette C6 Coupé | ||||||||||||||||||||||||||||||
| C6 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Verkaufsbezeichnung | Corvette | |||||||||||||||||||||||||||||
| Produktionszeitraum | 2005–2013 | |||||||||||||||||||||||||||||
| Klasse | Sportwagen | |||||||||||||||||||||||||||||
| Karosserieversionen | Coupé, Cabriolet | |||||||||||||||||||||||||||||
| Motoren | Ottomotoren: 6,0–7,0 Liter (298–476 kW) | |||||||||||||||||||||||||||||
| Länge | 4435–4459 mm | |||||||||||||||||||||||||||||
| Breite | 1844–1927 mm | |||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe | 1246 mm | |||||||||||||||||||||||||||||
| Radstand | 2686 mm | |||||||||||||||||||||||||||||
| Leergewicht | 1418–1538 kg | |||||||||||||||||||||||||||||
| Vorgängermodell | Corvette C5 | |||||||||||||||||||||||||||||
| Nachfolgemodell | Corvette C7 | |||||||||||||||||||||||||||||
| Getriebeübersetzung | 6-Gang manuell (USA) | 6-Gang manuell (EU) | 6-Stufen-Automatik |
|---|---|---|---|
| Ausführung | US-Version Standard | Europa-Version mit „Z51“-Paket (In USA optional) | „Paddle-Shift“ (Schaltwippen) |
| 1. Gang | 2,66 | 2,97 | 4,02 |
| 2. Gang | 1,78 | 2,07 | 2,36 |
| 3. Gang | 1,30 | 1,43 | 1,53 |
| 4. Gang | 1,00 | 1,15 | |
| 5. Gang | 0,74 | 0,71 | 0,85 |
| 6. Gang | 0,50 | 0,57 | 0,67 |
| Rückwärtsgang | 2,90 | 3,28 | 3,06 |
| Achsübersetzung | 3,42 | 2,56 (2,73 ab 2008) | |
Fahrwerk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für die Optimierung des Fahrwerks wurde intensiv in Deutschland getestet – auf der Nordschleife des Nürburgrings, auf den Autobahnen, aber auch im Stadtverkehr. Neben einer Verbesserung der Fahrdynamik standen erstmals auch Kriterien wie Übersichtlichkeit und Handlichkeit im Lastenheft. Deshalb wurde die Corvette kleiner. Die GFK-Karosserie nahm in der Länge um 13 und in der Breite um 2,5 Zentimeter ab. Da gleichzeitig aber der Radstand um 3,5 Zentimeter gestreckt wurde und die C6 auf größeren Rädern rollt (vorne 18 statt 17, hinten 19 statt 18 Zoll), ergeben sich interessante Proportionen und wegen des weiter nach hinten gerückten Motors eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung von 51 (vorne) zu 49 Prozent (hinten). Hinter den größeren Alu-Rädern im Fünfspeichen-Design wirken leistungsfähigere Bremsen, dazu gibt es serienmäßig ESP, Antriebsschlupfregelung und für Europa zusätzlich ein Z51-Optionspaket, das unter anderem ein Fahrwerk mit strafferer Abstimmung enthält. Da aber selbst bei Sportwagen immer mehr Wert auf Komfort gelegt wird, weist die C6 längere Federwege als ihr Vorgänger auf.
Das ESP wird bei der Corvette „Active Handling“ genannt und ist in drei verschiedenen Stufen einstellbar. Neben der Möglichkeit, es zu deaktivieren, erlaubt es im sogenannten „Modus Sportliches Fahren“ bis zum Eingreifen des Systems einen kontrollierbaren Drift beim kraftvollen Herausbeschleunigen aus Kurven. Ist das ESP ganz ausgeschaltet, verlangt die C6 volle Konzentration: mit dem serienmäßigen Sportfahrwerk bleiben schnelle Richtungswechsel zwar sehr lange neutral, das Heck drängt jedoch stark nach außen.
Das Fahrwerk ähnelt sehr stark dem aus der C5, wurde jedoch optimiert und verbessert. Nach wie vor gibt es keine herkömmlichen Schraubenfedern wie bei den meisten anderen Herstellern von Sportwagen, sondern je eine Querblattfeder vorne und hinten. Die Blattfeder-Hinterachse der Corvette ist deutlich leichter als eine Multilenker-Konstruktion in Fahrzeugen der Konkurrenz. Zudem ist sie wartungsärmer und erreicht eine höhere Lebensdauer. Ein Nachteil dieser Konstruktion ist die auf welliger Piste weniger präzise Radführung gegenüber einer Multilenkerachse.
Insgesamt drei verschiedene Wahlmöglichkeiten für das Fahrwerk ermöglichen es dem C6-Fahrer, das zu seinem Fahrstil passende Setup zu finden. Das Standard-Fahrwerk wird serienmäßig in den US-Versionen eingebaut. Es ist für ein ausgewogenes Verhältnis von Fahrkomfort und präzisem Handling abgestimmt. Die Corvette C6 wirkt im Vergleich zum Vorgänger jetzt noch gelassener und ist selbst bei schnellerer Gangart noch einfacher zu fahren.
Das in den Vereinigten Staaten optionale Z51-Sportpaket ist auch wieder für die C6 zu bekommen und in Europa Standard. Die Z51-Option wird im Gegensatz zu US-Versionen in den Europa-Modellen der Corvette C6 serienmäßig eingebaut. Es verbessert die Fahrleistungen der Corvette nochmals und bringt die Leistungen von Coupé und Convertible (Cabrio) sehr nah an die der C5 Z06. Das Z51-Paket bietet straffere Dämpfer und Federn, größere Stabilisatoren, verbesserte Kühlung und größere gelochte Bremsscheiben (340 mm vorne und 330 mm hinten). Diese Extras sorgen unter anderem mit einer besseren Kurvenlage und schnellerer Verzögerung für eine optimale Leistung auf der Rennstrecke, während immer noch eine komfortable Fahrt möglich ist.
Optional kann die C6 mit dem Magnetic-Selective-Ride-Control-Fahrwerk ausgestattet werden. Dieses auf Wunsch gegen Aufpreis erhältliche Fahrwerk ist mit magneto-rheologischen Dämpfern ausgestattet. Es in der Lage, Straßenoberflächen zu erkennen und dementsprechend automatisch die Dämpfercharakteristik sofort an die gegebene Straßensituation anzupassen. Das System wurde gegenüber der C5 verbessert, um eine genauere Unterscheidung zwischen den Einstellungen „Tour“ und „Sport“ zu liefern.
Mit jedem der drei verschiedenen Fahrwerk-Systeme gemeinsam arbeiten ein ABS, eine Traktionskontrolle (ASR) und ein ESP, das in der Corvette „Active Handling“ genannt wird. Das „Active Handling“ ist normalerweise immer aktiv, lässt sich aber zusammen mit dem ASR ausschalten. Außerdem gibt es einen Modus für „Sportliches Fahren“. Hier erlaubt das ESP kleinere Drifts und greift erst später ein.
Ab Modelljahr 2008
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch ein verändertes Steuergerät wurden die Schaltzeiten der Sechs-Stufen-Automatik mit Schaltpaddels verkürzt; das Schaltgetriebe soll nun exaktere Schaltvorgänge ermöglichen. Auch die Zahnstangenlenkung wurde überarbeitet und ist nun direkter; das Lenkgefühl wurde damit in allen Geschwindigkeitsbereichen nochmals verbessert. Diese Optimierungen werden durch eine besonders präzise Bearbeitung der internen Systemkomponenten, eine neue steifere Zwischenlenkspindel und eine geänderte Controller-Kalibrierung erzielt.
Ebenso wurde das Fahrwerk komplett neu abgestimmt und präziser im Handling. Die 2008er Corvette-Coupe- und Cabrio-Modelle werden mit Rädern im neuen „Split-Spoke“-Look ausgeliefert. Die 18- beziehungsweise 19-Zoll-Aluminiumräder jeweils vorne und hinten, sind nun in serienmäßig in Sparkle-Silver oder jeweils optional im dunklen Competition-Grey oder ebenfalls gegen Aufpreis als polierte Version erhältlich. Ebenfalls neu sind die geschmiedeten Fünfspeichen-Aluminiumfelgen der Corvette-Basismodelle. Letztere sind hochglanzpoliert und auch ein aufpreispflichtiges Extra.
Reifen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Reifen sind wie schon bei der C5 spezielle „Extended Mobility Tires“ (EMT) von Goodyear, also Reifen mit Notlaufeigenschaften. Das Fahrzeug wurde ohne Ersatzrad ausgeliefert.
Es können auch herkömmliche Reifen anderer Hersteller montiert werden. Die Reifengröße beträgt vorne 245/40 ZR 18 und hinten 285/35 ZR 19. Die Alufelgen sind in der Dimension 18 × 8,5 Zoll vorne und 19 × 10 Zoll hinten. Zur Kontrolle des stets optimalen Luftdrucks sendet das Reifenüberwachungssystem die aktuellen Daten an das „Driver-Information-Center“ (DIC) im Cockpit.
Fahrleistungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Insgesamt wirkt die Corvette C6 mit dem neuen 6,0-Liter-LS2-Motor agiler als der Vorgänger C5. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h dauert laut Werksangaben 4,5 Sekunden mit dem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe und 4,8 Sekunden mit der Automatik. Von 0 auf 200 km/h lautet die Beschleunigungszeit 15,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit exakt 300 km/h angegeben. Sie war aber nicht abgeregelt, so dass in der Regel höhere Geschwindigkeiten erzielt wurden.
Das Fahrwerk und die Lenkung wurden ebenfalls deutlich spürbar verbessert, was auch die von der Autozeitschrift sport auto 2005 im Test ermittelte Rundenzeit in Hockenheim von 1:14,8 Minuten bestätigt. Zum Vergleich brauchte ein Ferrari 360 mit ähnlicher Leistung von 294 kW (400 PS) für die gleiche Übung in Hockenheim 1:15,1 Minuten für eine Runde und ein Porsche 911 (Standard-Version) ebenfalls aus dem Jahre 2005 hatte exakt 1:15,9 Minuten und brauchte damit sogar über eine Sekunde länger im Test als die Corvette C6.
Ab Modelljahr 2008/LS3-Motor
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach der Modellpflege 2008 mit dem neuen leistungsstärkeren 6,2-Liter-LS3-Motor verbesserten sich auch geringfügig die Fahrleistungen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h mit manuellem 6-Gang-Getriebe erfolgt nun in 4,3 Sekunden und mit der 6-Stufen-Automatik in 4,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit erhöhte sich mit dem neuen Motor von 300 auf 306 km/h.
Eine neue Option für das Modelljahr 2008 stellt außerdem die Sportauspuffanlage dar, welche die Motorleistung um vier auf 325 kW (442 PS) und das maximale Drehmoment um elf auf 586 Nm steigert. Zudem wird der Ton und der Klang durch drehzahlabhängige, vakuumgesteuerte Auslassventile im Auspuff geregelt.
C6 Competition
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Frühling des Jahres 2008 erschien eine limitierte Edition der neuen Corvette: Die C6 „Competition“. Das Sondermodell lehnt sich optisch an die in der ALMS-Meisterschaft eingesetzten Fahrzeuge an, ist aber ganz normal für die Straße zugelassen. Optisch von der Rennversion Corvette C6.R übernommene Elemente sind die silberfarbenen Gitter in den Lufteinlässen des Kühlergrills und die im selben Wabenmuster gehaltene Blende zwischen den Doppelauspuff-Endrohren. Der Heckspoiler entspricht demjenigen der Z06, was nicht nur aerodynamisch von Vorteil ist, sondern auch auf die Einsätze der Corvette im Motorsport verweist.
Den dynamischen Look der Corvette Competition unterstreichen sollen zudem die exklusiven 5-Stern-Leichtmetallräder (18 Zoll vorn, 19 Zoll hinten) in der extra dafür entwickelten Farbe „Competition Grau“. Das Modell Competition ist in limitierter Auflage und ausschließlich in schwarz erhältlich. Der Motor ist derselbe LS3-6,2-l-V8 wie im normalen Coupé bzw. Cabrio, jedoch gibt es die C6 Competition nur als Coupé.
„Competition“ steht bei der neuen Corvette C6 auch für ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Coupe 6.2 V8 Competition erhielt eine weniger umfangreiche Serienausstattung, womit der Basispreis unter dem des normalen Coupé liegt; dies soll Neueinsteiger und Umsteiger zur Corvette locken. Die Sparmaßnahmen betreffen das Head-Up-Display und das ansonsten serienmäßige Navigationsgerät; diese Standards der C6 sind daher in dieser Sonderversion nicht erhältlich.
C6 Grand Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für das Modelljahr 2010/2011 erschien die überarbeitete Corvette C6 mit dem Namen „Grand Sport“. Diese Bezeichnung ist eine Reminiszenz an die Erfolge der Corvette im Rennsport. Der Begriff taucht erstmals in den 1960er-Jahren mit der Corvette C2 auf und wurde bereits bei der Corvette C4 wiederverwendet.
Karosserie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Karosserie der C6 Grand Sport wurde gegenüber der normalen C6 modifiziert. Sie ist mit den breiteren hinteren Z06-Kotflügeln, dem Z06-Frontspoiler und der Z06-Lufthutze in der Motorhaube ausgestattet. Zusätzlich sind die Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln anders gestaltet als bei allen anderen Versionen der Corvette C6. Auch sind dort jeweils drei Luftauslässe parallel hintereinander vorhanden, anstatt beispielsweise eines einzelnen beim normalen Coupé oder Cabrio.
Motor, Getriebe und Fahrwerk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Grand Sport (GS) arbeitet der gleiche 6,2-Liter-LS3-Smallblock-V8 mit 321 kW (436 PS) wie bei der normalen C6. Zwar nicht für das Cabriolet, sondern ausschließlich für das Grand Sport Coupé mit manuellem 6-Gang-Getriebe, gibt es ein optionales Rennpaket. Dieses beinhaltet unter anderem Trockensumpfschmierung, Differentialgetriebekühler und zwecks besserer Gewichtsverteilung eine hinten montierte Batterie. Zusätzlich bekam das 6-Gang-Getriebe die Launch-Control der ZR1.
Die Grand Sport hat sowohl vorne als auch hinten eine breitere Spur, um die Leistung des V8-Triebwerks mit 321 kW noch besser auf die Straße zu übertragen. Das offensiver abgestimmte Fahrwerk umfasst straffere Federn, härtere Stoßdämpfer und größere Stabilisatoren. Das Bremssystem weist gelochte Bremsscheiben und 6-kolbige vordere Bremssättel auf. Die neugestalteten 5-Speichen-Alufelgen tragen Goodyear Eagle F1 Reifen mit Notlaufeigenschaften (EMT/Run-Flat-Technik). Breitere Reifen sorgen bei der Corvette Grand Sport für eine verbesserte Straßenhaftung gegenüber der C6-Basis. Die Reifen vorne haben eine Dimension von 275/35 ZR 18, die Reifen hinten 325/30 ZR 19. Die Felgengröße vorne beträgt 9,5 × 18 Zoll und hinten 12 × 19 Zoll. Somit haben die Räder die gleiche Dimension wie die der Z06.
Die Querbeschleunigung der Grand Sport liegt bei 1g und die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in nur 4,3 Sekunden (Automatik: 4,4 s) bei einer Höchstgeschwindigkeit von 306 km/h. Mit einer Rundenzeit im Test von 1:11,9 Minuten auf dem kurzen Hockenheimring beweist die Corvette Grand Sport ihre Qualitäten.[2] Die Rundenzeit liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen der „normalen“ C6 und der Z06.
C6 Z06
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Im Jahre 2005 wurde auf Basis der sechsten Generation (C6) der Nachfolger der bereits seit dem Modelljahr 2001 erfolgreichen Corvette Z06 präsentiert. Diese C6 Z06 war bis zur Vorstellung der neuen C6 ZR1 im Jahr 2008 das schnellste und stärkste Corvette-Modell. Die Corvette Z06 wurde parallel zum Corvette-Rennwagen C6.R entwickelt.
Als Abkömmling des Corvette-Rennwagenprogramms ist die neue C6 Z06 ein eigenständiges Fahrzeug mit eigenem Antriebsstrang, anderer Karosseriestruktur und Fahrwerksteuerung, das sich schon äußerlich vom normalen Corvette-Coupé oder Cabrio unterscheidet. Chevrolet kombiniert in der Z06 die Eigenschaften, mit denen die Corvettes der sechsten Generation Rennen erfolgreich beendeten und macht das auch mit ihrem aggressiven Design deutlich, das Kraft und Ausdauer ausstrahlen soll.
Innenraum / Ausstattung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die C6 Z06 ist serienmäßig mit einem Bose-Audiosystem mit im Armaturenbrett integrierten Sechsfach-CD-Wechsler, Teleskoplenkrad, Seitenairbags und einem GPS-Navigationssystem ausgestattet. Corvette-typisch fehlen weder Zweizonen-Klimaanlage noch Kabinenluftfilter in der Ausstattungsliste wie auch das Head-Up-Display (HUD) mit serienmäßiger Track-Modus- und g-Wert-Anzeige. Die beheizten Sitze sind mit Lederbezügen in zwei Farbtönen und mit eingesticktem Z06-Logo erhältlich. Sie haben zudem feste, gegengenähte Seitenpolster, die den Fahrer bei Kurvenfahrten besser im Sitz halten. Das Schalldämmpaket wurde zur Gewichtsreduzierung überarbeitet und ermöglicht nun unter anderem auch eine bessere Überwachung der Antriebsstranggeräusche.
Karosserie
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Die Corvette Z06 hat, anders als die normale C6, deren Dach sich entfernen und im Kofferraum verstauen lässt (siehe Targadach), ein festes Dach (Hardtop) und einen Rahmen aus Aluminium, der geringes Fahrzeuggewicht mit hoher Steifigkeit verbindet. Die Rahmenaußenträger sind aus einem Stück hydrogeformte Träger mit Gussteilen, Stanzungen und Pressteilen, die viele geschweißte Stahlkomponenten anderer Corvette-Modell ersetzen. In Schlüsselbereichen ist die Aluminiumstruktur mit aufgeklebten Matten aus Kohlenstofffasern in Verbundbauweise verstärkt.
Die Z06 trägt im Gegensatz zur normalen C6 eine Frontschürze mit größerem Kühllufteinlass und einer gesonderten Luftansaugung. Zusätzlich befinden sich hinter den Vorderrädern große Entlüftungsöffnungen. Hinzu kommen spezielle Seitenschweller, eine Abrisskante am Heck und zwei Z06-Embleme auf den vorderen Kotflügeln, auf denen zusätzlich die Leistung von 505 hp nach US-Norm genannt ist. Damit die breiteren Reifen auch Platz in den Radhäusern finden, wurden diese hinten insgesamt um rund 76 Millimeter verbreitert.
Der markante Lufteinlass vorne, die großen hinter den Vorderrädern angeordneten Zwangsluftauslässe sowie die Lufteinlässe zur Kühlung der Bremsen an der Hinterachse sind funktionale Merkmale, die nur die Corvette Z06 hat. Die auffällig breiteren Hinterrad-Kotflügel mit Überständen decken die Hinterräder ab, während die aufgesetzte Heckabrisskante die differente und größere Bremsleuchte beherbergt und zusammen mit dem vorderen Luftteiler die Verteilung der aerodynamischen Radlast ausbalanciert. Der Luftwiderstandsbeiwert der Corvette Z06 beträgt 0,31. Ein weiteres Erkennungszeichen sind die vier Auspuffendrohre mit großem Durchmesser aus rostfreiem Stahl.
Der Frontspoiler und die ausgeprägte Heckabrisskante liefern die nötige Abtriebskraft zur verbesserten Stabilität bei hoher Geschwindigkeit: Die Höchstgeschwindigkeit der Z06 beträgt 320 km/h. Selbst das Dach wurde speziell dafür konstruiert, bei geringer Masse die Steifigkeit der Karosserie zu erhöhen und die aerodynamischen Eigenschaften zu verbessern – die Z06 ist daher nur als Hardtop-Version erhältlich. Das heißt, im Gegensatz zur normalen C6 lässt sich bei der Z06 (und auch bei der ZR1) das Dach nicht entfernen.
Ebenfalls zur Gewichtseinsparung und Erhöhung der Steifigkeit bestehen die Radkästen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Der vordere Hilfsrahmen und das fest verschraubte Dach bestehen aus Magnesium, die 1400 Gramm schweren Kotflügel aus CFK. Der Karosserieboden ist eine Sandwichkonstruktion mit KFK-Deckschichten auf einem Balsaholzkern.
Fahrwerk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Corvette Z06 hat den gleichen Radstand von 2686 mm wie die anderen C6-Modelle, aber neuartige Räder, Reifen, Bremsen, Hinterradfedern und einen speziellen Stabilisator zur Unterdrückung von Wankbewegungen. Die charakteristischen 9,5 × 18-Zoll-Räder mit zehn Speichen sind aus Aluminium gegossen und abgedreht. Sie tragen vorn Reifen der Größe 275/35 ZR18; die bauartgleichen 12 × 19-Zoll-Hinterräder tragen Reifen der Größe 325/30 ZR19. Dies war bis zum Erscheinen der ZR1 die größte für eine Corvette angebotene Felgen-Reifen-Kombination. Die Runflat-Reifen (mit ihnen kann eine gewisse Strecke bei verminderter Geschwindigkeit gefahren werden, wenn kein Reifendruck mehr besteht) liefert Goodyear. Die großen Räder bieten Platz für die 355-mm Vorderrad-Scheibenbremsen mit quer verlaufenden Belüftungsbohrungen und sechs Bremskolben und die bauartgleichen 340-mm-Hinterrad-Scheibenbremsen mit vier Kolben.
Auch diese Corvette hat hinten Blattfedern – genauer Halbachsen, die an Querblattfedern hängen. Diese Konstruktion ist wartungsärmer und erreicht eine höhere Lebensdauer als klassische Feder-Dämpfer-Konstruktionen. Ein Nachteil dieser Konstruktion ist die auf welliger Piste weniger genaue Radführung gegenüber einer Multilenkerachse.
Das Aluminium-Chassis ist eine Eigenentwicklung für die Z06. Dieses spezielle Chassis wird nicht im Corvette-Werk in Bowling Green, sondern bei Dana Technologies in Maumee gefertigt. Statt aus Stahl (wie bei der normalen Corvette) besteht der Rahmen komplett aus Aluminium. Bei sogar erhöhter Steifigkeit wiegt der Alu-Rahmen nur knapp 130 kg, also rund 62 kg weniger als der Stahlrahmen der anderen C6-Corvettes.
Das aufpreispflichtige „F55-Magnetic-Selective-Ride-Control-Fahrwerk“ der normalen Corvette ist für die Z06 nicht lieferbar, da ein spezielles Sportfahrwerk eingebaut ist. Trotz stärkerer Fahrwerkskomponenten wiegt die Z06 etwa 40 bis 50 Kilo weniger als eine normale Corvette C6. Somit beträgt das Leergewicht der Z06 lediglich etwa 1400 kg. Dabei ist die prozentuale Gewichtsverteilung der Vorder- zur Hinterachse der Z06 mit 50,7/49,3 nahezu ausgeglichen.
Motor/Getriebe
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Der handmontierte LS7-V8-Alu-Motor hat 7,0 Liter Hubraum und natriumgefüllte Auslassventile. Pleuel und Ventilfedern sind aus Titan und werden in der Schweiz hergestellt. Wegen seiner Trockensumpfschmierung kann der Motor tiefer eingebaut werden.
Er leistet maximal 376 kW (512 PS) bei 6300/min und liefert ein maximales Drehmoment von 637 Newtonmetern bei 4800/min. Maximal sind 7000 Umdrehungen pro Minute zulässig.
Im Gegensatz zum Vorgängermotor mit großem Motorblock („Bigblock“) und 6997 cm3 (427 Kubikzoll) Hubraum handelt es sich beim LS7 um den hubraumgrößten V8-Motor der „Smallblock“-Baureihe, der jemals von GM produziert wurde. Er ist unter der Motorhaube leicht an seinen roten Abdeckungen mit schwarzer Beschriftung zu erkennen. Dieser neue LS7-Motor ist auch sehr beliebtes Objekt von Tuningfirmen oder wird in verschiedenen Rennställen in ihren Fahrzeugen verwendet.
Beispiele für die Rennsporttechnik des LS7 sind die Pleuel aus Titan, die geschmiedeten Aluminiumkolben mit flachem Kolbendach, die dem Rennsport entlehnten CNC-gefrästen Zylinderköpfe mit Titan-Einlassventilen und natriumgefüllten Auslassventilen sowie die Stoßstangen und Ventilfedern aus Titan. Zudem wird bei der Produktion der Zylinder das Verfahren des Deckplatten-Honens angewandt, wie es sonst nur bei der Rennmotorenproduktion üblich ist.
Der LS7 hat ein Trockensumpf-Schmiersystem, das den Motor auch bei schneller Kurvenfahrt noch vollständig schmiert. Aus einem im Motorraum montierten Ausgleichsbehälter fördert die Ölpumpe auch dann noch Öl mit konstantem Druck, wenn in der Kurve eine Querbeschleunigung über 1g (9,81 m/s²) auftritt. Am hinteren Ende des LS7-Motors sitzen ein Einmassen-Schwungrad und eine leichte Hochleistungskupplung. Das Sechsgangschaltgetriebe mit verbessertem Sperrdifferenzial ist im Heck montiert. (Transaxle) Die Antriebskraft wird von stärkeren Achshalbwellen mit höher belastbaren Universalgelenken auf die Hinterräder übertragen.
Die Z06 wird nur mit dem manuell zu schaltenden 6-Gang-Getriebe ausgeliefert und ist nicht mit der 6-Stufen-Automatik der normalen C6 erhältlich.
Fahrleistungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Z06 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt sie in 3,9 Sekunden, von 0 auf 200 km/h sind es 11,9 Sekunden. Für eine Viertelmeile braucht sie weniger als zwölf Sekunden. Der kleine Kurs in Hockenheim wird in 1:08,7 Minuten umrundet.[2] Die Nordschleife umrundete Jim Mero in einem 2012 Modell mit Ultimate Performance Package in 7:22,68 Minuten.[3] Die maximale Querbeschleunigung liegt mit Serienreifen bei 1,3g. Somit liegt die Z06 im Bereich anderer Supersportwagen. Die typischen Gegner sind beispielsweise Ferrari 430, Porsche 911 Turbo, Lamborghini Gallardo und Nissan GTR. Die Z06 führt außerdem seit 2007 die Liste mit den besten Bremsleistungen der Sport auto an, sie brauchte für die Verzögerung von 100 auf 0 km/h 31,0 m.[4]
Insbesondere das für das C6/Z06-Modell erhältliche Ausstattungspaket Z07 (Ultimate Performance Package) war für die obengenannte Fabel-Rundenzeit auf der Nordschleife im Jahr 2012 (zudem für einen handgeschalteten Seriensportwagen) von Jim Mero verantwortlich. Auch der Performancegewinn von etwa 3 Sekunden auf dem kleinen Kurs von Hockenheim gegenüber einer früher (von dem gleichen Magazin gemessenen) Serien-Z06 war wesentlich diesem Performancepaket geschuldet. Insgesamt wurden weltweit lediglich 200 C6/Z06 mit dem Z07-Paket hergestellt. Nach Europa gelangten hiervon lediglich 28 Fahrzeuge mit nochmals spezieller EU-Konfiguration in den letzten beiden Baujahren der C6-Baureihe. Somit ist das Z06/Z07-Ausstattungspaket in EU-Ausführung in sportlicher Hinsicht ebenso effektiv wie selten. Vereinfacht beschrieben ist eine Z06 mit dem "ultimativen" Z07-Fahrwerkspaket eine Verschmelzung einer ZR1-Fahrwerkskonfiguration inklusive Carbon-Keramik-Bremsanlage und größerer und breiterer Cup-Felgen und Bereifung (in 10x19 Zoll mit 285/30ZR19 und 12x20 Zoll mit 335/25ZR20) mit dem 7011-cm³-Saugmotor der Z06. Zudem wurden mit Bestellung des Z07-Paketes unter anderem ein modifizierter Frontspoiler, Seitenschweller und Heckspoiler verbaut. Der Vorteil lag fahrwerksseitig insbesondere aufgrund des Gewichtsvorteils des 7,0-Liter-Saugmotors zugunsten der Z06 auf der Hand, so dass sich die seinerzeit gemessenen Rundenzeiten der beiden Topmodelle Z06 und ZR1 mit dieser Fahrwerkskonfiguration letztlich auch nur unwesentlich unterscheiden. So war eine Z06 mit Z07 "Ultimate Performance Package" zum Gegner etwa eines ebenfalls mit Saugmotor bestückten Porsche 997 GT3 RS mutiert (die seinerzeit parallel angebotene Modellserie), eine Z06 mit Serienfahrwerk konkurrierte eher mit einem "normalen" Porsche 997 GT3.
C6 Z06 „Ron Fellows Edition“
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Die erste Sonderserie der C6 Z06 erhielt den Namen „Ron Fellows“ – nach dem bisher erfolgreichsten Corvette-Rennfahrer. Die Z06 „Ron Fellows Edition“ (kurz: „RF-Edition“) wurde ausschließlich im Jahre 2007 produziert, insgesamt wurden 399 Exemplare gefertigt. 300 Stück wurden in den Vereinigten Staaten, 66 in Kanada und die restlichen 33 Fahrzeuge in verschiedene Länder ausgeliefert. Somit ist diese limitierte Auflage eine sehr rare Version der Corvette Z06.
Karosserie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Diese spezielle Edition ist an der Farbe Weiß zu erkennen, denn bis zum Facelift-Modell der Corvette C6 des Jahres 2008 war die Lackierung „Arctic White“ nur auf der normalen C6 erhältlich. Zusätzlich wurden rote Kotflügel-Flags mitgeliefert, wobei in den beiden linken die Erfolge von Ron Fellows in der ALMS GT1 (2001–2006) samt kanadischem Ahorn-Blatt und seinem Namen gezeigt werden. Diese speziellen roten Aufklebestreifen konnte der Käufer auf die Kotflügel kleben. Somit ist die RF-Edition sofort von außen zu erkennen.
Innenraum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Interieur wurde ebenfalls dem kanadischen Champion angepasst, es ist in den Farben Schwarz und Rot gehalten, wobei Rot dominiert. Außerdem wurde serienmäßig erstmals eine imitierte Mittelkonsole aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff eingebaut. Zudem befindet sich unter jeder Mittelarmlehne die Editionsnummer samt Unterschrift von Ron Fellows.
Motor und Fahrwerk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Motortechnisch basiert die Z06 „RF-Edition“ weiterhin auf dem LS7-Motor der normalen Z06 mit 7,0 Litern Hubraum und 376 kW (512 PS) Leistung. Jedoch wurden im Fahrwerk bereits einige Veränderungen aus dem späteren Facelift-Modell integriert, wie etwa die überarbeitete Lenkung, andere Dreiecksquerlenker sowie hintere Stoßdämpfer mit einer anderen Druckstufe.
C6 ZR1
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Im Dezember 2007 präsentierte General Motors die Neuauflage der Corvette ZR-1 von 1989. Das ist das aktuelle Topmodell der Corvette auf Basis der C6. Die neue Corvette ZR1 hat nun eine maximale Leistung von 476 kW (647 PS) und ein maximales Drehmoment von 823 Nm. Der Sportwagen war die stärkste, schnellste und leistungsfähigste Corvette, die bis dahin von GM gebaut wurde.
Bei der Entwicklung der ZR1 spielte das Konkurrenzmodell, die Dodge Viper keine unwichtige Rolle. Als im Jahre 2007 die neue Dodge Viper mit 441 kW (600 PS) erschien, konnte das damalige Corvette-Topmodell, die Z06 mit 376 kW (512 PS) nicht dagegen halten. „Wer ist schon gerne Zweiter?“, fragte Corvette-Sprecher Dee Allen kurz nach der Premiere der neuen Viper und nährte damit die Hoffnung, dass General Motors diese Schmach nicht lange auf sich sitzen lässt. Als dann auch noch Vorstandschef Rick Wagoner verlauten ließ, dass es für ihn „sehr wichtig“ sei, „in den Vereinigten Staaten den stärksten, leistungsfähigsten und im Handling besten Sportwagen“ zu haben, war klar, dass ein neues Modell nachgeschoben würde.
Genau ein Jahr später wurde auf der Detroit Motor Show die Corvette ZR1 enthüllt. „Mit der ZR1 wollen wir zeigen, was ein amerikanischer Supersportwagen leisten kann. Das zu einem Preis, der europäische Sportwagen alt aussehen lässt. Die sind doppelt, dreimal oder viermal so teuer“, sagt Chevrolet-Chef Ed Peper, der auch die Corvette verantwortet.
Das Topmodell der Corvette-Baureihe erschien in Deutschland im Sommer/Herbst 2008 bei den Händlern.
Karosserie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die neue Corvette ZR1 unterscheidet sich durch mehrere Merkmale von der normalen C6. Das Auto liegt nochmals tiefer auf der Straße, besitzt einen größeren Kühler, somit eine größere Kühlluftöffnung, eine große Hutze auf der Motorhaube und tiefere Kiemen in der Flanke, außerdem einen ZR1-spezifischen Frontspoiler und einen speziellen Heckspoiler in voller Breite mit angehobenen Außenelementen.
Für die Karosserie wird – Corvette-typisch – glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) eingesetzt. Für die neugestalteten vorderen Kotflügel, das Dach, die Fronthaube sowie die Front- und Heckspoiler kommt jedoch kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK) zum Einsatz. Eine Besonderheit der ZR1 ist ein Fenster in der CFK-Motorhaube, das den Blick auf den Motor/Ladeluftkühler freigibt. Aus Steifigkeitsgründen wird wie bei der Z06 kein Targadach angeboten.
Durch den Einsatz von Kohlenstofffasern in der Karosserie beträgt das Leergewicht nur noch 1453 kg. Mit 2,25 kg/PS hat die stärkste Corvette ein niedrigeres Leistungsgewicht als ein Lamborghini Murciélago, ein Ferrari F430 oder ein Porsche 911 GT2, jedoch ein schlechteres Leistungsgewicht als ein Porsche 911 GT2 RS (Leistungsgewicht ca. 2,21 kg/PS).
Motor
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der LS9-Motor (6,2-Liter-Vollaluminium-V8 mit Kompressoraufladung und integriertem Ladeluftkühler) der ZR1 ist ebenfalls eine Neuentwicklung und leistet 476 kW (647 PS) bei 6500/min und erreicht ein maximales Drehmoment von 823 Nm bei 3800/min. Der Motor der neuen ZR1 ist nach GM-Diktion ein „Small Block“ und basiert auf dem LS3-Triebwerk der Corvette C6 6.2 mit 6,2 Liter und nicht auf dem LS7-Motor der Z06 mit 7,0 Litern Hubraum.
Tom Stephens, der sogenannte „Group Vice President“ von „GM Powertrain and Quality“ sagte nach der fertigen Entwicklung der ZR1 in einem Statement über den LS9-Motor folgendes:
„Wenn man den LS9-Motor in der Corvette ZR1 erlebt, bekommen die Begriffe Leistung und Fahrverhalten eine ganz neue Bedeutung. Der LS9 demonstriert einen herausragenden Leistungsbereich mit gleichmäßiger Fahrbarkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten und souveräne Performance, wenn der Kunde mehr Leistung wünscht. Der Small-Block V8 demonstriert wieder einmal sein großes Leistungspotential, sein vielseitiges Design und eine Architektur mit hoher Qualität, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit. Wir haben das ganze Potential des Small-Blocks noch gar nicht ausgereizt.“
Technik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Motor ist ein modifiziertes LS3-Triebwerk aus der C6 mit 6,2 Litern Hubraum und acht Zylindern. Titanventile und Schmiedekolben fanden bei der ZR1-Version Einzug, genauso ein Eaton-Roots-Kompressor, der für maximal 0,72 bar Ladedruck sorgt. Der „R2300“-Kompressor des LS9 ist die sechste Generation von Eaton mit einem speziellen Gehäuse und neuen Rotoren, bei denen vier Zähne ineinandergreifen, wodurch sie leiser sind und effizienter fördern, während die großen 2,3-Liter-Wälzkolben das notwendige Luftvolumen bei hoher Drehzahl gewährleisten. Ein Flüssigkeit-Luft-Ladeluftkühlsystem senkt die Temperatur der Ladeluft um bis zu 60 Grad Celsius.
Die Verdichtung des Motors wurde wegen der Kompressoraufladung auf 9,0:1 zurückgenommen. Die obere Drehzahlgrenze des ZR1-Motors liegt bei 6600/min. Der LS9 wurde in GMs „Performance Build Center“, einer exklusiven Motorproduktionsstätte für kleine Auftragseinheiten in Wixom ausschließlich von Hand montiert. Hier wurden auch der LS7-Motor der Corvette C6 Z06 und andere Hochleistungsmotoren für GM-Serienfahrzeuge gebaut.
Um einen niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt zu erreichen, wird der LS9-Motor der ZR1 noch tiefer als in der Z06 eingebaut. Übertragen wird die Kraft von einem manuell geschalteten Sechsgang-Getriebe, dessen erster Gang über 100 km/h reicht. Die neue 2-Scheiben-Kupplung sowie 6-Gang-Getriebe, Antriebswellen und Fahrwerk wurden den höheren Motor- bzw. Fahrleistungen entsprechend angepasst.
Intern wird die LS9-Maschine der ZR1 auch „Blue Devil“ genannt. Die Bezeichnung stammt vom Namen der Basketballmannschaft der Universität auf der GMs CEO Rick Wagoner studiert hat; den „Duke University-Blue Devils“.
Leistungsbereich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der LS9-Motor der ZR1 bietet ein hohes Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen, anschließend einen geradlinigen Drehmomentverlauf und somit eine kontinuierliche Leistungsentfaltung bis zur Höchstdrehzahl von 6600/min. Testläufe von „GM-Powertrain“ zeigten, dass der Motor bereits bei 3000/min eine Leistung von 224 kW (304 PS) und bei nur 1000/min ein Drehmoment von fast 434 Nm erreicht[5]. Die Spitzenwerte des Drehmoments liegen bei ungefähr 4000/min, während die maximale Leistung bei 6500/min erreicht wird. Der Motor produziert konstant über 90 Prozent seines Drehmoments in dem Bereich von 2600 bis 6000/min.[5]
“The sixth-generation design of the supercharger expands the 'sweet zone' of the compressor's effectiveness, broadening it to help make power lower in the rpm band.”
„Die sechste Kompressor-Generation steigert die Effektivität, mit denen im niedrigeren Drehzahlbereich Leistung gebracht wird.“
„Einfach gesagt ist das Drehmoment im unteren Bereich erstaunlich.“
Getriebe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Corvette ZR1 ist mit einem „Tremec-TR6060“-Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem speziellen Zweischeibenkupplungssystem ausgestattet. Das Getriebe wurde entsprechend überarbeitet, um das Drehmoment des LS9-Motors von über 800 Nm zu übertragen und bietet dadurch auch verbesserte Schalteigenschaften. Das Zweischeibenkupplungssystem verfügt über Kupplungsscheiben mit einem relativ großen Durchmesser von 260 Millimetern, um das hohe Drehmoment des Motors auf diese Weise auf einer größeren Fläche zu verteilen.
Die Höchstgeschwindigkeit der ZR1 wird im sechsten Gang erreicht; dies bedeutet, dass auch der sechste Gang als „echter Fahrgang“ genutzt werden kann. Im Gegensatz dazu wird bei der normalen Corvette C6 und der Z06 die Höchstgeschwindigkeit jeweils im fünften Gang erreicht – die letzte Fahrstufe dient im sogenannten Overdrive als Schon- oder Spargang.
Fahrwerk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Spaceframe-Aluminium-Chassis der ZR1 sowie die Feder-Dämpfer-Kombination des Fahrwerks wird vom schwächeren Schwestermodell Z06 übernommen und entsprechend verstärkt. Das verstellbare und elektronische Dämpfersystem bekam einen speziellen Rennmodus. Es ist ein sogenanntes Magnetic-Selective-Ride-Control mit Track-Level-Aufhängung. Das Dämpferkennfeld des Fahrwerks lässt sich in zwei Stufen wählen, „Tour“ und „Sport“ genannt. Bereits im „Tour“-Modus federt das Magnetic Ride System sehr straff. Dennoch ist die ZR1 etwas komfortabler als die Z06, da sie weichere Federn hat. Lediglich die Stabilisatoren der ZR1 fallen stärker als die der Z06 aus.
Erstmals in der Corvette wird zudem serienmäßig eine Bremsanlage mit gelochten Bremsscheiben aus Carbon-Keramik (mit Kohlenstofffasern verstärktes Siliciumcarbid), zur besseren Kühlung der Anlage und größeren Bremssättel mit vergrößerter Belagsfläche eingebaut. Vorne wirken Sechskolben-Festsättel auf 394 mm (15,5 Zoll) große Bremsscheiben, hinten Vierkolben-Festsättel auf 380-mm-Scheiben. Ebenfalls neu ist das Antiblockiersystem (ABS) und Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) von Bosch. Das ESP ist dreistufig und abschaltbar. Das Fahrwerk erlaubt somit Querbeschleunigungen von deutlich mehr als 1g – ohne Semislicks. Die Michelin-Reifen der ZR1 werden speziell für dieses Modell angefertigt.
Fahrleistungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Höchstgeschwindigkeit ist im Hinblick auf die Haltbarkeit der Reifen elektronisch auf 330 km/h begrenzt. Der Tachometer reicht daher „nur“ bis 330 km/h. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird in 3,4 s, von 0 auf 200 km/h in 10,3 s und von 0 auf 300 km/h in 32,5 s erreicht. Der kleine Kurs in Hockenheim wird in 1:08,3 Minuten umrundet.[2]
Im Juli des Jahres 2008 umrundete GM-Entwicklungsingenieur Jim Mero die Nordschleife des Nürburgrings in einer damaligen Rekordzeit von 7:26,4 Minuten. Im Sommer 2011 konnte Jim Mero diese Zeit auf 7:19,63 mit einer 2012er ZR1 verbessern. Diese ZR1 erreichte damit hinter dem Porsche 911 GT2 RS die bis dahin zweitschnellste gefahrene Rundenzeit eines Serienautos am Nürburgring. Somit ist sie das bisher schnellste und stärkste Fahrzeug, das General Motors in seiner über 100-jährigen Firmengeschichte produziert hat.
Technische Daten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Modellbezeichnung | C6 Coupé/Cabrio 2005–2007 | C6 Coupé/Cabrio 2008–2013 | C6 Coupé/Cabrio 2008–2013 mit Klappenauspuff (Option) | C6 Z06 | C6 ZR1 |
|---|---|---|---|---|---|
| Motor | 6,0 L V8 LS2 | 6,2 L V8 LS3 | 7,0 L V8 LS7 | 6,2 L V8 LS9 Kompressor | |
| Hubraum | 5967 cm³ | 6162 cm³ | 7012 cm³ | 6162 cm³ | |
| Bohrung × Hub | 101,6 × 92 mm | 103,25 × 92 mm | 104,8 × 101,6 mm | 103,25 × 92 mm | |
| Leistung bei 1/min | 298 kW (405 PS)/6000 | 321 kW (436 PS)/5900 | 325 kW (442 PS)/5900 | 376 kW (512 PS)/6300 | 476 kW (647 PS)/6500 |
| max. Drehmoment bei 1/min | 546 Nm/4400 | 575 Nm/4600 | 586 Nm/4600 | 637 Nm/4800 | 823 Nm/3800 |
| Getriebe | 6-Gang manuell 4-Stufen-Automatik ab 2006: 6-Stufen-Automatik | 6-Gang manuell 6-Stufen-Automatik | 6-Gang manuell | ||
| Beschleunigung 0–100 km/h (Aut.) | 4,5 s (4,8 s) | 4,4 s (4,6 s) | 4,3 s (4,4 s) | 3,9 s | 3,2 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 300 km/h | 306 km/h | 320 km/h | 330 km/h | |
| Felgen vorne/hinten | 8,5×18 / 10×19 | 9,5×18 / 12×19 | 10×19 / 12×20 | ||
| Reifen vorne/hinten | 245/40ZR18 / 285/35ZR19 | 275/35ZR18 / 325/30ZR19 | 285/30ZR19 / 335/25ZR20 | ||
| Leergewicht | 1460 kg | 1418 kg | 1453 kg | ||
| Tankinhalt | 68 Liter | ||||
Corvette-C6-Tuner
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Basierend auf der Corvette C6 wurde im sächsischen Radeberg von 2014 bis 2016 eine Kleinserie des Sportwagens VSpeed V77 gefertigt. Die Leistung des LS3-Motors wurde um 40 PS auf 477 PS (351 kW) gesteigert, während durch Leichtbau das Leergewicht des Fahrzeugs auf 1399 kg sank.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- National Corvette Museum (englisch)
- LS2-Motor komplett zerlegt, Text und Bild zu jedem Einzelschritt
- Patrick Lang: Corvette C6 wird zum tödlichen Gefängnis. Ohne Bedienungsanleitung lebensgefährlich. auto motor und sport, 12. Juni 2015.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ David Kimble: ZR 1 Cutaway. (JPG) zorly.com, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 1. August 2013; abgerufen am 18. November 2023.
- 1 2 3 Christian Gebhardt: US-Trio hängt Europas Sportwagenelite ab. auto motor und sport, 12. März 2013, abgerufen am 18. November 2023.
- ↑ Chevrolet: 2012 Corvette Z06 Laps the Nurburgring ( vom 30. Juni 2011 im Internet Archive)
- ↑ Marcus Schurig: Die besten und die schlechtesten Bremser. sport auto, 29. März 2013, abgerufen am 18. November 2023.
- 1 2 3 Zitat von Ron Meegan, Assistant Chief Engineer. In: Chevy LS Engine Buildups HP1567. von Cam Bent, via Google Books; abgerufen am 4. Juni 2014.
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| Geo als eigene Marke für japanische Importe/JV | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Typ | 1980er | 1990er | 2000er | |||||||||||||||||||||||||||
| 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | |
| Kleinwagen | Sprint | Geo Metro | Geo Metro | Metro | Aveo | |||||||||||||||||||||||||
| Kompaktklasse | Chevette | |||||||||||||||||||||||||||||
| Spectrum | Geo Spectrum | Geo Storm | ||||||||||||||||||||||||||||
| Nova | Geo Prizm | Geo Prizm | Prizm | Cobalt | ||||||||||||||||||||||||||
| Citation | HHR | |||||||||||||||||||||||||||||
| Monza | Cavalier | Cavalier | Cavalier | |||||||||||||||||||||||||||
| Mittelklasse | Malibu | Corsica / Beretta | Malibu | Malibu | Malibu | |||||||||||||||||||||||||
| Monte Carlo | Monte Carlo | Monte Carlo | ||||||||||||||||||||||||||||
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| Full-Size Cars | Caprice | Caprice | ||||||||||||||||||||||||||||
| Impala | Impala SS | Impala | Impala | |||||||||||||||||||||||||||
| Sportwagen | Camaro | Camaro | Camaro | Camaro | ||||||||||||||||||||||||||
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| Kompakt-SUV | Geo Tracker | Tracker | Tracker | Equinox | ||||||||||||||||||||||||||
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