Büchold
Büchold Stadt Arnstein | |
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| Koordinaten: | 50° 1′ N, 9° 57′ O |
| Höhe: | 245 m ü. NHN |
| Fläche: | 13,32 km²[1] |
| Einwohner: | 732 (31. Dez. 2018)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 55 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 97450 |
| Vorwahl: | 09363 |
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Bürgermeister[15]
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Pfarrer[15]
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1972 endete die politische Selbstständigkeit von Büchold. Seither gehört es zur Stadt Arnstein. Bürgermeister ist seit 2018 Franz-Josef Sauer. Karl Kempf war der letzte Pfarrer, der in Büchold wohnte. Seither wurde die Pfarrei zunächst von Dekan Gerhard Götz aus Arnstein betreut, von 1991 bis 2017 vom Pfarrer in Schwebenried. Nach dessen Weggang im Juli 2017 wird die Pfarrei Büchold wieder vom Pfarrer von Arnstein betreut.[8]
Schlossbesitzer
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- vor 1299: Grafen v. Rieneck
- 1299–1364: Johanniterorden
- 1364–1596: Herren von Thüngen
- 1596–1652: Herren Echter von Mespelbrunn
- 1652–1719: Herren von Dalberg
- 1719–1803: Hochstift Würzburg (mit Belehnungen an die Grafen von Greiffenclau und Ingelheim)
- 1803–1818: Königreich Bayern
- 1818–2007: Privatbesitz Familie Mennig
- 2007–heute: Privatbesitz Schubert/Glawatz[8]
Ortsvereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das dörfliche Leben Bücholds ist geprägt von vielen Aktivitäten, die die Ortsvereine organisieren. Derzeit gibt es 26 Vereine und Gruppen. Zur 1200-Jahr-Feier schlossen sich 1988 einige Vereine zum Vereinsring zusammen.[8] 2013 wurden der Katholisch Deutsche Frauenbund (KDFB) und der Kirchenchor (seit 1985) mangels Mitglieder und Interesse aufgelöst. Der jüngste Verein ist derzeit der 2015 gegründete Verein zur Bewahrung des unterfränkischen Dialektes e. V.
- Vereinsring Büchold e. V. (1988 als offenes Gremium; Gründung: 1992; e. V. seit 1995)
- Bauernverband (1960)
- BRK Bereitschaft (1947)
- Carneval-Club-Büchold (CCB) (1982). Er feierte 2015 sein 33-jähriges Bestehen mit einer großen Gala im Saal des Sportsheims.
- CSU-Ortsverband (1946)
- DJK Büchold (1959)
- Eigenheimer Vereinigung (1989)
- Fan-Club „Borussia von Franken“ (2012)
- Fan-Club „Red Fighters“ des FC Bayern (1999)
- Freiwillige Feuerwehr (1876)
- Gartenbau- und Dorfverschönerungsverein (1907 als Obstbauverein gegründet, ab 1950 Obst- und Gartenbauverein, seit 1971 Gartenbau- und Verschönerungsverein)
- Häbüachena (1983) – eine Gruppe von Bücholder „Originalen“, die besonders den dörflichen Dialekt pflegt.
- Heimatpflegeverein Sachserhof (1992)
- Jagdgenossenschaft (1955–1972; 1976 bis heute)
- St.-Johannis-Zweigverein (1901)
- Jugendzentrum (JUZ), 1995 als Verein konstituiert, davor mehrere Jugendgruppen
- KLJB (Katholische Landjugendbewegung, 1947)
- Musikverein „Bücholder Musikanten“ und fränkische Volkstanzgruppe (1969, hervorgegangen aus der Trachtenkapelle Büchold)
- Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung (1974)
- Bücholder Pferdefreunde e. V. (1998)
- Soldaten- und Reservistenkameradschaft (1875 als Soldaten- und Kriegerkameraden, seit 1975 neuer Name)
- Sportfischerverein (1975)
- Tandem-Club ’75 (1975)
- Laienspielgruppe „Theatergruppe Büchold“ (1982)
- VDK-Ortsverband (1948)
- Verein zur Bewahrung des unterfränkischen Dialektes e. V. (2015)
Ehemalige Gasthäuser
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Büchold gibt es derzeit kein Gasthaus, zeitweise existierten drei Gasthäuser.
- Gasthaus Untere Wirtschaft (zeitweise Distlersche Wirtschaft oder Meyerhöfersche Wirtschaft genannt) im Mühlweg 6: Dort war auch ehemals eines der drei Ortstore. Sie hatte Bestand bis ins Jahr 1934.
- Gasthaus Zapf (Schwarzer Adler): Es war das älteste Gasthaus in Büchold aus dem 17. Jahrhundert. In den 1950er Jahren wurde ein geräumiger Tanzsaal angebaut. 1984 schloss das Gasthaus. Nachdem 2015 der Verein zur Bewahrung des unterfränkischen Dialektes e. V. gegründet wurde, soll der Schwarze Adler jetzt zum Dialekthaus renoviert und umgebaut werden. Der damals angebaute Tanzsaal wurde bereits 2020 abgerissen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie stand (steht) das Projekt still. Das Haus soll grundsaniert und mit verschiedenen Räumen für den Verein und Besucher ausgestattet werden.
- Gasthaus Mons („Goldener Löwe“) in der Kirchenstraße 11: Das Gebäude ist nur wenig jünger als der „Zapf“. In seinem Keller wurde bis 1933 Bier gebraut. Das Gasthaus Mons schloss 2003.[8]
Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zur Fastnacht gibt es in Büchold jährlich vier Prunksitzungen, die vom Carneval Club Büchold (CCB) im Veranstaltungssaal des Sportheimes abgehalten werden. Am Faschingsdienstag findet ein Faschingsumzug statt.
- Am 1. Mai wird in alter Tradition der Maibaum von einem jeweils anderen Verein aufgestellt.
- An Christi Himmelfahrt findet die Wallfahrt der Pfarrgemeinde nach Fährbrück statt. Das Gnadenbild dort ist seit 1975 Ziel der Bücholder Wallfahrt, die bis 1974 nach Dettelbach ging.
- Im Juni feiert die Pfarrgemeinde ihr Pfarrfest in unregelmäßigen Abständen im Pfarrgarten.
- Seit 2012 findet alle drei Jahre im Ort die Fronleichnamsprozession der drei Pfarreien Altbessingen, Schwebenried und Büchold statt. Anschließend werden Einheimische und Gäste zu einem festlichen Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen eingeladen.
- Jeweils am 2. Juli, dem kirchlichen Fest Mariä Heimsuchung, feiert der Ort mit einem zweitägigen Dorffest seinen „Dicke Dooch“, das Patrozinium der Pfarrkirche. Die Festtage beginnen mit einem Hochamt in der Kirche, dem sich eine Kirchenparade zum Schulplatz anschließt.
- Anfang Juli feiert der kirchliche Kindergarten in Büchold sein Kindergartenfest.
- Mitte August finden die „Hot-Summer-Nights“ in der Bücholder Flur statt. Die Veranstaltung hat seit 2009 das „Schuttplatzfest“ abgelöst und wird vom Jugendzentrum (JUZ) organisiert.
- Am letzten Augustwochenende findet das Fischerfest statt, welches der Sportfischerverein Werntal organisiert.
- Am zweiten Septemberwochenende ist „Tag des offenen Denkmals“, bei dem das Bücholder Schloss Führungen und Besichtigungen anbietet.
- Im September findet auf den Anlagen der DJK Büchold das Sportfest statt.
- Im November lädt die Theatergruppe Büchold bereits seit 1982 zu ihren sieben Vorstellungen in das Sportheim ein.
- Am ersten Adventswochenende öffnet der Adventsmarkt „Bücholder Winterzauber“, der seit 2006, zunächst am Schloss, seit 2008 auf dem Schulplatz, abgehalten wird.
- Am zweiten Adventswochenende veranstaltet das Jugendzentrum (JUZ) seit 1997 das „X-treme Nikolausing“ in seinen Räumlichkeiten in der alten Schule.
- Seit 1988 findet am 4. Advent das „Adventskonzert“ in der Pfarrkirche statt. Veranstalter ist der Vereinsring Büchold.
Ehrenbürger von Büchold
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Georg Wolf (* 1818; † ?): War Bezirkshauptlehrer in Bergtheim, der seinen Ruhestand in Bad Kissingen verbrachte.
- Johann Kilian Wendel (* 1851; † 1951): Er übte zwischen 1871 und 1920 den Beruf des Tünchners aus. Er starb drei Tage nach seinem Jubeltag.
- Rudolf Baumeister (* 1865; † 1936): Bürgermeister von Büchold von 1906 bis 1929.
- Heinrich Grimm (* 1882; † 1970): Geistlicher Rat und Dekan, der von 1932 bis 1952 Pfarrer von Büchold war. Er wurde 1905 geweiht. Sein Grab ist in Ingolstadt b. Würzburg.
- Margarete Wendel (* 1885; † 1979): Hebamme, die seit 1905 in Büchold tätig war.
- Karl Kempf (* 1927; † 2014): War von 1967 bis 1979 als Priester in Büchold tätig. Er war der letzte Pfarrer von Büchold. Sein Grab ist in Volkersbrunn im Spessart.
- Isidor Schmitt (* 1919; † 1994): Oberlehrer, der seit 1945 in der Schule im Ort unterrichtete. Nach deren Schließung war er noch bis 1981 an der Grundschule in Schwebenried.[16]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Kaspar Bundschuh: Büchold. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 481–483 (Digitalisat).
- Dorfchronik Büchold – die Geschichte eines unterfränkischen Dorfes. 1998.
- Henning Glawatz: Schloss Büchold im Spiegel der Zeit. Geschichte eines unterfränkischen Adelssitzes. Rotabene-Data-Service, Rothenburg ob der Tauber 2012, ISBN 978-3-927374-98-0.
- Pleikard Joseph Stumpf: Büchold. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Königreiches. Zweiter Theil. München 1853, OCLC 643829991, S. 800–801 (Digitalisat).
- Vereinsring Büchold (Hrsg.): Sterbebilder von 1870–2001. 2001.
- Vereinsring Büchold (Hrsg.): DVD Büchold. 2003.
- Vereinsring Büchold (Hrsg.): DVD 1225 Jahre Büchold. 2013.
- Vereinsring Büchold (Hrsg.): Büchold und Sachserhof – Historische Bilder eines unterfränkischen Dorfes. 2015
- Wos hāstē gsocht? oder „Das weggeworfene Gut.“ Mundart aus Büchold. Hrsg.: Häbüēchēna. Verantw. für den Inhalt: Helmut Rüth. Im Selbstverlag des Hrsg., 1988 (gateway-bayern.de).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Büchold auf der Website von Arnstein ( vom 9. Mai 2015 im Internet Archive)
- glockenzeit: Büchold (MSP) Glocken der kath. Pfarrkirche St. Nikolaus und Mariä Heimsuchung auf YouTube, 5. Dezember 2020 (Laufzeit: 15:30 min).
- Büchold in der Ortsdatenbank von bavarikon.
- Büchold … da fühl ich mich wohl. Vereine. Events. Wanderwege. Vereinsring Büchold e. V.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Gemarkung Büchold (090926). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 22. Januar 2026.
- ↑ Zahlen, Daten, Fakten. Stadt Arnstein, archiviert vom am 15. November 2018; abgerufen am 15. November 2019 (Hauptwohnsitze).
- ↑ Stadt Arnstein, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 23. Februar 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 22. Januar 2026.
- 1 2 3 4 Erich Füller: Die Geschichte Bücholds in Kurzfassung. In: buechold-online.de. Abgerufen am 19. Februar 2025.
- ↑ Wolfgang Schiedermair: Die „Meelbyrn, Paliurus“ in Adam Lonitzers „Kreuterbuch“ (1679). Zur Kenntnis von X Sorbopyrus auricularis (Kroop.) Schneid. – Hagebuttenbirne. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), ISSN 2511-7122, S. 87–96, hier S. 87 f.
- ↑ Wolfgang Schiedermair: Gedanken zur Pflanzensymbolik in einer unterfränkischen Kirche. Der Chor der Bücholder Pfarrkirche St. Nikolaus und Mariae Heimsuchung als eigenständiger Teil des ikonographischen Konzeptes der Kirche. In: Cistercienser-Chronik. Band 109, 2002, S. 413–430.
- 1 2 3 4 5 Walter Herdrich und Erich Füller im Auftrag des Vereinsrings Büchold e. V. (Hrsg.): Büchold, Die Geschichte eines unterfränkischen Dorfes. FOREST-Dieter Staab oHG, Karlstadt 1998, DNB 956143997, S. 576.
- 1 2 3 Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 491.
- ↑ Nürnberger Zeitung. Nr. 229, 17. August 1845.
- 1 2 Wichtige Ereignisse. ( vom 18. Juli 2013 im Internet Archive) In: fc-host14.de.
- 1 2 3 4 5 6 Büchold in der Ortsdatenbank von bavarikon.
- ↑ Büchold auf der Website von Arnstein ( vom 2. Februar 2017 im Internet Archive)
- ↑ Büchold auf der Website von Arnstein ( vom 9. Mai 2015 im Internet Archive)
- 1 2 Walter Herdrich und Erich Füller im Auftrag des Vereinsrings Büchold e. V. (Hrsg.): Büchold, Die Geschichte eines unterfränkischen Dorfes. Vereinsring Büchold e. V., Büchold 1998, DNB 956143997, S. 571 ff.
- ↑ Vereinsring Büchold e. V. (Hrsg.): Büchold und Sachserhof. Historische Bilder eines unterfränkischen Dorfes. Forest-Werbung, Karlstadt 2015, S. 255–258.




