Busenberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 8′ N, 7° 50′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südwestpfalz | |
| Verbandsgemeinde: | Dahner Felsenland | |
| Höhe: | 245 m ü. NHN | |
| Fläche: | 9,64 km² | |
| Einwohner: | 1141 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 118 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76891 | |
| Vorwahl: | 06391 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PS, ZW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 40 002 | |
| LOCODE: | DE BJP | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schulstraße 29 66994 Dahn | |
| Website: | www.dahner-felsenland.net | |
| Ortsbürgermeister: | Christof Müller (FWG) | |
| Lage der Ortsgemeinde Busenberg im Landkreis Südwestpfalz | ||
Busenberg ist eine Ortsgemeinde im zu Rheinland-Pfalz gehörenden Landkreis Südwestpfalz. Sie ist Bestandteil der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat, und innerhalb derer gemessen an der Einwohnerzahl die viertgrößte Ortsgemeinde.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Busenberg liegt auf 245 m ü. NHN[2] im deutschen Teil des Wasgaus, dem südlichen Teil des Pfälzerwalds, in der Region Dahner Felsenland, von der die Verbandsgemeinde ihren Namen ableitet. Zu Busenberg gehören der Weiler Bärenbrunnerhof, der vier Kilometer nordöstlich am Ende des Bärenbrunner Tals liegt und ausschließlich über den Nachbarort Schindhard erreicht werden kann, sowie die Wohnplätze Bärenbrunnermühle und Weißensteiner Hof. [3]
Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Erfweiler, Schwanheim, Oberschlettenbach, Vorderweidenthal – östlich, sechs Kilometer –, Erlenbach (südöstlich, 5 km), Bundenthal, Bruchweiler-Bärenbach – südwestlich, vier Kilometer – und Schindhard – nördlich, 1 Kilometer –. Nächstgelegene Stadt ist Dahn; diese liegt vier Kilometer nordwestlich von Busenberg entfernt. Acht Kilometer Luftlinie südwestlich verläuft die Grenze zum französischen Département Bas-Rhin, alternativ als „Unterelsass“ bezeichnet.
Erhebungen
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Der Ort ist von Bergen umgeben, die ihn um etwa 200 m überragen und deren Gesteinsschichten aus feinkörnigem Sandstein bestehen. Beherrschende Erhebungen sind der – bereits jenseits der Gemarkungsgrenze befindliche – Jüngstberg (491 m) im Südwesten und der Löffelsberg (445 m) im Nordosten. An der Gemarkungsgrenze zu Vorderweidenthal und Oberschlettenbach liegt der 447,6 m hohe Puhlstein. An der Gemarkungsgrenze zu Erlenbach bei Dahn erhebt sich der 420 m hohe Heidenkopf.
Der Ortskern erstreckt sich in einer Mulde dazwischen, kleinere Neubaugebiete sind mittlerweile an den Hängen emporgewachsen. Im äußersten Norden der Gemarkung an der Grenze zu Schwanheim und Erfweiler liegt das 476,7 m hohe Wolfshorn und südwestlich von ihm an der Grenze zu Erfweiler der Rauhberg 374,2 m sowie der Eichelberg (386,3 m). Etwas weiter südlich erstreckt sich der Haberteich.
Gewässer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von Busenberg aus fließt der 2,2 km lange Geiersteinbach nach Westen, der im Ort den Drachenbach aufnimmt und eine Fläche von 6 km² entwässert und von links in die Lauter mündet, die hier am Oberlauf Wieslauter genannt wird. Nördlich des Kernortes fließt in Ost-West-Richtung der Kuhbach, der die Bärenbrunnermühle passiert und ebenfalls ein linker Nebenfluss der Wieslauter ist. Zudem befindet sich mit dem Bärenbrunnen ein weiteres Gewässer innerhalb der Ortsgemarkung.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Urgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die älteste Spur menschlicher Besiedlung stellt seit 2018 eine 3,2 cm breite, 2,9 cm lange und 0,8 cm dicke Blattspitze aus dem späten Mittelpaläolithikum dar, die der Zeit vor etwa 50.000 bis 35.000 Jahren angehört. Sie besteht aus hellgrauem Felsquarzit, hat einen spitzovalen Querschnitt und ist auf beiden Seiten vollständig retuschiert. Gleichzeitig ist sie die bisher am weitesten im Südwesten entdeckte Blattspitze, denn Blattspitzengruppen waren vor allem in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bis in die Türkei verbreitet, selten finden sich Stücke bis nach England. Mangels Skelettfunden ist bisher unklar, ob die Träger dieser Kultur späte Neandertaler oder anatomisch moderne Menschen waren.[4]
Mittelalterliches Dorf, Dürckheimer Besitz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vermutlich gab es das Dorf schon um das Jahr 1200, erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1408. Zu einem unbekannten Zeitpunkt, möglicherweise um 1490, kam Busenberg in den Besitz der Herren von Dürckheim. Der landesherrliche Besitz dieser niederadeligen Familie war anfangs vermutlich im Rahmen von Reichsritterschaft und Oberrheinischem Kreis organisiert. Mit der Übernahme der Landeshoheit durch Frankreich Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Busenbergische Herrschaft der Dürckheim, zuletzt von Eckebrecht von Türkheim ausgeübt, zu einem französischen Territorium. Den Dürckheim verblieben zunächst noch die niedergerichtlichen Rechte, bis im Gefolge der Französischen Revolution auch die letzten Vorrechte des Adels aufgehoben wurden.
Französische Herrschaft (1798–1814), Österreich und Bayern (1815/16), Pirmasens (1818)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Busenberg in den Kanton Dahn eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Ein Jahr später wechselte Busenberg in das Königreich Bayern. Ab 1818 war der Ort Bestandteil des Landkommissariats Pirmasens, das 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.
Französische Besatzung nach 1945, Rheinland-Pfalz, Gebietsreform (1972)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1925 hatte die Gemeinde 821 Einwohner, die in 136 Wohngebäuden lebten.[5] 1939 wurde sie in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Busenberg 1972 der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland zugeordnet.[6][7]
Ortsname
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie für Bouzemont so ist auch für Busenberg ein Ursprung in vorgeschichtlicher Zeit wahrscheinlich. Beide Ortschaften liegen im Wasgenwald, sodass ein Waldbezug gesichert scheint. Für Bouzemont ist dieses bezeugt mit „Bosonis mons“ mit latinisierendem Genitivsuffix -is. Der Wortteil „bos“ als alteuropäisch-vaskonisches Etymon mit der Bedeutung Baum und dem als Suffix erkennbaren -n von Boson ergeben eine lokativische Bedeutung „Berg im Wald“. Auch für Busenberg in der Pfalz kann dies sowohl hinsichtlich der Namengeschichte als auch der Waldbezogenheit angenommen werden; vom Berg hat man einen Blick auf die umliegenden Wälder.[8]
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Einwohnerzahl von Busenberg entwickelte sich folgendermaßen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[9]
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Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christentum
Ende des Jahres 2012 waren 75,3 Prozent der Einwohner katholisch und 11,0 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[10] Die Katholiken gehören zum Dekanat Pirmasens im Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche der Pfalz. In Busenberg gibt es eine katholische Kirche. Sie trägt den Namen St. Jakobus und war bis Ende 2015 Pfarrkirche.
- Judentum
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei Bundestagswahlen gehört Busenberg zum Wahlkreis Pirmasens. Bei Landtagswahlen war die Gemeinde von 1991 bis 2016 Bestandteil des Wahlkreises Pirmasens-Land. Aufgrund des Bevölkerungsrückgangs der Region wurde er aufgelöst, sodass Busenberg seit 2021 zum Wahlkreis Pirmasens gehört.
Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Busenberg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis zur Wahl 2019 wurde in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt, da mindestens zwei Wahlvorschlagslisten eingereicht wurden.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:
| Wahl | SPD | CDU | FWG | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2024 | per Mehrheitswahl | 16 Sitze[11][12] | ||
| 2019 | 4 | – | 12 | 16 Sitze[13] |
| 2014 | 3 | – | 13 | 16 Sitze |
| 2009 | 3 | 3 | 10 | 16 Sitze |
| 2004 | – | 5 | 11 | 16 Sitze |
- FWG = Freie Wählergemeinschaft Busenberg e. V.
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Christof Müller (FWG) wurde am 30. Juni 2016 Ortsbürgermeister von Busenberg. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 76,91 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 konnte Müller sein Amt mit 52,0 % der Stimmen gegen eine Kandidatin der SPD verteidigen.[14]
Müllers Vorgänger Klaus Klonig (FWG) war im März 2016 zurückgetreten.[15][16]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Von Schwarz und Gold gespalten, rechts ein zehnendiges goldenes Hirschgeweih, links ein blaubewehrter und -bezungter roter Löwe.“[17] | |
| Wappenbegründung: Der Pfälzer Löwe steht für die ehemaligen Ortsherren, die wittelsbachischen Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, und das Hirschgeweih entstammt dem Wappen der Edlen von Drachenfels, die anfangs Ministerialen und Lehnsmannen des Bischofs von Speyer waren.
Es wurde 1972 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bauwerke
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Die Burg Drachenfels und der jüdische Friedhof sind als Denkmalzonen ausgewiesen. Die Burg liegt unmittelbar südlich oberhalb Busenbergs auf 368 m Höhe mit dem auffälligen Backenzahn, wie der Rest des Bergfrieds im Volksmund genannt wird. Sie wurde 1523 zerstört, weil ein Ganerbenanteil dem besiegten und getöteten Ritter Franz von Sickingen gehört hatte. Letzte Herren der Ruine waren die Herren von Dürkheim, die nach der Französischen Revolution enteignet wurden. Seither befindet sich die Anlage in Gemeindebesitz. Sie wurde über mehrere Jahrhunderte als Steinbruch missbraucht.
Der jüdische Friedhof mit 286 Grabstätten liegt auf einer kleinen Anhöhe etwa 500 m südöstlich außerhalb des Ortes in Richtung Bad Bergzabern. Er war von 1824 bis in die Zeit des Nationalsozialismus und, für drei Bestattungen, zwischen 1958 und 1979 in Gebrauch. Nicht ausschließlich 1938, sondern eben in der Zeit lange nach dem Ende des Dritten Reiches – 1978, 1994 und 1997 – war er Ziel von Friedhofsschändungen.[18] 1985 wurde die Anlage als geschütztes Kulturgut im Sinne der Haager Konvention eingestuft.
Hinzu kommen elf Einzeldenkmäler, darunter folgende Objekte:
Katholische Kirche – Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus ging gemäß Urkunde vom 6. Oktober 1490 aus einer mittelalterlichen Kapelle hervor. Sie wurde in der späten Barockzeit zwischen 1760 und 1767 vergrößert und ausgebaut, dabei wurden auch Steine vom Drachenfels verwendet.[6]
Schlösschen – Freiherr Franz Christoph Eckbrecht von Dürkheim errichtete 1778 mit Steinen aus dem Drachenfels mitten in Busenberg ein herrschaftliches Landhaus, das mittlerweile „Schlösschen“ genannt wird.[6]
Natur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Busenberg lag im Naturpark Pfälzerwald, dessen Gebiet mittlerweile Bestandteil des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord ist und liegt innerhalb des Vogelschutzgebiet Pfälzerwald. Auf Gemarkung der Ortsgemeinde befinden sich insgesamt fünf Naturdenkmale; allen fünf Objekte sind Felsformationen wie der Buchkammerfels, der Pferchfeldfels und der Puhlstein. Darüber hinaus gehört die Gemeinde zum Klettergebiet Pfälzer Wald. Weitere Felsformationen innerhalb der Gemeindegemarkung sind der Honigfels, der Klosterfels, der Nonnenfels und der Sternfels.
Folklore
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Laut einer Sage existierte auf der Burg Drachenfels einst ein silbernes Kegelspiel.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund der geographischen Gegebenheiten dominierte in Busenberg jahrhundertelang die Forst- und Holzwirtschaft. Früher war im Ort außerdem der Beruf des Holzschuhmachers verbreitet. Die Gemeinde verfügt über keinerlei Industrie und ist eine reine Wohngemeinde. Der Wald wird seit mehreren Jahrhunderten von einer in Dahn ansässigen Forstbehötde verwaltet, die seit 2004 unter dem Namen Forstamt Wasgau firmiert.[19][20]
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Busenberg ist Standort einer Grundschule.[21] Weiterführende Schulen bestehen in Dahn und Bad Bergzabern.
Behörden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis 1966 gehörte Busenberg zum Bezirk des Amtsgericht Dahn und seither zu dem des Amtsgericht Pirmasens.[22]
Verkehr
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Durch Busenberg führt die Bundesstraße 427, die von Nordwest nach Südost verläuft und über 44,8 Kilometer Hinterweidenthal und Kandel verbindet. In Hinterweidenthal ist die B 427 an die B 10 angebunden, in Bad Bergzabern besteht Anschluss an die Bundesstraßen 38 und 48. Zudem liegt der Ort an der Deutschen Schuhstraße. Der Bärenbrunnerhof ist über die Kreisstraße 41 ans Straßennetz angebunden, die über Schindhard bis zum Ortsteil Reichenbach der Stadt Dahn führt.
Der Ort ist über die Buslinie 545 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, die ihn mit Bad Bergzabern, Birkenhördt, Erlenbach bei Dahn, Busenberg, Schindhard und Dahn verbindet, an das Nahverkehrsnetz angebunden. Nächstgelegene regelmäßig bediente Bahnhalte sind Wissembourg und Bad Bergzabern.
1911 entstand an der Wieslauterbahn der Bahnhof Busenberg-Schindhard. Obwohl auf Dahner Gemarkung auf Höhe dessen Ortsteils Reichenbach gelegen, war er als gemeinsame Bahnstation von Busenberg, Erfweiler und Schindhard ausgelegt. 1966 beziehungsweise 1976 wurde der Personenverkehr eingestellt, 1997 im Ausflugsverkehr reaktiviert.
Aktuell verkehrt die Wieslauterbahn in den Sommermonaten – Mai bis Oktober – mittwochs, samstags, an Sonn- und Feiertagen sowie jährlich am Fastnachtssonntag zum Fastnachtsumzug und zum Martinimarkt in Dahn.
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts öffnete sich Busenberg verstärkt dem Tourismus. Die Werbung bezieht sich vor allem auf die Lage inmitten des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord und empfiehlt Wander- sowie Radtouren. Als Unterkünfte werden hauptsächlich private Fremdenzimmer und Ferienwohnungen angeboten. Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Deutsche Schuhstraße und der Klingbach-Radweg.
Zudem existiert mit der Drachenfelshütte seit 1968 eine Wanderhütte, die von der örtlichen Sektion des Pfälzerwald-Vereins betrieben wird. Durch Busenberg verlaufen mit dem von Kaiserslautern bis nach Schweigen-Rechtenbach führenden Pfälzer Waldpfad ein sogenannter Prädikatswanderweg, der Premiumwanderweg Felsenland Sagenweg und der mit einem gelben Balken markierte Fernwanderweg Pirmasens–Belfort und eine Route der Pfälzer Jakobswege. Hinzu kommt ein mit einem gelb-roten Balken markiert Wanderweg, der vom Wellbachtal über den nördlichen Teil der Busenberger Gemarkung bis nach Rülzheim verläuft.[23]
Der 24 km lange Busenberger Holzschuhpfad ist ein Rundwanderweg und wurde zur Erinnerung an den früher unter anderem in Busenberg verbreiteten Beruf der Holzschuhmacher angelegt und führt über sieben Berggipfel sowie zehn Aussichtspunkte rund um den Ort.[24]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erich Wegmann (* 1938), Ortsbürgermeister von 1989 bis 2009, ernannt 2012
Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Irma Reiß (1892–1942), Opfer des Holocaust, ihr wurde in München ein Stolperstein gewidmet.
Personen, die in Busenberg wirkten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl von Streit (1766–1821), preußischer Generalmajor und Kommandant von Kolberg, nahm Ende des 18. jahrhunderts im Zuge der Koalitionskriege am Gefecht bei Busenberg teil
- Franz Vogel (1850–1926), katholischer Priester, war zeitweise Kaplan in Busenberg.
- Emil Nesseler (1891–1952), Lehrer und Heimatforscher, arbeitete zeitweise als Aushilfslehrer.
- Paul Keller, Träger des Bundesverdienstkreuzes, wohnt in Busenberg.
- Robert Breitsch, seit 2004 Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz, wohnt in Busenberg.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Otmar Weber: „Wie eine weiße Lilie in ihrer ersten Blüte…“ Der jüdische Friedhof Busenberg. Verlag Geiger-Druck, Dahn 1998, ISBN 3-00-003507-9.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Verkehrsverein der Gemeinde Busenberg
- Busenberg auf den Seiten der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland
- Literatur über Busenberg in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 163 (PDF; 3,3 MB).
- ↑ S. Gütermann: Blattspitze – erster Fund weit im Westen. In: Archäologie in Deutschland. Januar 2019, S. 60 f.
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 779 (Digitalisat).
- ↑ a b c Ortschronik. In: busenberg.de. Abgerufen am 30. April 2021.
- ↑ Historische Karte der Pfalz 1789. www.hoeckmann.de, abgerufen am 6. September 2017.
- ↑ Rudolf Schützeichel, Carl Winter: Beiträge zur Namenforschung. Universitätsverlag Winter, 2008, S. 375.
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 30. April 2021.
- ↑ KommWis. Stand: 31. Dezember 2012. Abgerufen am 13. April 2020.
- ↑ Zahl der zu wählenden Ratsmitglieder in der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland bei den Kommunalwahlen am 09.06.2024. (PDF; 83,5 kB) Busenberg. Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, abgerufen am 18. Februar 2025.
- ↑ Busenberg, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Busenberg. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 18. Februar 2025.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
- ↑ Busenberg, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 17. Juli 2024.
- ↑ Ortsbürgermeister: Christof Müller klar gewählt. In: Die Rheinpfalz. 28. Juni 2016, abgerufen am 7. April 2020.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 7. April 2020 (siehe Dahner Felsenland, Verbandsgemeinde, zweite Ergebniszeile).
- ↑ Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
- ↑ Otmar Weber: 'Wie eine weiße Lilie in ihrer ersten Blüte… 1998, S. 96.
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 779 (Digitalisat).
- ↑ Das macht das Forstamt Wasgau. 12. Mai 2025, abgerufen am 22. Oktober 2025.
- ↑ Karl Kissel: Dahn – eine Chronik. Dahn 1999, ISBN 3-00-002205-8, S. 349.
- ↑ Karl Kissel: Dahn – eine Chronik. Dahn 1999, ISBN 3-00-002205-8, S. 218 f.
- ↑ Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 21. Oktober 2025, abgerufen am 21. Oktober 2025.
- ↑ dahner-felsenland.net: Busenberer Holzschuhpfad ( vom 24. August 2009 im Internet Archive) (PDF; 4,83 MB).

