Das Straßendorf Bruny liegt im nordwestlichen Teil Oberschlesiens, rund vierzehn Kilometer nördlich von Wołczyn (Konstadt), 22 Kilometer nordwestlich von Kluczbork (Kreuzburg) und 57 Kilometer nordöstlich von Opole (Oppeln).
Der Ortsname leitet sich vom slawischen Wort „Brona“ (Egge) ab, einem landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgerät.[2]
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Brune ab 1816 zum Landkreis Kreuzburg O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1838 wurde in Brune eine evangelische Schule eingerichtet. 1845 bestand das Dorf aus einem Schloss, einer evangelischen und einer katholischen Schule und weiteren 69 Gebäuden. Die Einwohnerzahl lag bei 587, davon 43 katholisch und 10 jüdisch.[3] 1874 wurde der AmtsbezirkJakobsdorf gebildet, dem die Landgemeinden Brune und Jacobsdorf und die gleichnamigen Gutsbezirke eingegliedert wurden.[4]
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Brune 370 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 11 für Polen.[5] Brune verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten in Brune 414 Einwohner und 1939 waren es 382 Einwohner.
↑Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit, Breslau, Priebatsch, 1889, S. 66
↑Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 61.