Brojce
| Brojce | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Westpommern | |
| Powiat: | Gryfice | |
| Gmina: | Brojce | |
| Geographische Lage: | 53° 57′ N, 15° 22′ O | |
| Einwohner: | 1248 (2009) | |
| Postleitzahl: | 72-304 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 91 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ZGY | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 105: Świerzno – Gryfice ↔ Rzesznikowo | |
| Eisenbahn: | PKP-Strecke 402: Koszalin – Kołobrzeg – Goleniów Bahnstation: Gąbin | |
| Nächster int. Flughafen: | Stettin-Goleniów | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | Landgemeinde | |
| Gminagliederung: | 18 Ortschaften | |
| 11 Schulzenämter | ||
| Fläche: | 118,06 km² | |
| Einwohner: | 3494 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 30 Einw./km² | |
| Gemeindenummer (GUS): | 3205012 | |
| Verwaltung (Stand: 2018) | ||
| Gemeindevorsteher: | Michał Zinowik | |
| Adresse: | ul. Długa 48 72-304 Brojce Gryfickie | |
| Webpräsenz: | www.brojce.net.pl | |
| Jahr | Einwohnerzahl | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1822 | 230 | [5] |
| 1861 | 370 | davon 55 in dem Kirchdorf und 315 auf dem Rittergut[6] |
| 1867 | 403 | am 3. Dezember, davon 87 im Kirchdorf und 316 auf dem Rittergut[7] |
| 1871 | 424 | am 1. Dezember, davon 83 im Kirchdorf und 341 auf dem Rittergut, ausschließlich Evangelische[7] |
| 1905 | 580 | |
| 1910 | 625 | am 1. Dezember[8][9] |
| 1933 | 822 | [10] |
| 1939 | 858 | [10] |
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 2009 | 1248 | |
| 2013 | ca. 1200 | [11] |
Kirche
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Die Dorfkirche stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im Laufe seiner Geschichte wurde das Gotteshaus mehrfach restauriert, im Jahre 1866 erweitert und in den 1980er Jahren einer Grundüberholung ausgesetzt. Der markante Glockenturm aus Holz steht an der Westseite der Kirche. Neben dem Kanzelstuhl mit zwei lebensgroßen Engelstatuen und Barockschnitzereien gehört ein Taufstein in einer Form aus Zeiten der Renaissance zu den wertvollen Ausstattungen in den Kirchenräumen. Das Taufbecken trägt die Namen der Stifterfamilien Manteuffel und Blücher und ist heute nach erfolgter Restaurierung wieder zu besichtigen.
Vor 1945 waren die Ortsbevölkerung überwiegend evangelischer Konfession. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war Broitz ein Filialort im Kirchspiel Kölpin (heute polnisch: Kiełpino), wurde dann eine selbständige Kirchengemeinde mit der Filialkirche Prust (Pruszcz) sowie den Orten Dummadel (Tąpadły) und Wendisch Pribbernow (Przybiernowo). Im Jahre 1940 zählte das gesamte Kirchspiel Broitz 1.305 Gemeindeglieder. Es gehörte zum Kirchenkreis Greifenberg i. Pom. im Ostsprengel der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Friedrich Krummheuer.
Seit 1945 ist die Einwohnerschaft von Brojce fast ausnahmslos katholischer Konfession. Der Ort ist wieder Sitz einer Pfarrei und trägt – wie die Kirche – den Namen Najświętszego Serca Pana Jezusa. Sie gehört zum Dekanat Gryfice im Erzbistum Stettin-Cammin der Katholischen Kirche in Polen. Hier lebende evangelische Kirchenglieder sind dem Pfarramt in Stettin der Diözese Breslau in der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen zugeordnet. Gottesdienstort ist die Johanneskirche (kościół św. Jana) in Trzebiatów (Treptow a.d. Rega).
Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Allgemeines
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Die Landgemeinde Brojce liegt im Osten des Powiat Gryficki im Norden der Woiwodschaft Westpommern (1975–1998 Woiwodschaft Stettin). Sie umfasst eine Fläche von 118 km², was 11,6 % der Gesamtfläche des Powiat Gryficki entspricht. Mit 3.687 Menschen steht sie einwohnermäßig an der 98. Stelle der 114 Gemeinden der Woiwodschaft Westpommern. Nachbargemeinden sind:
- Gryfice (Greifenberg i. Pom.), Płoty (Plathe) und Trzebiatów (Treptow a.d. Rega) im Powiat Gryficki, und
- Rymań (Roman) sowie Siemyśl (Simötzel) im Powiat Kołobrzeski (Kreis Kolberg).
Die Gmina Brojce wird von Süden nach Norden von der Mołstowa (Molstow) durchzogen, die am Nordrand der Gemeinde bei Bielikowo (Behlkow) in die Rega mündet. Im Gemeindegebiet gilt die einheitliche Postleitzahl 72-304.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gmina Brojce ist in 18 Ortschaften unterteilt, die sich 11 Ortsteilen („Sołectwo“) zuordnen:
- Ortsteile:
|
- Übrige Ortschaften: Cieszyce (Karolinenhof), Grąd (Grandhof), Łatno (Altendorf), Mołstówko, Raciborów (Vogelsang), Smokęcino (Schmuckenthin), Stołąż (Stölitz) und Uniestowo (Nestau).
Im Gemeindegebiet liegt ferner die Ortswüstung Kiełpinko (Neukölpin).
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Straße
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bindeglied der Orte der Gmina Brojce ist die Woiwodschaftsstraße 105, die das Gemeindegebiet von West nach Ost durchzieht und mit der Kreisstadt Gryfice sowie der bedeutenden Verkehrsachse Landesstraße 6 (ehemalige Reichsstraße 2, heutige Europastraße 28 bei Rzesznikowo (Reselkow)) verbindet. Die übrigen Orte sind durch Nebenstraßen an die DW 105 angebunden.
Eisenbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Gemeinde Brojce gibt es keine Bahnanbindung. Die nächste Bahnstation ist Gąbin (Gummin) bereits auf dem Territorium der Gmina Trzebiatów (Treptow a.d. Rega).
Seit 1898 war das Gebiet der heutigen Gmina Brojce durch eine Bahnstrecke der Greifenberger Kleinbahn an das pommersche Bahnnetz angeschlossen. Die Strecke führte von Greifenberg i. Pom. (Gryfice) über Dummadel (Tąpadły) nach Dargislaff (Dargosław) und weiter bis Treptow a.d. Rega (Trzebiatów). Sechs heutige Gemeindeorte lagen an dieser Strecke, die in den 1980er Jahren stillgelegt wurde.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil II, Band 6: Kreise Kamin und Greifenberg, Anklam 1870, S. 939–942 (Volltext).
- Gerhard Kasten: Ein Rittergut im Wandel der Zeit: Erinnerungen an das pommersche Dorfleben und an die Zeit bis 1957. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2. Auflage 2010, ISBN 978-3-8370-3929-0, 373 Seiten (eingeschränkte Vorschau).
- Albert Ulrich: Chronik des Kreises Greifenberg in Hinterpommern. Eigenverlag, 1990, S. 284–287.
- Broitz, Landkreis Greifenberg/Pomm., in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer alten Landkarte der Umgebung von Broitz.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Gmina Brojce
- Die Gemeinde Broitz Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
- ↑ Kasten, S. 180.
- 1 2 3 Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogthums Vor- und Hinter-Pommern. Stettin 1784, S. 415–416.
- 1 2 Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil II, Band 6, Anklam 1870, S. 939–942.
- ↑ Friedrich von Restorff: Topographische Beschreibung der Provinz Pommern mit einer statistischen Uebersicht. Berlin und Stettin 1827, S. 175, Nr. 3 (online).
- ↑ Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil II, Band 6: Kreise Kamin und Greifenberg, Anklam 1870, S. 939–942 (online).
- 1 2 Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preußischen Staats und ihre Bevölkerung. Teil III: Provinz Pommern, Berlin 1874, S. 70–71, Nr. 10 (online), und S. 72–73, Nr. 91 (online).
- ↑ Broitz, Kreis Greifenberg, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer alten Landkarte der Umgebung von Broitz.
- ↑ Landkreis Greifenberg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juni 2023; abgerufen am 19. Februar 2026.
- 1 2 Michael Rademacher: Provinz Pommern – Landkreis Greifenberg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Statystyka ludności gminy Rymań.


